DE429263C - Regulierbare Kompensationsvorrichtung fuer Zeitmesser - Google Patents

Regulierbare Kompensationsvorrichtung fuer Zeitmesser

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DE429263C
DE429263C DEG64352D DEG0064352D DE429263C DE 429263 C DE429263 C DE 429263C DE G64352 D DEG64352 D DE G64352D DE G0064352 D DEG0064352 D DE G0064352D DE 429263 C DE429263 C DE 429263C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B18/00Mechanisms for setting frequency
    • G04B18/02Regulator or adjustment devices; Indexing devices, e.g. raquettes
    • G04B18/023Regulator or adjustment devices; Indexing devices, e.g. raquettes with means for fine adjustment of the indexing device

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Description

  • Regulierbare Kompensationsvorrichtung für Zeitmesser. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Kompensationsvorrichtung, deren Neuerung darin liegt, claß von der Differenz der Längenausdehnung zweier Kompensationselemente auf einen Kompensationshebel in V-Form angelenkt der kompensierende Ausschlag dieses Hebels bewirkt wird, indem das nicht einstellbare Element sich am Hebeldrehpunkt und das Kniegelenk beider Kompensationselemente sich gegen eine Einstellschraube stützt, die eine Längenänderung des Schwingungsorgans ermöglicht, so daß die Schwingungszahl des Schwingungsorganes bei jeder Temperatur gleichgehalten werden kann und daß sowohl die Kompensationsregulierung wie die Gangregulierung auf einer Platte als Träger derart angeordnet sind, daß jede für sich, ohne die andere zu stören, während der Schwingungen wirken und daß beide Regulierungen mit der Platte zusammen als ein Ganzes für sich hergestellt und am Zeitmesser angebracht werden können, damit nicht nur neue, sondern auch schon bestehende Zeitmesser mit dieser Kompensationsvorrichtung versehen werden können.
  • Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
  • Beim Beispiel nach Abb. i ist um die Achse a1 am Träger b1 ein zweiarmiger Hebel hl lt" drehbar gelagert. Auf diesem Träger ist die ganze Kompensationsvorrichtung angebracht, so daß beides zusammen als ein Ganzes für sich hergestellt und am Zeitmesser angebracht werden kann. Am Hebelarm hl' hängt mittels der zwischen den ortsfesten Stiften r1 r1' in lotrechter Richtung knapp, aber leicht beweglichen Blattfeder f1 das Pendel p1, dessen Schwingungen nur bis zu den Stiften r1 r1' reichen. In Verbindung mit dem Pendel p1 ist der vom Uhrwerk in Schwingung versetzte Antriebsarm p", welcher dein Pendel p1 den Anstoß gibt, aber an der Kompensation keinen Anteil bat und deshalb hier weiter nicht berücksichtigt wird. Der auf dem Hebeldrehpunkt a1 drehbar aufgehängte Metallstab s1 bildet mit der Gelenkstange dl ein Knie und weiter mit dem von il bis a1 reichenden Teil des Hebelarmes hl zusammen ein starres, um a1 drehbares Dreieck (nach der strichpunktierten Linie i.l-il'-a.l), welches infolge des Vbergewichtes des Pendels p1 mit dem Knie il' sich auf die auf dem Arm o1 des Trägers b1 angebrachte Einstellschraube g1 stützt, so daß mittels dieser der Gang des Zeitmessers durch Änderung der Pendellänge reguliert werden kann. Die Einstellung durch die Schraube g1 kann an der Einteilung am Arm o1 abgelesen und dadurch die Erzielung einer hohen Genauigkeit des Zeitmessers erleichtert werden.
  • Die Kompensationsvorrichtung wird bei Temperaturschwankungen von der Differenz der Längenausdehnung der beiden Kompensationselemente s1 und dl derart beeinflußt, daß beispielsweise bei Temperaturerhöhung das Element s1 mit großem Ausdehnungskoeffizienten sich stärker abwärts ausdehnt als das Element dl mit kleinem Koeffizienten vom Gelenkpunkt il' aus aufwärts ausdehnt, deshalb den Hebelarm lal im Gelenk il herunterzieht und den Hebelarm 111' mitsamt dein Pendel p1 aufwärts zieht. Da dessen Schwingungslänge zwar durch die Temperaturerhöhung sich ebenfalls vergrößert, aber durch die Hebung des Pendels p1 sich entsprechend verkürzt, so ist dadurch die Schwingungsdauer kompensiert. Bei Temperaturabnahme vollzieht sich die Bewegung durch die stärkere Verkürzung des Elementes s1 als desjenigen von dl in der entgegengesetzten Richtung, so daß das Pendel p1 durch die Temperaturabnahme sich wohl verkürzt, aber gleichzeitig sich senkt, woraus sich eine Kompensation bei jeder Richtung der Temperaturschwankungen ergibt.
  • Das einstellbare Kompensationselement 41. kann behufs Kompensationsregulierung mit dem Gelenk il und dem Gleitstück cl durch die Schraube hl verschoben werden, während die Lage des nicht einstellbaren, am Hebeldrehpunkte a1 sich stützenden Kompensationselementes s1 dadurch nicht geändert wird, umgekehrt wird durch die Regulierung mit der Einstellschraube g1 nichts an der Lage des Gelenkes il geändert, dagegen an der Stellung des Kompensationshebels lil 0' und des Pendels p1.
  • Beim Beispiel nach Nbb.2 dreht sich ein Hebel 112 mit den Kompensationselementen s2 und d2, welche beide nicht einstellbar sind, nach den strichpunktierten Linien a2-i2-i2' ;_in starres Dreieck bildend, um den Hebeldrehpunkt a2 am Träger b2. Auch hier ist die gesamte Kompensationsvorrichtung auf dem Träger b2 angebracht, so daß beides zusammen als ein Ganzes für sich hergestellt und am Zeitmesser angebracht werden kann. Am anderen Ende des Hebels h2 hängt am Gleitstück c2 mittels der zwischen den ortsfesten Stiften r2 r2' lotrecht leicht beweglichen Blattfeder f2 das Pendel p2, welches durch sein Gewicht die Kompensationselemente s2 und d2 mit ihrem Knie auf die am Arm o2 ortsfest gelagerte Einstellschraube g2 stützt, durch welche die Höhenstellung des Pendels p2 und damit dessen Schwingungszahl reguliert werden kann.
  • Für die Regulierbarkeit der Kompensationsvorrichtung ist es gleichgültig, ob das eine Kompensationselement oder der Aufhängepunkt des Pendels verschiebbar ist.
  • Bei dieser Ausführungsform nach Abb.2 wird die Kornpensationsv orrichtung bei Temperaturschwankungen durch die Differenz der Längenausdehnung der beiden Kompensationselemente s2 und d2 derart beeinflußt, daß beispielsweise bei Temperaturerhöhung das Element s2 mit einem großen Ausdehnungskoeffizienten durch die größere Längenausdehnung als jene des Elementes d2 mit kleinem Koeffizienten den einarmigen Hebel h2 ini Punkt i2 um a2 drehend aufwärts drückt und dadurch die Schwingungslänge des Pendels kompensiert. Bei Temperaturabnahine erfolgt die Bewegung in umgekehrter Richtung, weil das Element s2 stärker verkürzt wird als dasjenige von d2. Da das Pendel p2 sich ebenfalls verkürzt, aber zugleich sich gesenkt hat, so folgt daraus wiederum die Kompensation der Schwingungslänge des Pendels p2.
  • Abb. 3 zeigt ein Beispiel der L'bertragung der in Abb. i dargestellten Kompensationsvorrichtung auf eine Unruhe als Schwingungsorgan, wobei die Wirkungsweise grundsätzlich dieselbe ist. Auf der Platte b' als Träger, @ welcher uin die Unruhachse zal einstellbar befestigt ist, befindet sich eine Achse a' als Hebeldrehpunkt, um welche ein zweiarmiger Hebel h' h3' drehbar gelagert ist. Die beiden Kompensationselemente s' und d3 in V-Forin an den obigen Hebel angelenkt bilden mit dem von 113 bis a3 reichenden Hebelarm h' ein starres, um a' drehbares, durch die Druckfeder y1 an die Einstellschraube g3 stoßendes Dreieck a3-a3-i" nach strichpunktierter Linie, wobei ein Kompensationselenient s', das nicht einstellbar ist, sich am Hebeldrehpunkt a' stützt, während das Knie 113' beider Kompensationsstäbe s' und d' sich gegen die Einstellschraube g' stützt, die eine Längenänderung der Unruhfeder ermöglicht. Eine Gelenkstange e1 verbindet durch die Gelenkstifte 113" und 113 "' das Ende des Hebelarmes h3' mit dem um die Unruhachse tcl drehbaren Winkelhebel -zu' w1' mit über die Unruhfeder f 3 knapp, aber leicht gleitenden Rückerstiften r3 r3', welche die Schwingungen der Unruhfeder (Spirale) begrenzen, und überträgt alle Bewegungen des Kompensationshebels h3 h3' auf den Winkelhebel w1 wl'.
  • Auf der -Platte b' als Träger ist die ganze Kompensationsvorrichtung angebracht und kann daher als ein Ganzes für sich hergestellt und am Zeitmesser angebracht werden. Da mit der Einstellschraubeg3 dasDreiecka3-i'-i3', also auch der Kompensationshebel, um den Hebeldrehpunkt a' gedreht werden kann, so dient die Einstellschraube g' zur Gangregulierung im Feinen und eine Drehung dei Platte b3 um die Unruhachse u1 zur Regulierung im Groben.
  • Der durch den unvermeidlichen Spielraum in den Gelenken a3, i', i", 113" und i'"' entstehende tote Gang wird durch den beständigen Druck der Druckfeder y1 - auf den Winkelhebel w1 w1' vermieden.
  • Die Kompensationsvorrichtung wird bei Temperaturschwankungen von der Differenz der Längenausdehnung der beiden Kompensationsstäbe s3 und d' derart beeinflußt, daß beispielsweise bei Temperaturerhöhung das Kompensationselement s' mit großem Ausdehnungskoeffizienten durch das andere Kompensationselement d' mit kleinem Koeffizienten den Hebelarm h' herunter und den mehrfach längeren Hebelarm h3' mit der damit verbundenen Gelenkstange e1 aufwärts zieht und gleichzeitig den Winkelhebel w1 w1' links um 111l drehend die Schwingungslänge der Spiralfeder f 3 entsprechend verkürzt. Da letztere sich durch die Temperaturerhöhung gleichzeitig verlängert hat, so bleibt sich deren Schwingungslänge gleich, folglich auch deren Schwingungszahl. Bei Temperaturerniedrigung verhalten sich die Längenausdehnungen in entgegengesetzter Richtung, so daß auch in diesem Falle die Schwingungslänge der Unruhfeder f' kompensiert ist.
  • Je nach den Hebelverhältnissen des Kompensationshebels kann die Möglichkeit eintreten, daß die Unruhe mitkompensiert wird, @% enn dessen Material einen sehr geringen Ausdehnungskoeffizienten besitzt.
  • Wenn für die Gelenkstange e1 Material gewählt wird, dessen Ausdehnungskoeffizient kleiner ist als derjenige der Platte b', so fällt die Kompensation ausgiebiger aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Regulierbare Kompensationsvorrichtung für Zeitmesser, dadurch gekennzeichnet, daß üm Kompensationshebel (hl hl',lag, lal h3') die kompensierenden Elementedl s', d2 s2, d' s3) in V-Form angelenkt sind, und zwar das nicht einstellbare Element (s', d2 und s') sich am Hebeldrehpunkt (a1, d2, a') und das Kniegelenk (il', 112', 113') beider Kompensationsstäbe (dl s', d2 s2, d3 s3) sich gegen die Einstellschraube (g1, g2, gs) stützt, die eine Längenänderung des Schwingungsorganes (p1, p2, f3) ermöglicht. a. Regulierbare Kompensationsvorrichtung für Zeitmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vollständige Kompensationsvorrichtung auf einer besonderen Platte (bl, b2, b3) als Träger angeordnet ist. 3. Regulierbare Kompensationsvorrichtung für Zeitmesser nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilung und der Index zur Feineinstellung auf dem Kniegelenk (il', 112', 113') der Kompensationsstäbe (dl s', d2 s2, d3 s') und der Grundplatte (b) angebracht sind.
DEG64352D 1924-12-20 1924-12-20 Regulierbare Kompensationsvorrichtung fuer Zeitmesser Expired DE429263C (de)

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