DE56104C - Wärmemesser für Darrgut - Google Patents

Wärmemesser für Darrgut

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DE56104C
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Germany
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drum
lever
pointer
heat
kiln
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56104D
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English (en)
Original Assignee
C. KOCH in Wismar, Schweinsbrücke 8
Publication of DE56104C publication Critical patent/DE56104C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K5/00Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
    • G01K5/48Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a solid
    • G01K5/50Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a solid arranged for free expansion or contraction

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.,
C. KOCH in WISMAR. Wärmemesser für Darrgut.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, den Wärmegrad auf der Darre genau festzustellen und an einer für den Heizer leicht sichtbaren Stelle zur Anzeige zu bringen. Dieselbe setzt sich aus drei Haupttheilen zusammen, von denen der eigentliche Wärmemesser aus mehreren auf der Darre befindlichen, hochkant gestellten schmalen Kupferstreifen k besteht. Diese ein Stabsystem bildenden Streifen ruhen in schaukelartigen Rahmen r, welche in gewissen. Entfernungen von einander an einem über das ganze Stabsystem befindlichen und geeignet festgelegten Blechdache b angehängt sind. Während letzteres die herabfallenden Malzkeime verhindert, auf und zwischen die Kupferstreifen zu gelangen, schliefst sich diesem nach unten zu ein die Wärmestrahlen leicht durchlassendes Drahtgewebe d an, so dafs beide eine cylindrische Umhüllung für das Stabsystem bilden, Fig. 2.
Die Trageschaukeln des Stabes sind aus einem oberen und unteren Querstab gebildet, welche auf jeder Seite des Stabsystemes durch eine Uhrfeder mit einander verbunden sind. Letztere geben leicht nach, wenn sich das Stabsystem infolge der Wärmeveränderung auf der Darre ausdehnt oder zusammenzieht. Damit die Schaukeln in genau gleiche Höhe eingestellt werden können, sind ihre oberen Querstäbe durch Stellschrauben mit dem Blechdache verbunden.
Das Stabsystem ist einerseits mittelst einer Schraube s befestigt, während es andererseits durch einen gelenkig mit ihm verbundenen kupfernen Verbindungsstreifen ν seitlich an einer zylindrischen Trommel c angehängt ist.
Wie bereits angedeutet, macht sich jede Veränderung der Darrwärme durch ein Ausdehnen oder Zusammenziehen des Stabsystems bemerkbar, und diese Aenderung der Abmessungen wird durch den Verbindungsstreifen ν auf den zweiten und dritten Theil der Vorrichtung übertragen.
Der erstere von diesen beiden besteht aus der bereits erwähnten Trommel c, welche sich um eine Achse α drehen kann, die für gewöhnlich durch ein auf ihr sitzendes Sperrrad g, Sperrkegel gλ und Gegenfeder f festgestellt ist. Eine im Innern der Trommel mit einem Ende an der Achse und mit dem anderen an der Trommelwand befestigte Spiralfeder hält den Verbindungsstreifen ν stets straff gespannt, damit eine genaue gleichmäfsige Uebertragung der Veränderungen der Stablänge erfolgt. Sollte mit der Zeit durch die Trommelspiralfeder der Streifen ν nicht mehr straff gehalten werden, so kann ein Anspannen der Feder erfolgen, indem die Trommelachse entsprechend gedreht wird, und zwar bei der zeichnerisch dargestellten Anordnung, Fig. 3 und 5, in entgegengesetztem Sinne des Uhrzeigerganges.
Die durch Ausdehnung und Zusammenziehung des Stabsystemes veranlafste Drehbewegung der Trommel c wird weiter auf einen zweiarmigen Hebel e, einen Blechstreifen, über-

Claims (3)

tragen, der um seinen Lagerzapfen / schwingen kann. Dessen kurzer Arm umfafst einen excentrisch auf der Trommelstirnfläche sitzenden Stift, während das Ende des längeren Armes eine Schreibvorrichtung i trägt, welche infolge einer Drehung der Trommel c in einem Bogen über einen horizontal gelegten Cylinder m schwingt. Auf einem über den Cylinder gelegten und durch eine Rolle r straff gehaltenen endlosen Papierbande ρ sind in Längsrichtung des Bandes die Wärmegrade und quer dazu die Stunden vorgedruckt. Ein Uhrwerk m setzt den Cylinder in langsame axiale Umdrehung, wobei die Schwingungen des Hebels e sich als ein Diagramm auf den Papierstreifen aufzeichnen, und aus diesem die auf der Darre stattgefundenen Wärmeveränderungen nachträglich erkannt werden können. Es stellt also der zweite hier beschriebene Theil eine Vermerkvorrichtung dar, welche zur Ueberwachung für die aufmerksame Bedienung des Heizers von besonderer Bedeutung ist. Damit es dem Heizer möglich ist, sich von den Wärmeverhältnissen auf der Darre mühelos und zu jeder Zeit Kenntnifs zu verschaffen, ist mit der Wärmemefs- und Vermerkvorrichtung noch eine Anzeigereinrichtung verbunden worden. Es ist mit der Trommel c in geeigneter Weise, etwa durch eine kleine Kette und- einen Haken, ein vertical stehender Arm η derartig verbunden, dafs er durch die Trommelschwingungen um einen unteren horizontalen Drehzapfen in der verticalen Ebene sich hin- und herbewegt. Fest auf demselben Drehzapfen sitzt der doppelarmige Hebel o, der durch ein Gewicht q im horizontalen Gleichgewicht gehalten wird. Eine Schwingung dieses Hebelsystemes um den gemeinsamen Drehzapfen, veranlafst durch Drehung der Trommel c, setzt einen Zeiger w über einem Zifferblatt des Anzeigers vermittelst eines Piatina-Drahtes t in Bewegung. Mit seinem einen Ende auf der am Ende vom Hebel ο gelagerten Achse eines Schneckenrades u befestigt, ist der Draht t mittelst einer feinen Kette an seinem anderen Ende auf eine kleine Trommel der Zeigerachse aufgewickelt. Die Zeigerachse ist mit einer Trommel χ und darin befindlichen Feder in ganz gleicher Weise gepaart, wie die Trommel c und deren Feder mit ihrer Achse a. Es wird somit die durch den Zug des Drahtes t gedrehte Zeigerachse nach Aufhören des Zuges durch die Trommelfeder srelbstthätig in ihre Anfangslage, in welcher der Zeiger auf den Normaltemperaturpunkt des Zifferblattes weist, wieder zurückgezogen, wobei durch ein mit der Trommelnabe fest verbundenes Zahnradgesperre y y1 die Trommel χ an einer Umdrehung gehindert wird. Somit werden alle Temperaturschwankungen auf der Darre durch diesen Anzeiger dem Heizer vor Augen geführt. Für die Lagerung des Drehzapfens des Hebelsystemes no q ist eine besondere Einrichtung getroffen worden. Das Lager für den Zapfen sitzt an einem Schlitten \ fest, der sich in Schlitzen einer Wandplatte ^1 mittelst einer Schraubenspindel ^2 auf- und abbewegen läfst, Fig. ι und 4. Hierbei wird das Hebelsystem η 0 q gehoben und gesenkt und der Haken des Hebels η in verschiedene Lagen zu seiner Verbindung mit der Cylindertrommel c gebracht, womit ein verschieden grofser Ausschlag des Hebels ο und des Zeigers w erzielt wird. Um den Schreibstift i leicht aufser Thätigkeit zu setzen, wird eine kleine Vorrichtung benutzt, die aus einem Ständer i1 besteht, längs welchem in Führungen eine Stange z2 mittelst einer Excenterscheibe is auf- und abbewegt werden kann. Die mit einer Kopfplatte versehene Stange z2 fafst bei ihrer Hinaufbewegung unter den federnden Blechstreifen e und hebt ihn hoch, so dafs der Stift i nicht auf den Papierstreifen ρ schreibend einwirken kann. Pa ten τ-An Sprüche:
1. Ein Apparat zur Bestimmung der Darrwärme, gekennzeichnet durch ein aus einzelnen Kupferstreifen k bestehendes, auf der Darre angebrachtes Stabsystem, welches durch seine Längeveränderungen eine Trommel c, mit der es durch einen Kupferstreifen ν verbunden ist, in hin- und hergehende Schwingungen um deren Achse versetzt, wobei diese Schwingungen gleichzeitig durch zwei an den Cylinder gehängte Hebelsysteme e und η 0 q einerseits auf einen Schreibstift i, welcher dabei ein entsprechendes Diagramm auf einen unter ihn fortgezogenen Papierstreifen aufzeichnet, und andererseits auf einen Zeiger w übertragen werden, durch' welchen die Längeveränderungen des Stabsystemes auf einem Zifferblatt zur Anzeige kommen.
2. An einem Mefsapparat nach Anspruch i. die Abdeckung des Stabsystemes k durch ein halbcylindrisch gebogenes Blech b, welchem sich ein gleichfalls halbcylindrisch gebogenes Drahtgewebe d nach unten anschliefst, so dafs beide eine cylindrische Umhüllung, welche wohl die Wärme, aber nicht das Keimgut durchläfst, für das Stabsystem bilden.
3. An einem Mefsapparat nach Anspruch 1. die Stützung der Blechstreifen k durch mehrere schaukelartige Rahmen r, auf deren unteren horizontalen Querstäben die Blech-
streifen aufruhen, welche Stäbe mittelst Uhrfedern an obere Querstäbe gehängt sind, die auf dem Scheitel des Blechdaches b auf und ab verstellbar gelagert sind.
An einem Mefsapparat nach Anspruch 1. die Lagerung des Drehzapfens für das den Zeiger n> bethätigende Hebelsystem η ο q an einem Schlitten ζ, der prismatisch in einer Wandplatte ^1 verschiebbar ist, infolge dessen die Verbindung zwischen der schwingenden Trommel c und dem Hebelsystem η ο q derart verschieden geregelt werden kann, dafs die Ausschläge des Hebels 0 und des Zeigers n> bei gleicher Längeveränderung des Stabsystemes verschieden grofs ausfallen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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