DE428684C - Verfahren zum Vergasen von fluechtigen Stoffen zum Desinfizieren, Ausraeuchern von Raeumen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Vergasen von fluechtigen Stoffen zum Desinfizieren, Ausraeuchern von Raeumen u. dgl.

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DE428684C
DE428684C DEC35408D DEC0035408D DE428684C DE 428684 C DE428684 C DE 428684C DE C35408 D DEC35408 D DE C35408D DE C0035408 D DEC0035408 D DE C0035408D DE 428684 C DE428684 C DE 428684C
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DE
Germany
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disinfecting
volatile substances
rooms
carrier
fumigating
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Expired
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DEC35408D
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Dr Ernst Robert
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CHEM FAB DR HUGO STOLTZENBERG
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CHEM FAB DR HUGO STOLTZENBERG
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  • Verfahren zum Vergasen von flüchtigen Stoffen zum Desinfizieren, Ausräuchern von Räumen u. dgl. Es ist bekannt, die Vergasung von Stoffen, besonders von schwerflüchtigen, zum Desinfizieren bzw. Ausräuchern von Räumen, die durch Krankheitsstoffe verseucht oder von Ungeziefer bewohnt sind, dadurch zu erzielen, daß mit dem zu vergasenden Stoff ein brennbarer Träger vermischt wird, durch dessen Abbrennen der Stoff verdampft wird.
  • Nun kommt es, besonders wenn der zu vergasende Stoff ein organischer Körper ist, sehr darauf an, daß sein Dampf nicht mit den Flammen und auch nicht mit sehr hoch erhitzten Teilen des glühenden Trägers zusammenkommt, da er dann meist entweder mit Luft verbrennt oder auch durch zu hohe Temperatur zersetzt wird. So z. B. würde Nikotin, wenn man als Träger eine Mischung von leicht brennbaren Stoffen, z. B. Kohle, mit einem Oxvdationsmittel, z. B'# Salpeter u. dgl., verwendet, quantitativ durch die zu hohe Temperatur vernichtet werden. Zunderartig brennende Stoffe aber, die mit niedriger Tetnperatur langsam verglimmen, werden meist sehr leicht unerwünschterweise ausgelöscht, wenn sie irgendwie abgekühlt werden; auch ersticken sie leicht durch ungenügende Luftzufuhr. Das tritt stets ein, wenn der Körper zu wenig porös ist oder durch die Verbrennungsprodukte, wie Teer, seine Porosität verliert. Die Körper brennen dann zunächst nur an der Oberfläche, wodurch meist die Luftzufuhr nach dem Innern der Stücke gestört wird; auch wenn letzteres durch Abfallen der Asche nicht eintritt, so muß doch bei auf der Oberfläche brennenden Trägern der Dampf des zu vergasenden Stoffes die glühende Oberfläche passieren und wird zerstört. Ein weiterer Mangel schwach poröser Träger ist der, daß man den zu vergasenden Stoff bei der Herstellung von Preßlingen mit der Trägermasse vermischen muß. Auch wenn man die Herstellung der Preßlinge so leitet, daß ein poröser Körper entsteht, so wird die Porosität stets ungleichmäßig sein, so daß beim Tränken solcher Körper mit dem zu vergasenden Stoff lezterer ungleichmäßig verteilt wird.
  • Vo_a einem für möglichst viele Fälle brauchbaren Träger verlangt man folgende Eigenschaften: Der Träger soll porös sein, so daß man ihn jederzeit mit beliebigen flüssigen Giftstoffen für die Desinfektion und Schädlingsbekämpfung oder Duftstoffen o. dgl. gleichmäßig imprägnieren kann. Dadurch entsteht der Vorteil, daß man ihn für sich aufbewahren und kurz vor dem Gebrauch von Fall zu Fall mit dem geeigneten Schädlingsbekämpfungsmittel tränken kann. Die Poren müssen zahlreich sein, damit die Imprägnierung gleichmäßig wird und damit vor allem trotz der Imprägnierung .genügend Luft für den Verbrennungsprozeß in den Poren bleibt. Nur dann kann man sicher sein, daß das Glimmen vom Entzündungspunkt aus sich gleichmäßig nach allen Seiten hin fortpflanzt und nicht die Oberfläche bevorzugt. Weiteres Erfordernis dafür ist natürlich, daß beim Glimmen keine leicht kondensierbaren Produkte entstehen, die die Poren verstopfen würden. Der Träger muß so beschaffen sein, daß die Glimmzone langsam und gleichmäßig vom Zündungspunkt aus fortschreitet. Dadurch wird erreicht, daß der wandernden Glimmzone eine Zone mit zunehmender Temperatur voranschreitet. Die zu vergasenden Stoffteilchen werden somit langsam angewärmt und verdampfen in der Schicht der Zone, deren Temperatur ihrer Verdampfungstemperatur entspricht, ohne zu hoch erwärmt zu werden. Das erreicht man am vollkommensten, wenn der Träger ein einheitlicher Stoff und nicht eine mehr oder weniger ungleichartige Mischung ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß Cupren sich für den genannten Zweck besser eignet als alle bisher für den gleichen Zweck vorgeschlagenen brennbaren Träger. Unter Cupren sind hier die Polvmerisationsprodukte des Acetylens zu verstehen, die durch Überleiten desselben über Kupfer bei hoher Temperatur oder auch bei Einwirkung elektrischer Entladungen entstehen. Cupren entzündet sich sehr leicht und glimmt langsam mit einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur durch. Das ist dieFolge seiner besonders großenPorosität. Dabei hat es die für vorliegenden Zweck vorteilhafte Eigenschaft, daß es sich außerordentlich schwer löschen läßt. Es entzündet sich bei Luftzutritt von selbst schon bei 8o bis ioo° C, eine Temperatur, die wegen der schlechten Wärmeleitfähigkeit auch beim Austreten mit dem Fuß oder beim Naßwerden durch Regen im Innern bewahrt bleibt.
  • Die Vergasungsgeschwindigkeit läßt sich übrigens beim Cupren ebenso leicht regeln, wie dies bei anderen porösen Trägern der Fall ist, die für den gleichen Zweck vorgeschlagen wurden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Vergasen von flüchtigen Stoffen zum Desinfizieren, Ausräuchern von Räumen u. dgl. mit Hilfe eines von dem zu vergasenden Stoff durchtränkten, brennbaren Trägers, dadurch gekeinzeichnet, daß man als Träger Cupren verwendet.
DEC35408D 1924-09-21 1924-09-21 Verfahren zum Vergasen von fluechtigen Stoffen zum Desinfizieren, Ausraeuchern von Raeumen u. dgl. Expired DE428684C (de)

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