DE525904C - Verfahren zur Versgasung, Verdampfung bzw. Sublimierung chemischer Stoffe oder Verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Versgasung, Verdampfung bzw. Sublimierung chemischer Stoffe oder VerbindungenInfo
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- DE525904C DE525904C DEST42859D DEST042859D DE525904C DE 525904 C DE525904 C DE 525904C DE ST42859 D DEST42859 D DE ST42859D DE ST042859 D DEST042859 D DE ST042859D DE 525904 C DE525904 C DE 525904C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D—SEPARATION
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Description
- Verfahren zur Vergasung, Verdampfung bzw. Sublimierung chemischerStoffe oder Verbindungen Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Vergasen, Verdampfen oder Sublimieren chemischer Stoffe oder Verbindungen mittels eines Heißgasstroms. Das Verfahren besteht darin, daß der Heißgasstrom durch Verbrennung von Ammoniumnitrat mit oder ohne Zusatz anderer Stoffe bewirkt wird.
- In der beiliegenden Skizze ist eine Eiarichtung zur Ausführung des Verfahrens schematisch dargestellt.
- In einem runden hohen Topf a aus Metall, welcher unten geschlossen ist, ist am Boden eine Patrone b dicht eingepaßt, die aus Ammoniumnitrat gepreßt ist. Dem Ammoniumnitrat kann eine geringe Menge eines verbrennlichen Kohlenstoff oder Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltenden Zusatzes oder auch Ammoniumcarbonat beigefügt sein. Über dieser Patrone ist ein leerer Raum c angeordnet und darüber befindet sich über einem Siebboden o. dgl. eine Schicht d, die beispielsweise aus Bimskies besteht, welcher mit Naphthalin o. dgl. gemischt oder mit Salmiak oder p-Dichlorbenzol getränkt ist. Der über dieser Schutzzone d befindliche Raum des Topfes enthält die zu vergasenden Stoffe in einer Schicht e geeigneter Höhe. Die Mündung des Topfes a kann durch eine gelochte oder durchbrochene Deckplatte f abgeschlossen werden, welche die ganzen Schichten zusammenhält.
- Durch eine Zündschnur oder eine elektrische Zündvorrichtung wird unter Zuhilfenahme eines Zündsatzes die Ammoniumnitratpatrone zur Entfiammung gebracht. Infolge ihrer Beschaffenheit brennt sie in horizontaler Schicht gleichmäßig ab und entwickelt dabei einen Gasstrom, der aus einem Gemisch von stark überhitztem Wasserdampf, Stickstoff und Sauerstoff besteht. Enthält die Patrone noch Kohlenstoff, so enthält das Gasgemisch außerdem noch Kohlendioxyd. Falls der Patrone Ammomumcarbonat beigefügt ist bildet sich Stickstoff, Wasserdampf und Kohlendioxyd.
- Diese Gase haben eine hohe Temperatur, die über der Brennzone auf etwa I000° C steigt.
- In dem Raum c verteilt sich das Gas, und sich etwa bildende Stichflammen, die aus kleinen Kratern heransbrennen, werden unschädlich gemacht. In der der vollen Temperatur ausgesetzten Zone d können Metalle, Metalloide u. dgl. vergast werden, beispielsweise können in der Zone d Zinkoxyd, Arsentrioxyd oder Schwefel vergast werden. Auch Ammoniumchlorid kann in dieser Zone zu Ammoniumchloridnebeln umgewandelt werden.
- Wesentlicher ist aber, daß die Schicht d als Schutzzone und Temperaturregulator ausgestaltet werden kann. Dies wird erreicht, wenn die Zone aus Bimskies oder ähnlichem porösen und nicht oder schwer verbrennlichem Material besteht, in welches Ammoniumchlorid, kristallwasserhaltige Salze, Chloranil, p-Dichlorbenzol, liexachloräthan, Naphthalin und ähnliche Stoffe eingelagert sind. Wenn es sich um lösliche Salze handelt, kann der Bimskies damit getränkt sein. Durch diese Schutzzone wird je nach Höhe und Beschaffenheit die Hitze der Flammengase gedämpft, so daß nur diejenige Wärmemenge in dem durchtretenden Gasstrom übrigbleibt, die notwendig ist, um die in der obersten Schicht e enthaltenen chemischen Stoffe oder Verbindungen zu vergasen, zu verdampfen oder zu sublnnieren. Dadurch wird eine möglichste Schonung dieser Stoffe erreicht, so daß auch leicht zersetzliche Stoffe oder Verbindungen, beispielsweise Geruchsstoffe, Reizstoffe, physiologisch wirkende Anregungsmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, z. B.
- Nikotin, in größerer Menge vergast oder verdampft werden können.
- Die zu behandelnden Stoffe in der obersten Schicht e können aus Brocken bestehen oder die Imprägnierung eines porösen-Materials, z. B. Bimskies, bilden. Das Verfahren kann auch unter Weglassung der Schicht e benutzt werden, um aus der Schicht d hoch verdampfliche Substanzen durch die volle Wirkung des hoch erhitzten Gasstroms zu vergasen. Durch die Deckplatte f werden nicht nur die Schichten zusammengehalten, sondern durch geeignete Lochung der Deckplatte wird auch die Höbe des zur Vergasung und Gesambeinwirkung erforderlichen Gegendruckes geregelt.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Vergasung, Verdampfung oder Sublimierung chemischer Stoffe oder Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer gesonderten Atmnoniumnitrat enthaltenden Patrone ein heißer Gasstrom entwickelt und zur Vergasung, Verdampfung oder Sublimierung benutzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniumnitrat mit Substanzen vermengt wird, die die Oxydationswirkung des frei werdenden Sauerstoffs verhindern, beispielsweise kohlenstoff- oder kohlenwasserstoffhaltige Substanzen, Ammoniumcarbonat, Schwefel, Phosphor o. dgl.
- 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Hohlraum verbrennlende Ammoniumnitratpatrone von den gleichfalls in dem Hohlraum enthaltenen zu behandelnden Stoffen durch Einschaltung eines Dämpfungsraums (c) getrennt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über der Ammoniumnitratpatrone eine Schicht angebracht wird, die hochverdampfliche Substanzen enthält.
- 5. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Ammoniumnitratpatrone und den zu behandelnden Stoffen eine Dämpfungsschicht aus schwer oder nicht verbrennlichen Materialien, beispielsweise Bimskies, eingeschaltet wird, durch welche die Wärmestrahlung und Hitzewirkung abgedämpft wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Ammoniumnitratpatrone und die zu behandelnden Stoffe ein selbst vergasbares Zwischenmaterial eingeschaltet wird, welches eine hohe Widerstandsknaft gegen die Flammengase besitzt und beispielsweise aus Ammoniumchlorid, Chioranil, p-Dichlorbenzol, Hexachloräthan, kristallwasserhaltigen Salzen oder aus porösem Material besteht, das mit derartigen Stoffen getränkt ist.
- 7. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnden Stoffe in Form von Brocken aus dem Material oder aus porösem Material, das mit den zu behandelnden Stoffen imprägniert ist, zur Verwendung kommen.
- 8. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die übereinander in einem Hohlraum angeordneten Schichten durch eine Deckplatte zusammengehalten werden, die durch Wahl geeigneter Lochung zur Regelung des Gasdrucks dient.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST42859D DE525904C (de) | 1927-06-29 | 1927-06-29 | Verfahren zur Versgasung, Verdampfung bzw. Sublimierung chemischer Stoffe oder Verbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST42859D DE525904C (de) | 1927-06-29 | 1927-06-29 | Verfahren zur Versgasung, Verdampfung bzw. Sublimierung chemischer Stoffe oder Verbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525904C true DE525904C (de) | 1931-05-30 |
Family
ID=7464284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST42859D Expired DE525904C (de) | 1927-06-29 | 1927-06-29 | Verfahren zur Versgasung, Verdampfung bzw. Sublimierung chemischer Stoffe oder Verbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525904C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE739396C (de) * | 1937-12-16 | 1943-09-24 | Erwin Heinzelmann Dr Ing | Verfahren zur Erzeugung von Nebeln, Rauch und anderen Luftbeladungen |
-
1927
- 1927-06-29 DE DEST42859D patent/DE525904C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE739396C (de) * | 1937-12-16 | 1943-09-24 | Erwin Heinzelmann Dr Ing | Verfahren zur Erzeugung von Nebeln, Rauch und anderen Luftbeladungen |
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