DE659189C - Schwelkerze - Google Patents
SchwelkerzeInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Schwelkerze Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, beim Abbrennen einer zylindrischen Schwelkerze vom Ende her die Schwelprodukte jeweilig unmittelbar an der Schwelstelle austreten zu lassen. Es soll erreicht werden, daß farbige Nebel in gleichmäßig guter Farbe oder an Stelle der Farbstoffe Geruchstoffe, Schädlingsbekämpfungsstoffe u. dgl.°in gleichmäßigem Strom erzeugt werden.
- Erfindungsgemäß wird eine feste, durchlöcherte, zylindrische Hülse, z. B. gelochtes Blech, perforierte Pappe oder Drahtnetz, als Versteifung und Außenschutz benutzt und, als innere Einlage, eine dünnwandige, schmiegsame Hülle aus Zellstoff, Zellophan, ölpapier oder anderen an sich bekannten oder zu diesem Zweck besonders hergestellten Stoffen, die die Eigenschaft besitzen, beim. Abschwelen des Kerzeninhalts gleichzeitig damit für die Schwelprodukte durchlässig zu werden (durch Verbrennen, Abglimmen, Verkohlen oder Wegschmelzen). Die innere Hülle kann entweder durchsichtig sein oder durch besondere Färbung. die Natur des Schwelsatzes von außen erkennen lassen. In, diese innere Hülle wird der Schwelsatz in Pulverform eingeschüttet und mehr oder weniger lose oder fest eingestampft. Diese Form ermöglicht eine bequeme Herstellung durch leichte Einführung der inneren Schutzhülle und der Füllung in den perforierten Zylinder. Am Kopfende trägt der Außenzylinder einen in den Zylinder tief versenkten hohlen Verschlußkörper, der die Schwelmasse festpreßt und die Zündfläche gleichzeitig festhält. Am Ende des Zylinders ist eine ein- oder übergeifende Verschlußkappe angebracht. Auf diese Weise ist -die Zündfläche gegen unbeabsichtigte Entzündung (Reiben, Stoß, Wurf oder vunkenflug) vollkommen gesichert.
- Wenn 'die Befürchtung besteht, daß infolge längerer Lagerung, Seetransport, Erschütterungen oder Feuchtigkeit die Zündvorrichtung ihren Zweck zu gegebener Zeit nicht erfüllen sollte oder ein wesentlich schnelleres Abbren-. nen gewünscht wird (Notsignal, erhöhte Windstärke), kann je ein Zünder an beiden Seiten der Schwelkerze angeordnet werden. Die am Deckel. angebrachte Trag- bzw. Aufhängevorrichtung ermöglicht einen-- leichten Transport und die schlanke Form eine gute Unterbringung in Brotbeuteln und Tornistern.
- Es sind bereits Schwelkerzen belzanntgcworden, die eine zentrale Zündung besitzen oder bei denen die Schwelprodukte nur an einem Ende der Kerze austreten können. Der zentral eingeleitete Schwelvorgang wird anfänglich nur wenig und dann zunehmend mehr Schwelmasse erfassen, die Schwelprodukte können also nicht während des ganzen Verbrennungsvorganges in gleichbleibender Menge austreten. Die Farbstoffe werden außerdem bei einer solchen Anordnung zu hohen Temperaturen ausgesetzt und verlieren ihre Farbe. Das gleiche ist der Fall, wenn die Schwelprodukte nur an einem Ende der Kerze austreten können, da die empfindlichen organischen Farbstoffe alsdann durch eine zu lange Strecke heißen bzw. glimmenden Materials hindurchstreichen müssen, wodurch die Gleichmäßigkeit des Austrittes und die Farbe beeinträchtigt werden.
sind aber die Hülse und die verbrennbare` Hülle serienweise in bestimmten Abständen durchlöchert, und die Zündung erfolgt nicht vorn Ende der Kerze her, sondern an vielen Stellen vom Umfang her. Damit ist der Verbrennungsvorgang ein ganz anderer als bei der schlanken Form der Kerze nach der Erfindung, bei der ein gleichmäßiges Schwelen eintritt und der Weg des zu verschwelenden Teilchens vom Mittelpunkt zur Peripherie hin durch die ganze Kerze hindurch, also vom Anfang bis zum Ende des Schwelvorganges, der gleiche bleibt.Eine durchlöcherte, zylindrische Hülse und: eine dünnwandige Hülse zum Aufnehmen du; Schwelmasse- sind zwar ebenfalls bekannt. Hie - In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt. Fig. i zeigt eine Ansicht, Fig. 2 einen Längsschnitt und Fig. 3 die Ansicht eines Verschlußkörpers mit Reibfläche von oben.
- Der für Farbnebel, Geruchsverbreitung oder Schädlingsbekämpfung laborierte Schwefelsatz a wird von einer Hülle b aus Cellulose, Papier, Cellophan oder anderem geeigneten Material eingeschlossen, die durchsichtig sein kann und vorteilhafterweise den Charakter des Kerzeninhaltes von außen erkennen läßt. Diese Hülle wird von einem perforierten Hohlzylinder c aus Blech, Pappe oder Drahtnetz umgeben. An den Enden des Hohlzylinders c sind die hohlen Verschlußkörper e mit einer Zündfläche (Streichfläche) f eingelassen. Die Streichflächen f können durch ein beigegebenes, eingekapseltes oder befestigtes Zündholz oder einen Zündstift g gezündet werden. Die Streichflächen sind durch Deckel lt geschützt, die mit einer Trag- oder Aufhängevorrichtung i versehen sein können. An Stelle der auf der Zeichnung dargestellten Zündvora-ichtting kann auch jede andere Zündung, z.-B. Reißzünder, elektr. Glühzünder usw., an-,gebracht sein.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schwelkerze in zylindrischer Kerzenform, die ohne Zutritt von Luft und Feuchtigkeit von außen die Schwelprodukte aus der Schwelzone ausstößt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelmasse m einer nicht .durchbrochenen, verhältnismäßig dünnwandigen Hülle, die beim Abschwelen verbrennt oder wegschmilzt oder, ohne zu verbrennen, nebel-und gasdurchlässig wird, enthalten ist, daß diese Hülle in einem festen, zahlreich durchlöcherten (perforierten) oder aus Drahtnetz bestehenden Zylinder untergebracht ist und daß die Schwelmasse am Ende der Kerze entzündet wird.
- 2. Schwelkerze nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Zylindei (c) an beiden 'Seiten" offen und mit einem- Deckel (1c) verschließbar ist, unter dem ein Verschlußkörper (e) angeordnet ist, der die Zündvorrichtung (g) an , den beiden Basisflächen hält.
- 3. Schwelkerze nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere, dünnwandige Hülle (b) aus durchsichtigem oder ' solchem Material besteht, das die Farbe oder den Charakter der Schwelsubstanz erkennen läßt. q.. Schwelkerze nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubdeckel mit Trage- bzw. Aufhängevorrichtungen versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1933C0047530 DE690091C (de) | 1933-02-17 | 1933-02-17 | Schwelkerze |
Publications (1)
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|---|---|
| DE659189C true DE659189C (de) | 1938-04-27 |
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1930659189D Expired DE659189C (de) | 1933-02-17 | 1930-09-17 | Schwelkerze |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE659189C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177993B (de) * | 1960-03-21 | 1964-09-10 | Waeco Ltd | Feuerwerksrauchkoerper fuer Seefahrtszwecke |
| DE1216158B (de) * | 1964-01-29 | 1966-05-05 | Buck K G Chemische Und Tech Qu | Nebelkerze |
| DE2606966A1 (de) * | 1975-02-24 | 1976-09-30 | Foerenade Fabriksverken | Rauchmunition |
| FR2730048A1 (fr) * | 1995-01-31 | 1996-08-02 | Princhim Sa | Perfectionnements apportes a un boitier de fumigene |
| DE102014001866B3 (de) * | 2014-02-06 | 2015-07-02 | Martin Rybol | Aus der Kartusche eines Infrarot-Täuschkörpers ausstoßbarer Wirkkörper |
-
1930
- 1930-09-17 DE DE1930659189D patent/DE659189C/de not_active Expired
-
1933
- 1933-02-17 DE DE1933C0047530 patent/DE690091C/de not_active Expired
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| EP0725258A1 (de) * | 1995-01-31 | 1996-08-07 | Princhim Sa | Nebelkerze |
| US5619009A (en) * | 1995-01-31 | 1997-04-08 | Princhim S.A. | Smoke bomb case |
| DE102014001866B3 (de) * | 2014-02-06 | 2015-07-02 | Martin Rybol | Aus der Kartusche eines Infrarot-Täuschkörpers ausstoßbarer Wirkkörper |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE690091C (de) | 1940-04-15 |
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