DE428264C - Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Fluessigkeiten durch Zerstaeubung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Fluessigkeiten durch Zerstaeubung

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DE428264C
DE428264C DEA43330D DEA0043330D DE428264C DE 428264 C DE428264 C DE 428264C DE A43330 D DEA43330 D DE A43330D DE A0043330 D DEA0043330 D DE A0043330D DE 428264 C DE428264 C DE 428264C
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liquid
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/16Evaporating by spraying
    • B01D1/18Evaporating by spraying to obtain dry solids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C1/00Concentration, evaporation or drying
    • A23C1/04Concentration, evaporation or drying by spraying into a gas stream

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten durch Zerstäubung.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von mehr oder weniger trocknen Produkten aus Flüssigkeiten, Suspensionen u. dgl. mit Hilfe umlaufender Platten, Bänder oder ähnlicher Körper. Beim Trocknen von Flüssigkeiten zur Erzeugung trockner Produkte, wie Nahrungsmittel, Arzneimittel u. dgl., ist es von bekanntlich großer Bedeutung, daß eine verhältnismäßig niedrige Trocknungstemperatur, gegebenenfalls gewöhnliche Temperatur, angewandt wird, damit chemische Veränderungen in den Produkten nach Möglichkeit vermieden werden und auch die Vitamine unverändert in dem Produkt zurückbleiben. Zur Erreichung dieses Zweckes hat man schon vorgeschlagen, die einzutrocknenden Flüssigkeiten scheibenförmig auszubreiten und einen erwärmten oder nicht erwärmten Luftstrom durch die Ränder dieser Scheiben zu führen. Auch ist ein Verfahren bekannt, nach dem die zu behandelnde Flüssigkeit in fein verteiltem Zustande auf einer umlaufenden Scheibe zerstäubt und auf der genannten Scheibe einer sekundären Verteilung und Oberflächenvergrößerung unterworfen wird.
  • Dieses Verfahren hat man dadurch verbessert, daß man die einzutrocknende Flüssigkeit ohne vorhergehende feine Verteilung auf die umlaufende Scheibe bringt, welch letztere eine derartige Geschwindigkeit besitzt, daß die Flüssigkeit durch die Zentrifugalkraft darüber stark verteilt wird und auf der Scheibe selbst bis zu fester Konsistenz eintrocknet. Bei diesem letzteren Verfahren findet die Zuführung der einzutrocknenden Flüssigkeiten durch die Welle statt; es hat sich jedoch herausgestellt, daß die Zentrifugalkraft nicht imstande ist, die Kohäsion der Tropfen zu brechen, es sei denn, daß man eine außerordentlich hohe Drehungsgeschwindigkeit der Scheibe anwendet. Man ist dann auch dazu übergegangen, eine oder mehrere voneinander getrennt aufgestellte, gleichachsige Scheiben oder Platten anzuwenden, welche sich mit großer, untereinander verschiedener Geschwindigkeit drehen. Man beabsichtigte damit, die zu behandelnde Flüssigkeit auf den Scheiben oder den Platten zum Eintrocknen zu bringen.
  • Nach sehr langwierigen Versuchen ist man jedoch zu der Überzeugung gekommen, daß auch dieses Verfahren nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt. Namentlich das Entfernen des eingetrockneten Produktes von den Scheiben ist zeitraubend und schwer auszuführen.
  • Nach der Erfindung bereitet man mehr oder weniger trockne Produkte aus Flüssigkeiten, Suspensionen u. dgl. mit Hilfe umlaufender Platten, Bänder oder derartiger Körper dadurch, daß man die Flüssigkeiten, Suspensionen u. dgl. mittels der Zentrifugalkraft über eine Anzahl Platten, Bänder o. dgl. Körper führt, die sich in gleicher Richtung und mit gleicher Winkelgeschwindigkeit drehen, wonach die Produkte in einen Raum geschleudert werden, in dem ein gegebenenfalls erwärmter Gas- oder Luftstrom auf die Produkte einwirkt.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung, die speziell zur Ausführung des Verfahrens geeignet ist, besteht aus einer Anzahl Platten, Bänder oder ähnlicher Körper, die auf einer gemeinsamen Welle unter einem Winkel von weniger als 900, vorzugsweise etwa 0, sitzen, wobei der Rand einer Platte in derselben achsialen Richtung jedesma] weiter reicht als die vorhergehende Platte.
  • Die Vorrichtung zeigt ferner vorzugsweise das Kennzeichen, daß gegenüber und in der Nähe der Einführungsöffnung für die Flüssigkeit eine flache oder gebogene Platte auf der Welle angeordnet ist.
  • Die beschriebenen umlaufenden Teile sind in einer mit je einer Öffnung für die Einführung der Flüssigkeit und für die Entleerung des fertigen Produktes versehenen Kammerangeordnet.
  • Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Abb. I zeigt diese Ausführungsform in senkrechtem Schnitt, Abb. 2 in vergrößertem Maßstabe den Zerstäuber in senkrechtem Schnitt, und Abb. 3 stellt schematisch den Weg dar, den das zu behandelnde Gut zurücklegt.
  • In der Zeichnung ist I eine Kammer in der oben der Zerstäuber 2 auf einer senkrechten Welle 3 angeordnet ist. Mittels der Riemenscheibe 4, des Riemens und des Motors 6 wird der Zerstäuber in schnelle Drehung gebracht.
  • Die Welle 3 ist hohl und führt die Flüssigkeit zu einer gegebenenfalls gebogenen Platte 7, von wo die Flüssigkeit durch die Zentrifugalkraft auf ein Band 8 geschleudert wird, welches mittels (vier bis sechs) Bandreifen g auf der Welle 3 befestigt ist. Das Band 8 sitzt unter einem Winkel von etwa 45" auf der Welle, und zwar derart, daß das Ende der Platte ungefähr durch eine Linie geht, welche durch die Mitte des Bandes 8 senkrecht auf der Welle 3 steht.
  • Dasselbe gilt für die Bänder 8' und 8" mit der Maßgabe, daß eine Linie, welche durch die Mitte der folgenden Bänder 8', 8" senkrecht zur Welle 3 gezogen wird, das Ende des vorhergehenden Bandes 8 bzw. 8' berührt.
  • Die Luft oder das sonstige, gegebenenfalls erwärmte Trockenmittel tritt durch die Öffnung Io in die Kammer, während das fertige Produkt durch die Öffnung II abgeführt werden kann oder auf den Boden fällt. Die Flüssigkeit wird, wenn die Vorrichtung im Betrieb ist, auf die Platte 7 verteilt und gegen das Band 8 geschleudert, wonach die Flüssigkeit über den Rand des Bandes 8 mit großer Geschwindigkeit dem Band 8' zugeführt wird, auf dem ebenfalls eine die Oberfläche vergrößernde Wirkung auf die Flüssigkeit ausgeübt wird. Schließlich wird die Flüssigkeit, nachdem sie über das Band 8" gegangen ist, in den Raum geschleudert, wo sie der Einwirkung des Trockenmittels, das durch die Öffnung 10 in die Kammer 1 tritt, ausgesetzt wird.
  • In Abb. 3 ist angegeben, welchen Weg die Flüssigkeit ungefähr nehmen wird. Von der Platte 7 wird die Flüssigkeit in der Richtung der Tangente 12 geschleudert und kommt auf das Band 8, um dieses Band in der Tangente I3 zu verlassen. Darauf geht das Produkt längs der Linie 14 zu dem Band 8" und verläßt dieses nach Linie 15. Es ist klar, daß gemäß der Erfindung die Flüssigkeit einen verhältnismäßig langen Weg zurücklegen muß und auf diesem Weg jedesmal einer die Oberfläche vergrößernden Wirkung und dem Trockenmittel ausgesetzt wird. Trotzdem ist der zum Zurücklegen dieses Weges erforderliche Raum gering, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist.

Claims (3)

  1. P A T E N T-A N S P R Ü C H E: I. Verfahren zum Eindampfen von Flüssigkeiten durch Zerstäubung mit Hilfe umlaufender Platten, Bänder oder ähnlicher Körper, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeiten, Suspensionen usw. durch Zentrifugalkraft über eine Anzahl in gleicher Richtung und mit gleicher Winkelgeschwindigkeit umlaufender Platten, Bänder oder ähnlicher Körper geführt, teilweise eingedampft, dann abgeschleudert und im Trockenraum zerstäubt werden, in dem ein gegebenenfalls erwärmter Gas- oder Luftstrom auf sie einwirkt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in einer mit einer Zuführungsöffnung (I0) für das Trocknungsmedium und einer Abführungsöffnung (11) für das fertige Produkt versehenen Kammer eine Anzahl Platten, Bänder oder ähnlicher Körper (8, 8', 8") angeordnet sind, welche auf einer gemeins amen Welle (3) unter einem Winkel von weniger als 90 , vorzugsweise etwa 45°, sitzen, wobei der Rand je einer Platte usw. in derselben achsialen Richtung jedesmal weiter reicht als der Rand der vorhergehenden Platte.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber und in der Nähe der Zuführungsöffnung für die Flüssigkeit eine flache oder gebogene Platte (7) auf der Welle (3) angeordnet ist.
DEA43330D 1924-09-22 1924-10-26 Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Fluessigkeiten durch Zerstaeubung Expired DE428264C (de)

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