DE427728C - Heizroehrenkessel mit einem im vorderen Wasserraum abgeteilten Klaerraum zur Zufuehrung des Speisewassers - Google Patents

Heizroehrenkessel mit einem im vorderen Wasserraum abgeteilten Klaerraum zur Zufuehrung des Speisewassers

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DE427728C
DE427728C DES61113D DES0061113D DE427728C DE 427728 C DE427728 C DE 427728C DE S61113 D DES61113 D DE S61113D DE S0061113 D DES0061113 D DE S0061113D DE 427728 C DE427728 C DE 427728C
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ERNEST VON HALASZ
GUSTAV SZABO
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ERNEST VON HALASZ
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  • Helzröhrenkessel mit einem im vorderen Wasserraum abgeteilten Klärraum zur Zuführung des Speisewassers. Bei Heizröhrenkesseln ist es bekannt, den Wasserraum durch eine Scheide"vand in einen wärmeren Raum (Dampferzeuger) und einen kälteren (Klärraum) zu unterteilen und das Speisewasser in den die kühleren Teile- der Heizröhren enthaltenden Raum einzuführen, in dem sich ein beträchtlicher Teil des Schlammes und Kesselsteines ausscheidet. Bei dieser Bauart besteht aber der Nachteil, daß sich das Speisewasser in dem Klärraum mit dem ganzen darin befindlichen. wärmerenWasser vermischt und deshalb die Temperatur nahezu gleichmäßig hoch wird und nur wenig unter der des Dampfes bleibt.
  • Es umgibt also- die kühleren Teile der Feuerrohre Iffasser, das nahezu,die Temperatur des Dampfes besitzt, so daß die Temperatur der austretenden Rauchgase nicht niedriger ist als bei einem Kessel ohne Klärraum.
  • Diesen Übelstand will nun die Erfindung dadurch vermeiden, daß in dem Klärraum das Speisewasser und die Rauchgase möglichst im Gegenstrom geleitet werden und dadurch, ohne die Heizfläche des Kessels zu vergrößern, die Wärme der Rauchgase besser aus genutzt und der Wirkungsgrad des Kes--#els verbessert wird. Dies wird dadurch erreicht, daß der Klärraum in mehreren Kammern unterteilt ist, derart, daß das führte Speisewasser mit den Heizgaben ganz oder wenigstens zum größten Teil im Gegenstroni sich bewegt.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung stellt Abb. i dar, und zwar in Anwendung bei einem Lokomobilkessel.
  • In den Wasserraum des Kessels eingebaute Platten A, B, C, D- und E teilen Kaminern 1, 11, 111 und IV vom Wasserraum ab und sind so durchlocht, wie es die Anordnung der durch sie hindurchgeführten Heizröhren erfordert.
  • Die benachbarten Kammern stehen miteinander und die letzte Kammer (im vorliegenden Falle Kammer IV) mit dem Wasserraum des Kessels in Verbindung. Zu dieser Verbindung der einzelnen Kammern miteinander genügen die Zwischenräume zwischen Platten und Heizröhren, die sich bei der Durchlochung der Platten ergeben.
  • Man kann aber zwecks Verbindung der Kammern miteinander in die Scheidewände an geeigneter Stelle -(eventuell abwechsehid oben und unten) besondere öffnungen schneiden, wobei dann da:#; Speisewasser zu den Rauchgasen in einem -aus Querströme gebildeten Gegenstrom geleitet wird, wie dies Abb. 2 zeigt.
  • . Die den oberen Teil der Kammern von dem Wasser bzw. Dampfraum des Kessels trennende Platte E kann über der letzten Kammer IV, in der das Wasser schon genügend hohe Temperatur besitzt, wegbleiben.
  • Die Platten A bis E können aus verhältnismäßig dünnen Blechen .-bestehen, da sie nur zur Führung des Wassers dienen und auf Festig ,keit nicht in Anspruch genommen werden. Da ferner zwischen den miteinander in_ Verbindung stehenden Kammern und dem übrigen Kesselraum kein Druckunterschied ist, ist es nicht nötig, die PlattenA bis E weder an den Enden noch an den zur Durchführung der Heizröhren dienenden Löcher abzudichten oder sie genau einzupassen, sondern man kann zwecks leichten Einbaus an diesen Stellen ohne weiteres kleine Lücken lassen. Sind die so entstandenen Lücken nicht allzu groß, dann wird ein bedeutendes Rückströmen des Wassers zwischen den einzelnen Kammern nicht erfolgen, und es wird durdb. die an den Enden der Deckplatte E gebliebenen kleinen Lücken das über der Deckplatte befindliche wärmere Wasser sich mit dem unter der Deck-platte befindlichen kälteren Wasserkaum mischen.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeigt Abb. 3, die sich von Abb. i bzw. A.bb. 2 nur dadurch unterscheidet, daß ein Teil der Kammern sich nicht nebeneinander, sondern übereinander befindet. Bei dieser Anordnung sind die ScheidewändeA und B wagerecht angeordnet. In diesem Falle ist der Gegenst g rom kein vollkommener, da in der KammerlI Gleichstrom ist, ihre praktische Anwendung kann aber in vielen Fällen vorteilhaft sein. Hier gelangt in der Kammer III das in den ersten zwei Kammern A und B bereits erwärmte, durch die öffnung H zugeführte Wasser mit den kühl- sten Enden der Feuelrohre in Berührung, was gleichfalls dem Prinzip des Gegenstromes nicht entspricht. Da jedoch im Betriebe die unteren Rohre infolge der Flugaschenablagerung in der Rauchkammer oft ohnehin unwirksam werden, so geht durch das Eintreten des wärmeren Wassers in die Kammer III an deren vorderem Ende in der Praxis von den Vorteilen des Gegenstromes wenig verloren.
  • Eine weitere Form der Erfindung zeigt Abb. 4, deren Vorteil darin liegt, daß die vorderen wagerecht angeordneten Kammern I, II, III in ihrem vorderen Teil mit je einer besonderen SpeiseöffnungH"H2 und Hs versehen sind, durch welche das durch ein gemeinsames Speiseventil eingedrückte Speisewasser, im Verhältnis der Heizflächen dieser Kammern verteilt, gleichzeitig in die erwähnten Vorderkammern tritt. Die öffnungenH, H. und Hs können mit dem Speiseventil in beliebiger Weise verbunden werden, entweder durch besondere Röhren oder mittels eines in das Innere des Kessels eingeführten', mit mehreren öffnungen versehe-! nen Rohres, oder es kann eine beliebige andere entsprechende Verbindung gewählt werden. In diesem Falle arbeiten die Kaminern I -, 11 und III zueinander parallel. Das aus ihnen austretende Wasser vereinigt sich im Raum IV ', um von dort in den warmen, Wasserraum des Kessels einzutreten. Die die KammerI bis III bildenden Scheidewände können auch senkrecht angeordnet werden. Die Scheidewände bzw. ein Teil derselben können auch schräg oder in einer beliebigen geeigneten Kurve angebracht werden.
  • Bei den erwähnten Ausführungen wird das in den Kessel eingeführte Speisewasser auf dem Wege zur KammerIV allmählich erwärmt und besitzt in der KammerIV bereits oder angenähert die Temperatur des gesättigten Dampfes. Unter diesen Verhältnissen wird der größere Teil der mit dem Speisewasser zugeführten, den Schlamm und Kesselstein bildenden Bestandteile in den einzelnen Kammern sich ausscheiden, und zwar hauptsächlich in den das wärmste Wasser enthaltenden KammernI1I und IV. Es sind deshalb zweckmäßig diese Kammern mit Ab-# laßventilenF und G versehen, und es kön-, nen außerdem nach Bedürfnis Reinigungsöffnungen angebracht sein.
  • Da in vielen Fällen die öffnungH der Speisewasserzuführung in den Dampfraum des Kessels mündet, so ist es wünschenswert, auf diese öffiiung -von innen ein Rohr aufzu-z setzen (in Abb. 5 mit I( bezeichnet), welches das Speisewasser in die KammerI leitet und verhindert-, daß das zugeführte Wasser dem Dampfraum des Kessels oder dem über der KammerI befindlichen 'Wasserraum beträchtliche Wärme entzieht.
  • Bei dieser Anordnung könnte während der Speisepausen im Falle schlechter Dichtung oder eines Steckenbleibrens des Speiseventils vom Kessel das Wasser verlorengehen. Um dies zu verhindern, ist das RohrI( im Dampfraum mit einer oder mehreren Bohrungen L versehen, die es ermöglichen, daß während der Speisepausen das RohrI( sich mit Dampf füllt und durch das Speiseventil kein Wasser austreten kann.
  • Die übrigens bekannten Vorteile der Gegenstromanordnung sind aus Abb. 6 ersichtlich. Bei der gewöhnlichen -,#,nordnung; also beirr, Fehlen des Gegenstroms, fällt die Temperatur der Rauchgase von der FeuerbüchseF bis zur RauchkammerR gemäß der mit T bezeichneten KurveT1 auf T.,; die mit 1 bezeichnete wagerechte Gerade stellt die Temperatur des im Kessel befindlichen Wassers dar. Beim Gegenstrom dagegen fällt die Temperatur der Rauchgase von der LinieA an, in der das Gegenstromsystem beginnt, der KurveT' entsprechend, auf die Temperatur T.', und die Temperatur des Wassers stellt die mit t' bezeichnete Kurve dar. Beim Gegenstrom ist die Temperatur T.' der abziehenden Rauchgase bedeutend kleiner als T., und demzufolge ist der Wirkungsgrad des Kessels günstiger. Die hieraus entstehende Brennstoffersparnis beträgt gewöhnlich 4 bis 5 Prozent, im günstigsten Falle 6 bis 7 Prozent.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Heizröhrenkessel mit einem im vorderen Wasserraum abgeteilten Klärraum zur Zuführung des Speisewassers, dadurch gekennzeichnet, daß 4er Klärraum in wenigstens zwei Kammern derart unterteilt ist, daß sich in demselben das Speisewasser mit den Rauchgasen ganz oder wenigstens zum größten Teil im Gegenstrom bewegt.
  2. 2. Heizröhrenkessel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Kammern mit besonderen Speiseöffnungen (H, bis versehen ist und in ihnen da:s Speisewasser parallel zu sich strömt (Abb. 4). 3. Heizröhrenkessel nach Aiispruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Dampfraum des Kessels mündende öffnung (H) der Speisewasserzuleitung durch ein mit einer oder mehreren Bohrungen (L) versehenes Rohr (10 mit der ersten Kammer (I) verbunden ist, so daß das Speisewasser dem Dampfraum oder dem warmen Wasserraum des Kessels Wärme nicht entzieht.
DES61113D Heizroehrenkessel mit einem im vorderen Wasserraum abgeteilten Klaerraum zur Zufuehrung des Speisewassers Expired DE427728C (de)

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