DE426693C - Einrichtung fuer Kunstseidenspinnmaschinen zum Absaugen der Gase - Google Patents

Einrichtung fuer Kunstseidenspinnmaschinen zum Absaugen der Gase

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DE426693C
DE426693C DED45830D DED0045830D DE426693C DE 426693 C DE426693 C DE 426693C DE D45830 D DED45830 D DE D45830D DE D0045830 D DED0045830 D DE D0045830D DE 426693 C DE426693 C DE 426693C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D7/00Collecting the newly-spun products

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Einrichtung für Kunstseidenspinnmaschinen zum Absaugen der Gase. Es sind die großen Schwierigkeiten bekannt, «-elche die Fabriken für künstliche Seide zu überwinden haben, um die Umgebung der Arbeiter gesund zu gestalten; dies bezieht sich insbesondere auf den Raum, wo der Kunstseidenfaden erzeugt wird.
  • Man weiß auch, daß bei dem Viskose-Verfahren aus dem Fallbade, welches z. B. aus einer warmen Lösung von \ atriumbisulfat und Schwefelsäure besteht, sich schädliche Gase entwickeln,-die durch den säurehaltigen Wasserdampf emporzusteigen und infolgedessen den Bedienungsmann anzugreifen bestrebt sind. Wenn diese Gase von dem Arbeiter eingeatmet werden, so rufen sie in vielen Fällen eine Vergiftung hervor. Wenn der Arbeiter keine Schutzbrille erhält oder sie nicht trägt, so rufen diese Gase infolge ihres Säuregehaltes und ihrer Zusammensetzung eine Bindehautentzündung hervor, die, selbst v: enn sie sorgfältig behandelt wird, leicht chronisch wird und den Arbeiter dazu zwingen kann, der Fabrik häufig fernzubleiben.
  • Man hat in allen Fabriken mehr oder weniger befriedigende Einrichtungen zur Absaugung dieser Gase vorgesehen, ohne aber die vollkommene Entfernung der Gase praktisch zu erreichen, obgleich man sehr kostspielige Einrichtungen für diesen Zweck gebaut hat.
  • Die gemäß der Erfindung ausgebildete Einrichtung soll die zurzeit noch bestehenden schweren Nachteile beseitigen.
  • Dieses Ziel wird mit geringsten Anlagekosten erreicht.
  • Gemäß der Erfindung «erden die von den Bädern entwickelten Gase mittels besonders angeordneter Saugkappen durch geeignet gelegte Rohrleitungen angesaugt und einem Sammler zugeführt, von wo sie ins Freie gelangen, während frische Außenluft durch eine Leitung. am hinteren Unterende der Maschine austritt und schräg aufwärts der danebenstehenden Maschine zugeführt wird.
  • Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht der Maschine, teilweise im Schnitt, Abb. 2 ist eine Vorderansicht.
  • Die warmen Gase, die sich aus der in dem Behälter i i enthaltenen Flüssigkeit entwickeln, werden unmittelbar bei ihrer Entstehung in dem Raum 2 1 mittels einer Sammelleitung 22 und einer kleinen Kappe 23 eingesaugt.
  • Diese Gase treten durch die Löcher 2-. in die Sammelleitung 22, durchströmen die Rohrleitung 25 und gelangen zu dem Sammelraum 21. An diesen Sammelraum ist auch die Leitung 28 angeschlossen, die zum Ableiten der Gase dient, die sich aus dem Behälter 9 entwickeln. Diese werden durch die Kappe 29 aufgefangen und durch das Rohr 28 angesaugt und dem Raum 21 zugeführt.
  • Für jeden Faden und jede Spule ist eine Rohrleitung zur unmittelbaren Absaugung der schädlichen Gase vorgesehen.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist ein Rohr 25 für die Fäden und je ein Rohr 28 für die Spulen angeordnet. Diese Rohre stehen, wie bereits oben bemerkt, mit einem Sammelraum 21 mit der Maschine in Verbindung. Der Sammelraum ist an einen großen gemauerten Kanal angeschlossen, und aus diesem Kanal saugt ein Ventilator, dessen Leistung für die Gesamtheit der Spinnmaschinen bemessen ist, die schädlichen Gase ab.
  • Dieser Ventilator veranlaßt durch seine Absaugung einen starken Unterdruck in dem Arbeitsraum, denn die Türen und Fenster sind geschlossen. Durch einen anderen Kanal, der mit der reinen Außenluft in Verbindung steht und an der entgegengesetzten Seite zu dem Ableitungskanal für die verdorbene Luft angeordnet ist, wird mit Hilfe eines Ventilators frische Luft zugeführt, die durch eine geeignete Leitung in den Sammelraum 26 jeder Maschine gelangt. Aus diesem Sammelraum tritt die Luft durch Löcher 27 auf der Rückseite der Maschine aus, steigt schräg aufwärts empor und ergießt sich Tiber _ den Arbeiter, der an der nächsten Maschine arbeitet. Die frische Luft verhindert auf diese Weise,' daß die schädlichen Gase zu dem Mund oder den Augen dieses Arbeiters gelangen.
  • Da ein Arbeitsraum eine bestimmte Anzahl von Spinnmaschinen enthält, die alle in derselben Richtung aufgestellt sind, so ergibt sich, daß in dem Raum ein Luftstrom entsteht, der sich ohne Unterbrechung erneuert und in einer bestimmten Richtung fortströmt. Es wird also jede Stockung und jedes Stillstehen der Luft vermieden. Man erzielt ein dauerndes Ansaugen frischer reiner Luft und eine Ableitung der mit Gasen durchsetzten Luft, wobei nur ein Mindestmaß an Energie nötig ist, weil bei der neuen Einrichtung alle unnötigen Reibungswiderstände vermieden sind.

Claims (1)

  1. PATENT- ANSPRUCH: Einrichtung für Kunstseidenspinnmaschinen zum Absaugen der Gase, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Bädern aufsteigenden Gase mittels einer über dem Fällbadbehälter (i i) und über dem Spulenbehälter (9) angeordneten Saugkappe (23 und 29) in Rohrleitungen (25 und 2,9 angesaugt und einem Sammler (2i) zugeführt werden, von wo sie ins Freie gelangen, während die jeder Maschine zugeführte frische Außenluft am hinteren Unterende (27) derselben austritt und schräg aufwärts dem Arbeiterstand der danebenstehenden Maschine zugeführt wird.
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