DE426596C - Lotkoerper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines Knallsignals - Google Patents
Lotkoerper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines KnallsignalsInfo
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Description
- Lotkörper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines Knallsignals. Bei Lotkörpern zur Bestimmung z. B. der Meerestiefe, bei denen zur Erzeugung eines Knallsignals Sprengkapseln verwendet werden, ist es aus Gründen der Sicherheit während der Aufbewahrung oder des Transports *der Lotkörper zweckmäßig, die Sprengkapsel erst an Ort und Stelle, d. h. erst unimittelbar vor der Lotung in den Lotkörper einzusetzen, während der Zündkörper getrennt von der Sprengkapsel bereits bei der Herstellung des Lot'körp.ers ohne Gefährdung der Sicherheit eingebaut werden kann.
- Um das nachträgliche Einsetzen der Sprengkapsel in einfacher Weise zu ermöglichen, ohne daß irgendwelche Eingriffe hierbei an dem Betriebsmechanismus des Lotkörpers nötig werden, sieht die Erfindung am Lotkörper einen von außen zugänglichen Lauf zur Aufnahme der Sprengkapsel. vor, wobei zweckmäßig in der Nähe des nach der Einführung nach außen. weisenden Endes der Sprengkapsel eine Randabdichtung aus elastischem Material, z. B. Gummi, vorgesehen ist, die eine gute Abdichtung der Patronenkammer des Lotkörpers gegen Eindringen von Wasser verbürgt und die in einfachster Form aus einem auf das eine Ende der Sprengkapsel aufgesetzten Dichtungsring bestehen kann, der bei der Einführung der Sprengkapsel in die Patronenkammer von einer' entsprechenden Aussparung des von außen zugänglichen Laufs aufgenommen wird.
- Für die Beschaffenheit und die Art der Befestigung der Randabdichtung ist im wesentlichen zu beachten, daß der Dichtungsring ein genügend großes Volumen besitzt, damit er die für ihn am Lotkörper vorgesehene Aussparung annähernd oder vollständig ausfüllt. Er ist aus Material von starkem D:eformationsvermögen herzustellen, und es ist außerdem darauf zu achten, daß er an der Sprengkapsel besonders gut befestigt oder durch geeignete Mitnehmer festgehalten wird.
- Einige praktische Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind äuf der Zeichnung dargestellt.
- Abb. i zeigt den Lotkörper mit eingesetztex Sprengkapsel.
- Abb. a bis q. zeigen Ausführungsformen der Randabdichtung.
- In Abb. i ist a der untere Teil eines Lotkörpers mit der von außen frei zugänglichen Patronenkammer .b. Am oberen Ende der Kammer,b befindet .sich der Zündkörper c, der bei der Herstellung des Lotkörpers eingesetzt und für gewöhnlich festgekittet wird, so da.ß .er an seinem Sitz die Kammer b gegen das Wasser dicht abschließt. Die Sprengkapsel d kann nun ohne weiteres von außen in die Kammer b eingeführt werden. Sie ist nachdem hier gezeichneten Beispiel mit einem Flansch e versehen, der den auf die Kapsel d aufgesetzten. Dichtungsring f am Abgleiten verhindert -beim Einführen der Kapsel in die Kammer. Am unteren Ende ist die Kammer b mit einer kegelförmigen Aussparung g versehen, die den Sitz der Dichtung bildet, so daß bei einer Druckwirkung in Richtung des Pfeils die Randabdichtung der Sprengkapsel gewährleistet ist. Mit zunehmendem Wasserdruck beim Sinken des Lotkörpers nimmt auch die Dichtungswirkung zu, und zwar in dem Maße, daß die Sprengkapsel während des Sinkens des Lotkörpers bis dicht an den Zündkörper c in die Kammer .b hineingedrückt wird, so daß der zuvor noch vorhandene freie Raum b1 zwischen Zündkörper und Sprengkapsel von der letzteren ausgefüllt wird. lt ist ein. im Lotkörper gelagerter Schlagbolzen, der beim Auftreffen des Lotkörpers auf den Meeresboden unter Einwirkung einer mechanischen Kraftquelle die Patrone c, d zur Abfeuerung bringt. An Stelle der mechanischen Auslösung mittels Schlagbolzens kann natürlich auch eine elektrische Auslösev orrichtung verwendet werden.
- Die Sprengkapsel d wird aus Zweckmäßigkeitsgründen meist in der für den vorliegenden Verwendungszweck handelsüblichen Form hergestellt, in der sie aus einem glatten zylinderförmigen Hohlkörper besteht, wie ihn die Abb. 2 bis 4 zeigen. Wie ersichtlich, hat diese Sprengkapsel an ihrem einen Ende nicht den, in Abb. i gezeigten Flansch e. Es wird daher nach dem Beispiel der Abb. 2 der auf das eine Ende der Sprengkapsel aufgesetzte Dichtungsring f mittels einer Klebeschicht i befestigt, um ihn am Abgleiten zu verhindern. Ähnlich wird auch nach Abb.3 die Randabdichtung befestigt, die, wie gezeigt, aus einer das eine Ende der Kapsel d abdeckenden Kappe k bestehen kann. Die Befestigung der Randabdichtung nach Abb. ¢ ist wiederum die gleiche wie nach Abb. i, allein mit dem Unterschied, daß' hier nicht die Sprengkapsel d selbst den Halteflansch e trägt, sondern daß auf die normalisierte Sprengkapsel d eine aus starrem Material hergestellte Haube Z mit dem Flansch e aufgesetzt und an ihr befestigt ist, von der der Dichtungsring f getragen wird. Die letztere Art der Befestigung der Randabdichtung hat praktisch den Vorteil, daß sie ohne Spezialausbildun,- der Sprengkapsel (mit einem Flansch, Abb. i) und ohne besondere Befestigung des Dichtungskörpers (durch Aufkleben, Abb.2 und 3) ein sicheres Festsitzen, der Randabdichtung ermöglicht.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Lotkörper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines Knallsignals, die sich beim Auftreffen des Lotkörpers, z. B. auf dem Meeresboden, zur Detonation bringen läßt, gekennzeichnet durch einen von außen zugänglichen Lauf (b) zur Einführung und Aufnahme der Sprengkapsel.
- 2. Lotkörper nach. Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des nach der Einführung nach außen weisenden Endes der Sprengkapsel eine Abdichtung aus elastischem Material (Gununi o. dgl.) angeordnet ist.
- 3. Ausführungsform der Abdichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, claß sie als eine das äußere Ende der Sprengkapsel bedeckende Kappe ausgebildet ist.
- 4. Ausführungsform .der Abdichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengkapsel selbst am äußeren Ende einen Flansch besitzt, hinter dem ein Dichtungsring aus elastischem Material aufgesetzt ist.
- 5. Ausführungsform der Abdichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengkapsel an ihrem äußeren. Ende eine aus starrem Material bestehende Haube mit Flansch trägt, hinter dem der Dichtungsring- aus elastischem Material aufgesetzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES69559D DE426596C (de) | 1925-04-09 | 1925-04-09 | Lotkoerper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines Knallsignals |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES69559D DE426596C (de) | 1925-04-09 | 1925-04-09 | Lotkoerper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines Knallsignals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE426596C true DE426596C (de) | 1926-03-15 |
Family
ID=7501066
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES69559D Expired DE426596C (de) | 1925-04-09 | 1925-04-09 | Lotkoerper mit Sprengkapsel zur Erzeugung eines Knallsignals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE426596C (de) |
-
1925
- 1925-04-09 DE DES69559D patent/DE426596C/de not_active Expired
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