DE426440C - Rufwaehler - Google Patents

Rufwaehler

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DE426440C
DE426440C DES60907D DES0060907D DE426440C DE 426440 C DE426440 C DE 426440C DE S60907 D DES60907 D DE S60907D DE S0060907 D DES0060907 D DE S0060907D DE 426440 C DE426440 C DE 426440C
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DE
Germany
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relay
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contact
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Expired
Application number
DES60907D
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English (en)
Inventor
Louis Lucien Eugene Chanveau
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Societe Francaise Radio Electrique
Original Assignee
Societe Francaise Radio Electrique
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/24Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L15/26Apparatus or circuits at the receiving end operating only on reception of predetermined code signals, e.g. distress signals, party-line call signals

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)
  • Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 13. MÄRZ 1926
REICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JYr 426440 KLASSE 21 a* GRUPPE
(S 6ogo7 νΐΐφία1)
Societe Franpaise Radio-Electrique in Paris*).
Rufwähler.
Zusatz zum Patent 425428.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1922 ab. Das Hauptpatent hat angefangen am 15. Oktober 1921.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 13. Juli 1922 beansprucht.
Die Erfindung betrifft die Anpassung des Ruf wählers nach Patent 425428 an den Empfang von Notsignalen von Schiffen.
Bekanntlich besteht das Notsignal aus den Buchstaben SOS des Morsealphabetes ( ).
Wie die durch das Hauptpatent beschriebenen Apparate hat auch der Rufwähler SOS den Zweck, die Auslösung eines Alarmsignals (Glocke o. dgl.) zu bewerkstelligen, wenn der Rufwähler durch die regelmäßige Aufeinanderfolge von Zeichen beeinflußt wird, die das Signal SOS bilden.
Der Ruf wähler besteht daher:
r. aus der Anordnung zur Auswahl der Punkte und Striche, die mit der durch das
*l Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Louis Lucign Eugene Chanveaii in Paris.
Hauptpatent beschriebenen Anordnung übereinstimmt,
2. aus der Anordnung zur Überwachung der Reihenfolge der ankommenden Zeichen. Diese Anordnung stimmt mit der durch das Zusatzpatent 426582 beschriebenen überein.
Dementsprechend sind auf der schematischen Abbildung und in der nachfolgenden Beschreibung die schon durch das obenerwähnte Haupt- und Zusatzpatent beschriebenen Glieder (Relais, Kontakte, Verbindungsleitungen) mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die neuen Teile sind mit weiteren, von 60 anfangenden Bezugszeichen versehen.
Zur Erleichterung des Verständnisses der nachfolgenden Beschreibung wird kurz der Inhalt des genannten Haupt- und Zusatzpatentes wiederholt, soweit die Auswahl der Punkte und Striche und die Überwachung der Ankunftsreihenfolge der Zeichen in Frage kommen.
Ein Tastrelais 2 wird durch einen Kontakt ι gesteuert, der aus einer von Hand zu bedienenden Taste bestehen oder durch irgendeinen anderen geeigneten Kontakt eines Zwischenrelais gebildet werden kann. Das Relais 2 steuert durch seinen Kontakt 6 ein Halterelais 8. Wird Relais 8 durch Ansprechen von 2 erregt, so unterbricht es an seinem Kontakt 10 den Stromkreis eines Verzögerungsrelais 11, das bei Inbetriebnahme der Anlage von Dauerstrom durchflossen wird, d. h. seinen Anker angezogen hält. Die Kontakte 12 und 26 sind deshalb in der Stellung gezeichnet, die sie bei angezogenem Relaisanker einnehmen. Das Verzögerungsrelais 11 läßt nun seinen Anker abfallen, die Bemessung der Verzögerung ist aber derart, daß der Kontakt 12 erst nach einer Zeit geschlossen wird, die die Dauer eines Punktes übersteigt und unter der Dauer eines Striches liegt. Da der Kontakt 7 des Tastrelais 2 über den Kontakt 12 des Verzögerungsrelais 11 Strom erhält, wird die Leitung 15 unter Strom gesetzt, wenn ein Punkt empfangen wird, während die Leitung 14 unter Strom gesetzt wird, wenn ein Strich aufgenommen wird. Wenn der Kontakt 12 geschlossen wird, befindet sich nämlich nach Empfang eines Punktes das Tastrelais 2 im Ruhezustand, während es bei Schließung des Kontaktes 12 noch erregt ist, wenn ein Strich aufgenommen wird. Die Leitung 14 bildet die Strichleitung r.nd die Leitung 15 die Punktleitung. Es ist flamit eine Anordnung geschaffen, die die Auswahl der Punkte und Striche gestattet. Das Halterelais 8 trägt einen Haltekontakt 9, der über den Kontakt 26 des Verzögerungsrelais 11 auf folgendem Wege Strom erhält: Minuspol, Kontakte 26 und 9, über Wicklung des Relais 8 nach dem Pluspol. Das Halterelais 8 hält sich infolgedessen selbst, nachdem es über Kontakt 6 erregt worden ist, an seinem Kontakt 9, bis der verzögerte Abfall des Verzögerungsrelais 11 durchgeführt ist, denn nach Übermittlung eines Punktes würde das Halterelais 8 in seine Ruhestellung zurückkehren, also stromlos werden, und das Verzögerungsrelais 11 könnte nicht zum Abfallen kommen, wenn nicht der Haltestromkreis des Halterelais 8, der über die Kontakte 9 und 26 verläuft, vorhanden wäre.
Die Vorrichtung zur Überwachung der Ankunft der Zeichen einer Gruppe arbeitet wie folgt: Das Tastrelais 2 steuert den Kontakt 40. Wenn sich die Anlage im Ruhezustand befindet, spricht infolgedessen das Relais 41 an (Minuspol, Kontakt 40, Wicklung des Relais 41, Pluspol) und hält sich über seinen Arbeitskontakt 42 und den Kontakt 45 erregt. Relais 41 bereitet am Kontakt 43 einen Stromkreis für ein Relais 44 vor, das in Reihe mit der Zeichenleitung 46 liegt. An diese Leitung ist im Ruhezustand nur das Relais 47 angeschlossen, das dem ersten Zeichen entspricht. Wenn also das erste Zeichen ankommt, spricht Tastrelais 2 an und schließt am Kontakt 40 einen Stromkreis, der vom Minuspol über Kontakt 40, Kontakt 43, die Wicklung des Relais 44, über die Zeichenleitung 46, Kontakt 48 und die Wicklung des Zeichenrelais 47 nach dem Pluspol bei 35 (über Kontakte 64, 58 und 33) verläuft. Sobald jedoch Relais 44 erregt wird, unterbricht es am Kontakt 45 den Haltestromkreis de.s Relais 41. Relais 41 wird stromlos und der Kontakt 43 infolgedessen geöffnet. Relais 41 spricht nicht von neuem an, solange das Tastrelais 2 erregt ist. Aus Vorstehendem ergibt sich, daß bei Beginn jedes Zeichens ein Stromstoß von kurzer Dauer in die Leitung 46 geschickt wird.
Beim ersten Zeichen bewirkt dieser Stromstoß das Ansprechen des Zeichenrelais 47, das an seinem Kontakt 49 die Zeichenleitung 46 auf das nächste Zeichenrelais 50 über Kontakt 51 weiterschaltet und für sich selbst am Kontakt 48 einen- Haltestromkreis nach dem Minuspol. schließt. Der zweite Stromstoß 110 wird infolgedessen auf dem oben beschriebenen Wege dem Zeichenrelais 50 zugeführt, das die Zeichenleitung 46 an seinem Arbeitskontakt 52 über Ruhekontakt 54 auf das Relais- 53 weiterschaltet. Das Zeichenrelais 53 spricht bei Beginn des dritten Zeichens an.
Aus Obigem ist ersichtlich, daß die Zeichenrelais 47, 50 und 53 nacheinander in der Reihenfolge der Ankunft der Zeichen eingeschaltet werden. Um ein sicheres Ansprechen der Zeichenrelais zu gewährleisten, ist es erforderlich, daß der Wechselkontakt
48 unverzüglich nach seiner Arbeitsseite umgelegt und von der Zeichenleitung 46 abgetrennt wird, sobald das Zeichenrelais 47 Strom erhält, während der Kontakt 49 erst geschlossen wird, die Zeichenleitung 46 also erst weitergeschaltet werden darf, wenn sich der Anker des Zeichenrelais 47 am Ende seiner Anzugsbewegung befindet, mit anderen Worten; der Kontakt 48 muß sich, unverzüglich.
umlegen, während der Kontakt 49 als schleppender Kontakt ausgebildet ist. Das gleiche gilt für die entsprechenden Kontakte der Zeichenrelais 50 und 53.
Das Relais 44 kann den Stromkreis des Relais 41 am Kontakt 45 sehr schnell unterbrechen. Da der Kontakt 43 erst dadurch geöffnet wird, daß die Relais 44 und 41 nacheiaander stromlos werden, so steht die Zeichenleitung 46 stets während einer hinreichend langen Zeit unter Strom, um die Erregung eines der Zeichenrelais 47, 50 und 53 zu sichern.
Der Zweck der Zeichenrelais 47, 50 und 53 besteht nun darin, ein Auslöserelais 23' mit der Punktleitung 15 oder der Strichleitung 14 in Verbindung zu bringen. Dieses Auslöserelais hat die gleichen Aufgaben, die nach dem Hauptpatent dem Auslöserelais 23 zufallen, d. h. es wird jeweilig nach Maßgabe der bereits eingegangenen Zeichen über Kontakte 19', 18', 17' an die Leitung 86 angelegt, um an seinem Ruhekontakt 58 den Pluspol von der Anlage abzutrennen, sobald ein falsches Zeichen empfangen wird. Die Leitang 86 ist mit der Strichleitung 14 verbunden, wenn Punkte aufgenommen werden sollen, und umgekehrt mit der Punktleitung 15, wenn Striche empfangen werden sollen, so daß, wenn ein falsches Zeichen ankommt (Strich an Stelle eines Punktes oder umgekehrt), das Auslöserelais 23' anspricht und die verschiedenen Relais stromlos werden läßt. Sind dagegen die aufgenommenen Zeichen die richtigen, so sprechen die Zeichenrelais 47, 50 und 53 nacheinander in normaler Weise an. Sobald das erste Zeichen aufgenommen wird, spricht das Zeichenrelais 47 an und schließt den Kontakt 62, wodurch die Leitung 88 an den Minuspol der Batterie des Wählers angelegt wird. In diesem Augenblick ist aber das Verzögerungsrelais 27 für die Überwachung der Pausen erregt (über Kontakt 10 des Halterelais 8). Das Verzögerungsrelais 27 bleibt während der ganzen Dauer eines Signales erregt, solange die Zeichen, aus denen das Signal besteht, durch normale Pausen voneinander getrennt sind. Erfolgt jedoch nach einem Zeichen eine zu lange Pause, d. h. eine Pause, die länger ist als die Abfallverzögerung des Verzögerungsrelais 27, so schließt Relais 27 den Kontakt 28, wodurch über Kontakt 28 und den Kontakt 62 des Zeichenrelais 47 das Auslöserelais 23' erregt wird. Wenn also zwischen zwei Zeichen ein und desselben Buchstabens eine zu lange Pause liegt, wird die Anlage in ihre Ruhestellung zurückgebracht.
Aus obiger Beschreibung ist ersichtlich, daß der Rufwähler SOS gemäß der Erfindung dem Rufwähler nach dem angeführten Haupt- und Zusatzpatent ähnelt, soweit die Auswahl der Punkte und Striche und die Überwachung der Reihenfolge der Zeichen ein und desselben Buchstabens in Frage kommen. Um den Rufwähler gemäß der Erfindung jedoch dem besonderen Zweck, für den er bestimmt ist, anzupassen, weist er noch folgende Eigentümlichkeiten auf:
ι. Ein Buchstabenauslöserelais 63, das dazu dient, die Zeichenrelaisanordnung in ihre Ruhestellung sofort nach Aufnahme eines richtigen Buchstabens zurückzubringen.
2. Ein Relais 69 für den zweiten Buchstaben, das sofort nach Empfang des ersten Buchstabens anspricht, wenn dieser richtig war, um die verschiedenen Stromkreise, die dem zweiten Buchstaben entsprechen, vorzubereiten.
3. Ein Umschalterelais 74, das beim Eingang des ersten und dritten Buchstabens stromlos ist und über seine Ruhekontakte 75 und γ6 die Kontakte der Zeichenrelais 47, 50 und 53 mit der Strichleitung 14 und der Punktleitung 15 verbindet, um die für den ersten und dritten Buchstaben S (...) nötige überwachung herbeizuführen. Das Vmschalterelais 74 ist während des Eingangs des zweiten Buchstabens erregt, um die Strich- und Punktleitung an den Kontakten der Zeiehenrelais 47, 50 und 53 zu vertauschen. iOo
4. Ein Relais 78 für den dritten Buchstaben, das den Stromkreis eines Hilfsrelais für den dritten Buchstaben 81 am Ende des zweiten Buchstabens vorbereitet, wenn dieser lichtig angekommen ist. log
5. Ein Hilfsrelais 81 für den dritten Buchstaben, das anspricht, wenn das Tastrelais 2 nach vollendeter Aufnahme des zweiten Buchstabens abfällt und am Kontakt 83 die Einschaltung des Alarmrelais 31 in unmittelbare Abhängigkeit vom letzten Zeichenrelais 53 bringt, so daß der dritte Buchstabe, wenn er richtig ankommt, die Erregung des Alarm- ■ relais 31 veranlaßt.
6. Ein Pausenhilfsrelais 67, das am Ende eines jeden Buchstabens erregt wird und den Stromkreis des Pausenrelais 27 derart geschlossen hält, daß die Pause zwischen zwei Buchstaben länger aufrechterhalten werden kann als zwischen zwei Zeichen.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende:
Bei Beginn des Empfanges des ersten Buchstabens 5" (...) ist das Umschalterelais 74 nicht erregt, und die Leitung 86 ist über Kontakt 75 mit der Strichleitung 14 verbunden. Da die Leitung 86 an die Überwachungskontakte 17', 18', 19' der Zeichenrelais 47, 50 und 53 angeschlossen ist, so ergibt sich, daß, wenn der ankommende Buchstabe der Buchstabe 51 ist, das Schließen der Kontakte der Zeichenrelais in normaler Weise nacheinander vor sich geht, während, wenn eines der ankommenden Zeichen ein Strich ist, das Auslöserelais 23' erregt wird und am Kontakt 58 die verschiedenen Stromkreise des Wählers unterbricht. Auslöserelais 23' hält sich über seinen Kontakt 65 und den Kontakt 66 des Pausenrelais 27 erregt, bis eine ausreichend lange Pause nach einem falschen Zeichen verlaufen ist.
Wenn jedoch die aufgenommenen Zeichen, wie vorgesehen, Punkte sind, so geht die Schließung der Kontakte in normaler Reihenfolge vonstatten, und bei Beginn des Empfanges des dritten Zeichens des ersten Buchstabens S spricht das Zeichenrelais 53 an, und der Kontakt 60 wird geschlossen. Das Pausenhilfsrelais 67 spricht infolgedessen an und hält über seinen Kontakt 68 das Pausenrelais 27 erregt, so daß dieses erst nach Ablauf einer längeren Frist stromlos wird, die von der Bemessung der Verzögerung des Pausenhilfsrelais 67 abhängt. Die Pause zwischen zwei Buchstaben kann demnach langer sein als die Pause zwischen zwei Zeichen. Die Punktleitung 15 wird bei Beginn des Empfanges des dritten Zeichens mit dem Kontakt 61 des Zeichenrelais 53 über den Ruhekontakt 76 des Umschalterelais 74 und die Leitung 87 in Verbindung gebracht. Wenn demnach das dritte Zeichen ein Punkt ist, wird das Relais für den zweiten Buchstaben 69 erregt (Arbeitskontakt 61, Ruhekontakte 83 und 77). Das Relais für den zweiten Buchstaben 69 hält sich über seinen Kontakt 70 und veranlaßt über seinen Kontakt 71 die Erregung des Umschalterelais 74. Dieses Relais schaltet beim Ansprechen an Stelle der Strichleitung 14 die Punktleitung 15 an die entsprechenden Kontakte der Zeichen-5P relais 47, 50 und 53 an, um, wie vorher für 51 (...) beschrieben, eine Überwachung des zweiten Buchstabens 0 ( ) herbeizuführen.
Gleichzeitig veranlaßt das Relais für den zweiten Buchstaben 69 über seinen Kontakt 72 und über den Kontakt 85 des Hilfsrelais für den dritten Buchstaben 81 die Erregung des Buchstabenauslöserelais 63. Dieses Relais, dessen Stromkreis nach der anderen .Seite bei 60 geschlossen ist, spricht an und unterbricht an seinem Kontakt 64 den Stromkreis der Zeichenrelais 47, 50 und 53, die in ihrer Ruhestellung zurückkehren. Es ist also ersichtlich, daß, wenn der erste Buchstabe richtig ist, die Zeichenrelais stromlos werden, während das Relais für den zweiten Buchstaben 69 und das Umschalterelais 74 erregt werden, wodurch der Rufwähler zum Empfang des zweiten Buchstabens vorbereitet wird.
Ist dieser zweite Buchstabe richtig, so wird, wie schon oben erwähnt, beim Empfang des dritten Zeichens dieses Buchstabens das Pausenhilfsrelais 67 über Kontakt 60 erregt. Da in diesem Augenblick auch das Umschalterelais 74* erregt ist, so steht die Strichleitung 14 über die Arbeitskontakte 76 und 61, den Ruhekontakt 83 und den Arbeitskontakt 77 in Verbindung mit dem Relais für den dritten Buchstaben 78, das anspricht und sich über seinen Kontakt 79 hält.
Dieses Relais für den dritten Buchstaben 78 steuert über seinen Kontakt 80 den Stromkreis des Hilfsrelais für den dritten Buchstaben 81, das jedoch erst während der Pause 8g erregt wird, die dem dritten Zeichen folgt, denn der Stromkreis des Hilfsrelais für den dritten Buchstaben 81 wird über den Ruhekontakt 6 des Tastrelais 2 geschlossen. Dasselbe gilt für den Stromkreis des Buchstaben- Q0 Auslöserelais 63, der gleichfalls über den Ruhekontakt 6 geschlossen wird.
Aus dem Vorhergehenden ist ersichtlich, daß sich der Empfang des dritten Striches des Buchstabens 0 in der Erregung des Relais für den dritten Buchstaben 78 auswirkt, daß jedoch erst während der Pause, die dem zweiten Buchstaben folgt, die Anordnung in die Ruhelage gebracht und die Stromkreise für die Aufnahme des dritten Buchstabens umgewandelt werden. Daß dieser Vorgang sich zwischen dem zweiten und dritten Buchstaben abspielt, ist unbedingtes Erfordernis, denn wenn die Umwandlung früher vor sich ginge, würde die Anordnung in die Ruhelage zurückgeführt werden, wenn der Empfang des dritten Zeichens des zweiten Buchstabens sich über den Umwandlungsvorgang hinaus verlängern würde. Das Hilfsrelais für den dritten Buchstaben 81 hält sich über seinen Kontakt 82 erregt und unterbricht bei 84 den Stromkreis des Umschalterelais 74, das dadurch stromlos wird. Die Punktleitung 15 und die Strichleitung 14 sind für den Empfang des dritten Buchstabens 5 genau so geschaltet wie für den ersten Buchstaben S, über den Kontakt 83 jedoch ist die von 61 herkommende Leitung auf das Alarmrelais 31 geschaltet, so daß, wenn der dritte Buchstabe in richtiger Weise empfangen wird, das Alarmrelais 31 anspricht, sich über seinen Kontakt 34 in einen Haltestromkreis legt, und
das Alarmsignal ertönt. Gleichzeitig werden über den Kontakt 33 sämtliche Relais mit Ausnahme desjenigen von der Batterie abgetrennt, das das Alarmsignal 31 ansprechen läßt. Die Relais des Rufwählers werden also stromlos. Das Alarmsignal ertönt so lange, bis es durch den Aufsichtsbeamten durch Drücken des- Knopfes 35 abgestellt wird.
Das Hilfsrelais für den dritten Buchstaben 81 unterbricht am Kontakt 85 den Stromkreis des Buchstabenauslöserelais 63, und zwar um dem Alarmrelais 31 zum Ansprechen Zeit zu lassen, bevor die Unterbrechung am Kontakt 61 erfolgt.
Im Gegensatz zu der Anordnung des Hauptpatents unterliegt das Alarmrelais 31 nicht der Steuerung des Pausenrelais 27.
Der Natur des zu empfangenden Signales (Notsignal) wegen ist es zweckmäßig, das Signal wirken zu lassen, sobald die Aufeinanderfolge der empfangenen Zeichen richtig ist, also ohne Rücksichtnahme auf die Zeichen, die folgen können, selbst wenn diese in einem ungenügenden Zwischenraum einander folgen.
Im vorliegenden Falle ist es besser, wenn das Alarmgerät einmal eine Gefahr zu Unrecht anzeigt, als wenn es bei einem Hilferuf, der von einer Pause ungenügender Dauer gefolgt wäre, unempfindlich bliebe.
Sämtliche falschen Zeichen, die in dem zweiten und dritten Buchstaben auftreten, führen die sofortige Auslösung des Wählers herbei, so daß er wieder bereit ist, das erste Zeichen des ersten Buchstabens zu empfangen.
Zu diesem Zwecke werden die Stromkreise der Relais für den zweiten und dritten Buchstaben 69, 74, 78 und 81 durch das Auslöserelais 23' am Kontakt 58 bei einem falschen Zeichen unterbrochen, welches auch immer die Lage dieses falschen Zeichens innerhalb des Signales sein mag.
Nach der Aufnahme des ersten Buchstabens wird, sobald das Relais für den zweiten Buchstaben 69 anspricht, außer dem Kontakt 62 des Relais 47 der ebenfalls am Minuspol anliegende Kontakt 73 geschlossen, so daß, wenn eine zu lange Pause zwischen zwei Buchstaben oder zwischen den Zeichen der Buchstaben eintritt und infolgedessen das Auslöserelais 27 stromlos wird und seinen Kontakt 28 in der Leitung 88 schließt, das Auslöserelais 23' erregt wird und den Wähler in seine Ruhelage zurückbringt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Ruf wähler nach Patent 42542S zum Empfang des Notzeichens SOS von Schiffen, gekennzeichnet durch ein den Zeichenrelais zugeordnetes Buchstabenauslöserelais, das die Zeichenrelais unmittelbar nach fehlerfreiem Empfang eines Buchstabens in ihre Ruhelage zurückbringt.
2. Ruf wähler nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
a) ein Relais (69) für den zweiten Buchstaben-des Zeichens SOS, das unmittelbar nach dem fehlerfreien Empfang des ersten Buchstabens anspricht, um den y0 !Wähler für die Aufnahme des zweiten Buchstabens vorzubereiten,
b) ein Umschalterelais (74), das durch das Relais für den zweiten Buchstaben eingeschaltet wird und die Kontakte der Zeichenrelais zur Überwachung des aus Strichen bestehenden zweiten Buchstabens von der Strichleitung auf die Punktleitung umschaltet,
c) ein Relais (78) für den dritten Buchstaben des Zeichens SOS, das am Ende der Aufnahme des zweiten'Buchstabens (am Kontakt 80) den Stromkreis eines Hilfsrelais für den dritten Buchstaben vorbereitet, der durch das Tastrelais geschlossen wird (am Kontakt 6),
d) die Anordnung, daß das Hilfsrelais (81) für den dritten Buchstaben des Zeichens SOS anspricht, wenn das Tastrelais nach vollendeter Aufnahme des g0 zweiten Buchstabens abfällt und (am Kontakt 83) die Einschaltung des Alarmrelais in unmittelbare Abhängigkeit vom letzten Zeichenrelais (Kontakt 61) bringt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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