DE42603C - Geschwindigkeitsmesser - Google Patents

Geschwindigkeitsmesser

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DE42603C
DE42603C DE188742603D DE42603DD DE42603C DE 42603 C DE42603 C DE 42603C DE 188742603 D DE188742603 D DE 188742603D DE 42603D D DE42603D D DE 42603DD DE 42603 C DE42603 C DE 42603C
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DE188742603D
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Dr. O. BRAUN in Berlin, Lützowstr. 60
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/26Devices characterised by the use of fluids
    • G01P3/30Devices characterised by the use of fluids by using centrifugal forces of fluids

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)
  • Indicating Or Recording The Presence, Absence, Or Direction Of Movement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Dr. O. BRAUN in BERLIN. Geschwindigkeitsmesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1887 ab.
Der Zweck des auf beiliegender Zeichnung dargestellten Apparates ist die Messung von Rotationsgeschwindigkeiten bei beliebigen Tourenzahlen.
Der wesentlichste Theil ist eine in einem geeigneten Gestell gelagerte, um die eigene Achse rotirende, oben und unten geschlossene, zugeschmolzene Glasröhre, welche zum Theil mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Das Niveau dieser Flüssigkeit steigt und sinkt bei zunehmender oder abnehmender Geschwindigkeit zufolge der auf die Flüssigkeit wirkenden Centrifugalkräft. Fig. 1 zeigt die einfache Glasröhre im Zustande der Ruhe, Fig. 2 im Zustande der Rotation.
Je schneller die Röhre sich um ihre Achse dreht, desto mehr ist die Flüssigkeit bestrebt, sich an den äufseren Wandungen der Röhre zu halten, und desto tiefer reicht der Luftoder Gaskern in die Röhre hinein. Die Röhre selbst oder das Gestell ist mit einer Scala versehen, welche empirisch so hergestellt wird, dafs der Punkt ο des Luftkernes bei der betreffenden Geschwindigkeit mit dem richtigen Punkte der Scala zusammenfällt.
Die Glasröhre braucht nicht, wie in Fig. 3 dargestellt, auf einem besonderen Gestell drehbar gelagert zu sein, sondern kann in solchen Fällen, wo die Geschwindigkeit eines rotirenden Körpers unmittelbar gemessen werden soll, mit diesem (in der Achse desselben) unmittelbar verbunden werden, so dafs das Gestell überflüssig wird.
Soll das Instrument träge sein, so wird ein verhältnifsmäfsig weites, innen glattes Rohr, wie Fig. i, und zur Füllung eine leicht bewegliche Flüssigkeit, z. B. Alkohol, genommen; will man. dagegen ein für Geschwindigkeitsänderungen schnell empfindliches Instrument herstellen, so nimmt man ein enges Rohr, wie Fig. 2, und füllt es mit einer zäheren Flüssigkeit, z. B. mit Glycerin; oder man nimmt ein Rohr mit radialer Scheidewand, wie Fig. 3, oder mit Rippchen, welche die Mitte freilassen, wie Fig. 4.
In den Röhren, worin die Mitte freigelassen ist (s. Fig. ι und 2), können Schwimmer angebracht werden, damit man den ungefähren Stand der Flüssigkeit aus der Ferne leichter erkennen kann.
Die Schwimmer k werden am besten aus zugeschmolzenen Hohlkugeln von dunkel gefärbtem Glase hergestellt.
Die Theilung der Scala wird, wie gesagt, empirisch gemacht. Durch Aenderung der Form, namentlich des Raumes, in welchen die Flüssigkeit erst nach Mafsgabe der Geschwindigkeit tritt, hat man ein Mittel in der Hand, Instrumente herzustellen, welche innerhalb gewisser Geschwindigkeitsgrenzen eine weite Theilung der Scala haben. Die Fig. 5 stellt ein solches Instrument dar. Wäre der engere Theil des Rohres nicht vorhanden, so würde die Scala so verlaufen, wie in Fig. 6.
An diesen engen Rohren läfst sich eine Einrichtung anbringen, wodurch die Ueberschreitung einer gewissen Geschwindigkeit dauernd
angezeigt wird, nämlich die Erweiterung e (s. Fig. 7).
Es ist wohl ohne Weiteres aus der Zeichnung ersichtlich, dafs bei einer gewissen hohen Geschwindigkeit Flüssigkeit in diese Erweiterung e tritt und bei langsamerer Drehung, ja selbst beim Stillstand nicht wieder nach unten fliefst.
Das Instrument zeigt in allen Lagen Rotationsgeschwindigkeiten an, nur nicht bei horizontaler Achsenlage. Der Umstand, dafs es gleichgültig ist, welche Form und Gröfse die Räume haben, welche bei jeder Geschwindigkeit mit Flüssigkeit gefüllt bleiben, gestattet grofse Abweichungen von der Cylinderform des Rohres, Fig. 8 giebt dafür ein Beispiel. Dieses Instrument ist in der Wirkung fast gleich mit dem in Fig. ι dargestellten.
Fig. 9 zeigt ein Instrument, bei welchem in einer Doppelröhre zwei verschiedene Flüssigkeiten, ζ. Β. Quecksilber und Wasser, angewendet sind. Die concentrisch in einander gesteckten Röhren communiciren, oben und unten durch Oeffnungen verbunden. Ein so construirtes Instrument hat die Eigenschaft, schon bei sehr geringen Tourenzahlen zu indiciren, da die Niveaua'nderung der unteren schwereren Flüssigkeit auf den engen Querschnitt der inneren Röhre übertragen wird.

Claims (2)

Pate nt-Ansprüche:
1. Ein Geschwindigkeitsmesser, bestehend aus einer an beiden Enden zugeschmolzenen, zum Theil mit einer durchsichtigen Flüssigkeit angefüllten Glasröhre, welche einen Umdrehungskörper darstellt, um dessen senkrechte oder geneigte Längsachse das Rohr rotirt, und
2. an dem durch Anspruch i. gekennzeichneten Geschwindigkeitsmesser:
a) die Anbringung eines freien Schwimmers k in der Glasröhre zur besseren Erkennung des Flüssigkeitsstandes;
b) die Anwendung einer im Innern des Glasrohres conaxial angebrachten, an beiden Enden offenen, unten weiteren Glasröhre und die Anwendung zweier Flüssigkeiten von sehr verschiedenen specifischen Gewichten, zur Erzielung einer grofsen Scala bei geringen Tourenzahlen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188742603D 1887-02-13 1887-02-13 Geschwindigkeitsmesser Expired DE42603C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE42603C true DE42603C (de) 1888-03-13

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