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Vorrichtung zum Einschlagen, insbesondere empfindlicher und mit Erhöhungen
und Vertiefungen versehener Gegenstände. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Einwickeln, insbesondere empfindlicher und mit Erhöhungen und Vertiefungen versehener
Gegenstände. Diese Vorrichtung ist, wie bekannt, mit einem weich ausgefütterten
Abnehmer vor der Austrittsöffnung der das Einschlagmaterial an den einzuwickelnden
Gegenstand anlegenden Vorrichtung versehen.
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Der Erfindung gemäß ist dieser weich ausgefütterte Abnehmer in an
sich bekannter Weise zangenartig geteilt. Zwecks Aufnahme und Abgabe des Gegenstandes
öffnet und schließt sich diese Zange, und zwar vorzugsweise selbsttätig. Eine derartige
Ausbildung der Einrichtung hat den Vorteil, daß die Erhöhungen und Vertiefungen
des Gegenstandes das Einführen in den Aufnehmer nicht hindern. Der Aufnehmer wird
durch seine zangenartige Wirkung sogar das Einschlagmaterial an die Erhöhungen und
Vertiefungen bis zu einem gewissen Grade dichter anlegen. Unterhalb des Abnehmers
ist ein mit einem hochelastischen Stoff, z. B. Schwammgummi, gepolstertes Transportband
angeordnet, mit dem eine mit ebensolchem Stoff gepolsterte Walze derart zusammenwirkt,
daß der von dem Abnehmer freigegebene und auf das Transportband fallende Gegenstand
von diesein zwischen Transportband und Walze hindurchgeführt wird, wobei der Umschlag
nochmals fest gegen den Gegenstand gedrückt wird unter Ausprägung jedes auf dem
Gegenstand vorgesehenen Musters. Infolge der Weichheit der beiden Druckmittel und
damit der weitgehenden Zusammendrückbarkeit dieser Druckmittel ist ein an allen
Stellen gleichmäßiger Andruck gesichert.
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An sich ist die Anwendung von Schwammgummi zum Andrücken von Einwickelmaterial
an empfindliche Gegenstände bereits bekannt.
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Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Abb. r zeigt eine Seitenansicht des Abnehmers und des mit der gepolsterten
Walze zusammenarbeitenden gepolsterten Transport-Bandes. Die über dem Abnehmer angeordnete
Anlegevorrichtung ist der Einfachheit halber weggelassen.
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Abb. 2 zeigt die Stirnansicht dieser Vorrichtung und Abb. 3 die Draufsicht.
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Die Anlegevorrichtung kann beispielsweise aus einem Gummischlauch
bestehen, durch welchen der einzuwickelnde Gegenstand zusammen mit dem Einschlagmaterial,
z. B. Stanniol, mittels eines Stempels hindurchgedrückt wird. Das Einschlagmaterial
legt sich dabei dicht gegen die Unter- und die Seitenflächen des Gegenstandes und
zugleich gegen die Seitenflächen des Stempels.
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In einiger Entfernung von dieser Matrize ist der geteilte Abnehmer
a angeordnet, der mit einer ungefähr dem Querschnitt des Gegenstandes entsprechenden
Aussparung versehen ist, die mit einer elastischen Ausfütterung b (Abb. 3) ausgepolstert
ist. Der eine Teil a, des Abnehmers ist an dem starr mit der Unterlage verbundenen
Böckchen c befestigt. Der andere Teil a. des Abnehmers ist an dem Hebel d befestigt,
der um den Bolzen f schwingbar gelagert ist. An dem Hebel d ist eine kurvenförmige
Anlauffläche b befestigt, auf welche die Rolle l2 einwirkt. Diese Rolle lz ist an
der senkrechten Stütze i gelagert, die ihrerseits wieder starr mit dem Hebel k verbunden
ist. Der Hebel k ist um den Bolzen l schwingbar auf der Unterlage gelagert, er wird
mittels des auf die Rolle m des Hebels k einwirkenden Nockens 7a in Abhängigkeit
von der Bewegung des obenerwähnten Stempels in Schwingungen versetzt.
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Bei der Abwärtsbewegung des Hebels k verdrängt die Rolle h die kurvenförmige
Anlauffläche g und damit den Hebel d, so daß dieser um seinen Lagerbolzen f schwingt.
Infolge dieser Bewegung öffnet sich der Abnehmer a.
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Der infolge des seitlich an den Stempel angelegten Einschlagmaterials
noch am Stempel haftende Gegenstand, der aus der elastischen Matrize austritt, tritt
nunmehr in den geöffneten Abnehmer hinein. Sobald der Stempel
seine
tiefste Lage erreicht hat, schließt sich durch Hochgehen des Hebels k der Abnehmer
unter der Wirkung der Feder o, so daß der einzuwickelnde Gegenstand vom Greifer
infolge der weichen Auspolsterung des Abneh-'° mers sanft, aber unverrückbar erfaßt
wird.
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Über dem Abnehmer a sind auf der Zeichnung nicht dargestellte Walzen
angeordnet, und zwar vier Walzen, von denen zuerst eine Walze sich von links nach
rechts (Abb. r) über die Oberfläche des einzuwickelnden Gegenstandes bewegt, um
den linken hochstehenden Rand des Einschlagmaterials an die Oberfläche des Gegenstandes
anzulegen. Nach dem Zurückbewegen dieser Walzen bewegen sich zwei Walzen, und zwar
eine von vorn nach hinten und die andere von hinten nach vorn über die Grundfläche
des Gegenstandes, um die Seitenränder anzulegen. Nach Zurückführung dieser Walzen
bewegt sich die vierte von rechts nach links über die Oberfläche des Gegenstandes,
um den rechten Rand anzulegen.
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Nachdem so der Umschlag vollkommen geschlossen ist, wird durch Einwirkung
des Nockens fiz auf die Rolle in. wieder der Hebel k nach abwärts bewegt und dadurch
der Abnehmer a geöffnet. Er gibt den eingewickelten Gegenstand frei, so daß dieser
Gegenstand auf das Transportband p herabfallen kann. Dieses Transportband p ist
mit Schwammgummi gepolstert; über dem Transportband ist eine Rolle q angeordnet,
die gleichfalls im wesentlichen aus Schwammgummi besteht. Diese Walze ist an sich
zylindrisch gestaltet. Die jeweils mit dem Band in Berührung befindliche Stelle
ist aber, wie Abb. r erkennen läßt, flach gedrückt. Der Gegenstand wird durch das
Transportband p zwischen Transportband und Walze eingeführt. Diese beiden Körper
legen sich dicht um den einzuwickelnden Gegenstand herum, so daß das Einschlagmaterial
an allen Stellen, gleichgültig, ob sie erhaben oder vertieft sind, dicht an den
Gegenstand angepreßt wird, ohne daß aber, selbst bei empfindlicher Natur des Gegenstandes,
eine Verletzung desselben eintritt. Nachdem die Gegenstände unter der Walze q hindurchgelangt
sind, fallen sie in einen Sammelbehälter.
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Wenn der Stempel den Gegenstand durch die zum Anlegen des Einschlagmaterials
an den Gegenstand dienende Matrize von unten nach oben hindurchführt, wird der Abnehmer
a oberhalb der Matrize angeordnet. In diesem Fall sind vorteilhaft mehrere Abnehmer
an einem Armkreuz angeordnet. Nachdem einer dieser Abnehmer, der .sich gerade über
der Matrize befindet, den Gegenstand aufgenommen hat, wird das Armkreuz gedreht,
so daß der nächste Abnehmer über die Matrize gelangt, während der beschickte Abnehmer
über die oben beschriebenen, zum Anlegen der abstehenden Ränder dienenden Walzen
gelangt, die nunmehr an der Unterseite des Abnehmers wirken. Nach Beendigung der
Einwirkung dieser Walzen wird wieder der Abnehmer geöffnet, so daß der einzuwickelnde
Gegenstand auf das Transportband p fällt, um der Einwirkung dieses Transportbandes
und der Walze q unterworfen zu werden. Die letztbeschriebene Einrichtung hat den
Vorteil, daß die beispielsweise bei den meisten Pralinen vorhandene flache Auflagefläche
stets sich unten befindet, wodurch die Zuführung und Abführung erleichtert wird.
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Die Walze q kann einfach durch Reibung vom Transportband mitgenommen
werden, sie kann aber auch zwangläufig angetrieben werden.
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Der Schwamtngummibelag des Transportbandes und der Gummiwalze muß
natürlich so stark gewählt werden, daß die einzuwickelnden Gegenstände, ohne daß
an irgendeiner Stelle ein härterer Druck entsteht, sich zur Hälfte in Transportband
und Walze eindrükkenkönnen.