DE4240125C2 - Hydraulische Absetzeinrichtung für Wechselaufbauten - Google Patents
Hydraulische Absetzeinrichtung für WechselaufbautenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Absetzeinrichtung für Wechselaufbauten
mit einer Hydraulikpumpe, vier gleichzeitig ausschwenkbaren Stützelementen und
je einem Hubzylinder auf jeder Längsseite, wobei die an einer Längsseite
liegenden Stützelemente jeweils mit Hilfe von Koppelstangen gekoppelt sind.
Vorrichtungen zum Absetzen und/oder Anheben von Fahrzeugen bzw.
Fahrzeugaufbauten sind bereits in den unterschiedlichsten Ausführungen bekannt.
So beschreibt das DE GM 7 224 013 eine Vorrichtung der o.g. Art zum Anheben
von Fahrzeugen in Form einer Hebebühne. Zum Heben und Senken der Bühne
weist diese vier gleichzeitig ausschwenkbare Stützelemente auf, wobei den
jeweils an einer Längsseite befindlichen Stützelementen nur ein doppeltwirkender
Hubzylinder zugeordnet ist. Dabei greift der Hubzylinder nur an einen
Stützelement unmittelbar an, wobei die Stützelemente untereinander mit einer
Koppelstange verbunden sind. Bei dieser Vorrichtung wird die Hub- und
Senkbewegung über einen hydraulisch betätigbaren Parallelogramm-Lenker
erreicht. Nachteilig bei dieser Lösung ist, daß über den gesamten
Bewegungsablauf zeitweise ungünstige und ungleichmäßige Kraftangriffe an den
Hubzylindern wirken können und damit das ruhige und ausgewogene Heben und
Senken des Fahrzeuges bzw. der Fahrzeugaufbauten nicht immer gewährleistet
werden kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische
Absetzeinrichtung für Wechselaufbauten der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, die mittels hydraulisch ausschwenkbaren Stützelementen eine an allen
Stützelementen gleichzeitige Höhenverstellbarkeit des Wechselaufbaus bis zur
Absenkung auf den Boden ermöglicht, wobei über den gesamten
Bewegungsablauf des Hebens bzw. Senkens annähernd gleichbleibende Kräfte an
den Hubzylindern zu gewährleisten sind. Die Verbindung zwischen
Absetzeinrichtung und Fahrgestell soll konstruktiv einfache und automatisch
wirkende Verriegelungselemente aufweisen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe im wesentlichen durch die Merkmale des
Hauptanspruchs 1 gelöst.
Die Hubzylinder sind durch eine Regeleinrichtung gleichmäßig mit Druckmittel
beaufschlagt. An jedem ausschwenkbaren Stützelement ist ein
Verriegelungssystem
derart angebracht, daß beim Ein- beziehungsweise Ausschwen
ken der Stützelemente eine Ver- beziehungsweise Entriege
lung des Wechselaufbaus mit dem Fahrgestell erfolgt.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
naher erläutert werden.
Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine hydraulische Absetzeinrichtung mit inte
griertem Hebelsystem in angehobenem und abgesenk
tem Zustand,
Fig. 2 eine Ausführungsform nach Fig. 1 der Kopplung von
Zwischenhebel und ausschwenkbarem Stützelement,
Fig. 3 die vollständige Absetzeinrichtung mit Anordnung
von Stützelementen und Hebelsystem in einem Wech
selrahmen und
Fig. 4 ein ausschwenkbares Stützelement mit Anordnung
eines Verriegelungselementes.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist die Seitenansicht
einer hydraulischen Absetzeinrichtung mit ausschwenkbaren
Stützelementen 2, welche über Zwischenhebel 3, 4 mit einem
doppelt wirkenden Hubzylinder 8 gekoppelt sind, darge
stellt. Jedes Stützelement ist schwenkbar über ein Stützla
ger 10 mit dem Wechselrahmen 1 verbunden und weist einen
schwenkbaren Stützfuß 14, eine Gleitbahn 13 und eine Füh
rung 12 auf. Die Kopplung zwischen Stützelement 2 und vor
deren Zwischenhebel 3 bzw. hinteren Zwischenhebel 4 wird
über ein Gleitelement 11, welches in der Führung 12 geführt
wird, erreicht. Das Gleitelement ist jeweils am Ende des
langen Schenkels 6 der Zwischenhebel 3 und 4 angeordnet und
kann sowohl drehbar als Rolle als auch als reine Gleitfüh
rung ausgelegt sein.
Am kurzen Schenkel 5 des vorderen Zwischenhebels 3 ist der
Hubzylinder 8 im Gelenkpunkt 17 und die Koppelstange 15 in
Koppelpunkt 16 gelenkig angeordnet. Die Koppelstange 15
dient als Verbindung zwischen vorderem Zwischenhebel 3 und
hinterem Zwischenhebel 4. Sie ist an ihrem anderen Ende in
den Koppelpunkt 16 am kurzen Schenkel 5 des hinteren Zwi
schenhebels 4 gelenkig angebracht.
Wirkungsweise: Ausgangspunkt ist der abgesenkte Zustand,
dargestellt in Strich-Strichform. Wird der Hubzylinder 8,
der sich im Zylinderlager 9 abstützt, mit Druck beauf
schlagt, erfolgt eine Schwenkbewegung des vorderen Zwi
schenhebels 3 um das Hebellager 7.
Über das Gleitelement 11 wird die Kraft über die Gleitbahn
13 in das Stützelement 2 eingeleitet. Das im abgesetzten
Zustand waagerecht liegende Stützelement 2 beginnt um das
Stützfußlager 18 und das Stützlager 10 zu schwenken und
sich aufzurichten.
Durch Verbindung von vorderem und hinterem Zwischenhebel 3;
4, mittels Koppelstange 15 wird ein gleichmaßiges Anheben
des vorderen und hinteren Stützelementes 2 erreicht und
eine Parallelführung des Wechselrahmens 1 realisiert. Wäh
rend des Hubvorganges bewegt sich das Gleitelement 11 ent
lang der Gleitbahn 13 in Richtung Stützlager 10.
Das Heranziehen der Stützelemente 2 erfolgt bei Schwenkbe
wegung der Zwischenhebel 3; 4 nach rechts durch Anlage und
Bewegung des Gleitelementes 11 in der Führung 12. Umgekehrt
erfolgt das Absenken der Stützelemente 2 aus dem Transport
zustand.
Heben und Senken sowie die Verriegelung mit dem Fahrzeug
erfolgen selbsttätig.
In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform der Kopplung von
vorderem Zwischenhebel 3 und Stützelement 2 dargestellt.
Als Verbindung wird eine Strebe 20 verwendet, die zum einen
über das Gelenk 19 mit dem langen Schenkel 6 des Zwischen
hebels 3 und zum anderen über das Lager 21 mit dem Stütz
element 2 gelenkig verbunden ist. Der lange Schenkel 6 und
Strebe 2 wirken als Kniegelenk und ersetzten, wie in Fig. 1
dargestellt, Gleitelement 11 und Führung 12.
Fig. 3 zeigt die vollständige Absetzeinrichtung in angeho
benem Zustand. Die Lager der Stützelemente in Transport
stellung bzw. abgesenktem Zustand sind in Strich-Strichform
dargestellt. Die Stützelemente 2 sind ausgeschwenkt und
weisen eine definierte Schrägstellung auf.
Jedes Stützelement 2 besitzt ein Schwenkrohr 27, daß in
einem Stützlager 10, bestehend aus einem inneren Lager 25
und einem äußeren Lager 26 geführt ist. Beide vorderen und
beide hinteren Stützlager 10 sind unsymmetrisch in Längs
richtung des Wechselrahmens 1, d. h. in Fahrtrichtung defi
niert nach vorn versetzt, angeordnet.
Es sind die jeweils beiden linken und die beiden rechten
Stützelemente 2 über die Zwischenhebel 3; 4 mit je einem
doppelwirkenden Hubzylinder 8 gekoppelt.
Beide Hubzylinder 8 werden mittels einer Pumpe 22 über ein
Schaltventil 23 und ein Ventil 24 mit Druck beaufschlagt.
Dabei werden mit Schaltventil 23 die Vorgänge Heben und
Senken geregelt und mit Ventil 24 die gleichmäßige Vertei
lung des Volumenstromes auf beide Hubzylinder 8 erreicht.
Damit wird ein gleichmäßiges Anheben oder Absenken aller 4
Stützelemente 2 erreicht.
Ist der Wechselaufbau 30 von einem Fahrzeug abgesetzt, dann
erlaubt die erfindungsgemäße Lösung eine Regulierung der
Ladehöhe bis hin zur vollständigen Bodenabsenkung.
Das stellt einen wesentlichen Vorteil dar, vor allem dann,
wenn der Wechselaufbau 30 zwecks Be- oder Entladung in die
gewünschte Höhe gebracht werden soll. Mit Anordnung der
Pumpe 22 und des Schaltventils 23 ist eine zentrale Bedie
nung mit einfachem und geringem Bedienaufwand realisiert.
Da die gesamte Hydraulik am Wechselaufbau 30 installiert
ist, ergibt sich keine Abhängigkeit zur Ausstattung des
Trägerfahrzeuges.
Einen weiteren Vorteil dieser Absetzeinrichtung stellt die
automatische Ver- und Entriegelung des Wechselaufbaus mit
dem Fahrgestell dar. Das geschieht mittels eines Verriege
lungshakens 28, der jeweils am inneren Ende des Schwenk
rohres 27 befestigt ist.
Nähere Beschreibung siehe Seite 4.
Es wird damit eine wesentliche Verringerung des Bedienauf
wandes beim Wechselvorgang erreicht.
In Fig. 4 ist ein einzelnes Stützelement 2 mit Schwenkrohr
27, einem inneren Lager 25 und einem äußeren Lager 26 dar
gestellt, an dessen innerem Ende ein Verriegelungshaken 28
befestigt ist. Beim Ausschwenken der Stützelemente 2 voll
zieht dieser die gleiche Schwenkbewegung und gibt somit den
Verriegelungsbolzen 29 frei, der sich am Fahrgestellrahmen
31 befindet. Wird das Stützelement 2 eingeschwenkt, greift
der Verriegelungshaken 28 unter den Verriegelungsbolzen 29
und verriegelt den Wechselaufbau 30 mit dem Fahr
gestellrahmen 31.
Claims (7)
1. Hydraulische Absetzeinrichtung für Wechselaufbauten mit
einer Hydraulikpumpe (22), vier gleichzeitig ausschwenkbaren
Stützelementen (2) und je einem Hubzylinder (8) auf jeder
Längsseite, wobei die an einer Längsseite liegenden Stütz
elemente (2) jeweils mit Hilfe von Koppelstangen (15) gekop
pelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Längsseite
die Verbindung der Stützelemente (2) und der Koppelstange
(15) über zwei ungleicharmige Zwischenhebel (3, 4) erfolgt,
wobei die kurzen Schenkel (5) der Zwischenhebel (3, 4) zu den
langen Schenkel (6) um kleiner als 90° versetzt angeordnet
sind, daß die Koppelstange (15) an den kurzen Schenkeln (5)
beider Zwischenhebel (3, 4) angreift, die Stützelemente je
weils mit dem langen Schenkel (6) eines der beiden Zwi
schenhebel (3, 4) gekoppelt sind und der Hubzylinder (8) am
kurzen Schenkel (5) eines der beiden Zwischenhebel (3, 4) an
greift.
2. Hydraulische Absetzeinrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die langen Schenkel (6) der Zwi
schenhebel (3, 4) an ihren Enden je ein Gleitelement (11)
aufweisen, das über eine Führung (12) und eine Gleitbahn
(13) des Stützelementes (2) mit diesem verbunden ist.
3. Hydraulische Absetzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gleitbahn (13) des Stützelementes
(2) als Schräge ausgeführt ist und die Führung (12) des
Stützelementes (2) parallel zur Gleitbahn (13) verläuft.
4. Hydraulische Absetzeinrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die langen Schenkel (6) der Zwi
schenhebel (3, 4) an ihrem Ende je ein Gelenk (19) aufweisen,
in welchem eine Strebe (20) gelagert ist, die über ein Lager
(21) des Stützelementes (2) mit diesem verbunden ist.
5. Hydraulische Absetzeinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Stützelement mit
tels eines Schwenkrohres (27) in einem aus einem inneren La
ger (25) und einem äußeren Lager (26) bestehenden Stützlager
(10) schwenkbar gelagert wird
6. Hydraulische Absetzeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Stützelement (2) am inneren Ende
des Schwenkrohres (27) einen Verriegelungshaken (28) auf
weist, der sich beim Ein- beziehungsweise Ausschwenken des
Stützelementes (2) in Verbindung mit einem am Fahrgestell
rahmen (31) angeordneten Bolzen (29) in einer Verriegelungs
beziehungsweise Entriegelungsstellung befindet.
7. Hydraulische Absetzeinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Stützele
mente (2) einen im Stützfußlager (18) schwenkbar angeordne
ten Stützfuß (14) aufweist.
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Publications (2)
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