DE423943C - Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke - Google Patents

Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke

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DE423943C
DE423943C DEST37773D DEST037773D DE423943C DE 423943 C DE423943 C DE 423943C DE ST37773 D DEST37773 D DE ST37773D DE ST037773 D DEST037773 D DE ST037773D DE 423943 C DE423943 C DE 423943C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B21/00Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills
    • B21B21/06Devices for revolving work between the steps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)

Description

  • Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwerke. Speisevorrichtungen für Pilgerschrittwalzwerke, die aus einem Walzensatz zum Vorschub des Dornes und Werkstückes bestehen, sind bekannt. Diese Walzensätze liegen aber immer in einer Ebene, so daß immer nur eine geradlinige Bewegung des Dornes und Walzgutes gegen die Pilgerwalzen erfolgt.
  • Die Erfindung betrifft eine Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwerke, bei welchen durch den Walzensatz nicht nur die geradlinige Bewegung, sondern zugleich auch die erforderliche Drehbewegung des Werkstückes und Dornes erfolgen soll. Diese kombinierte Bewegung wird erzielt durch die Anordnung eines Schrägwalzwerkes.
  • Bekanntlich findet im Schrägwalzwerk neben der Vorwärtsbewegung des Walzgutes gleichzeitig eine Drehung desselben statt. Je nach der Schrägstellung der Walzen des Schrägwalzwerkes erfolgt bei der Vorwärtsbewegung eine kleinere oder größere gleichzeitige Drehbewegung. Man ist also nunmehr in der Lage, durch geeignete Schrägstellung der Walzen diejenige Drehung des Walzgutes auf dem Speisewege zu erhalten, welche für das Walzgut erforderlich ist.
  • Da bei dem Arbeitsgang der Pilgerwalzen die Schrägwalzen sich so weit öffnen, daß der Dorn bzw. dessen Verlängerung mit den Schrägwalzen außer Berührung ist, so sind weitere Widerstände wie die Massen von Arbeitsstück und Dornstange nicht zu überwinden. Es ist dieser Punkt von Bedeutung, besonders beim Walzen dünner Wandstärken, welche sich gern beim Aufwalzen auf dem Dorn aufeinanderschieben, wenn große Widerstände zu überwinden sind.
  • Das Schrägwalzwerk erhält seinen Antrieb von der Pilgerwalzenantriebswelle. Getrieben werden hierdurch sowohl die Wellen, welche vermittels konischer Räderpaare die Schrägwalzen in Drehung versetzen, als auch die Daumenwelle, welche das öffnen und Schließen der Kaliber der Schrägwalzen besorgt.
  • Der Drehsinn der Schrägwalzen ist immer der Pilgerwalze zugekehrt. Die Daumen der Daumenwelle heben und senken Stößel. welche im Gestell angeordnet sind. Diese Stößel tragen Winkelhebel, welche auf die Schwingen des Schrägwalzwerkes derart einwirken, daß beim Heben der Stößel die Schrägwalzen, welche auf den Schwingen angeordnet sind, sich voneinander entfernen, beim Senken der Stößel sich aber wieder einander nähern. Letzteres wird durch Federn bewirkt, welche von der den Winkelhebeln entgegengesetzten Seite auf die Schwingen einwirken. Die Daumen sind derart eingestellt, daß die Schwingen bzw. Schrägwalzen ihre größte Entfernung voneinander während des Arbeitsganges der Pilgerwalzen und ihre größte Annäherung während des Leerlaufes der Pilgerwalzen haben.
  • Die Stößel ruhen mit Keilflächen auf entsprechenden Keilflächen einer Schiene, durchdringen aber mit ihrem mittleren Teil diese Schiene. Dieser mittlere Teil des Stößels ruht auf einem Rollenkasten, welcher die Verbindung mit dem Daumen herstellt. Diese Verbindung besteht, wenn die Keilschiene ausgefahren ist, und es erfolgt dann ein ununterbrochenes öffnen und Schließen der Schrägwalzen. Um die Schrägwalzen in ihrer Leerlaufstellung, also in ihrer größten Entfernung voneinander, dauernd festzuhalten, wird die Keilschiene hydraulisch, durch Druckluft usw. wieder eingefahren. Hierdurch werden die Stößel so weit gehoben, daß die Verbindung zwischen Rollenkasten und Stößel dauernd unterbrochen wird.
  • Zum Abstreifen des fertigen Rohres dient eine bekannte hydraulische Anordnung. Nach Einführung des Dornes in das Walzgut und bei Beginn der Walzung sind Dorn und Walzgut noch nicht fest verbunden.
  • Um eine Veränderung der Lage des Werkstückes zum Dorn zu verhüten, ist ein Schieber angeordnet, welcher durch Hebel und Feder betätigt wird. Beim Einführen des Dornes in das Werkstück, welches durch die Schrägwalzen bei gleichzeitigem Nachdrücken des Abstreifschlittens erfolgt, wird im geeigneten Augenblick durch einen Anschlag, welcher am Abstreifschlitten befestigt ist, durch Hebel und Zugstange der Schieber aus seiner Rast ausgelöst. Die Feder, welche den Schieber beeinflußt, wirft diesen gegen das Werkstück und dadurch letzteres gegen die Pilgerwalzen. Der Arbeitstisch, welcher am Schieber elastisch aufgehängt ist, senkt sich gleichzeitig.
  • Der Schieber bleibt nun fest mit dem Werkstück verbunden und macht die Bewegungen des Werkstückes so lange mit, bis letzteres durch seine allmähliche Verkürzung beim Rückwärtsgang den Schieber nicht mehr trifft. Durch die Federwirkung bleibt nunmehr der Schieber in seiner Stellung nächst der Pilgerwalze liegen. Ist die Walzung vollendet, so wird die Keilschiene des Schrägwalzwerkes eingefahren und gleichzeitig der hydraulische Abstreifzylinder in Tätigkeit gesetzt. Beim Zurückziehen des fertiggepilgerten Rohres legt sich der Kopf des letzteren gegen den Schieber. Der Schieber wird in seine Anfangslage vor Beginn des Pilgeras zurückgeholt-und durch seine Rast in dieser wieder festgehalten. Gleichzeitig dient der Schieber als Abstreifer, um das Rohr von der Dornstange zu entfernen.
  • Da der Arbeitstisch mit dem Schieber durch eine federnde Zugstange verbunden ist, hat dieser Tisch an der Bewegung des Schiebers teilgenommen und seine alte Lage zur Aufnahme eines neuen Werkstückes wieder eingenommen.
  • In der Zeichnung stellt Abb. i eine Gesamtansicht der Speisevorrichtung, Abb.2 einen Längsschnitt und Abb. 3 einen Querschnitt durch das Schrägwalzwerk dar.
  • 4. ist das zu bearbeitende Werkstück, 5 der wegschwingbare Arbeitstisch. 6 ist der Schieber, welcher bei Beginn der Walzung die hin und her gehende Bewegung des Werkstückes mitmacht zwecks Verbindung des Werkstückes mit dem Dorn. Die elastische Verbindung 7 zwischen Arbeitstisch 5 und Schieber 6 dient dazu, den Arbeitstisch in seiner Anfangsstellung festzuhalten, wenn der Schieber seineAnfangsstellungwieder erreicht hat. Der Hebel 8 ist in seinem Drehpunkt 9 gelagert und durch den Bolzen io .mit dem Schieber 6 verbunden. Die Feder i i wirkt an dem entgegengesetzten Ende des Hebels 8 und sucht, den Schieber 6 in Richtung der Pilgerwalzen vorzutreiben. Die Rast 12 läßt dieses in ihrer Ruhestellung nicht zu, da sie sich gegen das feste Widerlager 13 stützt. Beim Vorgang des Abstreifschlittens 14. trifft der Anschlag 15 gegen den Hebel 16. Dieser Hebel wirkt auf die Zugstange 17, die Winkelhebel 18 und i9 und löst dadurch die Rast 12 aus. Durch Feder i i und Hebe18 wird der Schieber 6 in Richtung der Pilgerwalzen nunmehr vorgeworfen, wobei sich der Arbeitstisch 5 senkt.
  • Die Daumenwelle 2o erhält ihren Antrieb vermittels Stirnräder 21, 22 und 23 und konischer Räder 2.4 und 25 von der Pilgerwelle. Sie vermittelt gleichzeitig durch Stirnräder 26 und 27 den Antrieb der Wellen 28 des Schrägwalzwerkes. -Durch konische Räder 29 und 30 werden die Wellen getrieben, welche die Schrägwalzen 31 und 32 tragen. Auf der Daumenwelle 2o sind die Daumen 33 und 34 befestigt. Die Rollenkästen 35 und 36 ruhen mit ihren Rollen 37 und 38 auf den Daumen. Darüber befinden sich die Stößel 39 und 4.o, auf welchen sich der eine Flügel der Winkelhebel 4.1 und q.2 stützt. Der andere Flügel der Winkelhebel drückt gegen die Schwingen 43 und 44 des Schrägwalzwerkes. Die Federn 45 und 46 wirken entgegen den Winkelhebeln auf die Schwingen ein. 47 ist die Keilschiene, «-elche von dem Zylinder 48 die Verschiebung nach beiden Richtungen erhält. 49 ist der Rückzugzy linder zum Abstreifen des fertigen Rohres, 5o der Hohlkolben, am Abstreifschlitten befestigt, welcher durch den in diesen eintauchenden Hohlkolben 51, am Gestell 52 befestigt, konstantes Druckwasser erhält.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwerke, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzdorn mit Werkstück vermittels Schrägwalzwerkes den Arbeitswalzen zugeführt wird, wodurch neben der Vorwärtsbewegung gleichzeitig die gewünschte Drehung von Dorn und Werkstück bewirkt wird.
  2. 2. Ausführungsform a der Speisevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen des Schrägwalzwerkes durch Daumenweile, Hebel und Druckfedern beeinflußt werden, derart, daß beim Speisen die Schrägwalzen an die Dornstange oder deren Verlängerung zum Mitnehmen derselben fest angepreßt werden, dagegen während der Bearbeitung des Werkstückes durch die Pilgerwalzen die Schrägwalzen sich so weit voneinander entfernen, daß Dornstange und Verlängerung sich frei zwischen den Schrägwalzen bewegen können.
  3. 3. Ausführungsform der Speisevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf der Dornstange ein Schieber (6) befindet, welcher durch Feder usw. gegen das Werkstück gepreßt wird und so lange mit dem Werkstück die hin und her gehende Bewegung mitmacht, bis der volle Aushub des Werkstückes erfolgt bzw. das Werkstück um so viel verkürzt ist, daß es den Schieber nicht mehr trifft, zwecks Festhaltens des Werkstückes auf dem Dorn und dadurch sicherer Mitnahme des Dornes bei der hin und her gehenden Bewegung des Werkstückes.
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