DE423755C - Verfahren zur Gewinnung von technisch wertvollen Produkten aus Schwefelbarium - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von technisch wertvollen Produkten aus Schwefelbarium

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DE423755C
DE423755C DER56742D DER0056742D DE423755C DE 423755 C DE423755 C DE 423755C DE R56742 D DER56742 D DE R56742D DE R0056742 D DER0056742 D DE R0056742D DE 423755 C DE423755 C DE 423755C
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Rhenania Verein Chemischer Fabriken AG
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FRIEDRICH RUESBERG DR
Rhenania Verein Chemischer Fabriken AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/64Thiosulfates; Dithionites; Polythionates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von technisch wertvollen Produkten aus Schwefelbarium. Bekanntlich verarbeitet man Rolischwefelbarium in der Weise, daß man seine Lösung mit Kohlensäure behandelt und den alsdann entstehenden Schwefelwasserstoff zu elementarem Schwefel bzw. Schwefelsäure nach dem Verfahren von C h a n c e - C 1 a u s verbrennt.
  • Dies setzt das Vorhandensein einer Apparatur zur Verbrennung des Schwefelwasserstoffes voraus.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diese Verbrennung vollkommen umgehen und somit auf die dazu notwendige Apparatur verzichten kann, wenn man den Sch"vefelwasserstoff z. B. nach dem Verfahren des Patents 370593 oder sonstigen geeigneten Verfahren auf Alkalithiosulfat verarbeitet. Man kann in der Weise vorgehen, daß man das Rohschwefelbarium zunächst mit Wasser auslaugt und die erhaltene Schwefelbaritunlauge mit Kohlensäure behandelt. Der entstehende Schwefelwasserstoff wird alsdann z. B. nach einer Ausführungsform des Verfahrens des genannten Patents in einer Lösung von Alkalisulfit undAlkalibisulfit aufgefangen, und man erhält eine reine Lösung von Alkalithiostilfat.
  • Das bei diesemVerfahren anfallende Bariumcarbonat kann entweder als solches Verwendung finden oder auf andere Bariumpräparate verarbeitet werden. Eine vorteilhaftere Ausführungsform besteht darin, daß man das Rohschwefelbarium nicht erst auslaugt, sondern direkt mit geeigneten Säuren, z. B. Salz-s iiure, verdünnter Salpetersäure oder anderen ähnlich wirkenden Stoffen, wie z. B. Chlormagnesium, zersetzt. Man hat dabei noch den Vorteil, daß man auch das Barium in Form von Bariumsalz gewinnt, «-elches in dem Rohschwefelbarium als Bariumsilikat bzw. Aluminat und Bariumcarbonat vorhanden ist. Der bei der Zersetzung mit den Säuren entstehende Schwefelwasserstoff wird darauf in gleicher Weise, wie oben angegeben, auf Alkalithiosulfat verarbeitet. Ausführungsbeispiele. i. Man suspendiert 125o kg Rohschwefelbarium in einem geschlossenen Rührwerk in der berechneten Menge heißen Wassers und läßt alsdann die berechnete Menge Salzsäure in gleichmäßigem Strome zufließen. Den entstehenden Schwefelwasserstoff leitet man in Türme, die mit einer Alkalisulfit und Alkalibisulfit enthaltenden Lauge berieselt werden. Man gewinnt auf diese Weise i 5oo kg Chlorbarium und rund i Zoo kg N atriumthiosulfat.
  • 2. Man erzeugt in der gleichen Weise, wie in dem Beispiel i angegeben, Schwefelwasserstoffgas und leitet dieses Gas bei einer Temperatur von etwa 300° über pulverförmiges Schwefelnatrium, wie man es nach dem Verfahren der Patentschrift 231991 erhält. Dabei entsteht Natriumhvdrosulfid, welches man durch nachfolgendes Überleiten von Luft bei einer Temperatur von i5o° nach dein Verfahren der Patentschrift 194881 in Natriumthiosulfat überführt. Zweckmäßig arbeitet man in der Weise, daß man den ganzen Prozeß, sowohl Absorption wie Oxydation, in einem Arbeitsgange durchführt, was sich leicht bewerkstelligen liißt. Man kann sich 7.B. einer Apparatur bedienen, in der das pulverförmige Schwefelnatrium (lern schwefelwasserstoffhaltigen Gasstrom entgegenbewegt wird. Das dabei entstehende \ atrittrnhv(Irosttlfid wird nun in eine zweite, ähnliche Apparatur übergeführt, in der es Bei derReaktionstemperatur clem Luftstrome entgegen bewegt wird.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE'. i. Verfahren zur Gewinnung von technisch wertvollen Produkten aus Schwefel-Barium, dadurch gekennzeichnet, daß man Rohschwefelbarium mit geeigneten Säuren oder ähnlich wirkenden Stoffen zersetzt und den dabei entstehenden Schwefelwasserstoff auf Alkalithiosulfat verarbeitet.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Zersetzung des Rolischwefelbarituns Salzsäure oder verdünnte Salpetersäure verwendet und den entstehenden Schwefelwasserstoff zwecks Gewinnung von Alkalithiosulfat nach dem Verfahren des Patents 370593 in einer aus Alkalisulfit und Alkalibisulfit bestehenden Lauge auffingt.
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