DE42271C - Drahtspannmaschine - Google Patents

Drahtspannmaschine

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DE42271C
DE42271C DENDAT42271D DE42271DA DE42271C DE 42271 C DE42271 C DE 42271C DE NDAT42271 D DENDAT42271 D DE NDAT42271D DE 42271D A DE42271D A DE 42271DA DE 42271 C DE42271 C DE 42271C
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wires
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Application number
DENDAT42271D
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English (en)
Original Assignee
J. B. EVANS in Mobus, Cap-Colonie, Süd-Afrika
Publication of DE42271C publication Critical patent/DE42271C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16G—BELTS, CABLES, OR ROPES, PREDOMINANTLY USED FOR DRIVING PURPOSES; CHAINS; FITTINGS PREDOMINANTLY USED THEREFOR
    • F16G11/00—Means for fastening cables or ropes to one another or to other objects; Caps or sleeves for fixing on cables or ropes
    • F16G11/12—Connections or attachments, e.g. turnbuckles, adapted for straining of cables, ropes, or wire

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Drahtspannmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Anordnung von Drahtzäunen, sowie auf das Verfahren und die Vorrichtungen zur Herstellung derselben.
Die Drahtzäune werden gegenwärtig meistens dadurch hergestellt, dafs man eine Reihe von Drähten von Hand abwickelt, dieselben durch eine Streckmaschine gehen läfst, dann einzeln mittelst Spannpfosten oder Ständer spannt und letztere dann als Bestandtheil des Zaunes stehen läfst. Die Drahtenden werden an einem tief in die Erde versenkten Endstück befestigt, während die entgegengesetzten Drahtenden an den Rollen des Spannpfostens befestigt werden. Der Draht wird dann aufgewunden, mittelst eines Hebels angespannt und durch einen Sperrhaken in seiner Stellung erhalten.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die . jetzt gebräuchlichen theueren Spannpfähle entbehrlich zu machen, die Drähte rasch mittelst Zugthiere abzuwickeln und mittelst eines tragbaren, leicht am Boden zu befestigenden Apparates anzuspannen. Ferner bezweckt die; vorliegende Erfindung, beliebig lange Drähte; anzuwenden und dieselben so durch Ständer1 oder Pfosten zu unterstützen, dafs die Drähte sich beim Spannen derselben, frei an den Pfosten bewegen können. Kurz gesagt, der Zweck der Erfindung besteht in der Anwendung neuer Verfahren, durch welche die Arbeit und die Kosten der Aufstellung und Instandhaltung von Zäunen bedeutend reducirt wird.
Die Beschreibung erklärt mit Hülfe der Zeichnungen zuerst die verschiedenen Vorrichtungen zur Herstellung eines Zaunes nach der neuen Anordnung, und hierauf die Herstellung des Zaunes selbst.
Fig. i, Blatt I, zeigt die einfachste Form des Drahtspannapparates, der entweder von Holz oder Eisen construirt sein kann und sich mit den Enden al gegen zwei in den Boden getriebene Pfosten stützt. Die letzteren werden hinten von einem (oder mehreren) Pfosten gehalten. Eine Kette oder ein Seil wird an den Rollen bei α2 befestigt. Sind diese Rollen von Holz, so werden dieselben mittelst zweier Stangen gedreht, welche durch entsprechende, an den Enden a3 und ai befindliche Löcher gesteckt sind. Sind die Rollen von Eisen, so werden für diesen Zweck zwei lange Schlüssel gebraucht, deren Enden wie bei 64, Fig. 2, Blatt I, gestaltet sind. Durch das Drehen der Spannrollen wird das Seil aufgewunden und dem daran befestigten Draht die gewünschte Spannung ertheilt.
Fig. 3, Blatt I, stellt eine stärkere Maschine dar, welche im Stande ist, gleichzeitig mehrere Drähte zu spannen. Diese Maschine hat ein Rad mit einer entsprechend eingeschnittenen Rinne zur Aufnahme der Kette c\ ferner einen Hebel c2, Sperrhaken cs und Sperrrad c4, welche Theile so angeordnet sind, dafs durch Drehen des Hebels c2 die Kette c1 bewegt wird. Der Rahmen c15, welcher die Achse c19 der Kettenrolle trägt, wird mittelst eines Hakens c7 an dem Querstück c8 befestigt, welch letzteres mittelst Stellschrauben c'21 an den Pfosten c!l und c'° verstellbar ist. Letztere werden auf gleiche Weise 'im Boden befestigt, wie die bei Fig. 1 erwähnten Pfosten. cn und c12, Fig. 31, sind zwei auf Achsen c13
und c16 drehbare und zur Führung der Kette c1 dienende Rollen, c18 ist die Führungsrinne dieser Rollen, c27 der Drehzapfen des Hakens c7. Die Kette wird zuerst mittelst des Hebels c2 angezogen und nachher durch Aufstecken eines Schlüssels b'2 auf das Ende des Hebels c'2 ein längerer Hebelarm erzielt.
Fig. 3 3, Blatt I, zeigt ein weiteres Mittel, um die Stellung des Apparates der Richtung der Kette cl anzupassen. Statt den Rahmen c15 durch Haken c7 und flache Pfosten c10 zu befestigen, ist derselbe um einen Bolzen c'2'1 drehbar und dieser Zapfen in einer um den runden Pfosten c24 drehbaren Hülse c23 gelagert. Die Hülse stützt sich auf einen Stellring c25, welcher an dem Pfosten c24 verschiebbar und mittelst der Schraube c26 festgehalten ist.
Fig. 5, Blau I, zeigt eine noch stärkere Maschine zum gleichzeitigen Anspannen von mehreren Drähten. Dieselbe hat einen Hülfsmechanismus, mittelst welchen der schwache Draht ebenso schnell gespannt werden kann, als bei Fig. 3, und ist im übrigen einem Differential-Flaschenzuge ähnlich, e1 ist ein gewöhnliches Handkettenrad; e2 ist die feste und e3 die bewegliche Differentialrolle. Die Rollen el und e3 sind am Umfange mit gewöhnlichen Sperrzähnen, und die Rolle e2 ist mit viereckigen Zähnen versehen. An e3 sitzt die gewöhnliche Kettenrolle e4 für die Spannkette, an welcher die zu spannenden Drähte befestigt werden, e5 ist eine Führungsrolle für die Spannkette. Auf der Hauptachse sitzt der Gabelhebel ee, welcher die abwechselnd in die Räder e1 und e3 eingreifenden Sperrhaken e7 und es trägt. Zwei weitere Sperrhaken e10 und e11 sind am Rahmen efl drehbar. Der andere greift in das Rad e2 und der letztere in das Rad e3. Die Pfosten e12 werden ebenso, wie bei Fig. 1 angegeben, im Boden befestigt. e13 ist eine Stellschraube, um den Apparat auf der gewünschten Höhe festzustellen.
Bei Anwendung des Apparates wird der Sperrhaken e" mit dem Rade ea in Eingriff und gleichzeitig der Haken e10 aufser Eingriff gesetzt; ebenso wird e7 in Eingriff mit e3 gehalten und gleichzeitig e8 aufser Eingriff gesetzt. Bei der Bewegung des Hebels e6 wirkt sodann der Haken e7 drehend auf das Rad e3, wodurch die Spannkette mitgenommen und der daran befestigte Draht gespannt wird. In dieser Stellung des Apparates erhält man die der Fig. 3 entsprechende schnelle Bewegung.
Um eine langsamere Bewegung zu erhalten, wird der Haken e10 mit dem Rade e2 in Eingriff gesetzt und dadurch der Haken e11 von dem Rade e3 entfernt, der Haken e8 wird mit dem Rade e1 in Eingriff und gleichzeitig e7 aufser Eingriff gesetzt, in welcher Stellung der Haken e8 durch die Feder e15 erhalten wird, während die Feder eie den Sperrhaken e10 in seiner Stellung erhält. Beim Drehen des Hebels e6 wirkt nun das Rad e' durch das Differentialgetriebe auf das Kettenrad e4 und dreht dasselbe mit geringer Geschwindigkeit, aber mit desto gröfserer Kraft.
Auf Blatt II ist in Fig. 1 ein Grundrifs und in Fig. ι' ein halber Aufrifs mit halbem Schnitt einer Trommel zum Abwickeln oder Aufwinden von Draht gezeichnet. Dieselbe besteht aus einem ringförmigen, mit vier Handgriffen α2 versehenen Rahmen α1. Die Griffe sind paarweise durch zwei Streben a3 verbunden. Stützen α4 sind an den Rahmen geschraubt, tragen je eine Scheibe alA und sind am oberen Ende mit Flügelschrauben a5 versehen, welche zur Befestigung einer Deckplatte au dienen. Die diametrale Querstrebe a1 nimmt in der Mitte eine aufrechte Spindel as auf, welche ebenfalls mit Flügelmutter versehen ist. Auf der Spindel ist eine Spule drehbar, welche behufs leichteren Transports aus Segmenten zusammengesetzt ist. Am oberen Ende hat die Spule Löcher α16, durch welche beim Aufwickeln des Drahtes eine Stange gesteckt wird. Der Rahmen ist ferner mit Augen α12 versehen, mittelst welcher der Apparat an einem Pfosten befestigt wird, so dafs derselbe beim Abwickeln des Drahtes durch das Zugthier nicht umgestürzt werden kann. Dieselben Schrauben, welche den Ständer α4 tragen, haben an einem Ende je eine Rolle a13, auf welcher die Platte a9 ruht. Diese Rollen helfen das Gewicht der Drahtspule tragen und drehen sich beim Abwickeln der letzteren. Die Scheiben α14 sind ebenfalls drehbar und ruhen auf der Platte α9. Dieselben verhindern, dafs beim Abwickeln der Draht zwischen die Stützen α4 und die Platte α9 geräth und sich verwickelt.
Um die Trommel zu füllen, werden vorerst die Flügelschrauben ar> und α15 abgenommen und die Deckplatte ae entfernt.
Hierauf wird eine Rolle Draht auf die Spule α10 gelegt und die Deckplatte und Schraubenmuttern werden wieder aufgesetzt. Das Ende dieser Drahtrolle wird entweder von Hand oder durch ein Pferd oder Maulthier angezogen, wobei die Stützen α4 das Abfliegen und Verwickeln des Drahtes verhindern. Für den gleichen Zweck kann die Trommel auch von einem Gehäuse umgeben sein.
Um zu verhindern, dafs der Draht über die obere Fläche der Spule abschlUpft und sich um die Spindel ■ oder Achse legt, wird ein Ring a11 an die Platte ae genietet, deren innerer Durchmesser etwas gröfser ist als der Durchmesser der Spule.
Fig. 2, Blatt II, zeigt eine Spannvorrichtung, um die Drahtstreben an den Enden des Zaunes anzuziehen. Diese Vorrichtung besteht hauptsächlich aus einem äufseren, auf Füfsen b2 stehenden Rahmen bl. Am oberen Ende ist
der Rahmen durchbohrt zur Aufnahme der Spindel bs, welche am inneren Ende einen Doppelhaken b5 und am äufseren Ende eine Schraubenmutter Z;4 trägt. Mit dem Haken sind die Glieder be und die excentrisch gelagerten Stahlscheiben bi verbunden, welche gezahnte Ränder haben und im Rahmen bs drehbar sind. Die Glieder b6 werden durch einen Splint b9 vor dem Herunterfallen gesichert. Beim Gebrauche werden die Füfse b2 gegen einen Ständer oder Pfosten gelegt und die excentrischen Scheiben so gegen einander gedreht, dafs der dazwischen durchgeführte Draht festgeklemmt wird. Hierauf wird die Mutter bi gedreht und dadurch die Spindel sammt dem Draht angezogen, worauf der Draht durch einen Stift oder eine Klemme in seiner Stellung am Ständer befestigt wird. Das Ende des Drahtes wird um den Pfosten gewunden und befestigt, oder bei Benutzung einer Klemmvorrichtung die letztere permanent an Ort und Stelle gelassen.
Fig. 3, Blatt II, zeigt die in Verbindung mit den Spannvorrichtungen auf Blatt I angewendeten Pfosten oder Pfähle. Dieselben sind eiserne oder stählerne Stangen mit abgeflachten und verdrehten Enden. Für weichen Boden werden die Pfosten mit Erdplatten c1 und c2 versehen. Ein Paar Pfosten c^ cr" wird zuerst in den Boden gesteckt und die auf Blatt I dargestellten Spannvorrichtungen daran befestigt. Der Pfosten ce wird ebenfalls in den Boden gesteckt und die Kette c7 an dem die Pfosten c4c5 verbindenden Haken c8 befestigt. Bei Anwendung ungewöhnlich starker Spannungen können noch weitere Pfähle hinter den Pfosten ci c5 und c6 befestigt werden, oder wo sich der Boden dazu eignet, kann man einen eisernen Anker oder eine ähnliche Stütze anwenden.
Fig. 4, Blatt II, zeigt einen mit Drehgelenk versehenen Halter für den zu spannenden Draht. Im Rahmen dl sind die Stifte d'2 gelagert, auf welchen sich zwei excentrische, mit gezahnten Rändern versehene Scheiben ds drehen. Zwei Glieder d3 erfassen ein drittes Glied ίί4, welches am entgegengesetzten Ende einen Drehzapfen d5 trägt, der mit einem Ring zur Aufnahme der Spannkette d6 versehen ist. Der Draht d1 wird zwischen die excentrischen Scheiben d2 d3 geführt und von denselben festgehalten. Das andere Ende der Kette wird an einer Spannmaschine (nach Blatt I) befestigt, und wenn der Draht angezogen wird, drücken die excentrischen Scheiben den Draht an und halten ihn fest.
In manchen Fällen ist es vortheilhaft, eine doppelte Klemmvorrichtung mit Drehzapfen anzuwenden, nämlich eine Combination von zwei symmetrisch gestellten Klemmvorrichtungen, die mit einander durch eine kurze Kette ö?c verbunden sind, um einen horizontalen Draht mittelst eines anderen Drahtes zu halten, der einen Theil des Zaunes bildet.
Fig. 4a, Blatt II, zeigt eine Kettenrolle mit Zapfengelenk. Die mit einer Rille versehene Rolle /' dreht sich auf einem Bolzen /2, welcher im Rahmen Z3 befestigt ist. Eine Flügelschraube Z4 trägt das Drehgelenk Z5, welches durch eine Spannkette Z6 mit den auf Blatt I beschriebenen Spannvorrichtungen verbunden ist. Ueber die Rolle Z1 geht die Verbindungskette Z7 einer doppelten Klemmvorrichtung mit Drehzapfen, so dafs das Ganze eine Compensations-Klemmvorrichtung bildet, mittelst welcher gleichzeitig zwei Drähte gespannt werden können. Werden auf die Achse Z2 zwei oder mehr Kettenrollen gesteckt, über welche je eine Verbindungskette einer doppelten Klemmvorrichtung geht, so kann man zwei oder mehr Paar Drähte gleichzeitig durch eine einzige Spannmaschine (Blatt I) anziehen. :
Fig. 5, Blatt II, zeigt eine Führungsrolle für die Spannkette, welche sich in einem Rahmen e2 dreht, der mittelst einer kurzen Kette auf der gewünschten Höhe an einem Pfosten befestigt wird.
Fig. 6, Blatt II, ist eine Klemmvorrichtung zur Verbindung zweier Drähte fl und_/2. Dieselbe besteht aus zwei Platten, welche auf der inneren Seite gezahnt oder gerauht und mit einander durch Bolzen verbunden werden.
Fig. 8, Blatt II, zeigt ein Werkzeug zur Verbindung von Drähten. Dasselbe hat zwei Schenkel hl und /?2. Auf h' ist ein Stift /z4 befestigt und das Glied /z5 hält die beiden Schenkel zusammen. he ist ein Verbindungsring, welcher mit einer Rinne zur Aufnahme des Drahtes versehen ist. Beim Gebrauch werden die Schenkel durch Drehung um das Scharnier h3 geöffnet und der Verbindungsring h6 wird auf den Stift /14 gelegt. Hierauf werden die Schenkel geschlossen und durch das Glied h 5 gesichert. Die zu verbindenden Drahtenden werden in entgegengesetzten Richtungen durch die Oeffnungen h1 und h8 geführt. Während man das Werkzeug in einer Hand hält, wird der Bolzen, Fig. 81, Blatt II, mit der Oeffnung n1 über das Ende einer der beiden Drähte geführt und dann der Bolzen, Fig. 81, um den Hauptdraht gedreht, bis derselbe frei wird, d. h. bis der Bolzen vom Drahtende abgleitet. Das andere Drahtende wird hierauf auf gleiche Weise behandelt und dadurch die in Fig. 4, Blatt III, gezeigte Drahtverbindung hergestellt.
Wenn Gefahr vorhanden ist, dafs die Drähte abgleiten könnten, so wird ein besonderer Bindedraht durch die Oeffnung hw, Fig. 8, Blatt II, und dann durch die auf jeder Seite des Ringes h6 gebildeten Schlingen gezogen und die Enden mittelst des Bolzens, Fig. 81,
um die schon gewundenen Enden der Hauptdrähte auf jeder Seite und noch einige bestimmte darüber hinaus aufgewunden.
Fig. 9, Blatt II, zeigt eine Büchse zum Schmieren der Drähte. Dieselbe hat einen um ein Scharnier drehbaren Deckel i'2, welcher mittelst des federnden Griffes z" in geschlossener Stellung erhalten wird. Der Deckel enthält zwei Riemscheiben i3 und der Untertheil eine, oder mehr Spiralen i*, welche ein Paar convexe Scheiben z'6 und z'7 tragen, die mittelst einer schwachen Schraubenfeder z'8 zusammengehalten werden. Unterhalb der Scheiben befindet sich ein Behälter i 10. Der Untertheil z1 wird mit OeI oder anderem Schmiermaterial gefüllt, der Draht wird zwischen die Scheiben geführt, der Deckel z2 geschlossen und durch die Feder i gehalten. Die Scheiben z'3 rollen jetzt auf dem Draht. Wenn man nun die Büchse den Draht entlang zieht, drehen sich die Scheiben z'6 z'7 und geben ihr OeI an den Draht ab. Zwei oder mehr Büchsen können zum gleichzeitigen Schmieren von mehreren Drähten angewendet werden.
Fig. ίο, Blatt II, zeigt einen Klammerhalter, um eiserne Klammern in hölzerne Pfosten zu treiben. Jedes Ende des Halters hat eine über die Klammer passende Oeffnung. Die Oeffnung k3 ist tiefer als die Oeffnung k2. Beim Gebrauch dieses Werkzeuges wird das Ende kl über .die Klammer gelegt und letztere eingetrieben, bis dieselbe oben nicht mehr über die Oeffnung k3 vorsteht. Man nimmt nun das Werkzeug von der Klammer weg, legt die andere Oeffnung A2 über die Klammer und treibt die Klammer weiter in das Holz, bis dieselbe oben nicht mehr über k- hervorsteht. Die punktirten Linien k3 bedeuten die Klammer.
Fig. ii, Blatt II, zeigt ein Werkzeug zum Ausziehen von Klammern. Dasselbe besteht aus einem keilförmigen, flachen Stück Stahl. Das schmale Ende wird in die Klammer eingeschoben und der Keil angetrieben, bis die Klammer lose wird und herausfällt.
Fig. i, Blatt III, stellt einen Ständer oder Pfosten dar, welcher aus Stahl oder anderem Material hergestellt und von beliebigem Querschnitt sein kann. Dieser Ständer hat Einkerbungen a{ für die Schlingen oder Bindedrähte, sowie Einkerbungen für die Spanndrähte, wenn letztere mit dem Ständer einen Winkel bilden. .
Zum Binden der Drähte ist die in Fig. 5, Blatt III, dargestellte Methode vortheilhaft, bei welcher el den um den hölzernen oder eisernen Ständer geschlungenen Bindedraht bezeichnet.
Fig. 5', Blatt III, zeigt die Art der Verschlingung des Drahtes, welche auch zur Befestigung der Rahmen e2 der in Fig. 5, Blatt II, dargestellten Führungsrollen dient.
Fig. i1, Blatt III, zeigt in gröfserem Mafsstabe die Schlinge zur Befestigung der Drähte an den eisernen Ständern a. a2 ist der horizontale Draht, a3 der Bindedraht und α4 der Knoten. Die Schlinge wird zuerst mit dem Knoten in die hinten am Ständer befindliche Einkerbung gelegt, ein konischer Bolzen durch das entgegengesetzte Ende der Schlinge gezogen und durch Verdrehung ein Auge gebildet, welches zur Aufnahme des horizontalen Drahtes dient.
Oder man nimmt einen geschweiften Ring α5, Fig. i2, Blatt III, legt denselben in eine Einkerbung α4 des Ständers und bildet vorn ein Auge a6 auf gleiche Art wie bei Fig. 1', Blatt III.
Fig. 2, Blatt III, zeigt eine freistehende Stütze, um die Spannweite zwischen benachbarten Pfosten zu verkürzen. Dieselbe ist mit Rippen bl zur Aufnahme der horizontalen Drähte versehen.
Ein aufrechter Verschlufsdraht b2, durch Fig. 24, Blatt III, in gröfserem Mafsstabe dargestellt, wird durch zwei in der Rippe oben und unten angebrachte und vor dem-Draht bs liegende Oeffnungen gesteckt und am oberen Ende zurückgebogen.
Fig. 21, Blatt III, ist eine Seitenansicht einer der Zwischenrippen. Den horizontalen Drähten wird in den Rippen etwas Spiel gelassen. Das untere Ende des Ständers ist umgebogen, wie bei Fig. 23, Blatt III, um einen Fufs zu bilden, welcher das Gewicht des Drahtes trägt. Damit der Ständer nicht in eine schiefe Stellung gleiten kann, wird derselbe durch einen Keil bA oder eine Unterlage gesichert, wie bei Fig. 22 und 24, Blatt III, angedeutet.
Fig. .3, Blatt III, stellt eine aus Eisen oder Stahl hergestellte Endgabel dar. Dieselbe ist an den Enden mit Zacken oder Schenkeln c1 und unten mit Einkerbungen für die Drähte c'2 c2 versehen.
Obschon die beschriebenen Vorrichtungen mit grofsem Vortheil selbst da anwendbar sind, wo die Drahtrollen die gewöhnliche variable Länge haben, so ist es doch vorzuziehen, Drahtrollen von gleicher Länge zu gebrauchen.
Nachdem nun die verschiedenen Werkzeuge und Hauptbestandteile des Zaunes beschrieben sind, soll noch erläutert werden, wie dieselben bei der Errichtung eines Zaunes nach dem neuen Verfahren angewendet werden sollen. Als Beispiel sei ein 2 000 m langer Zaun gewählt, welcher aus zwölf Drähten zusammengesetzt ist, von welchen elf über dem Boden liegen, während der zwölfte den Boden entlang gespannt ist. Jede Drahtrolle ist beispielsweise 500 m lang.
Zuerst gräbt man eine Reihe Löcher für die Zwischenstützen f5, Fig. 6, Blatt III; die Pfosten werden eingetrieben und die ausgegrabene Erde wird wieder in die Oeffnung geworfen und
festgerammt. Aufserhalb der Endpfosten A und B werden sieben oder mehr Streben fu an einem Anker oder einer Erdplatte befestigt, welche in den Boden versenkt wird, oder die Streben werden mittelst einer Kette _/4 und Schleifen an einem Block f3 von Holz oder Eisen geankert; die horizontalen Drähte werden hierauf direct am Ringe befestigt, nachdem dieselben durch die Augen des Endständers oder durch den Endständer selbst gezogen wurden. Hierauf wickelt man den obersten Draht um das obere Ende und den untersten Draht um das untere Ende des Endständers und befestigt die übrigen Streben in dem Mafse, als das Spannen des Drahtes fortschreitet. An jedem der Endständer A und B befinden sich sechs Drahtrollen und zwölf Rollen an jedem der Zwischenpunkte' D C und E. C ist die Verbindungsstelle, ungefähr in der Mitte zwischen A und B\ D und E sind in der Mitte von A C und C B. Eine Trommel, Fig. i, Blatt II, wird bei A und D aufgestellt. Auf die Trommel bei A wird eine Drahtrolle gesteckt und das Ende der letzteren mittelst einer Klemmvorrichtung, Fig. 4, Blatt II, an dem Geschirr eines Maulthieres befestigt. Während ein Junge das Maulthier führt, hält man die Klemmvorrichtung und passirt die freistehenden Ständer abwechselnd auf der vorderen und hinteren Seite derselben, bis man den Punkt D erreicht. Dieser Draht' bildet den untersten Draht des Zaunes und wird an den Ständern weder mit Draht noch mit Klammern befestigt, ausgenommen im Falle eines Kaninchen-Zaunes, bei welchem alle Drähte auf der gleichen Seite des Ständers (oder der Gabel) liegen und an demselben befestigt werden müssen.
Man legt nun eine Drahtrolle auf die Trommel bei D und kehrt mit derselben zurück. Der von dieser Rolle abgewickelte Draht bildet den zweiten Draht des Zaunes, welcher der unterste von den freihängenden Drähten ist. Jedesmal, wenn man auf dem Rückwege einen, der Ständer passirt, wird der -Draht von der Klemmvorrichtung ausgelöst, durch die am Ständer befestigte Klammer oder das Auge gezogen und hierauf wieder in der Klemmvorrichtung befestigt. Beim Erreichen des Punktes A befestigt man beide Drähte am Endpfosten, legt eine dritte Drahtrolle auf die Trommel bei A und fährt auf gleiche Weise fort, bis alle zwölf Drähte abgewickelt sind. .
Die Trommel bei A wird jetzt nach dem Punkt C gebracht, die noch bleibenden Drähte auf gleiche Weise nach D gespannt und mittelst des Werkzeuges, Fig. 8, Blatt II, mit der ersten Abtheilung- von Drähten verbunden. Man wickelt die Drähte ab, verbindet sie zwischen B und C und giebt denselben hierauf die nöthige Spannung. Zwischen A und C oder zwischen C und B braucht man nicht mehr als eine und bei C zwei Spannmaschinen. Ein Zaun von 2 000 m Länge kann mit vier Maschinen gespannt werden, aber bei der Errichtung von Zäunen im grofsen Mafsstabe erleichtert eine gröfsere Anzahl von Spannmaschinen die Arbeit.
Setzen wir voraus, dafs 14 Maschinen zur Verfugung stehen: sechs bei D, sechs bei E und zwei bei C. Dieselben werden an dem Boden befestigt, und zwar in der Nähe eines Ständers, an welchem die Führungsrolle, Fig. 5, Blatt II, befestigt ist, auf der Höhe, wo der horizontale Draht im Zaun bleiben soll. Man nimmt die Zugkette einer bei D stehenden Maschine, führt dieselbe durch die Führungsrolle , befestigt die Klemmvorrichtung am obersten oder ersten horizontalen Draht und arbeitet am Hebel der Maschine, bis der Draht die gewünschte Spannung hat. Man verbindet hierauf eine zweite Maschine mit dem zweiten Draht und spannt denselben. Um das Umdrehen der Klemmvorrichtung zu vermeiden, steckt man ein Stück Holz, an welchem ein Gewicht hängt, in die Glieder der Klemmvorrichtungen.
Man nimmt eine doppelte Kettendrahtzange g' mit Drehgelenk, Fig. 4, Blatt II, und befestigt den zweiten Draht am ersten, wie auf Blatt III in Fig. 8 mit punktirten Linien angedeutet. Die zweite Maschine wird jetzt entfernt, mittelst derselben der dritte Horizontaldraht angespannt und sowohl Maschine als Draht in diesem Zustande gelassen. Man nimmt nun die dritte Maschine und spannt damit den vierten Draht, welcher hierauf am dritten Draht mittelst einer zweiten Kettendrahtzange g·2 befestigt wird. Auf gleiche Weise fährt man mit den übrigen Drähten und Kettendrahtzangen fort, bis elf Drähte von den Maschinen und Kettendraht zangen gehalten werden. Die fünfte Maschine hält noch einen Draht mehr mittelst der Drahtzange g·6, und die sechste Maschine dient zum Spannen des zwölften oder Bodendrahtes.
Auf gleiche Art spannt man die Drähte vom Endpfosten B nach dem Pfosten E, Fig. 6, Blatt III, indem man alle Drähte bei D und E mit den Maschinen und Kettendrahtzangen in Verbindung läfst. Rechts und links von der Verbindungsstelle C werden zwei Ständer /fl und f10 gesetzt, an welchen zwei Führungsrollen hängen, wie bei g, Fig. 8, Blatt III. Hierauf spannt man mit der bei f1 stehenden Maschine den obersten Horizontaldraht, welcher vom Endpfosten A herkommt, und mit der Maschine bei/8 spannt man den vom Pfosten B kommenden obersten Draht. Die Drähte überlippen einander einige Centimeter, werden mittelst eines Drahtschlosses, Fig. G, Blatt II, ver einigt und bleiben dann gespannt. Auf gleiche Art spannt man alle anderen Drähte und schützt die Streben durch Eintreiben eines
Pfostens an der Stelle, wo die oberste Strebe in die Erde tritt, worauf man den Raum zwischen diesem Hülfspfosten und dem Endständer A noch mit Drähten und Stützen ausfüllt, wie in Fig. 6, Blatt III, bei A angedeutet.
Mittelst' einer Compensations - Kettendrahtzange h 2, Fig. 9, Blatt III, kann jede Maschine gleichzeitig zwei Drähte h 4 und /j5 anziehen, und mittelst der auf Blatt I bei Fig. 5 illustrirten Maschine kann man gleichzeitig vier Drähte ha h7 /18 und h9 spannen und festhalten (siehe Fig. 9, Blatt III), in welchem Falle die in Fig. 4a, Blatt II, dargestellte Führung nur mit zwei Rollen anstatt einer einzigen angewendet wird. Zum gleichzeitigen Spannen von sechs oder mehr Drähten können drei oder mehr Führungsrollen im gleichen Rahmen gelagert sein, wobei eine ungleiche Spannung der Drähte, wie bei h3 angedeutet, durch die Rollen ausgeglichen wird.
Die Oelbüchsen, Fig. 9, Blatt II, werden jetzt auf die Drähte gelegt, dieselben entlang gezogen und dadurch die Drähte vor Rost geschützt. Hierauf stellt man die Zwischenstützen f' auf, Fig. i, Blatt III, indem man dieselben in den Boden treibt, die umliegende Erde feststampft und dann die Drähte mit den Stützen durch den in Fig. 5 dargestellten Draht verbindet. Hierauf stellt man die in Fig. 2 dargestellten Stützen auf.
Beabsichtigt man kleinen Thieren, wie Kaninchen, den Durchtritt zu verwehren, so werden die Drähte unmittelbar über dem Boden bis zu einer Höhe von 3 bis 5 dem dichter gestellt und etwa 2]/2 bis 5 cm von einander entfernt. Ebenso legt man mittelst der Spannmaschine vier oder mehr Extradrä'hte α8, Fig. 1, Blatt III, etwa 5 oder mehr Centimeter von einander entfernt, je nach der Gröfse der Thiere, denen man das Ausgraben von Erde unmittelbar vor dem Zaun verwehren will. Der erste Bodendraht wird in diesem F"alle durch Klammern oder Bindedrähte befestigt und sämmtliche Drähte werden auf die gleiche Seite der Stützen gelegt. Die Endstützen sind hölzerne oder eiserne Blöcke, die auf den Boden gelegt und theilweise in denselben versenkt werden. Die Drahtenden werden durch Löcher oder Klammern gezogen und dann an dem Ankerstein befestigt. Die Ecken des Zaunes werden durch hölzerne oder eiserne Blöcke gebildet, welche mit Einkerbungen versehen sind, in welche sich die Drähte legen. Die Bodendrähte werden in der gewünschten gegenseitigen Entfernung erhalten, indem man eine Anzahl Gabeln, Fig. 3, Blatt III, in den Boden treibt und jeden Draht in die entsprechende Einkerbung der Gabel legt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine transportable und leicht am Erdbode zu befestigende Drahtspannmaschine in ihre Gesammtanordnung, bestehend aus dem i einem Rahmen c15 gelagerten, mit der Sperrrade c* versehenen Kettenrade, wel . ches vermittelst des mit einem Sperrhaken c versehenen Hebels c2 eine rotirende Bewe gung erhält und somit die durch die Leit rollen c1'2 c11 ge'führte Spannkette c1 an zieht, in Verbindung mit der Anordnung durch einen im Rahmen c15 sitzendei Haken c7, welcher in das auf dem einge rammten Pfosten c9 bezw. den Pfosten c und c10 verschiebbare und durch di Klemmschraube 21 feststellbare Querstückc eingreift, diese Drahtspannmaschine am Erd boden leicht befestigen zu können (Fig. 3)
  2. 2. Bei der unter Ί. gekennzeichneten Draht spannmaschine die Anordnung einer be weglichen, mit dem Kettenrade e1 fest ver bundenen Differentialrolle e3 und eine festen Rolle e'2 in Verbindung mit den beweglichen Gabelhebel e6, dessen Sperr haken e1 und e*1 abwechselnd in ■ dii Räder e1 und e3 eingreifen, und den arr Rahmen e9 drehbar befestigten Sperrhaken e10 und e11, von denen der ersten (e10) in die Verzahnung der festen Differentialrolle e'2 und der letztere (ellj in die Verzahnung der beweglichen Differentialrolle e3 eingreift, zum Zweck, je nach Stellung der Sperrklinken e7 e8 und eioe' durch die Drehung des Hebels e9 eine schnelle Bewegung des Kettenrades und somit der Spannkette zu bewirken, odei durch Einwirkung der Differentialgetriebe e2 e3 auf das Kettenrad zu erzielen, dafs letzteres mit geringer Geschwindigkeit, abet desto gröfserer Kraft gedreht wird.
  3. 3. In Combination mit der unter 1. gekennzeichneten transportablen und leicht am Erdboden zu befestigenden Drahtspannmaschine die Anordnung einer Kettendrahtzange , bei welcher der zu spannende Draht d1 in zwei excentrische, mit geriffelten Rändern versehene und durch die Stifte rf2 d2 im Rahmen dl gelagerte Scheiben da d8 geführt und von letzteren festgehalten wird, während mittelst der mit den Scheiben ds da verbundenen Kettenglieder d3 ds, des Gliedes d4 und des Drehzapfens ds die Verbindung mit der Spannkette der unter 1. genannten Drahtspannmaschine hergestellt ist.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT42271D Drahtspannmaschine Expired - Lifetime DE42271C (de)

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