DE574234C - Vorrichtung zum Bespannen von Tennisschlaegern u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum Bespannen von Tennisschlaegern u. dgl.

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DE574234C
DE574234C DE1930574234D DE574234DD DE574234C DE 574234 C DE574234 C DE 574234C DE 1930574234 D DE1930574234 D DE 1930574234D DE 574234D D DE574234D D DE 574234DD DE 574234 C DE574234 C DE 574234C
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    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B51/00Stringing tennis, badminton or like rackets; Strings therefor; Maintenance of racket strings
    • A63B51/14Arrangements for stringing, e.g. for controlling the tension of the strings during stringing

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Spannen der Saiten beim Bespannen von Tennisschlägern u. dgl. Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, welche für diesen Zweck bestimmt sind, sie erfüllen jedoch die ihnen gestellte Aufgabe nur unvollkommen, denn wenn auch bereits vorgeschlagen worden ist, die Vorrichtungen mit Geräten zum Messen und Ablesen der den Saiten beim Bespannen aufgezwungenen Streckung in Längeneinheiten sowie des beim Spannen erreichten Zuges in Gewichtseinheiten auszustatten, so stellt die Arbeit mit diesen bekannten Vorrichtungen doch noch erhebliche Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Sorgfalt des die Vorrichtung bedienenden Personals. Auch sonst weisen die bekannten Vorrichtungen noch, eine Reihe von Nachteilen auf, welche die Arbeit noch nicht so' weit vereinfachen, wie dies nach der Erfindung möglich wird.
Der wesentliche Fortschritt, welchen der Gegenstand der Erfindung darstellt, besteht darin, daß es möglich wird, die einzelnen Saiten ganz gleichmäßig und unabhängig von den möglicherweise auftretenden Verschiedenheiten im Saitenmaterial in den auftretenden Längen der zu spannenden Saitenstücke oder sonstigen Umständen zu spannen. Der die Vorrichtung Bedienende hat nach einmal vorgenommener Einstellung der gewünschten Saitenspannung weder die Möglichkeit noch die Pflicht, den eigentlichen Spannvorgang zu überwachen, weil es nach der Erfindung sogar möglich wird, diesen Vorgang durch die Vorrichtung selbsttätig unterbrechen zu lassen, sobald eine vorbestimmte Saitenspannung erreicht ist. Ein übermäßiges, gegebenenfalls zur Zerreißung der Saiten führendes Spannen kann daher überhaupt nicht auftreten.
Erst durch dieAnwendung der vorliegenden Erfindung ist es möglich, unbedenklich die bisher allein für das Spannen der Saiten verwendete menschliche Energie und Aufmerksamkeit durch mechanische Mittel zu ersetzen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht nach der Erfindung darin, daß das Spannen der Saiten mit Hilfe eines Differentialgetriebes o. dgl. erfolgt. Ein Teil dieses Getriebes ist dabei mit der Saite verbunden, und ein anderer Teil wird in einem bestimmten Maße zurückgehalten; die Anordnung ist dabei so getroffen, daß das genannte Getriebe aufhört, der betreffenden Saite noch irgendwelche Spannung zu erteilen, sobald die dieser erteilte Spannung den Betrag der zurückhaltenden Gegenspannung erreicht.
Differentialgetriebe bestehen im wesentlichen aus drei Teilen, z. B. aus zwei Wellen
und einem umlaufenden Käfig. Um die gewünschte Wirkung gemäß vorliegender Erfindung zu erzielen, kann jeder einzelne der genannten Teile entweder angetrieben oder zurückgehalten werden. In jedem Falle wirkt der eine von den zwei übrigen Teilen in entgegengesetztem Sinne, während der dritte Getriebeteil im eigentlichen Sinne das Spannen bewirkt; dieser letztgenannte Teil ist derjenige, welcher mit der Saite in Verbindung steht.
Im Zusammenhang mit dem vorstehend dargelegten Hauptgedanken der Erfindung sind noch weitere Verbesserungen vorgesehen, durch welche die Arbeit des Bespannens erleichtert wird. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Hilfsmittel zum vorübergehenden Einklemmen der Saitenenden an der eigentlichen Spannvorrichtung sowie um die ao Mittel zum vorübergehenden Festklemmen der bereits gespannten Saiten und schließlich um die Einrichtung zur Saitenfachbildung (Saitentrennung). Es ist darauf hinzuweisen, daß in dieser Hinsicht bereits Klemmeinrichtungen bekannt sind, welche aus zwei gewellten Klemmbacken bestehen, welche auf einer Antriebswelle sitzen und im Bedarfsfalle durch ein an dieser Antriebswelle sitzendes Hebelgestänge aneinandergepreßt werden. Es sind ferner Vorrichtungen zum vorübergehenden Festklemmen der gespannten Saiten bekannt, welche in drei rechtwinklig zueinander verlaufenden Richtungen innerhalb des Maschinenrahmens verschiebbar sind und mit Klemmbacken ausgerüstet sind, weiche kamniartig zwischen die rechtwinklig zu der einzuklemmenden Saite verlaufenden Saiten hineinragen. Zur Saitenfachbildung sind bereits Vorrichtungen vorgeschlagen worden, welche aus zwei Reihen kammartig auf Drahtleisten aufgereihten Zinken bestehen, welche gegeneinander um einen Saitenabstand versetzt sind und durch- Bewegung quer zur Ebene der zu spannenden Saiten den einen oder den anderen Satz dieser Saiten aus der Normallage heraus bewegen. Diese bekannte Vorrichtung erfordert jedoch vor jeder Betätigung eine Umschaltung von Hand, um einmal diesen, das nächste Mal den anderen Saitensatz zu erfassen. Eine andere bekannte Vorrichtung für den gleichen Zweck besteht aus einer verhältnismäßig verwickelten Anordnung von zwei Sätzen von Haken, welche je einem Satze Saiten zugeordnet sind, während der Bearbeitung des betreffenden Schlägers ständig mit diesem betreffenden Saiten-' satz in Eingriff bleiben und zur Bildung des Saitenfaches in einander entgegengesetzter Richtung bewegt werden. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß sie verhältnismäßig schwer mit den Saiten eines Schlägers in Eingriff gebracht werden kann, und daß ferner die sämtlichen die Saiten ergreifenden Haken nicht in einer und derselben rechtwinklig zu den Saiten verlaufenden Ebene liegen, was für die Ausbildung des Faches vorzuziehen ist.
Eine Reihe von weiteren Merkmalen der Erfindung geht aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
In den Abbildungen sind einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. i, 2 und 3 zeigen in Seiten- und Vorderansicht und Draufsicht eine Ausführungsform;
Fig. 4, 5 und 6 zeigen in Seiten- und Vorderansicht und Draufsicht eine in mehrfacher Hinsicht abweichende Form;
Fig. 7, 7a und 8 zeigen in Seiten- und Vorderansicht sowie in Draufsicht das Differentialgetriebe der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3;
Fig. 9, 10 und 11 zeigen in Seiten- und Vorderansicht und Draufsicht eine Ausführung des Saitengreifers 6 in Fig. 1 bis 6 in größerem Maßstabe;
Fig. 12, 13 und 14 zeigen in Vorder- und Seitenansicht und Draufsicht eine Ausführung der Seitenklemme 37 in Fig. 1 bis 6 in größerem Maßstabe;
Fig. 15 und 16 zeigen in Vorder- und Seitenansicht eine Ausführung der Klemmvorrichtung 4 in Fig. ι bis 6 in vergrößertem Maßstabe; .
Fig. 17 ist eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer Saitentrenneinrichtung entsprechend Fig. 1 bis 3;
Fig. 18 und 19 zeigen in Vorder- und Seitenansicht eine andere Saitentrenneinrichtung entsprechend Fig. 4 und 5;
Fig. 20 und 21 zeigen in Seitenansicht und Längsschnitt eine andere Ausführungsform des Differentialgetriebes, und zwar entsprechend Fig. 4 bis 6.
Bei einer vorzugsweisen Gestaltungsform des Erfindungsgegenstandes weist die Vorrichtung einen Rahmen 90 auf, welche'r ein Paar paralleler waagerechter Wellen 1, 2 trägt, welche im nachfolgenden als Greiferwellen bezeichnet werden, und zwischen denen in der Mitte, parallel zu ihnen, der Tennisschläger R auf einer waagerechten Plattform 3 in irgendeiner zweckmäßigen Weise befestigt ist, z. B- durch vier schmale Klemmvorrichtungen 4, die rings um den Rahmen des Schlägers verteilt sind. Eine weitere Klemmvorrichtung 5, etwa in der Art eines Schraubstockes, dient zum Festspannen des Handgriffes des Schlägers R. Diese Klemmvorrichtungen werden weiter unten näher beschrieben.
Die Greiferwellen ι, 2 tragen je einen sog. Saitengreifer 6, welcher das freie Ende der einzelnen Saiten zu erfassen hat. Durch die Drehung des genannten Saitengreifers 6 mit seiner Greiferwelle ι bzw. 2 wird die Saite gespannt. Auch diese Saitengreifer und ihre Arbeitsweise werden weiter unten genauer beschrieben.
Jede der beiden Greiferwellen i, 2 trägt
ίο ein Schneckenrad/, in welches eine Schnecke8 bzw. 9 eingreift. Diese beiden Schnecken 8, 9 sitzen je an einem Ende einer weiteren Welle 10, welche in der weiteren Folge als Zwischenwelle bezeichnet wird; diese Zwischenwelle 10 erstreckt sich unterhalb der genannten Greiferwellen i, 2 und im rechten Winkel zu diesen. In der Mitte auf der Zwischenwelle 10 sitzt ein weiteres Schneckenrad 11, in welches eine Schnecke 12 eingreift. Diese Schnecke 12 sitzt auf einer weiteren Welle 13, die zugleich eine der Wellen des bereits erwähnten Differentialgetriebes ist, und zwar diejenige, durch die die verschiedenen anderen Wellen zur Herbeiführung der gewünschten Saitenspannung ihren Antrieb erhalten. Die Differential welle 13 erstreckt sich ebenfalls unterhalb der Greiferwellen 1, 2, jedoch parallel zu ihnen und in der Mitte zwischen ihnen.
Das Differentialgetriebe kann mehr oder weniger den bekannten Bauarten entsprechend sein und besteht aus einem Paar Wellen 14, 15, deren Achsen in einer Flucht liegen, ferner aus zwei Kegelrädern 16, 17, von welchen je eines auf einer der beiden Wellen 14, 15 aufgekeilt ist, und aus einem Zapfenring 18, welcher auf den genannten Wellen 14, 15 läuft und ein Paar Planetenkegelräder 19·, 20 trägt, die mit den genannten Hauptkegelrädern 16,17 in Eingriff stehen; der Zapfenring 18 wird durch einen Käfig oder ein Gehäuse 21 in Umdrehung versetzt, das seinerseits durch einen geeigneten Antrieb um die Achse der Differentialwellen 14, 15 gedreht wird.
Eine der beiden genannten Wellen, im nachfolgenden Gegenspannwelle 14 genannt, wird mit einer bestimmten Kraft, welche vorher eingestellt werden kann, zurückgehalten, während die andere Welle, des weiteren als Spannwelle 15 bezeichnet, in der bereits angegebenen Weise als Antriebsmittel für die Zwischen welle 10 dient.
Die Gegenspannwelle 14 trägt an ihrem freien Ende einen Hebelarm 22, auf dem ein verschiebbares Gewicht 23 angebracht ist. Dies gestattet, die Gegenkraft zu verändern. Die jeweilige Stellung des Gewichtes 23 auf dem Hebel 22, d. h. seine Entfernung von der die Drehachse bildenden Gegenspannwelle 14, bestimmt den Betrag der Spannung, welcher die Saite unterworfen wird; die Saitenspannung ist also stets eine konstante Funktion des Gewichtes 23 und, seiner jeweiligen Einstellung.
Bei der bisher geschilderten Ausführungsform wird das Differentialgetriebe ununterbrochen angetrieben, und um die Tätigkeit der Saitengreifer 6 herbeizuführen, wird der Antrieb der Zwischenwelle 10 von der Spannwelle 13, 15 des Differentialgetriebes aus durch eine Kupplung 24 beherrscht; die Schnecke 12 auf der Spannwelle 15 läuft frei auf dieser Welle und kann durch die genannte Kupplung 24 mit ihr gekuppelt werden.
Es kann eine Einrichtung getroffen werden, infolge welcher das Getriebe selbsttätig in die Anfangsstellung zurückkehrt, sobald die gewünschte Saitenspannung erreicht ist. Eine zweckmäßige Ausführungsform hierfür besteht in einem Seitenarme 25 des Gewichtshebeis 22, welcher beim Anheben des Gewichtes 23 ein aus einer Reihe von Hebeln und Verbindungsstangen bestehendes Gesperre 26 auslöst, so daß die Kupplung 24 auf der Spannwelle 13, 15 öffnet; zweckmäßig wird diese Kupplung 24 durch eine Zugfeder 26° normalerweise geöffnet und nur durch das genannte Gesperre 26 in der Kupplungsstellung gehalten.
Da infolge der eben beschriebenen Einrichtung das ganze Getriebe in die neutrale Ausgangsstellung zurückkehrt, also aufhört, irgendwelchen Zug auf die betreffende Saite auszuüben, so würde diese Saite augenblicklich wieder schlaff werden, wenn dem nicht durch eine andere Einrichtung vorgebeugt würde. Es wird nämlich ein Zahngesperre 27 auf der Zwischenwelle 10 angeordnet, durch das diese Welle in jeder erreichten Stellung festgehalten wird. Dieses Gesperre kann jeweils außer Eingriff gebracht werden, z. B. durch den Handgriff 27', so daß die Greiferwellen 1, 2 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehren können.
DieArbeitsweise des beschriebenen Hauptteiles der Vorrichtung ist folgende: Das Differentialgehäuse 21 wird ununterbrochen durch einen zweckmäßigen mechanischen Antrieb in Umdrehung versetzt, die zurückgehaltene Seite 14, 16 des Differentials verharrt in Ruhe, und die gegenüberliegende Spannseite 15, 17 läuft um. Die Saite wird nun in den betreffenden Saitengreifer 6 eingeklemmt, wie dies weiter unten näher auseinandergesetzt wird, während das andere Ende der betreffenden Saite bereits fest am Schläger R sitzt, und nun wird die Kupplung 24 geschlossen, so daß die betreffende Greiferwelle ι oder 2 über die Zwischenwelle 10 von der Spannwelle 13, 15 aus angetrieben wird.
Sobald die Spannung der Seite ein solches
Maß erreicht, daß das aufzuwendende Drehmoment an dem freien (spannenden) Hauptkegelrade 17 größer wird als das von dem Gewicht 23 herrührende Gegendrehmoment an dem anderen (zurückgehaltenen) Hauptkegelrade 16, wird auch das vorher freie (spannende) Kegelrad 17 festgehalten. Jegliches weitere Spannen der Saite hört damit selbsttätig auf. Da nun das spannende Kegelrad 17 festgehalten ist, muß nun das Gegenspannrad 16 sich drehen und diese Drehung so lange fortsetzen, bis das spannende Kegelrad 17 wieder freikommt. Die Drehung des Spannkegelrades 16 versetzt nun auch die' Welle 14 in Umdrehung und hebt dadurch das Gewicht 23 an, bis der Seitenarm 25 des Gewichtshebels 22 das Gesperre 26 löst und die Kupplung 24 öffnet, durch die die Spannwelle 13, 15 die Seite unter Spannung setzt, ao Hierauf kehrt das Getriebe in die neutrale Anfangsstellung zurück, denn da das Spannkegelrad 17 keine Verbindung mehr mit der Saite hat, hört auch das Überwiegen des an ihm wirkenden Drehmomentes über das am gegenüberliegenden Gegenkegelrade 16 wirksame Gegendrehmoment auf, und das letztgenannte wird infolgedessen wiederum durch das Gewicht 23 festgehalten, und das Spannkegelrad 17 dreht sich wiederum frei und im Leerlauf wie vorher. Die in der Saite erzeugte Spannung wird inzwischen durch das Zahngesperre 27 aufrechterhalten, welches die Zwischenwelle 10, wie bereits beschrieben, festhält.
Nunmehr wird die Saite unmittelbar neben dem Schläger R in eine Vorrichtung eingeklemmt, welche im nachfolgenden als Saitenklemme 37 bezeichnet und weiter unten näher beschrieben wird. Die Saite wird aus dem Saitengreifer 6 ausgespannt und durch den Schläger R durchgefädelt, eine Arbeit, die in der später beschriebenen Weise erleichtert werden kann. Nachdem hierauf die Sperrung 27 der Welle 10 gelöst worden ist, wird die Saite in den anderen Saitengreifer 6 eingeklemmt und, da die in dem Schläger R nahezu anliegende Saitenklemme 37 ebenfalls inzwischen gelöst worden ist, werden die beschriebenen Verrichtungen so lange wiederholt, bis das Spannen des Schlägers R vollendet ist.
Weitere Merkmale des Erfindungsgegenstandes werden in den nächsten Abschnitten beschrieben.
Als erste seien zunächst die Saitengreifer 6 beschrieben. In einer vorzugsweisen Ausführungsform enthalten diese eine Exzentervorrichtung, durch die die Klemmwirkung herbeigeführt wird.
Jeder Saitengreifer 6 besteht zweckmäßig aus einem Hebel 28 (vgl. Fig. 9 bis 11), welcher auf der betreffenden Greiferwelle ι oder 2 aufgekeilt ist und an seinem freien Ende eine Rolle 29 trägt, ferner aus zwei Klemmbacken 30, 31, von denen die Hauptbacke. 30 auf der betreffenden Greiferwelle 1 oder 2 so befestigt ist, daß sie innerhalb gewisser Grenzen freie Drehmöglichkeit relativ zur Welle besitzt, während die zweite Backe 31 verschiebbar auf einem Ausleger 32 sitzt, welcher an der Hauptbacke befestigt ist. Die Hauptklemmibacke 30 ist eineArt zylindrische Trommel, deren Achse mit der Achse der Greiferwelle 1 bzw. 2 zusammenfällt. Ein Segment dieser Trommel ist jedoch bei 33 entfernt, und die dieses Segment begrenzende Sehne bildet die Klemmfläche der Backe. Die Klemmfläche 33 wird vorzugsweise mit Rillen oder Wellen 35 versehen. Die zweite Backe 31 ist zwischen der genannten Klemmfläche 33 und der Rolle 29 angeordnet, und die der Hauptbacke 30 zugewendete Klemmfläche der zweiten Backe 31 ist komplementär zu der Klemmfläche 35 gestaltet, während die der Rolle 29 zugewandte Seite eine mehr oder weniger steile Exzenterfläche 31' bildet.
Zum Einspannen wird die Saite über den zylindrischen Teil der Hauptbacke 30 gezogen und dann abwärts zwischen die Klemmflächen; vorzugsweise aber dann noch einmal aufwärts, zvt welchem Zwecke auf dem Ausleger 32 ein Stift 36 angebracht ist, um welchen die Saite herumgelegt wird. Die Greiferwelle ι bzw. 2 läßt man nun mit dem an ihr befestigten Hebel 28 sich so drehen, daß dieser sich entlang der Exzenterfläche 31' der zweiten Klemmbacke 31 bewegt; die beiden Klemmbacken 30, 31 werden zunächst noch durch die Saite auseinandergehalten. Sobald aber die vom Exzenter ausgeübte Klemmkraft die nach rückwärts gerichtete Zugkraft der Saite überwindet, setzt sich der ganze Saitengreifer 6 in Bewegung und dreht sich mit der Greiferwelle 1 bzw. 2 infolge der Wirkung des Hebels 28 und der RoBe 29 vorwärts.
Des weiteren sei nun eine Form der Saitenklemme 37 beschrieben, d. h. jener unmittelbar am Schläger R anliegenden Vorrichtung, mit deren Hilfe die Saiten geklemmt werden, um die Spannung in der letztbehan- no delten Saite aufrechtzuerhalten, während sie in den nächstfolgenden Saitengreifer 6 eingeführt und geklemmt wird (Fig. 12 bis 14).
Die Saitenklemme 37 besteht aus einem Paar Klemmbacken 38, 39, deren jede eine Anzahl einander gegenübergestellter Klemmflächen 40 aufweist. Die einzelnen dieser Klemmflächen 40 haben untereinander von Mitte zu Mitte den gleichen Abstand wie die Saiten des fertigen Schlägers. In der Mitte ist an jeder der Backen 38, 39 je eine Füh-
rungsleiste 41 im rechten Winkel zur Backe angebracht. Durch diese Leisten 41 werden die Backen gehalten, jedoch derart, daß die Leisten 41 in senkrechter Richtung in einem Paar senkrecht stehender Halter 42, 43 gleiten können, die ihrerseits so eingerichtet sind, daß sie mit ihrem unteren Ende einen Vierkantstab 44 umfassen, auf dem sie in der Waagerechten verschiebbar sind. Der Vierkantstab 44 ist mit Hilfe von seitlichen Führungsleisten 44' in Führungsnuten 45 (Fig. 2, 3, 4, 7, 8) verschiebbar, und zwar derart, daß die ganze Saitenklemme 37 im rechten Winkel zur Achse des Vierkants tabes 44 verschoben werden kann. Auf diese Weise können die Klemmbacken 38,39 sowohl in der Längsrichtung als auch in der Querrichtung so verschoben werden, daß sie genau in die erforderliche Arbeitstellung gelangen. Die vertikale Verschiebung der Backen 38, 39 dient selbstverständlich nur dazu, um die Klemmfiächen 40 in die Ebene der Saiten des Schlägers R hinein- bzw. aus ihr wieder herauszubringen. Die Halter 42, 43 können z. B.
durch eine Kniehebelklemme 46 zusammengepreßt werden. Vorzugsweise werden sowohl die Halter 42, 43 als auch die Backen 38, 39 aus federndem Metall gemacht, die Wirkung dieser Maßnahme kann jedoch noch durch Hilfsfedern unterstützt werden. Jedenfalls hat die Klemmung den doppelten Zweck, sowohl die Klemmbacken 38, 39 mit den Saiten zu verklammern als auch die Halter 42, 43 mit dem Vierkantstabe 44. Erforderlichenfalls können die verschiedenen Bewegungen selbsttätig auf mechanischem Wege herbeigeführt werden, aber sie können auch umgekehrt unmittelbar von Hand aus erfolgen.
Es folgt die Beschreibung der Klemmvorrichtungen 4 für den Rahmen des Schlägers R.
Diese Klemmvorrichtungen bestehen aus einem Rohrstück 47 (Fig. 15, 16), welches drehbar und zugleich senkrecht verschiebbar an' dem Rahmen 90 der ganzen Vorrichtung angeordnet ist und aus einem ausladenden Arm 48, welcher am oberen Ende des Rohrstückes 47 im rechten Winkel angebracht ist und über den Rahmen der Schlagfläche des Schlägers R ausgeschwenkt werden kann. Die Klemmung erfolgt durch einen passenden Kniehebelantrieb 49, durch den das Rohrstück 47 abwärts in die Bohrung des Rahmens 90 hineingedrückt wird, vorzugsweise unter Zwischenschaltung der Spannung einer verhältnismäßig starken Feder 50. Eine zweite, schwächere Feder 51 dient dazu, normalerweise den Klemmarm 48 aufwärts und vom Schlägerrahmen wegzudrücken.
Die vorzugsweise Form für die Klemmeinrichtung 5 für den Schlägerhandgriff besteht aus einer Schraubenspindel 52 mit Rechtsund Linksgewinde (vgl. Fig. 3, 5. und 6), welche auf ein Paar Spannbacken 53. wirkt, die bei Betätigung eines entsprechendenHandrades 54 auseinander- bzw. gegeneinanderbewegt werden können.
Im nachfolgenden wird die Vorrichtung beschrieben, mit deren Hilfe die Arbeit des Durchfädelns der Quersaiten durch die bereits im Schläger eingezogenen Längsseiten erleichtert wird. Diese Einrichtung besteht vorzugsweise aus Hilfsmitteln, durch die jede zweite von den Längsseiten aus ihrer Lage gehoben wird, während die übrigen Längssaiten unberührt bleiben.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen Einrichtung ist in Fig. 17 dargestellt. Sie besteht in erster Linie aus einem kammartigen Teil 55, im nachfolgenden Scheidekamm genannt, welcher sich unterhalb der Schlagfläche des Schlägers R und im rechten Winkel zu seiner Längsachse erstreckt und eine Anzahl von Zacken 56 aufweist. Deren Abstand voneinander, von Mitte zu Mitte gerechnet, ist der gleiche wie der zwischen einer Längssaite und der übernächsten folgenden. Der Scheidekamm 5 5 ist nun so gelagert,, daß er mit einem gewissen Drucke so gegen einen bestimmten Satz Längssaiten gestemmt werden kann, daß diese angehoben werden und eine Fachöffnung entstehen lassen, durch die eine Quersaite sehr leicht geradeswegs hindurchgeschoben werden kann. So wird alle die mühselige Arbeit des Durchflechtens vermieden, welche sonst beim Bespannen der Schläger von Hand unvermeidlich ist. Der Scheidekamm 55 ist sowohl quer zum Schläger als auch in senkrechter Richtung verschiebbar in einem Träger 57 gelagert, welcher ebenfalls über eine gewisse Strecke der Schlägerlänge in dessen Längsrichtung, und zwar in den Führungsnuten 45 im Rahmen 90 der ganzen Vorrichtung, verschoben werden kann. Die senkrechte Bewegung des Scheidekammes 55 dient zur Trennung der Längsseiten, die Querbewegung dient dazu, um ihn nacheinander mit dem einen oder dem anderen benachbarten Satze Längssaiten in Eingriff zu bringen, während die Längsbewegung des Trägers 57 dazu benutzt wird, um ihn jeweils in die günstigste Stellung im Verhältnis zur Schlagfläche des Schlägers R bzw. zu den Saiten zu bringen. Bei einer Vorzugsweisen Anordnung wird sowohl die Querbewegung des Scheidekammes 55 als" auch die Längsbewegung -des Trägers 57 unmittelbar von Hand aus vorgenommen, aber es kann die eine oder die andere oder beide auch durch entsprechende mechanische Hilfsmittel herbeigeführt werden. In jedem Fall ist es
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aber empfehlenswert, die senkrechte Bewegung des Scheidekammes 55 durch entsprechende mechanische Hilfsmittel herbeiführen zu lassen, da hier ein recht erheblicher Druck ausgeübt werden muß. In vorzugsweiser Anordnung wird daher eine Hebelübertragung 59 angewendet (Fig. 2), welche durch einen Fuß oder Handhebel 60 betätigt wird, um den Scheidekamm 55 nach Bedarf anzuheben. Ein Zahngesperre 61 o. dgl. wird vorgesehen, um den angehobenen Scheidekamm 55 in seiner Stellung zu halten, während eine Saite zwischen den voneinander getrennten Längssaiten durchgefädelt wird.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Saitentrennvorrichtung ist die folgende; Gesetzt den Fall, daß der Scheidekamm 55 herabgelassen ist, wie z. B. nach seiner letzterfolgten Benutzung, so wird er nicht berührt, bevor nicht eine Quersaite einzuziehen ist. Da der Scheidekamm 55 von seiner letzten Benutzung her in seiner am weitesten rückwärts liegenden Stellung sich befinden dürfte, wird der Träger 57 nun vorwärts entlang seiner Führung 45 bis in die vorderste Stellung gezogen, der Scheidekamm 55 wird innerhalb des Trägers 57 so weit seitwärts verschoben, bis die Zacken 56 mit dem betreffenden Satz Längsaiten übereinstimmen, und nun wird die Hebelanordnung59 so betätigt, daß die Zacken 56 die betreffenden Längssaiten anheben. Sobald dieTrennung der Längssaiten voneinander in ausreichendem Maße erreicht ist, wird das Zahngesperre 61 wirksam, und so wird die Trennung der Saiten aufrechterhalten. Nachdem der Scheidekamm 55 wieder in seine Ausgangsstellung gebracht ist, wird er für das Durchfädeln der nächsten Quersaite wiederum innerhalb des Trägers 57 seitwärts verschoben, bis die Zacken 56 mit dem nunmehr in Frage kommenden Satz Längssaiten übereinstimmen. Nachdem eine Anzahl von Saiten nacheinander behandelt worden sind, wird der Träger 57 nach rückwärts in seinen Führungen 45 in eine Stellung verschoben, welche der Behandlung der Saiten mehr in der Nähe des Handgriffes des Schlägers entspricht. Er kann schrittweise nach rückwärts bewegt werden, es empfiehlt sich jedoch, ihn, um Zeit zu sparen, in einem Zuge von vorn nach rückwärts zu bewegen. Es ist nicht erwünscht, daß die Saiten von der Mitte des Tennisschlägers ab gegen den Handgriff zu ebenso stark angehoben werden wie die Saiten am Kopfende des Schlägers. Darum wird bei der Arbeit am Kopfende des Schlägers eine größere Gewalt an der Hebelanordnung 59 angewendet als bei der Arbeit mehr in der Nähe des Handgriffes. Das Zahngesperre 61 gestattet die Anpassung an die auftretenden Unterschiede.
Der Erfindungsgegenstand beschränkt sich keineswegs auf eine Gestaltung mit dem angegebenen Einzelheiten. Die nachfolgenden Angaben über wahlweise Anordnungen zeigen, daß der Erfindungsgedanke auch in Vorrichtungen mit einer Reihe vonAbweichungen in der Bauart und Anordnung verkörpert werden kann.
So kann z. B. die Saitentrennvorrichtung so gebaut werden, daß gemäß Fig. 4, 5 6, 18 und 19 eine Welle 62 quer oberhalb des Tennisschlägers, also im Gegensatz zu dem vorhergehenden Ausführungsibeispiel, angeordnet wird; diese Welle 62 trägt fest mit ihr verbunden eine Mehrzahl Trennstücke 63, welche in diesem Falle aus exzentrisch auf der Welle 62 angeordneten Kreisscheiben bestehen. Sie sind außerdem auch untereinander abwechselnd exzentrisch, und zwar in zwei Gruppen, angeordnet, deren eine nach rechts und die andere nach links vorspringt. Die Welle 62 ist in waagerechten Lagern 64 auf kurzen Säulen 65 gelagert, welch letztere in der Plattform 3, auf welcher der Tennisschläger mit seinem Rahmen aufruht, eingeschraubt oder sonstwie befestigt ist. Die Welle 62 kann nun in den Lagern 64 gedreht werden, und zwar vorzugsweise, jedoch nicht ausschließlich, von Hand mit Hilfe eines auf ihr angebrachten Handgriffes 66. Um zu ermöglichen, daß die Scheiben 63 an verschiedenen Stellen in der Längsrichtung des Schlägers zur Wirkung gebracht werden können, sind die Säulen 65 in der genannten Riehtung dadurch verschiebbar, daß sie durch Längsschlitze 6y in der Plattform 3 hindurchgreifen und in diesen entlang gleiten können, Um die Spannwirkung mit den Exzenterscheiben 63 herbeiführen zu können, wie weiter unten beschrieben, ist die Welle 62 in senkrechter Richtung verschiebbar angeordnet, indem sich die Säulen 65 bei Betätigung eines Exzenterhebels 68, der auf die Unterseite der Plattform 3 wirkt, senkrecht in ihrer Führung 67 bewegen können. Der Exzenterhebel 68 führt in der vorzugsweisen Ausführungsform drei bestimmte Stellungen der Welle 62 herbei, nämlich eine neutrale Stellung und zwei verschiedene Arbeitsstellungen. Der Exzenterhebel 68 arbeitet gegen den Druck einer Feder 69, durch die die Welle 62 normalerweise nach oben gedrückt wird. Um in gewissen Fällen eine bessere Zugänglichkeit zu dem Kopfteile des Schlägers zu schaffen, besonders wenn die letzten paar Saiten eingezogen werden und wenn die Spannung der ganzen Sehlagfläche des Schlägers schon so stark ist, daß die Längssaiten nicht mehr recht auseinandergespreizt werden können und infolgedessen die mechanische Trennvorrichtung doch nutzlos ist, kann die
Welle 62 mitsamt ihren Exzenterscheiben 63 im ganzen um eine der; beiden senkrechten Säulen 65 schwenkbar gemacht werden, in welchem Falle das gegenüberliegende Lager 64 in bekannter Weise seitlich offen ausgeführt wird, um eine derartige Schwenkung zu ermöglichen.
Die Arbeitsweise ist folgende: Angenommen, ein fertiggestellter Schläger habe eben
to die Vorrichtung verlassen, die Saitentrenneinrichtung sei beiseitegeschwenkt und ein neuer Schlägerrahmen aufgelegt. Es ist leichter, dies zu tun, wenn der Saitentrenner aus dem Wege ist, obwohl es natürlich auch ausgeführt werden kann, wenn er in der eingeschwenkten Stellung sich befindet, denn in solchem Falle wird der neutrale, d. h. der flachste Teil des Exzenters 68 zur Wirkung gebracht, so daß der Saitentrenner in seine höchste Stellung gelangt. Der Saitentrenner wird also nun hereingeschwenkt und von Hand in den Führungsschlitzen 6j in seine vordere Stellung gebracht. Soll beispielsweise eine der ersten Saiten eingezogen werden, so wird der Exzenterhebel 68 so umgelegt, daß der höchste Teil seiner Exzenterflache zur Wirkung kommt und daher den Saitentrenner nahe an die Saiten heranbringt. Die Welle 62 wird sodann in der in Betracht kommenden Richtung gedreht, so daß die Exzenterscheiben 63 jede zweite Saite nach unten drücken und die lose Quersaite in einfachster Weise durch die entstandene Öffnung durchgeschoben werden kann. Um das Durchziehen der nächstfolgenden Quersaite zu erleichtern, wird die Welle 62 in der entgegengesetzten Richtung gedreht, so daß der zweite Satz Exzenterscheiben 63 zur Wirkung gelangt und den nächstfolgenden Satz Längssaiten niederdrückt. Nachdem so eine Anzahl von Quersaiten eingezogen ist, wird der Exzenter 68 wieder in seine neutrale Stellung gebracht und der Saitentrenner in den Schlitzen 6y bis in seine rückwärtige Stellung zurückgeschoben, wo er zum Einziehen der Saiten mehr in der Nähe des Handgriffes des Schlägers verwendet werden kann. Da es in dieser Gegend, wie gesagt, unerwünscht ist, die Längssaiten allzusehr niederzudrücken, wird der Exzenter 68 nun mit seiner mittleren, d. h. von den den Arbeits Stellungen zugeordneten Ausladungen geringsten, exzentrischen Ausladung zur Wirkung gebracht, so daß der Saitentrenner nicht ganz so nahe an die Saiten herangebracht wird, wie dies bei der vorhergehenden Benutzung der am weitesten vorspringenden Ausladung des Exzenters 68 der Fall war. Der Saitentrenner wird, wie vorher, so lange betätigt, bis es endlich unmöglich wird, die Saiten niederzudrücken; dann wird er aus einem seiner Lager 64 herausgezogen und ganz beiseite geschwenkt. Natürlich kann auch in diesem Falle der Saitentrenner schrittweise nach hinten verschoben werden, anstatt in einem Zuge; der geringere Druck auf die Saiten wird jeweils an der geeignetsten Stelle zur Wirkung gebracht.
Vorzugsweise freilich erfolgt die Bewegung in einem Zuge, denn ganz abgesehen von der Zeitersparnis, ist das Ausmaß der erfolgten Durchbiegung der Saiten bei dieser Ausführungsform an sich von außen her nicht regelbar. Deshalb ist es besser, an zwei bestimmten Punkten je eine bestimmte Durchbiegung anzuwenden. Dadurch wird die Arbeitsweise genormt und beschleunigt, denn sie wird vollkommen unabhängig von der Beobachtungsfähigkeit und der Geschicklichkeit des Arbeiters.
Es ist zwar in den vorangehenden Darstellungen nur so vorgegangen worden, als ob die Erfindung sich allein auf das Einziehen und Spannen der Quersaiten bezöge, nachdem die Längssaiten bereits gespannt sind. Es ist aber darauf hinzuweisen, daß die Erfindung ebenso beim Spannen der Längssaiten Anwendung finden kann. Indessen werden vorzugsweise die Längssaiten von Hand gespannt und die Quersaiten von der Maschine, denn das Spannen der Ouersaiten ist eine sehr einfache, rasche Arbeit im Vergleich mit dem Spannen der Längssaiten.
Es ergibt sich eine andere wahlweise Ausführungsform in Verbindung mit dem Hauptteile der Erfindung, nämlich dem Differentialgetriebe. In einer wahlweisen Ausführung gemäß Fig. 4, 5, 6, 20, 21 besteht dieses aus einer durchgehenden Welle 70, einem Paar Hauptkegelräder 71, 72, von denen eines (71) von außen her irgendwie angetrieben, auf der genannten Welle jo läuft und das andere (72) auf der Welle 70 aufgekeilt ist, und ferner aus einem Paar von Planetenkegelrädern 73 (von diesen ist in Fig. 20 nur eines gezeichnet), welche mit den genannten Hauptkegelrädern 71, 72 in Eingriff stehen. Die Planetenräder 73 werden von einem Zapfenring 75 getragen, und dieser läuft durch Vermittlung eines entsprechenden Gehäuses oder Käfigs j6 konzentrisch auf der Welle 70.
Bei dieser abgeänderten Aus führungs form wird der Käfig oder das Gehäuse 76 in bestimmtem Maße zurückgehalten, und zwar wird es durch ein Gegengewicht Jj auf einem Hebelarme JJ' in ähnlicher Weise gegenbelastet, wie die Gegenspann welle 14 bei der erst angegebenen Ausführungsform. Die eigentliche Saitenspanneinrichtung wird in der wahl weisen Ausführungsform nach Fig. 4 bis 6 und 20, 21 von der durchgehenden Welle 70 angetrieben, welche in diesem Fall
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ein Kettenrad 78 trägt, das mit ihr durch eine Klauenkupplung 79 gekuppelt werden kann. Die übrigen Teile der Anordnung sind bei dieser Ausführungsform annähernd die gleichen wie vorher, freilich mit einigen Abänderungen, wie z. B. der, daß das selbsttätige, aus Hebeln und Verbindungsstangen bestehende Gesperre 25, 26 in entsprechender Anpassung mit dem Käfiggehäuse 76 zusammenwirkt oder daß die Zwischenwelle 10 durch einen Kettentrieb 80 (Fig. 4 und 5) von dem Kettenrad 78 aus angetrieben wird. Dabei verläuft die Achse der Zwischenwelle 10 oberhalb der Differentialwelle 70 und parallel mit ihr, und treibt über Kegelgetriebe 81 die Greiferwellen 1 bzw. 2, welche je an einem Ende der Zwischenwelle 10, genau wie beim ersten Beispiele, sich anschließen, jedoch jetzt im rechten Winkel zu der Differentialwelle 70 verlaufen, während sie dort zu der Hauptachse 13, 14, 15 des Differentials parallel Hefen.
Die Arbeitsweise dieser abgeänderten Form des Differentialgetriebes ist die folgende:
Das auf der Welle 70 lose umlaufende Hauptkegelrad 71 wird ununterbrochen von außen her durch den angeschlossenen Antrieb in Umdrehung versetzt, und da das Käfiggehäuse 76 zurückgehalten wird, veranlaßt das Kegelrad 71 die Planetenräder 73 zur Umdrehung um ihre Drehzapfen, so daß auch das andere Kegelrad 72 und die mit diesem verkeilte Welle 70 umlaufen muß. Die Saite wird nun in den Saitengreifer 6 eingespannt, und die Kupplung 79 wird eingeschaltet, so daß die Zwischenwelle 10 und von dort aus die betreffende Greif er welle 1, 2 in Umdrehung versetzt wird. Sobald die Spannung in der Saite so weit gestiegen ist, daß das entsprechende Drehmoment an der Differentialwelle 70 und daher auch dasjenige an dem aufgekeilten Kegelrade 72 den Wert des Gegendrehmomentes übersteigt, welches an dem Käfiggehäuse 76 wirkt und bestrebt ist, die Planetenräder 73 festzuhalten, hört das aufgekeilte Kegelrad 72 und infolgedessen auch die Hauptwelle 70 auf, sich zu drehen, so daß der Saite eine weitere Spannung nicht erteilt wird. Da nunmehr das aufgekeilte Kegelrad
72 von der Saite selbst an der Drehung verhindert wird, können auch die Planetenräder
73 nicht um ihre Zapfen umlaufen, und da der Antrieb von dem freien Kegelrad 71 her weiter anhält, werden sie gezwungen, das aufgekeilte Kegelrad 72 zu umlaufen und dabei den Käfig 76, in dem sie gelagert sind, mitzunehmen, so daß hierdurch das Gewicht T] angehoben wird.
Die restlichen Arbeitsstufen sind genau · die gleichen wie vorher; das Gewicht yy wird angehoben, das Kupplungsgesperre 25, 26 ausgelöst, die Kupplung 79 geöffnet, und das ganze Getriebe geht in die Ausgangsstellung zurück, die Saitenspannung aber wird, wie bereits angegeben, durch das Zahngesperre 27 auf der Zwischenwelle 10 aufrechterhalten.
Auch hier ist darauf hinzuweisen, daß die Erfindung sich nicht auf die Anwendung eines -Gewichtes zur Herstellung des Gegendrehmomentes beschränkt, denn eine ganze Anzahl anderer Anordnungen zur Herbeiführung des gleichen Zweckes können angewandt werden. In einer wahlweisen Ausführungsform kann beispielsweise die Gegenkraft auf elektrischem Wege erzeugt werden, in welchem Falle die Saitenspannung gegen die Kraft eines Elektromagneten wirkt, der so eingestellt ist, daß er bei einer bestimmten mechanischen Belastung den Anker ausläßt; vorzugsweise bewirkt dieser Magnet dann auf mechanischem oder elektrischem Wege die Lösung der Kupplung 24, 79.
Es ist schließlich klar, daß unabhängig von den angegebenen einzelnen Konstruktionmerkmalen, ζ. B. an Stelle eines äußeren Kraftantriebes, auch ein Hand- oder Fußantrieb zur Anwendung kommen kann.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Bespannen von Tennisschlägern u. dgl., bei der die Spannung der Saite zur Überwachung einer Vorrichtung zum Verhindern einer Überspannung benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Erreichen des vorbestimmten Saitenspannungsbetrages eine zwischen Saitenspanner und Antriebsvorrichtung für den Saitenspanner geschaltete Kupplung unter Überwindung ihres dem gewünschten Saitenspannungsgrad entsprechend eingestellten Widerstandes sich löst und den Saitenspanner selbsttätig stillsetzt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Differentialgetriebe (17, 72), das an einem Teile durch die Saitenspannung ein Drehmoment erhält, das mit einem vorher einstellbaren, an einem anderen Teile des Differentials (16, j6) wirkenden Gegendrehmoment in dem Augenblick ins Gleichgewicht kommt, in dem die volle und vorbestimmte Saitenspannung erreicht ist, so daß diese stets eine konstante Funktion der das Gegendrehmoment erzeugenden Kraft ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 zum selbsttätigen Beenden des Spannens der Saite in dem Augenblick, in dem die vorbestimmte Saitenspannung erreicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Differential aus drei Teilen besteht, an deren
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    einem (17, 72) die zu spannende Saite mittelbar oder unmittelbar befestigt ist, während an dem zweiten Teile (16, 76) die Einstellung der Gegenkraft (23, 77) S angeordnet ist und der dritte Teil (21, 71) mit einem ständigen Antrieb in lösbarer Verbindung (24, 7g) steht, die unter der Wirkung des Gegenspannteiles (16, 23; 76, 77) steht.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem das Gegendrehmoment erzeugenden Teile (16, 76) des Differentials ein Hebelarm (22, 77') angebracht ist, auf dem ein verstellbares Gewicht (23, 77) angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegendrehmoment durch eine eloktromagnetische, auf Lieferung des gewünschtenDrehmomentes einstellbare Vorrichtung erzeugbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5 mit Differentialgetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß von dessen beiden einander gegenüberstehenden Hauptkegelrädern das eine (17) mit der Spannvorrichtung (6) für die Saiten verbunden ist, das andere (16) unter der Einwirkung der Gegenkraft (23) steht, während an dem die Planetenräder (19, 20) tragenden Gehäuse oder Käfig (21) der ständig wirkende Antrieb angreift.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden einander gegenüberstehenden Hauptkegelrädern des Differentialgetriebes das eine (72) auf einer durchgehenden Welle (70) der Spannvorrichtung (6) befestigt ist, während das andere (71) lose auf der genannten Welle (70) sitzend, mit dem ständigen Antriebe gekuppelt, das die Planetenräder (73) tragende Gehäuse (76) aber unter die Einwirkung der Gegenkraft (77) gestellt ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kupplung (24, 79), welche die Spannwelle (15, 70) des Differentials mit den Spannvorrichtungen (6) für die Saiten verbindet, und diesen Spannvorrichtungen (6) vorzugs weise auf einer Zwischen welle (10) ein Zahngesperre, ein Freilauf oder eine ähnliche Zwischenverbindung (27) angeordnet ist, durch das die erreichte Spannung der Saite nach Lösung der Kupplung (24, 79) aufrechterhalten wird.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebelarm oder der ihm entsprechende Teil (22, 77') mit Hilfe von Hebelübertragungen, Auslöseklinken, Federn (25, 26, 26°) auf die Kupplung (24,79) derart einwirkt, daß diese gelöst wird, sobald der Hebelarm (22, 77') angehoben wird.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
    Serum, gedruckt in der
DE1930574234D 1929-11-21 1930-02-13 Vorrichtung zum Bespannen von Tennisschlaegern u. dgl. Expired DE574234C (de)

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