DE422293C - Klavier mit pneumatischer Spielvorrichtung - Google Patents

Klavier mit pneumatischer Spielvorrichtung

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DE422293C
DE422293C DEP47423D DEP0047423D DE422293C DE 422293 C DE422293 C DE 422293C DE P47423 D DEP47423 D DE P47423D DE P0047423 D DEP0047423 D DE P0047423D DE 422293 C DE422293 C DE 422293C
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sliding block
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DEP47423D
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PHILIPPS AKT GES
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Klavier mit pneumatischer Spielvorrichtung. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in das Gehäuseoberteil eines jeden normalen Handspielklavi@ers von üblicher Höhe und Tiefe eine pneumatische Spielvorrichtung für senkrecht laufende Notenbänder so einzubauen, daß Ausbauten oder Erweiterungen am Gehäuseoberteil oder die besondere Anfertigung größerer, insbesondere tieferer Gehäuse vermieden werden und die Auswechslung der Notenrollen nicht erschwert wird.
  • Bisher war man genötigt, für Klaviere mit pneumatischer Spielvorrichtung besonders tiefe und hohe Instrumentengehäuse anzufertigen. Die Gehäuse üblicher Art und Abmessung waren nicht verwendbar. Dies bedeutete eine Verteuerung von 2o Prozent und mehr gegenüber Instrumenten der üblichen Handspielmodelle und deren Abmessungen. Um die Instrumente der liier fraglichen Axt mit voller Leistungsfähigkeit und normalem Spielumfang auch der breiteren Masse des Publikums zugänglich machen zu können, verlangen die wirtschaftlichen. Verhältnisse heute niedrigere Gestehungspreise. Diese sind nur zu erzielen durch Ersparnisse am Gehäusebau. Gemäß der Erfindung kommen. nur Instrumente von üblicher Art und Abmessung zur Verwendung, wie sie beispielsweise auch jederzeit als normale Modelle von jeder beliebigen Klavierfabrik bezogen werden können. Der Einbau der Spielvorrichtung für das senkrecht laufende Notenband erfolgt in diesen normalen Instrumentengehäusen in dem vor dem Stimmstock liegenden Raum zwischen den Anschlaghämmern und dem Gehäusedeckel derart, daß sie zwecks Auswechselns der Notenrollen unter =dem geschlossenen Oberrahmen der Gehäusevorderwand her, durch. eine Öffnung derselben h:ndurchbewegt werden kann; in .ähnlicher Weise, wie dies bei Instrumenten anderer Art mit wagerecht oder quer laufenden Notenbändern bereits vorgeschlagen worden ist. Im vorliegenden Falle `handelt es sich ausschließlich um den Einbau von pneumatischen Spielvorrichtungen für senkrecht laufende Notenbänder normaler Länge und normalen Spielumfangs.
  • Die Erfindung besteht in einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform. Gemäß der Erfindung wird die Spie:mechanik ohne die Pneumatik in passend verlausenden Schlitzen eines seitlichen Rahmens so geführt, daß sie beim Abwärtsbewegen gleichzeitig nach vorn, teilweise aus dem Gehäuse herausgezogen wird. Die eigentliche Pneumatik mit Windlade usw. befindet sich im Unterteil des Instrumentes.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Abb.i ist ein Querschnitt durch das Gehäuseoberteil des Instrumentes mit Stirnansicht der Spielmechanik in eingeschobener Stellung; Abb. z zeigt denselben Querschnitt mit der Spielmechanik in herausgezogener Stellung, und Abb. 3 ist eine der Abb. i entsprechende Vorderansicht.
  • Es bezeichnet n den Stimmstock mit den Saiten, b die Anschlaghämmer, c das Oberteil der G.ehäusevorderwand, d den Oberrahmen desselben und e den aufklappbaren Deckel des Gehäuseoberteiles. In dem Vorderwandoberteil c ist eine zweckmäßig verschließbare Öffnung f von solcher Größe vorgesehen, daß die Spielmechanik durch sie hindurchgeschwungen werden kann.
  • Diese letztere besteht aus dem Gleitbockoberteil g, welches zwischen zwei seitlichen Rahmenteilen lt befestigt ist, in denen außerdem die Notenrolle i und die Aufnahmewalze k gelagert sind. Die Rahmenteile h sind doppelwandig ausgebildet, und in dem Raum zwischen ihren parallelen Wänden ist auf der einen Seite das umschaltbare Getriebe für den Antrieb von Notenrolle und Aufwickelwalze untergebracht, und auf der anderen Seite die zurückziehharen Lager- und 14Iitnehmerzapfen derselben. Die Rahmenteile k sind zweckmäßig noch durch besondere Verbindungsstangen untereinander zu einem festen Rahmen verbunden. Sie sind zwischen festen Lagerschilden L aufgehängt und geführt, die an der Unterseite des Gehäusedeckels e in geeigneter Weise befestigt sind. Zwecks Tragens und Führens des Rahmens sind die Lagerschilde L mit je zwei, zweckmäßig mit Gleitführungsrollen ausgestatteten sowie untereinander versetzt angeordneten Zapfen m, ms und die .äußeren- Rahmenteile 'h mit je zwei Führungsschlitzen n, n1 versehen, durch welch letztere die Zapfen m, m1 oder deren Gleitführungsrollen hindurchtreten. Von den Führungsschlitzen verlaufen die oberen, n, geradlinig geneigt und die unteren, u1, erst ein kurzes Stück senkrecht und dann viertelkreisförmig nach vorn. Dieser Verlauf der Führungsschlitze und die besondere Anordnung der Zapfen in den Lagerschildcn bedingen, da.ß der Rahmen mit allen seinen Teilen beim Hervorziehen sich zuerst senkt und dabei gleichzeitig nach vorn, unter dem Oberrahmen d des oberen Vorderwandteiles her, durch die davor befindliche öffnung f des letzteren erausgleitet. Die Bewegung wird begrenzt durch die Länge der Führungsschlitze n, n1, und kleine Erweiterungen der vorderen Enden der unteren Führungsschlitze n1 sichern zusammen mit den Zapfen m1 die Lage des Rahmens im eingeschobenen Zustande, indem sie sich damit an den erwähnten Zapfen einhaken. Beim Herausziehen wird der überhakungswiderstand durch kräftigen Zug oder etwas Anheben leicht überwunden, Im einen Lagerschild ist das Hauptantriebszahnrad o gelagert und im benachbarten Rahmenteil h das Gegenzahnrad p für die Bewegungsübertragung auf das an sich bekannte umschaltbare Getriebe der Spielmechanik derart, da.ß letzteres in hervorgezogener SteLung derselben mit ersterem in Eingriff gelangt.
  • Die dem Gleitblockkopf g entsprechende Kuppelleiste r mit den nach der Windlade führenden Leitungen wird von den Lagerschilden getragen und isst zweckmäßig lösbar an diesen befestigt. Die Leitungen. dieser Kuppelleiste führen erst noch nach einer zweiten, dicht über der Tastatur vorgesehenen, trennbaren Kuppelleiste, ehe sie nach der Windlade gelangen. Der Gleitblockkopf selbst besitzt eine winklig zu ihm verlaufende Verlängerung g1, die sich in spielbereiter Stellung der Vorrichtung mit ihrem freien Ende auf die Kuppelleiste r aufsetzt. Die Verbindung beider in dieser Stellung kann. in an sich bekannter Weise durch Klemmhebel, Riegel, Flügelschrauben o. dgl. erfclgen. Eine direkte Verbindung der Kanäle im Gleitblockkopf mit denjenigen der Kuppelleiste könnte auch in ebenfalls bekannter Weise durch biegsame Leitungen, z. B. Schläuche o. dgl., hergestellt sein.
  • Die untere Verbindungsstange s der inneren Rahmenteile dient zweckmäßig als Handhabe zur Bewegung des ganzen Rahmens mit allen von diesem getragenen Teilen.
  • Die Kuppelleiste r kann, statt unterhalb der Spielmechanik, auch weiter oben angeordnet und die winklige Verlängerung g1 des Gleitblockkopfes g in diesem Fahe statt nach abwärts nach aufwärts gerichtet sein. Die Verbindung der Windleitungskanäle und damit die Spielstellung der einzelnen Teile würde dann nicht, wie bei dem dargestellten Beispiel, bei herausgeschwungener, sondern bei in das Gehäuse eingeschobener Spielmechanik erreicht sein.
  • Bei dem dargestellten Beispiel ist Abb. i die Ruhestellung und Abb.2 die Spielstellung.
  • Soll die Spielmechanik von der Ruhestellung in die Spielste-lung gebracht werden, so erfaßt man sie an der Stange s und zieht sie nach vorn abwärts durch die Öffnung f des Vorderwandoberteiles des Instrumentengehäuses hervor. Durch den Zug hebt sich das erweiterte Ende der Schlitze n1 aus den Zapfen ml aus, und der Rahmen h, mit allen von ihm getragenen Teilen, gleitet mit seinen Schlitzen n, n1 an den Zapfen m, ml oder deren Rollen unter dem Oberrahmen d des oberen Vorderwandteiles c her, durch die COffnung f des letzteren so weit hindurch, wie es die Länge der Schlitze tt, n1 zu@ä.ßt und bis das freie Ende der Verlängerung g1 des Gleitblockkopfes g sich auf die Kuppelleiste t aufsetzt. Letztere beiden Teile g1 und r werden dann auf an sich bekannte Weise lösbar miteinander verbunden oder verriegelt. Bei dieser Rahmenbewegung ist auch das im Rahmen h gelagerte Zahnrad p für das umschaltbare Getriebe der Spielmechanik mit dem in dem entsprechenden Lagerschild l gelagerten Hauptantriebszahnrad o in Eingriff gekommen, und die Vorrichtung befindet sich in spielbereiter Stellung. Die Notenrolle t kann bequem ausgewecheslt und zum Abspielen gebracht werden.
  • Beim Zurückbewegen der Spielmechanik in das Gehäuse wird sie wieder an der Spange s erfaßt und in umgekehrter Richtung wie vorher zurückgeschoben, bis die Enderwei:erungen der Schlitze n1 die Zapfen ml überhaken und den Rahmen mit allen seinen Teilen in dieser Stellung sichern.
  • Wird die Kuppelleiste Y oben angeordnet und die winklige Verlängerung g1 des Gleitblockkopfes g dementsprechend nach oben. gerichtet vorgesehen, so würde die eingeschobene Stellung die Spielstellung und die herausgezogene die Ruhestellung sein.
  • Nach Lösen der Kuppelleiste r von den Lagerschilden L oder nach Trennung der zweiten, oberhalb der Tastatur liegenden Kuppelleiste, kann die vollständige, durch die Lager-Schilde am Instrumentendeckel befestigte Spielmechanik mit diesem herumgelegt werden. Der Stimmstock und d:e Saiten samt Hammermechanik des Instrumentes werden hierdurch frei zugänglich, so daß u. a. auch ein bequemes Stimmen ermöglicht ist. Wird die Trennung an der zweiten, über der Tastatur angecrdneten Kuppellei_ te vo genommen, so bleiben die Verbindungsleitungen an der oberen Kuppelleiste r fest und können mit nach aufwärts zurückgelegt werden. Selbstverständlich können nach Trennung der unteren Kuppell;eiste und Lösen der oberen von den Lagerschilden die Leistenstücke mit den Verbindungsleitungen auch gescndert herausgenommen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Klavier mit pneumatischer Spielvorrich:ung, bei der die Spielmechanik zwischen sei.lichen Rahmen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß d:e Spielmechanik oder die Pneumatik sich in in den seitlichen Rahmen vorgesehenen, passend verlaufenden Schlitzen (ra, n1) mit an festen Lagerschilden (L) übereinander versetzt angeordneten Zapfen (m, ml) -so führt, daß sie sich bei einer Abwäj!tsbewegung gleichzeitig nach vorn ziehen und in umgekehrter Richtung zurückbewegen 1äßt.
  2. 2. Klavier nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden der unteren Rahmenschlitze (n1) erweitert sind und sich mit diesen ErweLerungen bei Erreichung der Endstellung in die Zapfen (ml) der Lagerschilde einhaken, wodurch d:e Spielmechanik in eingeschwungener Lage gesichert ist.
  3. 3. Klavier nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einem der Lagerschilde das Hauptantriebszahnrad (o) und im benachbarten Rahmenteil das Gegenzahnrad (p) für die Bewegungsübertragung auf das Getriebe der Spielmechanik so angeordnet ist, daß beide durch die Bewegung der letzteren in die Spielst@ellung miteinander in Eingriff kommen. q.. Klavier nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppelleiste (r) des Gleitblockes mit den nach der Windlade führenden Leitungen an den festen Lagerschilden (L) zweckmäßig lösbar befestigt und der Gleitblockkopf (g) mit einer winkligen Verlängerung (g1) versehen ist, die sich in spielbereiter Stellung der Vorrichtung mit ihrem freien Ende auf die Kuppelleiste aufsetzt.
DEP47423D 1924-02-05 1924-02-05 Klavier mit pneumatischer Spielvorrichtung Expired DE422293C (de)

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