DE422259C - Fangvorrichtung an Kraftfahrzeugen - Google Patents

Fangvorrichtung an Kraftfahrzeugen

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DE422259C
DE422259C DES65922D DES0065922D DE422259C DE 422259 C DE422259 C DE 422259C DE S65922 D DES65922 D DE S65922D DE S0065922 D DES0065922 D DE S0065922D DE 422259 C DE422259 C DE 422259C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/34Protecting non-occupants of a vehicle, e.g. pedestrians

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

  • Fangvorrichtung an Kraftfahrzeugen. Es sind Fangvorrichtungen an Kraftfahrzeugen bekannt, bei denen ein Auffangnetz o. dgl. mittels oberer und unterer Tragarme schräg ansteigend ausgespannt wird, um beim Anprall des nahe am Boden befindlichen, voreilenden Netzrandes an die Füße einer Person die letztere umzustoßen und sodann im Netz aufzufangen. Wiederholte Versuche mit solchen Vorrichtungen haben aber .ergeben, daß bei großer Fahrgeschwindigkeit die Füße in der Fahrtrichtung mitgerissen werden, der Körper selbst aber in dem kurzen Zeitraum nicht zum Niedersinken ins Netz kommt, so daß der Oberkörper heftig gegen den Wagen prallt und dadurch mehr oder weniger verletzt wird.
  • Gemäß der Erfindung wird dieser Übelstand dadurch behoben, daß die den oberen Netzteil haltenden, in an sich bekannter Weise nach hinten federnd beweglichen Tragarme derart auf die unteren Tragarme einwirken, daß bei der Rückwärtsbewegung der oberen Arme, z. B. unter dem Druck eines das Netz treffenden Körpers, ein selbsttätiges Vor- bzw. Anheben des unteren Netzteiles unter gleichzeitiger Bildung einer vorzugsweise frei durchhängenden Netzmulde erfolgt, zum Zweck, einerseits den Körper sicher aufzufangen und anderseits die Füßle nicht nur mit-, sondern auch hochzureißen.
  • In der Zeichnung ist die Schutzvorrichtung in zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigen die Abb. i und a die Seiten-und Vorderansicht der ersten und die Abb.3 bis 5 eine Seiten- und Vorderansicht sowie eine Einzelheit der zweiten Ausführungsform. Bei der Einrichtung nach Abb. i und 2 ist der untere Rand des Netzes i auf einer Rolle 2 befestigt, welche an den vorderen Enden der unteren Tragarme 3 gelagert ist. Die oberen Enden dieser Arme sind an nach unten ragenden Auslegern 5 von Stützen 6 (Abb. i) angelenkt, welche auf dem Rahmengestell aufruhen. Die Tragarme 3 stehen unter der Wirkung von Federn 4 (Abb.2), welche sich um die oberen Enden der Arme sowie um die Ausleger 5 herumwinden und welche die Arme 3 in der auffangbereiten Lage halten. Zwischen die vorderen Enden der Arme ist ein Seil 7 gespannt. Der obere Netzrand ist mittels eines quergespannten Gurtes 8 an den oberen Tragarmen 9 befestigt, welche um eine in den Stützen 6 gelagerte Welle io nach hinten ausschwenkbar angeordnet sind. Diese oberen Arme tragen Zahnbögen 12, in welche Sperrklinken 13 .eintreten, um die Arme festzuhalten, wenn diese entgegen der Wirkung von die Bögen i-- umgebenden Federn i i durch den Anstoß an ein Hindernis nach hinten ausgeschwenkt werden. Die Arme sind gemäß :der Erfindung mit über die Drehachse io nach unten reichenden Verlängerungen 14 versehen, die an den Enden Mitnehmer 15 tragen, mit denen sie hinter die unteren Tragarme 3 greifen.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Anstoß des Seiles 7 an die Füße einer Person werden diese zunächst mitgerissen, so daß der Körper umschlägt und der Oberkörper gegen den oberen Teil des Netzes trifft, worauf das Netz, den Stoß aufnehmend, samt den Armen 9 lehnenartig um die Welle io nach hinten schwingt und in der neuen Lage durch die Sperriegel 13 gehalten wird. Gleichzeitig bewirken die unteren Verlängerungen 14 bzw. Mitnehmer 15 der oberen Arme ein Anheben der unteren Tragarme unter gleichzeitiger Bildung einer frei durchhängenden Netzmulde, die infolge der Verriegelung der oberen Arme in der jeweilig schrägsten (strichpunktierten) Lage aufrechterhalten bleibt, so daß nicht allein die Beine hochgerissen werden, sondern auch ein sicheres Auffangen des Körpers erfolgt.
  • Das Netz kann außer Betrieb auf die Rolle 2 mittels einer Schnurrolle 16 (Abb.2) aufgewickelt werden, von welcher eine Schnur 17 mit einer Windung über eine auf der Welle i o lose drehbare Rolle 18 zum Führersitz führt. Durch Anziehen der Schnur 17 wird das Netz auf die Rolle 2 aufgewickelt, welche sich entsprechend der Verkürzung des Netzes samt den Armen 3 hebt und gegen den oberen Netzrand legt (punktierte Lage in Abb. i). Die Wiederherstellung der Bereitschaftslage bzw. das Wiederausspannen des Netzes erfolgt nach Freigabe der oberen Arme infolge Lösens der Verriegelung 12, 13 sowie nach Loslassen der Schnur 17, wobei die Tragarme 3 unter der Wirkung der Federn ¢ selbsttätig nach unten schwingen und das Netz von der Rolle 2 abwickeln.
  • Bei der Einrichtung nach Abb.3 bis 5 ist der obere Netzrand gleichfalls an dem Gurt 8 und der untere Rand an dem Seil 7 befestigt. Jeder. der oberen Arme, die mit ihren Wellen i9 in den oberen Enden von hohlen Trägern 20 gelagert sind, ist über seine Drehachse hinaus nach hinten verlängert, und diese Verlängerung 21 ist unter Vermittelung eines Lenkers 22 mit einer Zahnstange 23 verbunden. Die unteren Tragarme 3, die mit je einer Hohlwelle 24 gleichfalls in den Trägern 2o ruhen, tragen rückwärtige Verlängerungen 25, die mittels der Lenker 26 an je eine Zahnstange 27 angeschlossen sind. Beide Zahnstangen, die in dem zugehörigen Träger 2o in ihrer Längsachse verschiebbar sind, greifen in ein gemeinsames Zahnrad 28 .ein, das mittels eines Schlittens 29 in dem Träger 2o geführt und mittels lösbarer Sperrvorrichtungen, wie z. B. Sperrad 30 und Sperrklinke 31, gegen Drehung verriegelt ist, so daß die beiden Zahnstangen zwangläufig gekuppelt sind.
  • Wenn nun der Oberkörper einer Person gegen den oberen Netzteil trifft, so schwenkt er die oberen Arme 9 in die strichpunktierte Lage nach Abb. 5. Dabei verschiebt die Verlängerung 21 jedes oberen Armes die durch das verriegelte Zahnrad 28 miteinander gekuppelten Zahnstangen 23,27 zusammen mit dem das Zahnrad tragenden Schlitten 29 entgegen der Wirkung einer zwischen den Schlitten und einen festen Anschlag 33 gespannten Feder 32 nach unten, mit dem Erfolg, daß die Zahnstange 27 mittels des Lenkers 26 und der Verlängerung 25 den zugehörigen unteren Arm 3 nach oben schwenkt. Die Verlängerung des unteren Armes ist kürzer als diejenige des oberen Armes, so daß die Schwenkung der unteren Arme größer ist als die der oberen. Dadurch wird erzielt, daß die zwei Netzränder sich einander nähern und das Netz eine Mulde bildet (Abb.5 strichpunktiert), in welcher der Angefahrene sicher 11 aufgefangen wird. Das Festhalten des Netzes bzw. der Arme in dieser Lage erfolgt dadurch, daß die Schlitten 29 in den Trägern 20 durch eine beliebige selbsttätige Sperrvorrichtung, z. B. Sperrstange 34, in der jeweilig tiefsten Lage gegen Bewegung nach oben verriegelt werden. Nach Freigabe dieser Verriegelung drückt die Feder 32 den Schlitten nach oben und führt somit die Schutzvorrichtung in die Bereitschaftsstellung zurück. 12 Um die Muldenbildung des Netzes auch beim Anfahren von kleineren Hindernissen, z. B. von Kindern, deren Oberkörper nicht bis zum oberen Netzteil reicht, zu bewerkstelligen, ist eine besondere Vorrichtung vorgesehen, welche gleichzeitig auch zum Zusammenrollen des Netzes dient. Diese besteht aus zwei Tragarmen 35, von denen jeder an einer in der hohlen Welle 24 gelagerten zweiten Welle 36 befestigt ist und die an ihren freien Enden eine Schnurrolle 37 halten, welche zum Drehen von das Netz zwischen sich einklemmenden Seilen 38 (Abb. 4.) dienen. Diese Arme sind ferner mit Verlängerungen 39 versehen, welche unter die unteren Tragarme 3 greifen. Wenn nun eine niedrige Gestalt angefahren wird, so drückt diese die mittleren Arme 3 5 nach hinten und die Mitnehmer 39 schwenken die unteren Arme 3 nach oben. Dabei ziehen die Verlängerungen 25 der Arme die Zahnstangenkupplung nebst dem Schlitten 29 entgegen der Wirkung der Feder 32 nach unten und die oberen Arme 9 werden infolgedessen nach hinten ausgeschwenkt. In dieser Arbeitsstellung wird die ganze Schutzvorrichtung wie früher durch die Sperrstange 34. verriegelt. Nach Lösen dieser Verriegelung kehren die oberen und unteren Arme nebst der Zahn,-stangenkupplung in ihre Bereitschaftslage zurück. Dabei wirken die unteren Arme 3 auf die Mitnehmer 39 ein, so daß diese auch die Arme 35 in ihre Bereitschaftslage zurückführen.
  • Das Netz i wird dadurch zusammengerollt, daß es um die Seile 38 herumgewickelt wird, welche das Netz einklemmen, und die mittels Rollen 37 gedreht werden können. Zu .diesem Zwecke muß zunächst die Zahnradkupplung gelöst werden, dadurch, daß der Sperriege13i mittels des Hebels q.o durch Anziehen des Seiles 41 (Abb. 5) aus dem Sperrade 3o herausgehoben wird. Sodann werden mittels je einer über eine Rolle 42 geführten Schnur 45, die auf die zugehörige vordere Rolle 37 aufgewickelt ist, die Arme 3 5 samt dem Doppelseil 38 nach hinten bewegt. Durch weiteres Anziehen der Schnüre 45 und weiteres Drehen der Rollen 37 nebst dem Doppelseil 38 wird das Netz auf das letztere aufgerollt, wobei die Tragarmpaare 3 und 9 gegeneinandergeschwenkt werden und sich an das in der Mitte zusammengerollte Netz anlegen.
  • Bei dem durch das Herabschwenken des oberen Armes 9 veranlaßten Hochgehen der zugehörigen Zahnstange 23 wird eine diese Stange umgebende, sich gleichfalls gegen den bereits erwähnten Anschlag 33 abstützende Feder 46 gespannt, während die Feder 32 und die seitliche Verriegelung 34 den Schlitten 29 in seiner Lage festhalten.
  • Das Wiederausspannen des Netzes in die Bereitschaftslage erfolgt bei gelöster Sperrvorrichtung 30,31 sowie freigelassenen Zugseilen ¢5 dadurch, daß infolge der Feder 46 die Arme 9 hinaufschwingen und infolge der Zahnradkupplung 23, 28, 27 zwangläufig die Arme 3 herabschwingen und dabei mittels des Fortsatzes 39 die Arme 35 nach vorn mitnehmen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fangvorrichtung an Kraftfahrzeugen, deren Auffangnetz am oberen und unteren Ende zwischen Tragarmen eingespannt ist, von denen die unteren Arme nach oben, die oberen, unter dem Einfluß von Federn stehenden Arme jedoch nach hinten ausschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß- die oberen Arme mit die unteren Arme beeinflussenden Gliedern ausgerüstet sind, welche beim Anstoß eines Hindernisses an die oberen, dabei nach hinten ausweichenden Arme ein selbsttätiges Hochschwenken der unteren Arme und gleichzeitiges Entstehen einer vorzugsweise frei durchhängenden Netzmulde bewirken.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Tragarme (9) mit über ihre Drehachse (io) nach unten reichenden Verlängerungen (14) versehen sind, mit denen sie hinter die unteren Tragarme (3) greifen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an die über ihre Drehachsen hinaus nach hinten verlängerten oberen und unteren Tragarme (9, 3) unter Vermittelung von Lenkern (22, 26) Zahnstangen (23, 27) greifen, die in ihrer Längsachse verschiebbar und durch ein in einem Schlitten (29) gelagertes, verriegelbares Zahnrad (30) zwangläufig miteinander gekuppelt sind. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch zwei zusätzliche Tragarme (35), die in geringer Höhe zwei das Netz einklemmende Seile (38) gespannt halten und mit über ihre Drehachse hinausreichenden Verlängerungen (39) die unteren Tragarme (3) untergreifen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die beiden das Netz einklemmenden Seile (38) mittels an den zusätzlichen Tragarmen (35) gelagerter Schnurrollen (37) gemeinsam vierdrehbar sind.
DES65922D 1924-02-21 1924-05-06 Fangvorrichtung an Kraftfahrzeugen Expired DE422259C (de)

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