DE420681C - Verfahren zur Extraktion der als Kesselsteinmittel dienenden Schleimsubstanz von Koernerfruechten - Google Patents

Verfahren zur Extraktion der als Kesselsteinmittel dienenden Schleimsubstanz von Koernerfruechten

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DE420681C
DE420681C DEK79324D DEK0079324D DE420681C DE 420681 C DE420681 C DE 420681C DE K79324 D DEK79324 D DE K79324D DE K0079324 D DEK0079324 D DE K0079324D DE 420681 C DE420681 C DE 420681C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/08Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents

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  • Tea And Coffee (AREA)

Description

  • Verfahren zur Extraktion der als Kesselsteinmittel dienenden Schleimsubstanz von Körnerfrüchten. Man hat bereits versucht, die Bildung von Kesselstein dadurch zu verhindern, daß man bestimmte Körnerfrüchte in einem mit dem Kessel in Umlaufsverbindung stehenden Extraktionsaufsatzapparat auslaugte und den Extrakt dem Kessel zuführte, in welchem er die ausges interten Stoffe umschließt, so daß sie sich an den Kessel- und Rohrwandungen nicht festsetzen können. Bei den meisten Körnerfrüchten wird indessen die Wirkung dieser Extraktstoffe dadurch zweifelhaft, daß aus der Frucht nicht nur die sinterungsverhindernden Schleimsubstanzen, sondern auch die beim Kesselbetrieb unter allen Umständen fernzuhaltenden Ölsubstanzen ausgelaugt - und dem Kesselwasser zugeführt werden. Die Ursache dieser gleichzeitigen Auslaugung der öligen Stoffe ist .darin zu erblicken, daß ein Platzen der Fruchtschale eintritt, wenn die Frucht mit einem laufenden Strom von heißem Wasser gekocht wird. Es zeigt sich indessen, daß eine ausscbließliche Extraktion der wirkungsvollen Schleimsubstanzen unter Ausschluß der gleichzeitigen Extraktion der Ölsubstanzen erfolgt, wenn man für die Unversehrtheit der Fruchtschale sorgt, indem diese bei genügender Erweichung zwar den Austritt der Schleimsubstanzen, nicht aber der Ölsubstanzen gestattet. Es hat sich nun gezeigt, daß man eine die Fruchtschale unversehrt lassende Extraktion der Körnerfrucht mittels eines mit dem Kessel in dauernder Umlaufsverbindung stehenden Extraktionsaufsatzapparates vornehmen kann, wenn man mit Sattdampf extrahiert, der in dein Aufsatzapparat allmählich zur Kondensation gebracht wird. Dies kann in der Weise geschehen, daß man die Ableitung des Aufsatzapparates in der auch bisher üblichen Weise in den Wasserraum des Kessels führt, während der Einlaß an den Kesseldampfraum angeschlossen wird. Es strömt infolgedessen aus dem Kessel Sattdampf in den Aufsatzapparat und kondensiert sich in diesem nach Maßgabe der Wärmeausstrahlung, die man durch eine Berippung fördern kann. Die in dem Apparat befindliche Frucht wird also durch den nassen Dampf bzw. das Kondenswasser langsam ausgelaugt, und es zeigt sich, daß dabei die Fruchtschale unversehrt bleibt, so daß lediglich eine Extraktion der Schleimsubstanz. stattfindet. Diese wird bei dem Rückfluß des Kondensats in den Kessel mitgenommen und nach Maßgabe dieses Abflusses erfolgt ein langsames Nachströmen von frischem Sattdampf in den Aufsatzapparat. In diesem befindet sich also dauernd eine fast stehende Dampfmasse, während im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen ein stetiger reichlicher Durchfluß von heißem Wasser nicht stattfindet, der erfahrungsgemäß das unerwünschte Platzen der Fruchtschale zur Folge hat.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert, in welcher bedeutet: Abb. i die Außenansicht des Extraktionsaufsatzapparates und die Einzelheiten seines Anschlusses an den Kessel, Abb.2 eine teilweise geschnittene Außenansicht des vom Kessel losgelösten Aufsatzapparates in wesentlich - vergrößertem -Iaßstabe, Abb. 3 eine teilweise geschnittene Draufsicht hierzu, Abb. ¢ einen Mittelschnitt, Abb. 5 eine Draufsicht des Einsatzzylinders. Der Aufsatzapparat besitzt einen außen mit Wärmestrahlrippen versehenen Außenzylinder i, dessen oberes Ende durch eine unter der Überwachung eines Ventils 3 stehende Leitung 2 an den Dampfraum und dessen unteres Ende durch eine unter Überwachung eines Ventils 5 stehende Leitung q. an den Wasserraum des Kessels angeschlossen ist. Der Zylinder i wird oben durch einen Deckel 6 verschlossen, welcher durch einen Bügel 7 und Schrauben 8 festgehalten wird und mit einem Schauloch versehen ist. Innerhalb des Zylinders i befindet sich ein oben und seitlich gelochter Blechzylinder io, dessen Deckel ii und Boden 13 durch eine zwischen Bügeln i2 und 14 verlaufende Zugschraube i9 festgehalten werden. Die Bügel fassen ferner zwischen sich einen gleichfalls gelochten Innenzylinder 18, dessen Unterrand einen die Austrittsöffnung 16 des gelochten Zylinders io begrenzenden Flansch 17 umgibt. Der Boden 13 ist nicht gelocht und setzt sich auf das untere Ende des Zylinders i auf, so daß unter dem Einsatzzylinder ein kleiner kegelförmiger Raum 15 verbleibt, an welchen sich die Leitung q. anschließt.
  • Beim Betrieb des Apparates füllt man den Raum zwischen den Wänden .der Zylinder io und 18 mit einer geeigneten Körnerfrucht, z. B. Hanf oder Leinsamen, und setzt den Körnern etwa ein Gewichtsprozent Soda und % Gewichtsprozent Stärkemehl zu. Wenn die Ventile 3 und 5 geöffnet werden, strömt über das Rohr 2 Sattdampf aus dem Kesseldampfraum in das Innere der Zylinder i, io und 18. Der Dampf durchsetzt die gesamte in dem Zylinder io befindliche Körnerfrucht, deren Schale durch den geringen Solozusatz rasch weich wird, ohne zu platzen, und kondensiert sich nach Maßgabe der Wärmeausstrahlung des Zylinders i. Das Kondensat, welches die aus der Körnerfrucht ausgelaugten Schleimstoffe, nicht aber die in der Körnerfrucht enthaltenen öligen Stoffe mit sich führt, gelangt durch die Lochung des Innenzylinders 18 und die Öffnung 16 in der BodenplatteJ3 des Zylinders io hindurch nach dem Raum 15 und wird von da durch die Leitung q. dem Kesselwasser zugeführt. Ein Umlauf zwischen Kessel und Aufsatzapparat findet also nur nach Maßgabe der kondensierenden Wirkung der Wärmeabgabe des Aufsatzapparates -statt. In den Aufsatzapparat selbst strömt nur allmählich ausschließlich Sattdampf, während ein stetiger Umlauf von Kesselwasser nicht stattfindet; die Extraktion findet also in einem Raume statt, in welchem eine Dampfkondensation langsam vor sich geht, eine eigentliche Kochung der Frucht durch heißes Wasser findet nicht statt und die Fruchtschalen bleiben unversehrt.
  • Die Konstruktion des Aufsatzapparates schließt sich an bekannte Vorbilder an und ist als solche nicht Gegenstand der Erfindung. Diese ist in der Auslaugung der Körnerfrucht durch sich kondensierenden Sattdampf zu erblicken, welche man dadurch erreichen kann, daß man den Einlaß des Aufsatzapparates im Gegensatz zu bisherigen Vorschlägen nicht an den Wasserraum, sondern an den Dampfraum anschließt und dadurch einen stetigen Heißwasserumlauf in geschlossener Bahn zwischen Kessel und Aufsatzapparat verhindert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Extraktion der als Kesselsteinmittel dienenden Schleimsubstanz von Körnerfrüchten unter Ausschluß der gleichzeitigen Extraktion der Ölsubstanzen mittels eines mit dem Kessel in Umlaufsverbindung stehenden Extraktionsaufsatzapparates, dadurch gekennzeichnet, daß das die Körnerfrucht auslaugende Wasser in dem Aufsatzapparat durch allmähliche Kondensation von dem Kessel entnommenen Wasserdampf niedergeschlagen wird, indem man den Eimaß des Aufsatzapparates an den Dampfraum, seinen Auslaß in an sich bekannter Weise an den Wasserraum des Kessels anschließt.
DEK79324D 1921-10-04 1921-10-04 Verfahren zur Extraktion der als Kesselsteinmittel dienenden Schleimsubstanz von Koernerfruechten Expired DE420681C (de)

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