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Maschine zum Verschließen von Ampullen. Die Erfindung hetrifft die
weitere Ausbildung der Maschine zum Verschließen von Ampullen nach Patent 41956o
und besteht darin, daß sie das Füllen der zu verschließenden Ampullen reit der Hand
oder durch eine besondere Vorrichtung nicht nötig macht, sondern daß das Füllen
mittels derselben Maschine in einem Arbeitsgange mit dem unmittelbar anschließenden
Verschließen der Ampullen bewirkt wird.
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Der Erfindung gemäß ist im Bereiche einer die zu verschließenden Ampullen
der Verschlußvorrichtung zuführenden Transportvorrichtung nach dem Hauptpatente
eine Füllvorrichtung angeordnet, welche durch eine an ein periodisch eine gewisse
Flüssigkeitsmenge abgebendes Gefäß angeschlossene Hohlnadel gebildet wird, die in
die zu füllende Ampulle eingeführt wird.
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Mit der Füllvorrichtung ist eine die richtige Einführung der Hohlnadel
in den Ampuilenhals sichernde Richtvorrichtung kraftschlüssig verbunden. Diese besteht
in einem gleichachsig mit der Hohlnadel verbundenen Trichter, der auf mechanischem
Wege periodisch über den Hals der zu füllenden Ampulle gestülpt wird.
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Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand in einem Ausfiihrungsbeispiele
dar. Die Vorrichtung zum Verschließen der Ampullen ist in der Zeichnung nicht angegeben.
Es zeigt: Abb. i eine Seitenansicht der Maschine, Abb. 2 und 3 Einzelteile, schematisch
angedeutet, Abb. 4 den Grundriß zu Abb. i und Abb. 5 die Form der die Teile der
Füllvorrichtung verstellenden Führungsnuten.
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Für die Ampullen-Transporteinrichtung läßt sich jede die Ampullen
schrittweise vorwärts bewegende Transporteinrichtung verwenden, z. B. eine mit einer
Anzahl von Ampullenhaltern 2 versehene, schrittweise und in Abhängigkeit von dem
gesamten Richt-und Füllmechanismus gedrehte Transportscheibe i. Diesen Ampullenhaltern
2 können die Ampullen durch Hand oder durch eine automatische Einrichtung zugeführt
und entnommen werden. Durch das dem Füllen sofort folgende Verschließen wird nicht
nur Handarbeit gespart, sondern es wird auch die Gefahr, daß fremde Keime eindringen,
nahezu beseitigt, ein Vorteil, der besonders dann von Bedeutung ist, wenn es sich
um Lösungen handelt, die ein \ achsterilisieren nicht vertragen. Der in Abb. i dargestellte
Ampullenhalter besteht aus einer rotierbaren, oben und unten offenen Hülse, deren
Durchgang durch einen Hebel versperrt ist. Diese Einrichtung gestattet, die gefüllten
und versAhlossenen Ampullen auf einfache Weise aus der Maschine zu entfernen, indem
nur der Hebel aus der Hülse herausgeklappt zu `-erden braucht, wodurch die Ampullen
.den Halt verlieren und nach unten hindun chgleiten.
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Die Richtvorrichtung besteht aus einem Trichter 4, der mit der Plattform
7 auf dem Führungsstangenpaar 9 befestigt ist, bei deren Abwärtsbewegung sich der
Trichter d. über den Hals der Ampulle 3 stülpt (Abb. 2), diesen dabei richtet und
- festhält. Eine mittels des Halters 6 an der Plattform 8 des Stangenpaares io befestigte
Pravaznadel ist durch das Rohr 29 mit dem Meßgefäß 26 verbunden und senkt sich,
nachdem der Am-. pullenhals durch den Trichter d. gerichtet ist, und dringt in die
Ampulle 3 ein (Abb. 3. An den Führungsstangenpaaren 9 und io, «-elche in den Lagern
i i, 12 und 13 oder aber auch in Rollen laufen können, befinden sich die Dorne i.i.
und 15, welche in die Führungsnuten 16 und i7 der drehbaren Walze 18 eingreifen,
die durch Vermittlung des auf derselben Welle i9 sitzenden Zahnrades 2o in Abhängigkeit
von der Transporteinrichtung i angetrieben wird. Abb. 5 zeigt schematisch den Verlauf
der abgewickelten Führungsnoten 16 und 17, der weiter unten erläutert wird. Zur
Verringerung der Reibung beim f.aufen der Dorne 14 und 15 in den Führungsnuten
16
und 17 erscheint es zweckmäßig, die Last des Füllmechanismus durch ein das Stangenpaar
io nach oben ziehendes und leicht anzubringendes Gegengewicht auszugleichen. Auf
der Walze 18 ist noch die Kurbel 21 befestigt, welche die Kolbenstange 24 durch
Vermittlung der Kurbelschleife 22 bewegt, die bei der Auf- und Abbewegung des Meßgefäßes
26 an der Kurbel 21 entlanggleitet. Diese Kolbenstange 24, dic durch das Lager 23
Führung bekommt, regelt den Füllmechanismus, der aus einem mit zwei Ventilen 27
und 28 und einem Kolben 25 versehenen Zylinder 26 besteht. Die Ventile 27 und 28
regeln den Zu- und Abfluß des als Meßgefäß dienenden Zylinders 26 in der Weise,
daß beim Herausziehen des Kolbens 25 Ventil 28 geschlossen wird und durch Ventil
27 aus dem Vorratsgefäß 30 Lösung in den Zylinder 26 fließt, während beim Hineinpressen
des Kolbens 25 Ventil 27 geschlossen und die Lösung durch Ventil 28 und durch die
Pravaznadel 5 in die Ampulle 3 gespritzt wird.
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Die Abbildungen geben einen Fall wieder, wo kein Gummi verwendet werden
darf, wo also alle Röhren starr miteinander verbunden sind und demzufolge auch das
Meßgefäß 26 und das Vorratsgefäß 30, das durch den auf der Plattform8 befestigten
Träger31 gestützt wird, gleichzeitig auf und ab bewegt werden müssen. Ist eine starre
Verbindung nicht unbedingt erforderlich, so läßt sich die Einrichtung noch insofern
vereinfachen, als Vorratsgefäß 30 und Meßgefäß 26 ruhend gelagert werden
können, so daß dann nur an Steile der starren Glasverbindung 29 ein am besten starkwandiger
Gummischlauch zu treten hat. Außerdem könnte in diesem Falle die Kurbelschleife
22 durch eine mit der Kurl,el 21 fest verbundene Pleuelstange ersetzt werden.
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Die Arbeitsweise der Maschine ist kurz folgende. Sobald die Transporteinrichtung
i eine neue Hülse 2 mit einer Ampulle 3 unter die Füllvorrichtung gebracht hat,
was in der Zeit geschieht, während sich die Dorne 14 und i 5 in den Nutten 16 und
17 von b nach c (vgl. hierzu immer die Abb. 5 und 4) bewegt haben ,Stellung der
Abb. i), wird zunächst der untere Dorn 14 und mit ihm die Richtvorrichtung 4 abwärts
geführt (c-d). Nachdem der tiefste Stand (d) erreicht ist (Stellung der Abb. 2),
beginnt auch Dorn 15 seine Abwärtsbewegung (d bis e), d. h. die Pravaznadel 5 senkt
sich in die von der Richtvorrichtung 4 festgehaltene Ampulle 3. Sobald die -Nadel
5 völlig eingedrungen ist (e, Stellung der Abb. 3), beginnt die Kurbel 2i, die inzwischen
(a-e) den Kolben 25 zurückgezogen und dabei die Lösung aus dem Vorratsgefäß
30 in das Meßgefäß 26 gesogen hat, den Kolben 25 wieder in den Zylinder 26
hineinzupressen, wobei die Lösung durch die Nadel 5 in die Ampulle 3 gespritzt wird.
Dies dauert so lange, bis sich die Walze 18 von e bis nach a an den
Dornen 14 und 15 v orbeigedreht hat; dann findet in der anderen Hälfte (a-e) wieder
ein Herausziehen des Kolbens 25, also ein Füllen des Meßgefäßes 25 statt, während
welcher Zeit sich die beiden Dorne 1.1. und 15 und mit ihnen die Hohlnadel 5 und
die Richtvorrichtung 4 wieder heben (a-b), worauf ein neuer Schritt der Transporteinrichtung
erfolgt (b - c), nach welchem sich dann die Dorne wieder einzeln senken, wie oben
beschrieben.