DE418655C - Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von rohen Eiern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von rohen Eiern

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DE418655C
DE418655C DEE28874D DEE0028874D DE418655C DE 418655 C DE418655 C DE 418655C DE E28874 D DEE28874 D DE E28874D DE E0028874 D DEE0028874 D DE E0028874D DE 418655 C DE418655 C DE 418655C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J43/00Implements for preparing or holding food, not provided for in other groups of this subclass
    • A47J43/14Devices or machines for opening raw eggs or separating the contents thereof
    • A47J43/145Machines therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von rohen Eiern. Es sind Vorrichtungen zum Entleeren von rohen Eiern bekannt, bei denen die Eier auf eine kegelförmige und rechenartige Spaltvorrichtung fallen, die die Eier der ganzen Länge nach in zwei Hälften teilt, so daß, wenn die beiden Schalenhälften über die Rechen hinweggleiten, ihr Inhalt herausfällt. Diese bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß sie mit einer gewissen Unsicherheit arbeitet, insofern, als es bei ihr leicht vorkommen kann, daß die Eier überhaupt nicht gespalten werden oder aber schief auftreffen, so daß- ein den Eiinhalt noch festhaltender Teil der Schale, der größer ist als die Hälfte, unentleert durchläuft.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entleeren von rohen Eiern, und zwar derart, daß eine getrennte Gewinnung von Eiweiß und Eigelb stattfinden kann, was bei der bekannten Vorrichtung nicht möglich ist. Das Verfahren besteht darin, daß in die Schalen der nacheinander in eine im wesentlichen senkrechte Lage gebrachten Eier eine oder mehrere seitliche Öffnungen eingeschnitten werden und die Eier darauf derart in Drehung versetzt werden, daß der eine Eibestandteil (das Eiweiß) unter der Wirkung der Fliehkraft aus den seitlichen Öffnungen herausgeschleudert und nach dem Abschleudern dieses Eibestandteiles die Eischale geköpft und alsdann der andere Eibestandteil (das Eidotter) ausgeschüttet wird.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer zur Ausführung dieses Verfahrens geeigneten Maschine.
  • Abb. i zeigt eine Seitenansicht der Maschine und Abb. ia eine seitliche Teilansicht einer abgeänderten Zuführungseinrichtung für die Eier; Abb. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Maschine; in Abb. 3 ist ein wagerechter Schnitt durch den Hauptantrieb nach Linie 3-3 der Abb. 6 und in Abb. 4. ein Schnitt nach Linie 4-4 der Abb. i dargestellt; Abb. 5 zeigt eine Draufsicht auf den Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. i, und Abb. 6 einen senkrechten, achsialen Schnitt durch die Schleudervorrichtung; in Abb. 7 ist ein Aufriß der Maschine, gesehen in Richtung des Pfeiles 7 nach Abb. 6, und in Abb. 8 und 9 sind wagerechte und senkrechte Schnitte durch die Schleuder dargestellt. Abb. io und i i zeigen wagerechte und senkrechte Schnitte durch eine abgeänderte Ausführungsform der Schleuder, und Abb. 12 eine Teilansicht der die Öffnungcn in den Eierschalen anbringenden Einrichtung; Abb. 13 zeigt eire schematische Darstellung der einzelnen Arbeitsgänge der Maschine und Abb. 14. eine schematische Darstellung des Weges, den jedes Ei während- des Durchlaufens der einzelnen Bearbeitunggänge zurücklegt.
  • Der Zubringer A leitet die Eier nach dem Einlauf B, von dem sie einzeln mit aufrechtstehender Längsachse nach abwärts sinken. Während dieser Abwärtsbewegung werden sie von Rollen C erfaßt und gleichzeitig durch Sägen D mit seitlichen Schlitzen versehen. Darauf fallen sie in einen Schleuderzylinder E, welcher von einem Behälter F umgeben ist. Vom Boden des Zylinders aus gelangen die Eier durch eine Fallklappe G in Becher H auf einem Förderband J_, welches jedes Ei nach seinem Austritt aus der Fallklappe G zunächst einem Köpfer I( zuführt und es dann in die Lage L umkehrt, worauf durch eine geeignete Einrichtung M die leere Schale freigegeben wird. Der restliche Inhalt der Eierschalen,, also hauptsächlich das Eigelb, das durch Umkehrung derselben ausgekippt wird, fällt in das Gefäß N, und die leeren Schalen fallen in einen Behälter O. Das durch Ausschleudern gewonnene Eiweiß fließt aus dem die Schleuder umgebenden Gefäß F in den Behälter P (Abb. 13). Die ganze Maschine wird durch einen kleinen Motor und ein geeignetes Getriebe angetrieben, welches den Motor mit den einzelnen Maschinenteilen, nämlich den Förderbändern, den Sägen und der Schleuder, derart verbindet, daß alle Teile selbsttätig gleichzeitig miteinander arbeiten.
  • Der Motor i (Abb. 1, 3) treibt die Welle 2, welche die Welle 3 für das Zubringerband antreibt. Letzteres entnimmt die Eier aus dem Vorratsbehälter 5 mit Hilfe von Mitnehmern 6 und leitet sie in Führungen 7 nach der geneigten Fläche in dem Einlauf B, wo ein Sicherheitsglied 8 (Abb.6) eine sanfte Zuführung in den Oberteil des Zylinders 9 gewährleistet. Die Rollen C werden jede durch eine Welle i o von einer Welle i i und Zahnrädern 12 auf der Hauptwelle 2 angetrieben. Die rechtwinklig zu den Rollen C angeordneten Sägen D werden durch biegsame Wellen 13 von dem Zahnrade 1 ¢ angetrieben, sobald sich letzteres mit dem Hauptzahnrad i 5 auf der Welle 2 in Eingriff befindet. In den Abb. 6 und 3 ist das Zahnrad 14 außer Eingriff mit dem Hauptantrieb dargestellt. In diesem Falle steht die Schleuder fest, und die Sägen D werden nicht angetrieben. Die Eier werden dann also selbsttätig ungeöffnet von der Fallklappe G auf des Förderband J abgegeben und .nach Köpfung gleichzeitig von ihrem gesamten Inhalt befreit.
  • Die Wellen der Sägen D sind an Schwinghebeln 56 gelagert, die durch eine Feder 57 entgegen dem trennenden Bestreben des zwischen ihnen hindurchgehenden Eies zusammengezogen werden. Geeignete Schutzflächen 58 schützen die Sägenkanten (Abb. 12). jede Säge trägt einen kreisförmigen Bund 59, der dicker als -die Sägenscheibe ist und das Maß des Eindringens der Säge in die Schale regelt. Die Sägenzähne sind bei 6o unterbrochen, damit ein sicheres Einschneiden in die sehr harte Außenfläche der Schale gewährleistet wird. Diese Anordnung der Zähne ist auch bei der zum Köpfen dienenden Säge I( geschaffen. Die Wellen der Rollen C sind gleichfalls nachgiebig gelagert. Sie bewegen sich in Verbindung mixt einer geeigneten Feder ioa in einer anderen Ebene als die Sägen D (Abb. 6). Die Feder t oa hat das Bestreben, die Rollen C gegeneinander zu ziehen, gestattet aber die geringe erforderliche Nachgiebigkeit, damit sich die Rollen den verschiedenen Größen und Gestalten der Eier anpassen, ohne die Eierschalen einem Druck zu unterwerfen, der größer als die in geeigneter Weise bemessene leichte Federspannung ist.
  • Die Zuführungsröhre g mit den Rollen C und Sägen D ruhen auf einer Fläche 16, welche einen Deckel für das Gefäß F bildet und verstellbar an dem Teil 17 des Maschinengestelles gehalten wird. Die ganze Vorrichtung oberhalb des Gefäßes F kann auf diese Weise angehoben werden, nachdem der Einlauf in die in Abb. i gestrichelt gezeichnete Lage gebracht ist. Dabei werden die oberen Lager 18 der Schleuder E (Abb. 6 ) mitgenommen, so daß das Gefäß F frei zugänglich ist und die SchleuderE Herausgehoben werden kann, indem sie von der Antriebsplatte 2o durch Öffnen des Bajonettverschlusses i9 gelöst wird. Es ist also die vollkommene Herausnalime des Gefäßes und der Schleuder aus der Maschine möglich.
  • Die in Abb.6 dargestellte Schleuder besitzt drei längsverlaufende, nachgiebige Glieder 21, die an Stelleinrichtungen 22 am Boden der Schleuder befestigt sind und dazu dienen, eine reibende Federwirkung auf die durchlaufenden Eier auszuüben und damit den Widerstand, den die letzteren finden, zu regeln. Eine abgeänderte Ausführungsform zeigt Abb.9, in welcher die federnden Bandstreifen 2 3 kürzer und stufenweise angeordnet sind, um den Durchgang und das Halten von Eiern verschiedener Größe zu erleichtern. Eine andere Ausführungsform des Schleuderinnerns ist in den Abb. i o und i i dargestellt, wo geeignete Metallborsten 24. zur geeigne:en Regelung der Ei.erbz-wegung vorgesehen sind. Die Schleuder und die damit zusammenarbeitenden Teile sorgen für eine Mittellage der Eier derart, daß die Längsachsen der letzteren mit der Längsachse der Schleuder E und ihres Trägers in im wesentlichen senkrechter Lage zusammenfallen. Hierdurch geht ein Teil der Wirkungsweise der Maschine unter dem Einfluß der Schwerkraft vor sich.
  • Durch die Kupplungsmuffe 25 (Abb. 6) kann das Zahnrad 1;1 mit dem Haupttriebrad 15 und dem Antriebszahnrad 26 für die Schleuder derart in Eingriff gebracht werden, daß die Drehscheibe 2o der Schleuder unabhängig von dem Träger der Fallklappe 27, in welche das Ei nach Beendigung des Ausschleuderns -zwecks Abgabe an den Becher H fällt, angetrieben wird. Diese Fallklappe besteht aus doppelt wirkenden Fingern. Die oberen Finger 28 werden von dem bei 30 angelenkten Schwinghebel 29 bewegt, wobei gleichzeitig die unteren Finger 31 vor- oder zurückgehen. Die Schwinghebel 29 werden durch einen Arm 32 angetrieben, der seinerseits mit den als Träger für die Becher H auf dem Förderband J dienenden Querstücken 33 in Berührung treten kann. Ein weiterer Arm 34. wird gleichzeitig mit der Fallklappe unter Vermittlung eines Ansatzes 35 angetrieben und öffnet dabei eine Schalenklemme 36 am Umfange des Becherrin:ges 37. Die unteren Finger 31 der Fallklappe werden gewöhnlich in solcher Lage gehalten, daß sie das unterste aus dem Schleuderzylinder E herausfallende Ei aufnehmen können. Sobald dann die untersten Finger 31 geöffnet werden, um das Ei freizugeben, nähern sich die oberen Finger 28 einander, fangen das nächste Ei auf und verhindern so zeitweise eine weitere Abwärtsbewegung der Eiersäule. Sobald aber das herabgefallene Ei von dem Förderband weggeführt ist, gestattet die Lösung des Schwingarmes 32 ein Herabfallen des auf den oberen Fingern 28 ruhenden Eies, das sich alsdann auf die zusammengezogenen unteren Finger ; i legt, um dann seinerseits im gegebenen Augenblick dem nächstfolgenden BecherJl zugeführt zu werden.
  • Das Förderband J umfaßt Ketten, die. durch Kettenräder 3o bewegt werden. Letztere werden durch Zahnräder und die Welle 40 von der Hauptwelle 2 aus derart angetrieben, daß die Becher mit den Rollen C unterhalb des Einlaufes zusammenarbeiten, während die Klinkenvorrichtung eine gleichzeitige Bewegung der Fallklappe mixt der Becherbewegung herstellt.
  • Das vom Becher H aufgenommene Ei wird dem Köpfer l( zugeführt. Dieser besteht aus der von der Welle ,12 und dem schnell laufenden Riemen ,13 angetriebenen Säge 41 (Abb. 3, 6). Der Riemen ¢3 wird mit Übersetzung durch die Riemenscheibe 4.4 auf der Welle 2 angetrieben. Ein Bund 4.5 auf der Sägewelle 42 wird erfaßt von einem Steuerarm 4.6, der einen Fähler .47 trägt. Letzterer liegt etwas vor der Eingriffsstelle der Säge mit dem sich dieser nähernden Ei, so da.ß der Oberteil der Eierschale mit der geneigten unteren Fläche des Fühlers 4.7 in Berührung tritt, diesen je nach der Höhe des Eies anhebt und dadurch die Säge genau in die richtige Lage mit Bezug auf das Ei bringt, um eine Kappe von vorbestimmter Größe von diesem abschneiden zu können. Gegen das obere Ende der Welle .12, die bis zu einem gewissen Grade in ihrer Längsrichtung senkrecht verschiebbar ist, legt sich unter sanftem Druck eine Feder ¢8, die in geeigneter Weise verstellbar ist, um einen genügenden Spielraum zu ermöglichen und ein leichtes Aufruhen des Fühlers ¢7 auf dem Kopf der Schale sicherzustellen. Sobald der Fühler die Säge in die zum Abtrennen richtige Ebene gebracht hat, wird die Kappe von der Schale schnell entfernt, und zusammen mit der Nachgiebigkeit des Becherträgers J wird die richtige Lage der Säge mit Bezug auf jedes Ei stets ohne Schwierigkeiten von dem Beginn des Einschnittes bis zum völligen Durchgang der Säge durch das Ei gewahrt. Die geringe senkrechte Bewegung der Sägenwelle und des Fühlers kann in passender Weise derart gedämpft werden, daß diese zusammen mit der Trägheit eine zu schnelle Wirkung der Feder ¢8 verhindert. Die Sagenfläche kann geneigt sein, damit sie von der Eierschale gut frei kommt, wenn letztere durch das Förderband vorgeschoben wird.
  • Sobald jeder Becher die Stellung 5o erreicht, kehrt sich durch Herumführung der Kette um das linke Kettenrad seine Bewegung zusammen mit derjenigen des Förderbandes um, wodurch die Schale umgekippt wird und in der Lage 5 i ihren Inhalt in den Behälter N entleert. Falls das Eiweiß in der Schleuder C entfernt sein sollte, wird nur das Eidotter in den BehälterN entleert. Die leere Schale gelangt dann weiter in die Stellung 52, in der eine Rolle M oder ein geeigneter Anschlag 53 selbsttätig die Schalenklammer 36 am Umfange des Beclierrandes öffnet und die umgewendete leere Schale in einen Behälter 0 ausstößt, in den auch die bei I( entfernten Schalenkappen geleitet werden.
  • Bei der Verarbeitung von Eiern mit Hilfe dieses Verfahrens und dieser Maschine werden die Eier zweckmäßig vorher auf ihre Frise geprüft. Die Eier werden in diesem Falle auf ein Förderband 5.1 (Abb. ia) gelegt, das durch den Dunkelraum R und eine Wandung 55 mit geeigneten Lichtschirmen hindurchgeht, so daß sie ohne weitere mechanische Vorgänge oder Handgriffe die FührUng 7 erreichen und in den Einlauf B gelangen.
  • Aus Abb. 14 ist ersichtlich, daß die Behandlung eines Eies innerhalb der Maschine aus fünf Stufen besteht, der Stufe 14-4, bei der das Ei an seinem weitesten Umfange bei senkrecht stehender Längsachse mit zwei Einschnitten versehen wird, der Stufe 14B, bei der das Ei um seine Längsachse zum Zwecke des Abschleuderns des Eiweines gedreht wird, der Stufe 1.ic@, bei welcier die Schale mit dem Dotter in einen Becher gelangt und dann geköpft wird, der Stufe z.1D, bei welcher die geköpfte Schale umgekippt und das Dotter entleert wird und endlich der Stufe 1¢e, bei der die Schale von ihrem Halter freigegeben und fallen gelassen wird.
  • In Abb. 13 ist die fortlaufende Aufeinanderfolge der einzelnen Arbeitsvorgänge schematisch dargestellt. Die Eier werden in beliebiger :Menge in den Vorratsbehälter 5 eingefüllt, von dem sie durch das Förderband 4. nach der Rutsche gelangen. Von dieser fallen sie unter der Wirkung der Schwerkraft in den Einlauf B und werden hier von den Rollen C erfaßt, welche das Ei festhalten, während die Sägen D in Tätigkeit treten. Das seitliche Einschlitzen geschieht, während die aufeinanderfolgenden Eier gleichzeitig mit dem Herausfallen eines Eies aus dem Boden der Schleuder E auf das untere Förderband I bewegt werden. Letzteres geschieht durch die Fallklappe G, die das in den Becher H herabfallende Ei freigibt und kurz darauf ein weiteres Ei aufnimmt, wodurch die darüber stehende Eiersäule jeweils um eine Eilänge nach abwärts fortschreitet und dadurch am oberen Ende ein neues Ei in die richtige Lage für das Einschlitzen mit Hilfe der Sägen ,0 gelangen läßt. Die Schleuder E besteht aus einem Käfig oder geschlitztem Zylinder, welcher das Abschleudern des Eiweißes ermöglicht, sobald seine Geschwindigkeit auf das von den Führungsfedern 23 oder 24. erfaßte Ei übertragen ist. Das abgeschleuderte Eiweiß wird gegen die Wände des Gefäßes F geworfen. Eine Drehbewegung der Schleuder mit einer Geschwindigkeit von ungefähr i ioo Umdrehungen entfernt das Eiweiß aus einem normalen Ei praktisch vollkommen, ohne gleic'lizeitig das Eidotter zu beschädigen. Die physikalischen Eigenschaften des Eiweißes und seine Berührung mit der Schale und der Kante der Schlitzöffnung erteilen ihm eine Schleuderkraft. Außerdem wirkt der gewöhnliche, an der Spitze eines normalen Eies vorhandene Luftraum bis zu einem gewissen Grade mit, um ein leichtes Ausfließen des Eiweißes zu erleichtern. Der radial ausströmende Teil des Eiweißes zieht letzteres vollkommen rund um das Dotter weg, so daß dieses sich am Boden oder am unteren Ende der Schale ablagert, ohne durch die Wirbelbewegung beeinflußt zu weiden, bevor irgendeine nennenswerte Drehwirkung auf das in seiner Trägheit der Ruhe achsial freigehaltene Dotter ausgeübt wird. Das in den Oberteil der Schleuder eintretende Ei gewinnt seine Drehbewegung allmählich, nachdem es von den inneren seitlichen Federn erfaßt worden ist. Wenn die Drehgeschwindigkeit steigt, so tritt der Augenblick ein, wo das nahe den Offnungen befindliche Eiweiß austritt, und bei weiter zunehmender Geschwindigkeit wird das ganze Eiweiß ausgeschleudert, indem es dabei dem in der Mitte gelagerten Dotter erlaubt, sich am Boden abzulagern, ohne wesentlich durch die Schleuderkraft beeinflußt zu werden, wenn diese innerhalb der notwendigen Grenzen zum Abschleudern des Eiweißes verbleibt. Der Abgabe des Eies in den Förderbecher folgt das Köpfen. Sobald dann das Ei um die Wendekrümmung des Förderbandes herumläuft, wird der restliche Inhalt der Schale selbsttätig ausgeschüttet, und letztere erreicht endlich denjenigen Punkt, wo sie in völlig entleertem Zustande aus der Maschine ausgestoßen wird. Die kleinen abgeschnittenen Schalenkappen werden durch die Säge I( immer in gleichmäßiger Richtung fortgeworfen und können leicht aufgefangen und den übrigen Schalenteilen zugeleitet werden. Das abgeschleuderte Eiweiß gelängt aus dem vorzugsweise aus Glas bestehenden Gefäße F durch einen weiten Auslauf nach Behältern oder Kannen von beliebiger Anordnung und Ausbildung.
  • Die Behandlung der Eier kann mit einer derartigen Maschine viel vorteilhafter, schneller und unter gesundheitlich bedeutend besseren Bedingungen geschehen als bei der Bearbeitung von Hand, auch dann, wenn Eiweiß und Eigelb in gemischtem Zustande entfernt werden sollen. Für diesen Fall wird das die Schleuder F antreibende Zahnrad 14 ausgerückt, wodurch gleichzeitig die Drehung der die Schlitze einschneidenden Sägen aufhört, aber die Wirkung der Fallklappe beibehalten wird. Durch letztere werden dann die Eier nach wie vor dem Förderband zwecks Abköpfens sicher und schnell zugeführt, worauf sie umgekehrt und sowohl daA Eigelb als auch das Eiweiß aus den Schalen entfernt werden. Auch hierbei wird das Abköpfen hinsichtlich der Größe der abzuschneidenden Kappe geregelt, und ein Ausschütten des Schaleninhaltes ist ohne weiteres möglich wegen des normalen Luftraumes an der Spitze des Eies.
  • Die Maschine arbeitet ununterbrochen, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß ungefähr in jeder Sekunde ein Ei bearbeitet und entleert werden kann. Die Erfindungsmerkmale können bei im übrigen verschiedenartigsten Bauarten kleiner oder größerer Maschinen angewendet werden. Auch kann die Arbeitsgeschwindigkeit bis zu einem gewissen Grade erhöht werden. Endlich ist auch eine Verdoppelung einzelner Maschinenteile, um den Wirkungsgrad der Maschine entsprechend zu vervielfachen, ohne weiteres möglich.
  • Die Maschine kann auch von Hand angetrieben werden, wobei dann die eigentliche Bearbeitung der Eier nach wie vor selbsttätig geschieht.
  • Auf diese Weise werden Eierzeugnisse mit einem Mindestgehalt an Bakterien gewonnen, und zwar ist die Zahl der Bakterien bei weitem geringer als bei lediglich von Hand geöffneten und entleerten Eiern. Die Erfindung ermöglicht eine Absonderung des Eigelbs mit einem Eiweißzusatz von weniger als 5 Prozent. während das bis jetzt im Handel befindliche, nach den bekannten Verfahren gewonnene Eigelb mindestens 15 oder 2o Prozent Eiweiß enthält.

Claims (6)

  1. PATrN r-Ai,;srRücjit:: i. Verfahren zum Entleeren von rohen Eiern, dadurch gekennzeichnet, dal.'') in die Schalen der nacheinander in eine im wesentlichen senkrechte Lage gebrachten Eier eine oder mehrere seitliche Öffnungen eingeschnitten werden und die Eier darauf derart in Drehung versetzt werden, daß der eine Eibestandteil (das Eiweiß) unter der Wirkung der Fliehkraft aus den seitlichen Öffnungen herausgeschleudert und nach dem Abschleudern dieses Eibestandteiles (Eiweiß) die Eischale geköpft und alsdann der andere Eibestandteil (Eidotter) ausgeschüttet wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an sich bekannte Zubringervorrichtung (A) die Eier einzeln einem Paar von Kreissägen (D) zuführt, welche seitliche Schlitze in die Eischale einschneiden und dann die Eier nach einem Schleudergefäß (E) gelangen lassen, in dem das Eiweiß ausgeschleudert wird. -3.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eier aus dem Schleudergefäß (E) nacheinander auf ein mit becherartigen Haltern. (H) versehenes Förderband (J) gelangen, das sie zunächst einem Köpfer (I0) zuführt und dann an seiner Umkehrstelle ausschüttet. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter(H) mit durch Anschläge gesteuerten Klemmen (36) ausgestattet sind, die sowohl beim Durchgang jedes Halters unter der Eizuführung ,als auch nach dem Kippen des geköpften Eies an der für die Schalen bestimmten Abwurfstelle vorübergehend geöffnet werden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eier in zusammenhängender Säule aus dem Schleudergefäß (E) dem zum Kippen dienenden Förderband (J) zugeführt und aus dem diese Säule aufnehmenden Rohr einzeln mittels einer fallklappenartigen Einrichtung (G) entnommen werden, die aus an taktmäßig gesteuerten Schwinghebeln (29) sitzenden Fingern (28, ;i) bestehen, von denen die unteren (3i) das unterste Ei freigeben und die oberen (28) das nächste Ei abfangen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5; dadurch gekennzeichnet, d.aß das Schleuderrohr (E) im Innern mit federnden Widerstandsgliedern (2 i, 2;, 2¢`) ausgestattet ist, «-elche die Fallgeschwindigkeit der Eiersäule regeln..
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742957C (de) * 1939-04-03 1943-12-15 Monopol Naehrmittel Und Muehle Vorrichtung zum Entleeren von Eiern
US10220538B2 (en) 2014-09-15 2019-03-05 Zoetis Services Llc Egg decapping apparatus, and associated method

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DE742957C (de) * 1939-04-03 1943-12-15 Monopol Naehrmittel Und Muehle Vorrichtung zum Entleeren von Eiern
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