DE1802124C - Verfahren zum Trennen eines Ge misches aus Knochen und davon abgelöstem Fleisch sowie Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Trennen eines Ge misches aus Knochen und davon abgelöstem Fleisch sowie Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens

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DE1802124C
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Cyrus AIford Conrad Lucas Jones Winston Salem NC Alldredjun (VStA)
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RJ Reynolds Tobacco Co
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RJ Reynolds Tobacco Co
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I 802
Die Frfindung bezieht sicli auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren oder Trennen von !•'leisfh aus einem Gemisch Ivw. einer konglonierierten Masse von bereits voneinander gelöstem Fleisch imil Knoehen. '
Bei tier Herstellung von hochwertigen Fleischerzeugnissen spielt nicht nur tlie Qualität des zu verarbeitenden Fleisches sondern auch der Zustand tier Fleisclislücke nach dem Ablösen von den Knochen eine sehr wichtige Rolle. Man hai deshalb Verfahren jo entwickelt, die das Fleisch von den Knochen schonend ablösen. Derartige Ablöseverfahren liefern un-/erstörte Fleischteile, die weder zerschnitten, zerhackt noch zerfasert sind. Die schonenden Ablöseverfahren der bekannten Art haben den Nachteil, daß sie lediglieh die Knochen vom Fleisch lösen. Das Trennen bzw. Aussortieren der Knochen aus dem Fleisch muß jedoch in einem gesonderten Arbeitsgang durchgeführt werden. Dieser Trenn- oder Sortiervorgang, auf den sich, die Frfindung bezieht, bereitet jedoch besonders hei Gv.iügelfleisch, dessen Knochen sehr dünn und lang sind, erhebliche Schwierigkeiten. Insbesondere bei tier Herstellung von Hiihnerflcisclu r-/cugnisseii. die anschließend in Büchsen abgefüllt, eingefroren oiler anderswie weiterverarbeitet werden, konnten bisher nur sehr unbefriedigende Ausbeulen erzielt werden, da tlie von tier Ablosevorrichtuiu; geliefeite Mischung aus Hühnerfleisch und Knochen ■wirtschaftlich nur bis zu einem gewissen Cirad aussortiert und somit weiterverarbeitet weiden konnte. ;jo 1I K-IiIi- bzw. Ausstvt'.er\erfahren tier bekannten Art liiiben nicht nur eine sehr gerinne Ausbeute, Mindern kommen zudem ohne manuelle Arbeitsleistung nicht aus.
1 in Verfahren tier bekannten Art. tlas zur Iren- .;-Ιΐιπιμ der vom Fleisch bereite gelösten Knoehen verwendet wirtl. ist tlas beispielsweise in der US V-I'aleniselu ill J 1IJ') 5(12 beschriebene !r.dmdviiami-.clic Vei f.ihren. In diesem Verfahren uiid dir 'latsache jienulzt. daß tins Fleisch ein höheres spezilischcs iicwichl hat als tlie Knochen, Gibi iii.iii eine Mischung .ms fleisch und Knochen in einen Umv. '.\\/\i.ΊιϋΙΐι ι mit einer Trennl'liissij keil. ->o selnvinilii'.'ii ill·.- I leisehteilc auf. wählend tlie Κικκ heu auf ll.ii (iiiiiui de-, lieliälters absinken. Die I leise hleile r, !,oiiheii dann win der Nüssii'kcilsi i|i. 1 i Li. h, ibüezoj'in weiden, wiihreiiil die Knoch η Άί,·!· ίιι iibei (du Moden des Ilehiilleis laufeiitle lonlcihaiid ab I in |mi iiei I weiden.
\11Hc1 dem oben bcscliiicbcneii h'.diods iiami ,dien ~v> V. liahien linden ,inch einige Au -,sieb\ ei l;ihi en V ei V'inliiii!' I in dei.iiliges Atissicbvei lalui 11 1 I bei »|i|. I .' ι i ..- in (let I "SA. l'al· nl .. 111 iI! i I I ö I ' ' Ii .· J.I I,M l-eii. Verfahien the .ei All -nid all-, idun'. mn dann w 11 lsi h 1 I'll ic h ein .el /bai . wenn dl·, au /11 -leben ,' (I knuelieil eine i'inß-.-re leilgröde h.il·. 11 al·· da-· in if ι Μι .ι hunt' \ 01 liegende I ler.. Ii
I in ill ■ '.'■ 111 .1 hai lliehe Wi ,111 >eii im;- 1 hi ir, 1 Iu. I IL 1,eh. das in der Regel nur dünne und lange Kim then aufweist, ist. wie die Fifahrung gezeigt hai, |c '>» doll weilei das hydmdvnamisclie noch i\,i-< Au.sieb \ ei !ahn 11 |'eeii!iiel.
/ill tin vorliegenden FiTindiinu i.l es. ein will schädliches Verfahren zur Trennung von Fleisch aus i'incin Gemisch von Fleisch und Knochen sov ie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens /11 schaffen, tlas bzw. die sich besonileis für tlie Me,11 beilung von Geflügelfleisch eignet und eine höhere TreniHiiisbeule aufweist als Verfahren der hekaiiii ten Art.
Dies wird erlindungsgemäß durch ein Veifahrei erreicht, worin das Gemisch in einer durch eine Um grenzung abgeschlossenen Vorrichtung auf eine Ge schwindigkeit gebracht wird, wodurch das Fleiscl im Gegensatz zu ilen Knochen infolge seine Adhäsionsvermögens zunächst au der Uingrenzuii; haftet und sich danach unter dem Finfhiß der Schwer kraft von der Umgrenzung ablöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird voi der Abweichung der Kennwerte sich unterscheiden der Substanzen, insbesondere den unterschiedliche! Adhäsionskennwerten von Fleisch und Knochen Gebrauch gemacht. Bei dem erfindungsgemäßen Ver Lhren wird die sogenannte Adhäsionsreibung zusammen mit anderen Kräften, wie der Zentrifugalkraft der Schwerkraft, derart eingesetzt, daß die Klebrig keit von Fleisch bzw. dessen Adhäsionsvei mögen dit Trennung von Fleisch und Knochen auf wirksank und außerordentliche einfache Weise erlaubt.
Zur Erzielung geeigneter Adhäsionsreibungskenn werte für eine wirksame Trennung kann es erforderlich sein, dem Gemisch aus Fleisch und Knoeher eine Flüssigkeit als mechanischen Katalysator beizugeben.
Fine vorteilhaft Vorrichtung zur Durchführung ties Verfahrens besteht aus einer von einer Umgiciizung abgeschlossenen BcschlcuiiigimgsciririchluiiL und einer da-, sich von einer Umgrenzung ablösentk Fleisch aufnehmenden Au st rag vorrichtung.
Besonders zweckmäßig ist es dabei, die Besclilcunigungsvorrichtung als rotierende Trommel auszubilden, die gleichzeitig tlie Umgrenzung darstellt mit. dem Achse gegenüber tier waagerechten geneigt ist Die Austiagseiniidilung kanu dabei zweckmäßigerweise als sich längs der Achse tier Trommel ei-Mreckciuic, hin- und hcrscliwinuendc Fördermmi. ausgebildet sein. Dabei ist es voiteiihaft. daß im linie reu tlei Trommel ein Vibrations oiler Bantllördeiei angeordnet ist. de; die von tlei 11 liierenden Trommel wand abtauenden Ileisclistiicke und Knochen in einen Bereich der abwärts laufenden Trommchvandunsj fördert, der über der horizontalen Fbcne durch iLn Tiommelinitlclpuiikl liegt.
Die Wirkungsweise des ei lindungsgciiiaßcii Wr lahreiis sowie dei Vorrichtung /u seiner Duichliih rinn! kanu etwas ,eiallgeiueineil dahingehend eil.lau weiden, dall da-- W-rfahien I-■·".'. die Von ich I um· .0111 n,:lui lit hen Klebe- otlei Adhii ioils\ eiinoL'ui \ on I leiseh GeIu.mi Ii in ichl.
I ine Ai1Ii,-ic Au-.bildiing del \Όι 11, Ι,.'ιιιΐ!1 /111 Duiehliiiu Ulli: de-, V'eifahien ist uekeiui.-eii !uiel dull Ii eine von eiiii-r Umi'ieiizuiii! abliest hl··■ ... u ■ I )i 1 livoi 1 ichluii'.'. die d,is (κΐηι··ιΙι iiilmmiiil und e. ,nil' eine besiimnilc Gcschw mdii.'keii briin'i. η dal'· ili-. llei.1 h 111 folge seines Adhäsionsvei"Uli 1,'. n-. zu nai l·'1 nut aiisu leheiidei |-L It I ■■ kill! an del Unu'nn zimg haftet iiiul sich dann unter iler Finwiikung tier Schwerkraft von der Umgrenzung löst, und durch eine das sieh von der Umgrenzung lö-.eiule f It isch aufnehmende Vorrichtung mit einer wciteieu Voi richtung zum getrennten Abtransport des Fleisches.
V\\x !^läuterung der Frfüidimg wiril auf die Zeichnungen Bezug genommen. Fs zeigt
I-ig. I eine perspektivische Ansicht der ei fintlungsgemäßen Voi richtung. Sie wirtl als die Ί roinmelaiisfühiung bezeichnet,
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.4
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vtirrichlung richtungen zum Zuführen des ijemisehes vorgesehen
nuL-li i·' i (j. I, werden.
F i g. 3 eine Ansieht der Trommel nach Fig. I Wenn das Gemisch aus voneinander gelöstem Gc-
von der Eintragseile aus gesehen, fliigelfleisch und -knochen in das Innere der Trom-
F i g. 4 eine Ansicht auf die Einlragseite der Trom- 5 mel IO gelangt, haften die Fleischteile, wenn sie auf
luc-l nach F i g. I zur Darstellung einer Modifikation deren Boden fallen, an der Trommel und werden
mit einer Beselileunigungshilfe, durch Drehung der Trommel auf den höchsten Punkt
F i g. 5 eine der Fi g. 3 entsprechende modifizierte ihrer Bewegungshahn befördert. Durchschnittliche
Ansicht der Trommel nach Fig. I von der Eintrag- Fleisehstücke, das sind solche, die mit mittlerer Kl .ihe-
seite, ίο kraft an der Innenwand acy Trommel 10 haften, wer-
F i g. Ci eine der F i g. 4 und 5 entsprechende An- den von der Schwerkraft weggezogen, wenn diese die
sieht, jedoch mit einer weiteren Modifikation, gesamte Summenkraft aus Drehbewegung und
F i s- 1 eine Teilansicht zur Erläuterung der Adhäsion überwindet. Für den Fall, daß einige der
Trommelauslührung, Fleischslücke unter der Einwirkung der Schwerkraft
F i g. S einen vertikalen Schnitt durch die Scheiben- 15 nicht abfallen, ist eine Schabevorrichiung 20 vorhan-
ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und den. Das Fleisch fällt in die Auffangspfanne 18. Die-
F ig. <■) eine zum Teil geschnittene, perspektivische scr Vorgang wird durch eine Reihe von Pfeilen 100
Ansicht einer modifizierten Scheibcnausführung nach in Fig. 3 verdeutlicht.
F i g. 8. Während die Fleisehstücke des Gemisches auf tue
Die Fig. I bis 3 /eigen verschiedene Darstellungen 20 vorbeschriebene Weise verarbeitet werden, fallen die tier ersten Ausführiingsform ties Prinzips tier ei fm- Knochen, da sie nicht an de Trommel halten. v;in llungsgemäßen Vorrichtung. Diese Ausführung,lonu deren Innenfläche ab, was diuv.M eine Reihe von Plei- \vird als Tioinmelausführung bezeichnet, -Ja die Vor- leii 102 in F i g. 3 gezeigt ist. Sie fallen durch die richtung im wesentlichen als Trommel 10 ausgebildet Trommel und werden an tier tiefer gelegenen Ausist, die in l'feilrichtung drehbar ist (Fig. I). Fine 25 tragseite ;n einen Auffangbehälter 104 einladen,
nicht dargestellte Vorrichtung bewirkt die erforder- Per Fachmann erkennt, daß Schwerkraft, Zcntriliehe Drehbewegung der Trommel 10. Die Trommel fugalkraft und Adhäsionsreibung die dominierenden 1(1 wiitl von einem Sockel 12 getragen und dreht Faktoren sind, die die beschriebene wirksame Tren-MlIi in einem Ständer 14, tier einseitig mit dem ming von Fleisch und Knochen herbeiführen. Im we- !Siv.kel 12 schwenkbar verbunden ist. Ein Einslell- 30 sentlichen reicht tlie Zentrifugalkraft aus, um tier tiügel am Ständer 14 erlaubt das Schwenken der Schwerkraft so weit entgegenzuwirken, damit ein Teil .Rt)taiinnv:ich-,e tier Tiommel 10 aus der 1 lori/oir.a- bis zum höchsten Punkt oder nahe genug an diesen ilen. Die Neigung der Trommel 10 läßt sich somit befördert werden kann, so daß es um tier F'ördereinsteilen. Die Austragseite 10 α liegt vorzugsweise pfanne erfaßt wird. Zusammen mil der Adhiisionslinier ilei Horizontalen, während die Eintrag- oder 35 kraft ist die Gesamtkraft groß genug. Das bedeutet. F.inla!.'iseile 10 /> über der Horizontalen liegt. Bei ihrer daß ein Fleischstück durch tlie Adhäsionskraft, wenn Drehbewegung wird tlie Trommel 10 durch zwei diese mit der Zentrifugalkraft infolge tier Drehung l.aul'rollenpaaie Wa und 14/) geführt, die in die die tier Trommel 10 zusammenwirkt, bis zum höchsten Trommel 10 umgehenden Führiings- oder Lauf- Punkt der Trommel und in Berührung nut tier schienen I (κι und Id /> eingreifen. \n Schaltvorrichtung 20 gebracht werden kann. Wie im
In tier Trommel 10 erstreckt sich läng* eine vorhergehenden schon festgestellt wurde, werden die-
Förderpl'anne IS, die auf eine noch zu beschreibende, jenigen Fleisehstücke, tlie anfangs von geringfügig
besondere Weist- angetrieben wird. Ebenfalls knapp kleineren Adhäsionskräften gehalten werden, durch
neben der Einlaßscite der Trommel 10, und zwar an tlie Einwirkung der Schwerkraft von tier Trommel
der ubcrsien Stelle ihrer Innenwand, befindet sich 45 abgezogen, bevor sie in tier Nähe tier Sei;,ibeuirrieh-
eiiK- Si-hahewii richtung 20, die aus zwei Abschnitten tung 20 kommen bzw. diese erreichen.
besieht, um die Kante der Schaltvorrichtung gegen- Eine genaue theoretische Abhandlung ilei
über tlei Iniienlläclie tier Trommel 10 einstellen zu hier interessierenden sogenannten Adliäsionsreibunr.
köiuun Dei nahe; nr tier Innenfläche liegende Ab- würde zu weit führen. Aus zahlreichen Tests geht je-
schnill ίL- . Schaber·, 20 lallt sieh verschieben und 50 doch hervor, daß bei laugsamer Drehung tier Trom-
bleibt d.rduich in nachgiebigem Koniakt mit der nie! tue Adhäsion tier dominierende Faktor 1 it 1 dk
Innenila- he. /tu I;i zielung dieser Wirkungsweise Arbeitsweise ist, während bei schneller Diehuug tlei
wird du 'χΊϊ,ibi-winichtung H) von einer nicht gezeig- Trommel tlie Reibung übeiwiegt. Bei langsame:
t-'ii l'iiiiit litU111; geliagcn. Unter der Föitlerpfannc IK Trornnseltlrehimg sitzen alle Teile cnleu in der Trom
eisiu-ekt sich ein Rohr IL in Längsrichtung durch die 55 mel. Wenn die Teile durch tlie Trommeltlrehung nac!
Tiiimin.-I (Ih.t Düsen otler Öffnungen wird dutch oben bewegt werden, bildet das zuvor beschrieben«
this Ruin 11 Wasser oder eine am L-1 υ Flüssigkeit in Zwischenspiel zwischen Adhä ,ionskraft. /ent: iiiigal
das I iiiinmeliimere geleitet. kraft und Scnwt-i kraft den entscheitlenilen F'aktor be
Aus der tiefer gelegenen Aiisiragseile 10 </ tier tier Durchführung tier Trennung. Bei schnelle
TiomiiK'l erstreckt sich tlie Förderpfannc IH bis über 60 Tromnieldrehung werden die Fleischteile nicht sofor
ein I öiilciband 24, das this ausgetragene Fleisch zur auf die Trommelgeschwintligkei't beschleunigt, wa
niiclr U 11 V'erarbeilungsstelle beförtlert. auch für tue auf der Förderpfanne 18 abgeschiedciiei
Wählend des Betriebes tier Trotnmelvorrichtung Teile gilt. Dir Teile, die an tier obersten Stelle de
nach F i g. I kann ein Aufgabetrichter 26, tier in Trommel abgeschieden werden, werden auf tli
Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist, so angeordnet wer- 65 Förderpfanne 18 gebracht.
den. daß ein Gemisch aus voneinander gelöstem Ge- Die Adhäsionsreibung, die beim Trennen eine
flügcllliiscli und Knochen in das Innere der Trom- Gemisches aus voneinander gelöstem Geflügelflcisc
mil li) timu-leitet wird. Es können auch andere Vor- und -knochen wirksam ist, hängt in bestimmten Fäl
5 6
lcn bis zu einem gewissen Ausmaß von der Verwen- dieser umgekehrte Fall eintritt und die Teile unten
dung eines fließfähigen Filmes ab. Dieser Film kann in die Trommel eingetragen werden. Dadurch lassen
aus natürlichen Säften. Fett, Wasser usw. oder aus sich Teile mit etwas größerer Adhiisionsreibungs-
eincr Zusammensetzung von diesen bestehen. Es Kraft von jenen trennen, die die ursprünglichen, oben
wurde bereits erwähnt, daß die im Rohr 22 vornan- 5 erwähnten Kennwerte aufweisen,
denen Sprühdüsen der Zufuhr dieser zusätzlichen Die Fig. 5 und 6 zeigen weitere Versionen von
Flüssigkeiten dienen, soweit diese erforderlich sind. Beschleunigungshilfen für die voneinander zu tren-
Wann diese erforderlich sind, ist empirisch durch nenden Teile. Die Beschleunigungshilfe nach Fig. 5
Beobachtung zu ermitteln. weist die Form eines Zylinders 300 mit nachgiebiger
Zum wirksamen Transport der von der Förder- m Außenfläche auf, der mit einem Reflektor 302 ziipfannc 18 aufgenommenen Fleisehteile hinab auf das sammenwirkt und alle jene Teile, die eine Umdrc-Förderband 24 ist es von Vorteil, wenn die Förder- hung zum Aussortieren beginnen, zwischen sich und pfanne eine Hin- und Herbewegung ausführt. Die der Innenfläche der Trommel 10 passieren läßt, so Bewegung der Förderpfanne 18 erfolgt über eine An- daß sie die Trommelgeschwindigkcit annehmen und Ordnung 28, die einen Arm 30 aufweist, der mit sei- 15 auf gleiche Weise, wie dies bereits im Zusammennem oberen Ende mit der Pfanne 18 verbunden und hang mit der Beschleunigungshilfe nach Fig. 5 bean einem Ausleger 32 befestigt ist. Eine Feder 34 ist schrieben wurde, aussortiert werden können,
mil einem Ende am Ausleger 32 und mit dem ande- Die Beschleunigungshilfe nach F i g. ή hat die ren Ende mit einem Punkt eines Kurbelarmes 30 ver- Form eines zylindrischen Schaufelrades 400, das bundcn. Wenn eine motorangetriebene Nocken- 20 den zwischen der Peripherie der Schaufeln und der scheibe 36 das untere Ende des Kurbelarmes 30 be- Trommel 10 passierenden Teilen eine Steuergewegt, so fördert die Pfanne im Vorwärtseinrichtung, schwindigkeit aufgibt. Der Aussortiervorgang läuft d. h. in Richtung auf das Förderband 24. Dies erfolgt wieder wie bereits beschrieben ab.
mit relativ geringer Geschwindigkeit. Die Nocken- F ig. 7 zeigteine weitere Abwandlung des Trommelscheibe 36 ist jedoch mit einer steilen Flanke ver- 25 separators 10 gemäß der Erfindung. Diese besondere sehen, so daß nach Erreichen des äußersten Punktes Abwandlung dient der Überwindung folgender der von ihr bewirkten Vorwärtsbewegung der Förder- Schwierigkeii beim Trennvorgang. Diese Schwierigpfannc letztere zurückschnellt bzw. zurückgeschleu- keil ergibt sich in bestimmten Fällen dadurch, daß dert wird, da dann die steile Flanke anliegt und die einige der Teile die Anfangstrennrotation mit einer Vorspannung der Feder die plötzliche Rückwärtsbe- 30 positiven Winkelgeschwindigkeitskomponente beginwegung der Förderpfanne 18 verursacht. nen und andere Teile mit einer negativen Geschwin-
Die F i g. 4, 5 und 6 zeigen zusätzliche Modifika- digkeit eintreten. Um nun den Trennvorgang nicht
Honen, die sich der bereits beschriebenen grundsätz- zu beeinträchtigen, wird dicht neben der Eintragseite
liehen Vorrichtung eingliedern lassen. Die Figuren der Trommel 10 eine zusätzliche Schabevorrichtung
zeigen Beschleunigungshilfen. Diese Hilfen haben 35 580 vorgesehen. Die Schabevorrichtung 580, die sich
eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Sie bringen die im Bedarfsfall bis in die Ablöseapparatur erstrecken
durch Potentialtrennung auszusortierenden Fleisch- kann, hält alle gerade in die Trommel eintretenden
teile dauernd mit konstanter Geschwindigkeit und Teile auf, läßt sie zurückfallen und sich die Längs-
untcr einem konstanten Winkel in Bewegung. Somit achse hinabbewegen, bis sie sich vollständig außer-
errcicht man mit diesen Beschleunigungshilfen zwei 40 halb des Eintragsbereiches befinden. Die Teile sind
deutliche Vorteile: Sie erlauben einmal die Aussor- dann weit genug vom Auslaß der Ablöseapparatur
teirung von Teilen mit sich nur geringfügig unter- entfernt. Darauf können sie den Trennvorgang durch-
schcidcnden Adhäsionsreibungs-Kennwerten und laufen.
zum anderen ermöglichen sie das Aussortieren von Zur weiteren Erläuterung von Einzelheiten sei noch
Teilen mit sehr geringer, durch die Adhäsionsrei- 45 angegeben, daß ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
bungs-Kennwerte verursachter Kraft von ähnlichen der Trommel 10 einen Durchmesser von 80 cm und
Teilen, die sich von ihnen durch etwas niedrigere eine Länge von 120 cm besitzt und beim Trenavor-
Adhäsionsrcibungs-Kennwerte unterscheiden. gang mit einer Drehzahl von etwa 16 Umdrehunpon
Die in Fig. 4 gezeigten Beschleunigungshilfe be- pro Minute rotiert. In Versuchen betrug der mit der
steht aus einem Vibrations- oder Bandförderer 200, 50 Trommel 10 erzielbare ausgesonderte Fleischanteil
der alle auszusortierenden Teile einschließlich der 37,4%.
anfangs zugeführten Teile auf einen höher liegenden Eine weitere Ausführungsform zur Durchführung Punkt im Inneren der Trommel 10 (Punkt A in der Erfindung ist in den Fig. 8 und 9 dargestellt. F i g. 4) bringt, so daß die Schwerkraft eine Radial- Diese Ausführungsform wird als Schlag- oder geschwindigkeit gegenüber der Trommel 10 in Rieh- 55 Scheibenausführung bezeichnet. Wie bei der ersten tung der Trommelbewegung (im Uhrzeigersinn) be- Ausführung, d.h. der Trommelform, besteht auch wirkt. Infolge dieser den Teilen aufgegebenen hier das Arbeitsprinzip in der Ausnutzung des Anfangsgeschwindigkeit erreichen sie die Förder- Unterschiedes der Adhäsionseigenschaften von pfanne 18. Ohne diese Anordnung würden die zu- Fleisch und Knochen in ihrer Mischung. Vor allem geführten und wieder nach unten in die Trommel So werden verschiedene Kräfte einschließlich der zurückfallenden Teile dazu neigen, in der Trommel Adhäsionskraft auf besondere Weise kombiniert, wozu verbleiben, so daß sie nie die Förderpfanne 18 durch diese Kräfte Fleisch und Knochen aus dem erreichen und aussortiert würden. Gemisch heraussortieren.
Zu beachten ist, daß bei Umkehr der Richtung Die in den F i g. 8 und 9 gezeigte Vorrichtung weist der Beschleunigungshilfe nach F i g. 4, d. h. also bei 65 eine Scheibe 600 auf, die, wie durch den Pfeil 602 Umkehr der Richtung des Förderbandes 200, Teile angedeutet, um eine senkrechte Achse drehbar gemit großen Adhäsionsreibungs-Kennwerten nicht die lagert ist. Konzentrisch zur Scheibe 600 und im Abaussortierende Fördereinrichtung 18 erreichen, wenn stand unter ihr befindet sich ein Trichter 604, dessen
(ο
Oberseite offen und direkt unter der Scheibe 600 gelegen ist. Um den Umfang sowohl der Scheibe 600 als auch des oberen Randes des Trichters 604 zieht sich eine Prallwand 606.
Beim Betrieb dieser Vorrichtung werden die Bestandteile des Gemisches von der um ihre senkrechte Achse rotierenden Scheiben 600 vom Scheibenmittelpunkt π.'Jh außen geschleudert. Wie bereits erwiihnl. sind Maßnahmen vorgesehen, damit das Gemisch in die Vorrichtung so eintritt, daß es auf den Mittelteil der Scheibe 600 fällt. Bei dem Schleudern treffen Fleisch und Knochen gegen die Prallwand 606. Die Knochen fallen von der Umgrenzung zurück, treten über den oberen Rand des Trichters 604 und gelangen durch den Trichter zu einer Abgabcstelle. Dagegen wird das Fleisch, wenn es auf die Prallwand 606 trifft, wenigstens kurzzeitig an dieser kleben. Die·; beruht auf der Eigenart von Fleisch, kinetische Energie zu absorbieren. Dann fallen die Fleischstücke unter dem Einfluß der Schwerkraft in den Raum 60S zwischen der Prallwand 606 und dem oberen Rand des Trichters 604. Dieser von der Prallwand und dem Trichter gebildete Raum stellt einen Durchlaß bzw. eine Abgabevorrichtung für das Fleisch dar, das nun vor den Knochen getrennt ist und über eine Rutsche fil Π zu einer Sammelstelle gefördert wird.
In manchen Fällen kann es, wie auch bei der Trommelausführung nach Fig. 1. erforderlich sein, eine Hin- und Herbewegung der Prallwand 606 vorzusehen, um das anhaftende Fleisch nach unten gleiten und in den Raum 608 gelangen zu lassen, wenn auch in den meisten Fällen die Schwerkraft ausreicht, um das Abfallen des Fleisches 711 bewirken.
F i g. 9 zeigt eine Abwandlung der Scheibcnausführungsform nach Fig. 8. wobei anstatt einer einzigen Scheibe zwei voneinander getrennte Scheiben 600« und 600 b auf einer gemeinsamen vertikalen Achse vorgesehen sind. Mit dieser Anordnung wird eine zweite Möglichkeit geschaffen, um das Fleisch, das nicht abgefallen ist. zur Sammelstelle zu bringen. Dadurch wird mittels der Scheibe 600 b praktisch nochmals die gleiche Kraft ausgeübt, um den von der Scheibe 60017 bereits durchgeführten Vorgang zu wiederholen.
Somit läßt sich durch das erfindungemäße Verfallren bzw. die Vorrichtung zu seiner Ausführung der Unterschied der Adhäsionskennwerte von Fleisch und Knochen vorzüglich zum Trennen dieser Bestandteile aus ihrem Gemisch verwenden.

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Trennen eines Gemisches von Knochen und davon abgelöstem Fleisch, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch in einer durch eine Umgrenzung abgeschlossenen Vorrichtung auf eine Geschwindigkeit gebracht wird, wodurch das Fleisch im Gegensatz zu den Knochen infolge seines Adhäsionsvermögens zunächst an der Umgrenzung haftet und sich danach unter dem Einfluß der Schwerkraft von der Umgrenzung ablöst.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine von einer Umgrenzung (10. 606) abgeschlossene Beschleunigungseinrichtung (10. 600, 600 λ. δ$ 600/)) und eine das sich von der Umgrenzung ab lösende Fleisch aufnehmenden Austragsvorrich tung(I8. 610).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch ge kennzeichnet, daß die Beschleunigungsvorrieh· hing eine bekannte rotierende Trommel (10) ist die gleichzeitig die Umgrenzung darstellt um deren Achse gegenüber der waagerechten geneigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Austragseinrichtung als sich längs der Achse der Trommel (10' erstreckende, im Inneren derselben angeordnete hin- und herschwingende Förderrinne (18) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß am Scheite! der Innenwand der Trommel (10) ein Schabei (20) angeordnet ist.
(S. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren der Trommel (10) ein Sprührohr (22) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche bis ft, dadurch gekennzeichnet, daß im Innerer der Trommel (10) ein Vibrations- oder Bandföi derer (200) als Beschicunigungshilfc angeorclnc1 ist, der die \on der rotierenden Trommelwani abfallenden Fleischstücke und Knochen in einer Bereich der abwärts laufenden Trommelwandinn fördert, der über der horizontalen Ebene diirei den Trommelmittelpunkt liegt.
8. Vorrichtung nach einem d^r Ansprüche . bis (S. dadurch gekennzeichnet, daß im Inner, r der Trommel (10) ein die von der rotierende;' Trommelwand abfallenden Flcischstiieke um: Knochen auffangender rutschena tiger Reflektor (302) angeordnet ist. der die Flcischstiicke imi Knochen einem drehrichtungsgleich mit der Trommel rotierenden elastischen Zylinder (3001 als Bcschlcunigungsliilfe zuführt, der dicht an dei Trommelinnenwandung angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Innenraum der Trommel (10) dicht an der Trommclinnenwand ein drehrichtungsgleich mit der Trommel rotierendes zylindrisches Schaufelrad (400) als Beschleunigungshilfe angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis ft. dadurch gekennzeichnet, daß im 1-inlragsbereich der Trommclinnenwand mindestens ein ortsfester Schaber (580) dicht an der Trommel innenwand angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungseinrichtung als rotierende, etwa waaecrecht angeordnete Scheibe (600, 600 a, 600 b) ausgebildet ist und die Umgrenzung aus einer etwa senkrecht angeordneten, die Scheibe umgebenden Prallwand (606) besteht.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Prallwand (606) und Scheibe (600, 600«, 600 ft) und unterhalb derselben ein Auffangtrichter (604) für die Knochen vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 686/261

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