DE4178C - Verfahren zur Produktion von Gerbstoff - Google Patents

Verfahren zur Produktion von Gerbstoff

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DE4178C
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lime
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sulphurous
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren geht auf eine Lockerung des Zusammenhanges der Holzmasse hinaus, welches in der Anwendung eines eigentümlichen Mittels, einer besonderen Methode und eines Apparates beruht, welcher letztere indessen auch seiner Ausführung nach wohl abgeändert werden könnte.
Das von mir benutzte Mittel ist schwefligsaurer Kalk. Die Methode besteht darin, dafs ich eine Lösung desselben auf das Holz in der Wärme einwirken lasse, wobei die Temperatur von ungefähr 1150C. als geeignet sich herausgestellt hat. Um die Operation auszuführen, löse ich den schwefligsauren Kalk (in bekannter Weise durch Einwirkung von schwefliger Säure auf Kalkhydrat am besten unter Anwendung von Bleikammern nach Analogie des Chlorkalks bereitet) in Wasser, und zwar in dem Verhältnifs, dafs auf 10 Theile aufzuschliefsendes Eichenholz ι Theil meines Präparates kommt, indem ich so viel Salzsäure hinzufüge, dafs jedes etwa vorhandene nicht gebundene oder als kohlensaurer Kalk befindliche Th eilchen beseitigt ist und die Flüssigkeit stark nach schwefliger Säure riecht. Mit dieser Lösung bringe ich die vorerwähnte Quantität Eichenholz, welche in Form von unentrindeten Scheiten angewendet wird, deren Dimensionen ungefähr 40 cm Länge und 6 bis 7 cm Dicke haben können, in einen, kupfernen oder mit Blei ausgekleideten cylinderförmigen Behälter, welcher entweder durch directes Feuer oder besser durch heifsen Wasserdampf auf die genannte Temperatur gebracht werden kann.
Ich erhitze ungefähr acht Stunden den Inhalt des Behälters auf, wie schon bemerkt, 11 5 ° C, wobei ich mit einer hohen Spannung der Dämpfe naturgemäfs nicht zu kämpfen habe.
Nach Beendigung der Operation und dem Erkalten des Apparates wird derselbe entleert. Die von dem Holz abfliefsende Flüssigkeit enthält den gröfsten Theil der Gerbsäure; ein anderer Theil ist in dem Holze eingeschlossen und wird dadurch gewonnen, dafs die Holzscheite, falls dieselben mit Borke behaftet sind, zuerst durch einfaches Abschälen mit der Hand davon befreit, sodann auf einer Zerkleinerungsvorrichtung, ζ. B. einem Mühlwerke mit verticalen Kollersteinen, zerdrückt und die Holzmassen sodann systematisch ausgelaugt werden. Für letzteren Zweck kann eine geeignete Waschmaschine oder auch eine hydraulische Presse unter Wiederholung des Aufweichens der abgeprefsten Massen benutzt werden.
Um das Waschwasser, event, auch die spontan ablaufende Flüssigkeit an Gerbstoff anzureichern, löse ich in ihr wiederum das Kalksalz und benutze sie in der früher angegebenen Weise nochmals oder auch wiederholt.
Die Wirkung des schwefligsauren Kalkes erklärt sich aus der Bildung des schwefelsauren Kalkes, welche in um so höherem Mafse statt hat, als die Reaction unter Verschwinden von schwefliger Säure von statten geht.
Die so gewonnene Flüssigkeit wird auf einen geeigneten Concentrationsgrad abgedampft, wel-
eher nach der Stärke des Leders ein verschiedener ist; meistens kann die Flüssigkeit schon direct angewendet werden. Dieselbe dient einfach als Gerbemittel, indem in dieselbe die zubereiteten Häute gebracht werden und nach den Regeln der Kunst verfahren wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ·
    Der beschriebene Procefs der Gerbstoff bereitung aus Eichenholz-·; dessen wesentlichstes Moment in der Benutzung des schwefligsauren Kalkes als Extractionsmittel der Gerbsäure beruht.
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