DE290656C - - Google Patents

Info

Publication number
DE290656C
DE290656C DENDAT290656D DE290656DA DE290656C DE 290656 C DE290656 C DE 290656C DE NDAT290656 D DENDAT290656 D DE NDAT290656D DE 290656D A DE290656D A DE 290656DA DE 290656 C DE290656 C DE 290656C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
decolorizing
carbon
zinc chloride
charcoal
cellulose
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT290656D
Other languages
English (en)
Publication of DE290656C publication Critical patent/DE290656C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Compounds Of Unknown Constitution (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Entfärbungskraft einer Entfärbungskohle hängt von ihrem Gehalt an aktivem Kohlenstoff, dessen Reinheit und physikalischer Obefflächenbeschaffenheit ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung einer Entfärbungskohle von hoher Entfärbungskraft, darin bestehend, daß kohlenstoffhaltige Substanzen aller Art, wie Zellulose, Sägespäne, Torf, Braunkohle,
*° Steinkohle, tierische Abfälle usw. mit Chlorzink in der Hitze behandelt werden.
Durch die stark wasserentziehende Wirkung des Chlorzinks auf die kohlenstoffhaltigen Sub-, stanzen erfolgt beim fortschreitenden Erhitzen der Mischung von Chlorzink mit der betreffenden kohlenstoffhaltigen Substanz bis zur Destillation des Chlorzinks eine vollständige Verkohlung der organischen Substanz, wobei sich der Kohlenstoff derselben in einer Form abscheidet, in der ej· ein hohes Entfärbungsvermögen besitzt.
Als Endprodukt der Reaktion resultiert eine schwarze, mehr oder weniger pulverige Masse, bestehend aus der gebildeten Entfär-
a5 bungskohle und wasserfreiem Chlorzink.
Durch Behandeln des Reaktionsproduktes mit Wasser läßt sich das Chlorzink von der Entfärbungskohle trennen und zu neuer Verwendung regenerieren. .
Nach der vorliegenden Erfindung ist es ebenso möglich, bereits erschöpfte Entfärbungskohle, die mit organischen Stoffen geladen ist, zu regenerieren. Die Wiederbelebung von erschöpfter Entfärbungskohle erfolgt gemäß der Erfindung wie die .Erzeugung der Entfärbungskohle selbst.
Der Behandlung mit Chlorzink hat in solchen Fällen, wo die Kohle neben organischen Substanzen auch mit anorganischen Verbindungen, wie z. B. unlöslichen Kalkverbindungen, beladen ist, eine Entfernung der letzteren mit geeigneten Mitteln, z. B. verdünnter Salzsäure, voranzugehen, um eine Verunreinigung des Chlorzinks hintanzuhalten.
Eine Vermehrung der wirksamen Teile der erschöpften Ent'färbungskohle durch den Wiederbelebungsprozeß kann in der Weise erzielt werden, daß man bei der Verwendung der frischen Entfärbungskohle, z. B. bei der Entfärbung von Zuckersäften, zur Erzielung einer besseren Filtration etwes Zellulose zusetzt, welche bei der nachfolgenden Wiederbelebung der erschöpften Entfärbungskohle mit Chlorzink ebenso wio die aufgenommenen organi-
sehen Verunreinigungen zu reinem Kohlenstoff abgebaut wird, wodurch eine Zunahme der ursprünglich vorhandenen Entfärbungskohle eintritt. ■'.■··· · ■ ■■
Wie sich von selbst versteht, kann das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren zum .Wiederbeleben von Entfärbungskohlen beliebiger Herkunft Anwendung finden.
Beispiel.
Eine beliebige organische Substanz, z. B. Sägespäne, wird mit dem gleichen oder mehrfachen Gewichte von Chlorzink in wasserfreier Form oder in Form der handelsüblichen 50 ° Lauge vermischt und in einer passenden Einrichtung erhitzt. ; '
Beim Erhitzen entweicht bei Anwendung von 50 ° Chlorzinklauge zur Mischung zunächst Wasser, die Masse bräunt sich und wird bei aö weiterem Erhitzen, wobei auch Destillationsprodukte des ■ Holzes . auftreten, bis zur beginnenden Destillation des Chlorzinks infolge der totalen Verkohlung schwarz.
Die erhaltene Reaktionsmasse wird mit Wasser unter Mitverwendung von so viel einer Säure, als zur Lösung gebildeter basischer Zinkverbindungen nötig ist, gelaugt, die rückständige Kohle filtriert, völlig ausgewaschen und getrocknet oder in nassem Zustand als Paste belassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: . '
    Verfahren zur Gewinnung und Wiederbelebung von Entfärbungskohle großer Entfärbungskraft, dadurch gekennzeichnet, daß kohlenstoffhaltige Substanzen, wieiHolz, Zellulose, Stärke, Kohle, tierische Abfälle usw. der Einwirkung von Zinkchlorid in : der Wärme unterworfen werden bzw. erschöpfte Entfärbungskohle beliebiger Her- kunft oder Mischungen erschöpfter Entfärbungskohle mit Zellulose usw. zusammen mit Zinkchlorid erhitzt werden, so daß infolge der stark wasserentziehenden und dadurch verkohlend wirkenden Eigenschaften des letzteren Kohlenstoff in einer außerordentlich feinen, stark entfärbenden aktiven Form abgeschieden wird.
DENDAT290656D Active DE290656C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE290656C true DE290656C (de)

Family

ID=545599

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT290656D Active DE290656C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE290656C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753435C (de) * 1934-09-26 1951-11-08 Octrooien Mij Activit Nv Verfahren zur Herstellung eines aktiven, kohlenstoffhaltigen kolloidalen Materials mit Ionen austauschenden Eigenschaften

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753435C (de) * 1934-09-26 1951-11-08 Octrooien Mij Activit Nv Verfahren zur Herstellung eines aktiven, kohlenstoffhaltigen kolloidalen Materials mit Ionen austauschenden Eigenschaften

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3932122C2 (de)
DE2246510C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle
EP0188203B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Aktivkohlen
DE290656C (de)
DE2625625C2 (de) Körnige Aktivkohle und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE469372C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Zellstoff
US1074337A (en) Process for the regenerating of decolorizing-carbon.
DE1950535C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Huminsäuren durch Oxydation von Kohle- oder kohleähnlichen Stoffen
DE1643545A1 (de) Verfahren zur Reinigung von organischen Saeuren
DE3834745A1 (de) Verfahren zur herstellung von aktivkohle
DE581303C (de) Verfahren zur Herstellung geformter oder koerniger adsorptionsfaehiger Massen
DE309155C (de)
DE412508C (de) Erzeugung und Wiederbelebung von aktiver Kohle
DE275973C (de)
AT68169B (de) Verfahren zur Gewinnung und Wiederbelebung von Entfärbungskohle mit hoher Entfärbungskraft.
DE276343C (de)
DE142432C (de)
DE767623C (de) Herstellung hochwirksamer aktiver Kohle
DE538783C (de) Herstellung von Kohlenstoff von hoher Reinheit
DE758406C (de) Verfahren zur Herstellung von aschenarmer Braunkohle
DE321859C (de) Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels
DE546368C (de) Verfahren zur Herstellung eines schwarzen Farbstoffes
DE574740C (de) Verfahren zur Herstellung von harter, stueckiger, aktiver Kohle
AT51343B (de) Verfahren zur Verarbeitung von Brennereischlempe.
DE416137C (de) Verfahren zur Zersetzung von Eisenoxydulverbindungen