AT51343B - Verfahren zur Verarbeitung von Brennereischlempe. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Brennereischlempe.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verarbeitung von B r e n n e r e i s c h l e m p s. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von   Brennoreischiompen   zwecks Gewinnung des in   ihnen   enthaltenen Glyzerins nebst Bernsteinsäre   und Alkalisalzen   als solchen oder der durch Einwirkung derselben auf Zellulose bei der   trockenen   Destillation   resultierenden   Stoffe. 



     Dieses Vorfahren stutzt   sich auf die an sich bekannte Verwendung von Zellulose als 
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 beispielsweise von   Holzzellulose,   die vorteilhaft von inkrustierenden Substanzen befreit und in bekannter Weise durch Einwirkung von Säuren teilweise oder ganz verkohlt worden ist, absorbieren lässt. Der Absorptionsprozess kann entweder durch Vermischen von vorher lionzentrierter Schlempe mit dem Absorptionsmittel oder aber dadurch bewerkstelligt worden, dass man die aus den Kolonnenapparaten austretende Schlempe unmittelbar mit dem Absorptionsmittel vermengt, bis die Masse einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 50 bis   600/0   
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   zumischen.   Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das nach dem letzten Trocknen erhaltene Produkt auf den gewünschten Gebalt an Trockenschlempe gebracht ist. 



   Das auf diese oder andere Art erhaltene trockene Gemonge von Absorptionsmittel und Schlempe wird sodann   gemäss   der   Erfindung in einem Extraktionsapparat beliebiger   
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 mittel behandelt. Die Wahl des Lösungsmittels ist ohne Einfluss auf den Gegenstand der Erfindung ; es kann jeder Körper verwendet werden, der ein grösseres Lösungsvermögen für die genannten Stoffe als für die salzartige Bestandteile der Schlempe besitzt, wie z.   H.   stark 
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 der Tetrachlorkohlenstoff, die Nachlaufprodukte von der   Rektinkation   des Spiritus u. a. 111. 



  Anstatt das erwähnte trockene Gemenge zu   extrahieren, kann man   es auch in einem   Osmoseapparat   behandeln oder auch kalt oder warm auspressen. 



   Der mit einem oder kombiniert mit mehreren dieser Mittel durchgeführte Extraktions- 
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 Rest des Lösungsmittels getränkten Schlempeabsorptionsmittel, frei von verschiedenen   llostitudteilon     der Schlempe, insbesondere   vom Glyzerin, besteht. Von der erhaltenen glyzeriuhaltigen Flüssigkeit wird durch Destillation das Lösungsmittel abgetrieben, um wieder für weitere Extraktionen zu dienen, während als   Rückstand einerseits Rohglyzonn   verbleibt, welches   der   der vorteilhaften Wirkung des verwendeten Absorptionsmittels 
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 gebliebenen festen Masse, nachdem ans letzterer das   Lösungsmittel gleichfalls abgetrieben   worden ist, vereinigt werden.

   Zur Trennung von Glyzerin und Bernsteinsäure kann man sich der Vakuumdestillation oder verschiedener Lösungsmittel bedienen, welche einen der beiden Stoffe   ungolöst.   lassen   oder sonstige bekannte Trennungsverfahren anwenden.   



   Die als Rückstand der Schlempebehandlung verbliebene Masse des Absorptionsmittels 
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 dos Glyzerins beigemischt werden können und welches sich in verschiedener Weise verwerten   lässt.   So kann dieses Produkt durch Kalzinieren auf Pottasche verarbeitet werden, wobei das   Ahsorptionsmittel verbrennt   und dabei etwas Pottasche   zurücklässt,   durch welche die aus den Schlempesalzen herrührende, rohe Pottasche angereichert wird. Eine andere vorteilhafte Verwertungsweise des in Rede stehenden, vom Glyzerin befreiten und somit nicht mehr hygroskopischen Produktes, welches nahezu den gesamten Stickstoff der Schlempe enthält, ist die als Düngemittel.

   Die Plastizität dieses Produktes gestattet übrigens auch eine bequeme Brikettierung desselben, und die so erzeugten Briketts können als Feuerungsmaterial Verwendung finden, wobei einerseits ihr heizwert ausgenützt und andererseits als Verbrennungsrückstand Rohpottasche erhalten wird. 



   Man kann auch das genannte Produkt, nachdem es vorher vorteilhaft in Brikettform gebracht worden ist,   der vorliegenden Erfindung gemäss   der trockenen Destillation unterwerfen, wobei einerseits die durch   Einwirkung   der vorhandenen Alkaliverbindung auf die Holzzellulose entstehenden Produkte,   Essigsäure, Holzgoist usw., andererseits   aber eine Kohle erhalten wird, die als ösliche Verbindungen insbesondere Oxalsäure und Zyanide enthält.

   Durch Auslaugen dieser Kohle gewinnt man die in ihr enthaltenen löslichen Körper, während als Rückstand eine Holzkohle verbleibt, die getrocknet und für Feuerungszwecke verwendet oder zwecks Nutzbarmachung als Filtermaterial, insbesondere zum Raffinieren von Spiritus, nachgeglüht werden kann. 
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 inkrustierenden Substanzen befreiter Holzzellulose angewendet werden kann,   dadurch ge-   kennzeichnet, dass man das Gemenge trocknet und ihm das in der Schlempe befindliche Glyzerin nebst der Bernsteinsäure mit Hilfe eines oder mehrerer   I ösungsmittel dieser StoffH   oder durch Osmose oder Auspressen entzicht, wobei als Rückstand eine Masse von be-   trächtlichem   Heizwert erhalten wird, die hrikettiert werden kann und beim Verbrennen Alkalisalze bzw. Rohpottasche   zurücklässt.  

Claims (1)

  1. 2. Ausführuugsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nach erfolgtem Extrahieren des Glyzerins und der Bernsteinsäure als Rückstand erhaltene Masse, vorteilhaft in brikettiertem Zustande, der trockenen Destillation unterworfen wird, wobei man einerseits die durch Einwirkung der in der genannten Masse vorhandenen Alkalisalze auf Holzzelulose entstehenden Produkte, Methylalkohol, Essigsäure usw., EMI2.4 krustierenden Substanzen befreiter Holzzellulose vermengt, aus dem Gemenge das Glyzerin mit einem Lösungsmittel desselben extrahiert und den sich ergebenden gtyzcrinfreien EMI2.5
AT51343D 1910-05-21 1910-05-21 Verfahren zur Verarbeitung von Brennereischlempe. AT51343B (de)

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