DE417013C - Walkmittel - Google Patents

Walkmittel

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Publication number
DE417013C
DE417013C DEE31767D DEE0031767D DE417013C DE 417013 C DE417013 C DE 417013C DE E31767 D DEE31767 D DE E31767D DE E0031767 D DEE0031767 D DE E0031767D DE 417013 C DE417013 C DE 417013C
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DE
Germany
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fulling
salts
aldehyde
ketone
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Expired
Application number
DEE31767D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Becker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Englert & Dr F Becker Chem Fab
Original Assignee
Englert & Dr F Becker Chem Fab
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/52Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/522Fulling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Walkmittel. Textilstoffe aller Art werden bekanntlich zur Verdichtung des Gewebes einem Walkprozeß unterworfen, bei welchem durch gleitende und stoßende Bewegung entweder von Hand aus oder mittels der Walkinaschine in Anwesenheit eines Walkinittels eine innige Verfilzung der Gewebshaare zu erreichen gesucht wird. Die gute Verfilzung der Haare ist nach dein @Valkprozeß auch bei nur oberflächlicher Betrachtung am Eingehen der Tuche, also in einer Verkürzung der Länge und Breite der Stücke, augenfällig erkenntlich.
  • Als Walkmittel wurden bis jetzt in der Ilauptsache Seifenlösungen oder wässerige U>sungen von Walkölen verwendet; erst in den letzten Jahren wurden als Ersatzmittel Saponine, laniinarsaure Salze,' Eiweißabbaupro(lukte ti. (-i-i. teilweise in die Walktechnik eingeführt, welche Mittel sich aber gegenüber den Walkölen und Seifen nicht behauptet. konnten. Es sind auch zur Verstärkung der Schaumwirkung dieser Mittel naphtalinsulfosa tire Salze und Naplitole, sowie zur Verkiirztiii` der Wallcdatie: künstliche und natürliche Gerbstoffe, wie harzartige Kondensationsprodukte aus Phenolen und deren Homologen finit Aldehyden, sowie Tannine vor-Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß sich nicht nur eine wesentliche Verkürzung des Walkprozesses, sondern auch eine viel innigere Verfilzung der Fasern erzielen läßt, wenn man die Walke in wässerigen Lösungen von aldehyd- oder ketonschwefeligsauren Salzen mit oder ohne Zusatz von Seifen ausführt. Die freien aldehyd- oder ketonschwefeligen Säuren öder deren Salze bec@-irken zwar schon allein einen wesentlichen Effekt, jedoch walkt man zweckmäßig in schwach alkalischen Lösungen obiger Salze unter Zusatz von Seifen, verseiften Ölen oder für die Walke sonst verwendbaren Zusätzen. Beispiel i: a) In der Zylinderwalkmaschine wird ein .I7,5 kg schweres Tuch von .4o in Länge in der Wärme mit einer schwach sodaalkalischen Walkflüssigkeit behandelt, die in i 5o 1 Lösung 5 kg eines Gemenges enthält, das durch Lösen von i kg formaldehy(Ischwefeligsaurein Kaliuni und i,5 kg 6oprozentiger Kernseife erhalten wird.
  • b) Behandelt man vergleichsweise ein Teiches Stück finit einer Walkflüssigkeit, die in ISO 1 .I,5 kg, also die dreifache Menge, Go Prozent Kernseife allein enthält, so zeigt sich nach einstündiger Walke bereits, daß bei dein Versuch a bei Zusatz von forinaldehydschwefeligsaurein Kalitun eine wesentlich bessere Verfilzung erreicht wird als bei Versuch 1i finit der dreifachen Menge Seife allein. Nach dreistündiger Walkdatier zwar bei Versuch a (las Tuch in der Länge utn 7 in eingegangen, bei Versuch 1) nur uni 6 in. An Stelle von formaldehvdschwefeligsaurein Kalium kann mit glicheni Effekt formalcIelivdscliwefeligsaures Natrium oder Amnionium genommen «-erden. Die Mengen-Verhältnisse des Beispieles lassen sich natürlich in weiten Grenzen variieren.
  • Bei spiele: 1s wird ein Wallbad hergestellt, das in r 5o I Wasser 7 kg eines Gemenges enthält, welches durch Mischen von 1,4 kg azetalde. liv<Ischwefeligsatirein Natrium' 1,.4 kg fettsaurem Natrium und o,7hg stilfoi-iCinusölsaurein Natrium durch Lösen in Wasser erhalten wurde. Bei gleicher Versuchsanordnung und gleicher Wall;datier wird ein leichter Wollstoff wesentlich rascher und vollständiger verfilzt, als mit einer Walkflüssigkeit, die mit obengenannten Olen, aber ohne Zusatz von etal(lehvclscli,#vefeligsaiii-eiii Natrium herge-# z stellt wurde. Zu ähnlichem Ergebnis in der Walkwirkung gelangt man, wenn in dieseln Beispiel das etal(lehyclschwefeligsaure Natrium durch , az Salze der ketonschwefeligen Säure oder der benzaldehvdschwefeligen Säure ersetzt wird. 'Man kann natürlich auch den in dem Walkbade befindlichen Seifenlösungen nachträglich Salze der aldehyd- oder ketonschwefeligen Säure in fester oder gelöster Form zusetzen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE' i. `'erfahren zur Herstellung eines Walkmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man zu den an sich bekannten Walkinitteln aldehyd- oder ketonschwefeligsaure Salze beimischt. `'erfahren zur Herstellung von Wallbädern, dadurch gekennzeichnet, daß man den bekannten Walkbädern aldehvd-oder ketonschwefeligsaure Salze in fester oder gelöster Form zusetzt.
DEE31767D 1924-12-23 1924-12-23 Walkmittel Expired DE417013C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2429476A (en) * 1944-04-25 1947-10-21 Joseph F Melody Hatting fur treatment

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