DE416063C - Kesselspeisevorrichtung fuer Dampfschiffe - Google Patents

Kesselspeisevorrichtung fuer Dampfschiffe

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DE416063C
DE416063C DEW55553D DEW0055553D DE416063C DE 416063 C DE416063 C DE 416063C DE W55553 D DEW55553 D DE W55553D DE W0055553 D DEW0055553 D DE W0055553D DE 416063 C DE416063 C DE 416063C
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DEW55553D
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Weir Group PLC
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G&J Weir Ltd
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0068General arrangements, e.g. flowsheets

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

  • Kesselspeisevorrichtung für Dampfschiffe.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Kessclspei sevorrichtuni: für Dampfschiffe, bei der das wasser aus dem hauptkondensator durch eine NVassersaugpmnpe abgesaugt und durch die Speiseleitung weitergedrückt wird, während cine Dampfstrahlluftsaugvorrichtung Dampf und Luft aus dem Hauptkondensator ab saugt und die Wärme des abgesaugtem Dampf- und Luftgemisches zum Vorwärmen des Speisewassers benutzt wird.
  • Das Neue der Erfindung gegenüber Einrichtullgen ähnlicher Art besteht darin, daß das im Vorwärmer aus der Strahlpumpe niedergeschlagene Kondensat in den Kondensator geführt wird, so daß das Kondensat, das zunächst im Vorwärmer durch ein bekanntes Entlüftungsrohr entlüftet wird, im Hauptkondensator weiter Luft abgibt. Es findet also eine doppelte Entlüftung des niedergeschlagenen Kondensats des Strahlsaugers statt.
  • Ferner sind noch eine Reihe weiterer Ausführungen angegeben, die den Betrieb der ganzen Anlage verhessern sollen.
  • Die Erfindung zeitigt noch außer der vollkommenden Entlüftung des Speisewassers weitere Vorteile. Dadurch. daß das Wasser aus dem Kondensator durch eine besondere Saugpumpe ah- und weiter durch den Vorwärmer geführt wird, wird es möglich, das Speisewasser auf eine höhere Temperatur, wie sonst üblich, vorzuwärmen, ohne die Leistung der Kesselspeisepumpe zu beeinträchtigen, und schließlich wird es möglich, den Speisewasserbehälter möglichst tief in dem Schiff anzuordnen, weil das Wasser aus diesem Behälter entrreder durch die den Kondensator entleerende oder eine besondere Pumpe al>-gesaugt und der Speiseleitung zugeführt wird.
  • Die Erfindung soll im folgenden an Hand der schematischen Zeichnungen erläutert werden, in denen die Abb. I, 2, 3 und 4 verschiedenke Ausf,2hrungsformen der Erfindung wiedergeben, während die Abb. 5 und 6 Einzelheiten veranschaulichen.
  • Bei der Ausführungsform der Abb. I ist a der Hauptkondensator, von dessen unterem Ende ein Rohr b zu der Saugseite der Pumpe c führt, die im folgenden als Wassersaugpumpe bezeichnet werden soll und zweckmäßig als Kreiselpumpe ausgeführt ist. Diese Pumpe liefert das Wasser durch ein Rückschlagventil d in das Hauptspeiserohr f, und zwar mit einem Druck, der im allgemeinen ungefähr zwischen 1,33 und 2,67 Atmosphären gehalten wird.
  • Von dem Rohr b oder von dem unteren Ende des Kondensators geht ein Rohr c zweckmäßig mit einer Aufwärtskrümmung zu einer Dampfstrahlluftsaugvorrichtung g, die Luft und Dampf aus dem Kondensator saugt und beides in einen Oberflächenspeisewasservorwärmer h abgibt, der an das I Iauptspeiserohr f angeschlossen ist. Der Dampf dieser Saugvorrichtung wird zusammen mit dem aus dem Kondensator abgesaugten Dampf und der-Luft in diesen Oberflächenspeisewasservorwärmer kondensiert. Die Wärme des Dampfes wird dabei benutzt, um das Speisewasser vorzuwärmen.
  • Der Dampf und die Luft mischen sich hierbei natürlich nicht mit dem von der Pumpe c geförderten Speisewasser, da sie sich auf entgegengesetzten Seiten der Heizflächen befinden. Das Kondensat läuft in einen Behälter k am unteren Ende des Vorworners.
  • Ein Rohr lit verbindet diesen Behälter mit der Saugseite der Wassersaugpumpe c oder, falls dies vorgezogen wird, mit dem Hauptkondensator. Ein Hahn oder Ventil im ist vorgesehen, um den Ablauf durch dieses Rohr zu regeln; dieser Hahn ist seinerseits von einem Schwimmer o in dem Behälter beeinflußt, so daß er geöffnet wird, wenn das Wasser in diesem Behälter eine vorher bestimmte Höhe erreicht.
  • Die Luftsaugvorrichtung fördert die Luft und den Dampf in den Vorwärmer ungefähr unter atmosphärischem Druck oder etwas darüber. Ein Luftabblasrohr p geht von einer geeigneten Stelle des Dampfraumes des Oberflächenvorwärmcrs aus oder auch von dem oberen Teil des darunter befindlichen Behälters (natürlich über dem WETasserspiegel ) und gestattet so das Abblasen der von der Luftsaugvorrichtung mitgenommenen Luft.
  • Der Oberflächenvorwärmer kann irgendeine beliebige Bauart aufweisen, d. h. es kann also jeder Vorwärmer benutzt werden, bei dem der Dampf und das Wasser voneinander getrennt gehalten sind und der Wärmeaustausch durch Metallwände erfolgt.
  • En zwieter Oberflächenspeisewasservorwarmer q ist hinter dem Vorwärmer h in die unter dem Druck der Wassersaugpumpe c stehende Speiseleitung eingeschaltet. In diesem zweiten Vorwärmer q erhält das Wasser eine weitere Temperatursteigerung. wobei als Heizmittel im allgemeinen der Abdampf der Hilfsmaschinen benutzt wird. Hierbei kann irgendeine beliebige oder geeignete Anordnung von Ventilen und Umlaufvorrichtungen vorgesehen werden, durch welche das Speisewasser, falls gewünscht, um diesen zweiten Vorwärmer herumgeführt werden kann, anstatt durch ihn geführt zu werden.
  • Der Vorwärmer q liegt auf der Saugseite der Speisepumpe oder Speisepumper r, worauf noch besonders hinzuwisen ist.
  • Das Speisewasser eines einzelnen Rondenstors kann durch einen einzelnen hauptvorwärmer h zu den Kesseln in den verschiedellen Kesselräumen geführt werden, wobei dann für jeden Kesselraum eine besondere Speisepumpe vorgesehen ist. In diesem Falle kann das gesamte Wasser durch einen eineinen zweiten Vorwärmer q hindurchgeführt und dann verteilt werden, um die verschiedenen Kesselräume zu speisen; es kann aber auch für jeden Kesselraum ein besonderer zweiter Vorwärmer angeordnet werden, so claß das Wasser, nachdem es aus dem ersten oder Hauptvorwärmer kommt, geteilt wird und durch die verschiedenen zweiten Vorwärmer den verschiedenen Speisepumpen zugeführt wird.
  • Wenn die Speisepumpe oder die Speisepumpen nicht Wasser in die Kessel zu drücken haben und infolgedessen nicht laufen, oder wenn sie nur eine Wassermenge absaugen-, die geringer ist als die Menge, welche der Kondensator liefert, so ist gemäß der Erfindung dafür Fürsorge getroffen, daß das Wasser, das von der Wassersaugpumpe durch den Hauptvorwärmer gedrückt oder der Überschuß dieses Assers, der von den Speisepumpen nicht benötigt wird, in eine Speisewasserbehälter t geleitet wird, und zwar, wie gewöhnlich, unter atmosphärischem Druck. Zu diesem Zweck ist ein Zweigrohr j vorgesehen, das von dem Hauptspeiserohr auf der Austrittsseite des Hauptvorwärmers zu dem Speisewasserbhälter führt, wobei in diesem Zweigrohr ein federbelastetes Ventil s angeordnet ist, das scieh bet einem genügenden Druckunterschied öffnet und so das Wasser nach dem Speisewasserbehälter zu, doch nicht in entgegengesetzter Richtung, hindurchfließen läßt.
  • Wenn also infloge Stoppens oder verminderter Arbeitsleistung der Speisepumpe der Druck in dem Speiserohr steigt, so öffnet sich dieses federbelastete Ventil und läßt das nasser oder den Überschuß von Wasser je nach dem in diesem Behälter übertreten.
  • Ein Rohr lt verbindet den Speisewasserbehälter mit dem Hauptkondensator oder mit der Saugseite der Wassersaugpumpe. An diesem Rohr sind zwei Ventile vorgesehen, und zwar ein von Hand zu bewegendes z und ein selbsttätiges Ventil w, welches in vergrößertem Maßstabe im Schnitt in Abb. 5 dargestellt ist. Die Spindel x dieses letzteren Ventils ist mit einer Feder y und mit einem Koben z verbunden, welch letzterer in einem Zylinder 2 arbeitet, der durch Rohr 3 mit dem Hauptspeiserobr zwischen der Pumpe c und dem Vorwärmer h verbunden ist, wie Abb. I zeigt.
  • Durch diese Anor dnung wird erreicht, daß, wenn die Wassersaugpumpe nicht genügen Kondenswasser von dem Hauptkondensator erhält, um den Anforderungen der Kessel zu entsprechen, der Druckabfall in dem Rohre f auf den Kolben derart einwirkt, daß er das Ventil öffnet und infolgedessen die Wassersaugpumpe mit genügend Wasser aus dem Speisebehälter versieth, um so die ungenügende Lieferung aus dem Hauptkondensator auszugleichen. Falls gewünscht, kann der Kol->en r durch eine Äleinbran ersetzt werden.
  • Die Ausführungsform der Erfindung nach Abb. 2. unterscheidet sic von der Abb. 1 lediglich in bezug auf die Vorrichtungen zum Weiterleiten des Speisewassers aus dem Speisewasserbehälter in das Speisewasserumlaufsystem. Das Rohr u ist hierbei forgefallen, und an seiner Stelle ist ein rohr 4 vorgesehen, das von dem Speisewasserbehälter zu dem Hauptspeiserohr führt und, in dieses zwischen dem Zweigrohr j und dem zweiten Oberflächenvorwärmer q einmündet.
  • Eine Pumpe 5, am besten eine Kreiselpumpe, ist in diesem Rohr 4 angeordnet, um das Wasser. durch dieses Rohr aus dem Speisewasserbehälter zu dem Hauptspeiserohr zu drücken ; ein belastetes Rückschlagventil 6 liegt in diesem Rohr, und zwar auf der Austrittsseite der Pumpe. Bei dieser Anordnung öffnet sich das Ventil 6, wenn der Druck in dem Hauptspeiserohr unter ein vorher bestimmtes ÄIaß fällt, und ermöglicht so die Abgabe von Wasser aus dem Speisewasserbehälter in das Hauptspeiserohr. Wenn jedoch genügend Wasser von dem Hauptkondensator geliefert wird und der Druck in dem Hauptspeiserohr normal ist, so ist der austrittsdruck der Pumpe 56 nicht genügend, um das RVasser durch das Ventil 6 in das Hauptspeiserohr zu drücloen. In dem Hauptspeiserohr ist ein von Hand bewegtes Absperrventil 7 zwischen den Rohranschlüssen j und 4 vorgesehen.
  • Unter den gewöhnlichen Betriebsverhältnissen wird das von der Wassersaugpumpe gelieferte Wasser genügen, um den Dampf der Luftsaugvorrichtung zu kondensieren; aber bei gewissen Arbeitsverhältnissen, nìmlich z. B. beim WIanövrieren, wenn der Hauptkondensator nur eine verringerte Wiege von Abdampf erhält, während der der Luftsaugvorrichtung zugeführte Dampf unvermindert oder jedenfalls nicht im gleichen Verhältnis vermindert wird, kann es notwendig sein, das von dem Hauptkondensator abgesaugte und durch den ersten Speisewasservorwärmer gepumpte Kondensat zu ergänzen. Zu diesem Zweck ist ein Rohr 8 mit einem von Hand bewegten Ventil 9 vorgesellell, welches den Speisewasserbehälter unmittelbar mit dem Hauptkondensator verbindet. Diese Rohrverbindung ist auch bei allen anderen Ausführungsformen dieser Erfindung notwendig und deswegen in allen Abb. I bis 4 dargestellt.
  • Älit Hilfe dieser Rohrverbindung wird zusätzliches, umlaufendes Speisewasser durch Öffnen des Ventils g geliefert, wodurch ein Zustrom von Wasser aus dem Speisewasser behälter in den Hauptkondensator stattfindet.
  • Die Wassersaugpumpe ist dann in der Lage, genügend Wasser aus dem Kondensator zu ziehen, um den Dampf in dem ersten Oberflächenwasservorwärmer zu kondensieren, Ferner wird mit Hilfe dieses Rohres 8 ein ausreichender Wasserumlauf durch den ersten Oberflächenspeisewasservorwärmer erzielt, selbst dann, wenn kein Dampf in dem Hauptkondensator kondensiert wird, andererseits aber die Dampfstrahlluftsaugvorrichtung in voller Wirkung ist.
  • Ist dann die Speisepumpe nicht in ÄVirkung, so wird das Wasser in einen dauernden Umlauf durch den ersten Vorwärmer, den Speisewasserbehälter, den Hauptkondensator und die Wassersaugpumpe gehalten; dadurch, daß das Wasser durch den Hauptkondensator hindurchgeht, wird verhindert, daß sich seine Temperatur auf eine schädliche Höhe steigert.
  • Die Anlage kann, ohne auf die wesentlichen N'Ierkmale der Erfindung zu verzichten, dahin geändert werden, daß das Speisewasser einer einmaligen anstatt einer zweimaligen Vorwärmung unterworfen wird.
  • Abb. 3 zeigt eine derartige Anlage, bei der nur ein einziger Oberflächenvorwärmer h benutzt wird der die von der Luftsaugvorrichtung 2, geförderte Luft und Dampf aufnimmt, wobei das Kondensat in den Speisewasserbehälter durch das Rohr 10 entleert wird, während die Luft durch ein Entlüftungsrohr 1 1 entweicht.
  • Im übrigen ist die Anlage genau die gleiche, wie itl Abb. I dargestellt.
  • Abb. 4 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform der Erfindung; sie besitzt noch weitere Vorteile in bezug auf die Entlüftung des Speisewassers. Bei dieser Anordnung drückt die Wassersaugpumpe c, wie dies bereits vorher beschrieben, tlas Speisewasser durch ein Rückschlagventil d in einen Oberflächenvorwärmer 11. Das Speisewasser wird nach Durchlaufen dieses Vorwärmers in einen zweiten und Hauptoberflächenvorwärmer q oder mehrere derartige Vorwärmer geleitet, welch letztere parallel miteinander angeordnet sind, und geht dann weiter zu der Saugseite der Kesselspeisepumpe r oder den Pumpen.
  • Die Luftsaugvorrichtung die die Luft und den Dampf aus dem Hauptkondensator absaugt, entleert sich in den Vorwärmer h, dessen Dampfraum, wie veranschaulicht, mit einem Kondensator Ig verbunden ist, so daß diese beiden Elemente lt und 19 einen gemeinsamen Oberflächenvorwärmer und Kondensator bilden. Das Umlaufwasser für den Kondensatorteil 19 dieser Kombination wird von der Hauptkühlwasserleitung oder aus irgendeiner anderen Quelle entnommen. Der Dampf der Luftsaugvorrichtung zusammen mit dem Wasserdampf aus dem Kondensator und der Luft wird dann in diesem kom binierten Oberflächenvorwärmer und Kondensator kondensiert, der durch das Rohr 20 in den Hauptspeisebehälter t entwässert.
  • Der zweite und Hauptoberflächenvorwärmer q (deren noch mehrere vorhanden sein können) kann von irgendeiner bekannten Bauart sein, bei welcher der Dampf und das Wasser voneinander getrennt gehalten werden, und der Wärmeaustausch durch Metallwände stattfindet; der Vorwärmer kann mit den üblichen Umlaufventilen und Verbindungen ausgestattet sein. Der zum Vorwärmen dienende Dampf kann von dem Abdampf der Hilfsmaschinen und auch von der Hauptturbine entnommen werden.
  • Das durch die Kondensation des Heizdampfes sich ergebende Wasser wird durch ein Rohr 24, durch ein Filter 25 und von dort durch ein Rohr 26 und ein Abschlußventil 27 nach dem Hauptwasserbehälter t abgeleitet. Das Kondenswasser eines einzelnen Hauptkondensators kann durch einen einzigen Oberflächenspeisewasservorwärmer h den Kesseln in verschiedenen Kesselräumen zugeführt werden, wobei dann jeder Kesselraum mit einer besonderen Speisepumpe oder mehreren Speisepumpen ausgestattet ist. In diesem Falle geht dann das gesamte Wasser durch einen einzigen Hilfs- oder zweiten Oberflächenspeisewasservorwärmer, wie z. B. q, und wird dann geteilt, um die verschiedenen Kesselräume zu speisen. Es kann aber auch ein besonderer zweiter Vorwärmer, wie z.B. q, in jedem Kesselraum angeordnet werden, und das Wasser kann, nachdem es den ersten Oberflächenspei sewasservor -ärmer durchlaufen hat, geteilt und auf die verschiedenen Hilfs- oder zweiten Vorwärmer und ihrer dazugehörigen Speisepumpen verteilt werden.
  • Die Luftsaugvorrichtung für die Luft und den Dampf in den Kombinationsoberflächenvorwärmer und Kondensator steht ungefähr unter atmosphärischem oder etwas höherem Druck, so daß die Luft durch ein Abblasrohr p in die Atmosphäre entweichen kann, das an einer geeigneten Stelle dieser kombinierten Einrichtung angeordnet sein kann.
  • Der Hauptspeisewasserbebälter t, der das Kondenswasser aus diesem kombinierten Oberflächenvorwärmer und Kondensator empfängt, hat ein Überlaufrohr 1 1 nach einem Vorrat- oder Reservebehälter 12, der tiefer angeordnet ist. Eine Rohrverbindung t mit Ventilen lt' und Hahn 13 führt von dem unteren Teile des Hauptspeisewasserbehälters zu dem unteren Teile des Hauptkondensators.
  • Das Ventil w hat die in Abb. 5 dargestellte Bauart und ist bereits bei der Darstellung der Einrichtung nach Abb. I beschrieben. Es ist deshalb klar, daß die Saugwirkung des Kondensators, durch welche das Wasser aus dem Hauptspeisebehälter durch das Rohr it angesaugt wird, durch die Feder geregelt wird und durch den Druck in dem Hauptspeiserohr, der auf dem Kolben z oder eine diesen ersetzende Membran einwirkt.
  • Der Hahn I3 ist in Abb. 6 im Ouerschnitt dargestellt. Er wirkt in der Weise, daß er das Abziehen des Speisewassers aus dem Hauptspeisewasserbehälter unterhalb eines vorher bestimmten niedrigen Wasserstandes verhindert. In dem Behälter oder in einem mit diesem verbundenen Gefäß ist ein Schwimmer vorgesehen, der auf den Hahn 13 durch tlas Hebelgestänge 14 einwirkt, derart, <laß für gewöhnlich, wie dies aus Al>b. 6 sich ergibt, ein freier Durchgang von dem Hauptspeisebehälter durch das Kücken 15 des hahnes gewährleistet ist. Fällt jedoch das Wasser in dem Behälter unter einen vorher bestimmten Stand, so wird das Kücken des Hahnes teilweise gedreht, so daß die Verbindung nach dem Hauptspeisebehälter abgeschlossen und dagegen nach dem Rohr 16 geöffnet wird das tiach dem N-orrats- oder lZeservel>ehälter 12 durch ein Abschlußventil I7 führt. Wenn dieses Abschlußventil offen ist, dann liefert der Reservebehälter Wasser durch das Rohr I6, den Hahn I3, das Ventil w und das Rohr lt in den Kondensator.
  • Unter normalen Arbeitsbedingungen saugt die Wassersaugpumpe das Sondensationswasser aus dem Hauptkondensator und drückt es durch das Hauptspeiserohr durch die Rohre des ersten oder Hauptoberflächenspeisewasservorwärmers k, darauf durch den zweiten Oberflächenspeisewasservorwärmer q (oder deren mehrere) nach der Saugseite der Speisepumpe oder der Speisepumpen, die das Wasser dem Kessel zuführen.
  • Wenn die Wasserzufuhr den Bedarf der Kessel übersteigt, so steigt der Druck in dem Hauptspeiserohr und öffnet das federbelastete Ventil s in dem Zweigrohr j, wie in den Abb. I, 2 und 3 dargestellt ist. Das Speisewasser geht dann durch dieses Zweigrohr und das Ventil in den Hauptspeisebehälter.
  • Liefert dagegen die ÄVassersaugpumpe nicht genügend Speisewasser, so fällt der Druck in dem Hauptspeiserohr; dieses ist durch das Rohr 3 mit der unteren Seite des Kolbens z (oder einer Membran) verbunden, so daß sich das Ventil w öffnet und dadurch es ermöglicht, daß das Speisewasser von dem Hauptspeisewasserbehälter ergänzt wird.
  • Wie bei der Anordnung der Abb. I ist hier eine Rohrverbindung8 mit Abschlußventil 9 vorgesehen, und zwar für denselben Zweck, wie vorhin beschrieben.
  • Wenn der zweite Oberflächenvorwärmer q groß genug ist, um die Gesamtmenge des verfügbaren Abdampfes der Hilfsmaschinen auszunutzen und diese Abdampfmenge nicht etwa zu der Niederdruckturbine geführt wird, dana ist der einzige Teil des Speisewassers, der einer Filterung bedarf, derjenige, der von dem in dem zweiten Oberflächenspeisewasservorwärmer kondensierten Abdampf stammt, da dies der einzige Teil des Dampfes ist, der Öl oder Fett enthält. Das vorhin erwähnte Filter 25 bewirkt die Filterung dieses Speisewassers, bevor es in den Speisewasserbehälter gelangt.
  • Es sei besonders hervorgehoben, und zwar in bezug auf alle hier dargestellten Ausführungsformen der Erfindung, daß bei normalem Betriebe das Speisewaser in einem vollständig geschlossenen System umläuft und daß es an keiner Stelle und zu keiner Zeit Berührung mit der Außenluft gewinnt. Die Luft vird son dem Kondensationswasser getrennt, entweder bevor es den Kondensator verläßt oder uiiinittelbar nachher, und das Wasser hat dann unter gewöhnlichen Arbeitsbedingungen keinerlei Gelegenheit, Luft noch aufzunehmen.
  • Bei den Ausführungsformen der Abb. I, 2 und + geht alles Speisewasser das aus dem Hauptspeisebehälter entnommen wird, durch den Hauptkondensator und wird infolgedessen der entlüftenden Ävirkung desselben unterworfen, bevor es in das Hauptspeiserohr gelangt.
  • Ferner ist bei der zuletzt erwähnten Ausführungsform diese Arbeitsweise auch für das Speisewasser angewendet, das aus dem Reservebehälter entnommen wird.
  • Dank den vorhin heschriebenen Einrichtungen ist es nicht nötig, wie dies oft der Fall ist, den Speisewasserbehälter oder die Be-Filter hoch anzuordnen, um so ein genügen des Gefälle für die Speisepumpen zu erzeugen.
  • Der Speisewasserbehälter oder die Behälter können infolgedessen sehr tief in dem Schiff eingebaut wereden, einPunkt von außerordentlicher Bedeutung für Kriegsschiffe, Es ist ferner hervorzuheben, daß der zweite oder Hilfsoberflächenspeisewasservorwärmer (oder mehrere, sofern sie notwendig sind) nur unter einem verhältnismäßig geringem Druck steht. Es ist bei der Benutzung von Oberflächenspeisewasservorwärmern an Bord von Schiffen üblich, diesen Vorwärmer auch an die Austrittsseite der Speisepumpe zu legen. da andernfalls die holme Temperatur, welche <las wasser erreicht, die Saugwirkung <1er Pumpe beeinträchtigt. Wenn der Speisewasservorwärmer auf der Austrittsseite der Speisepumpe angeordnet ist, so muß er natürlich entsprechend widerstandsfähig gemacht werden, um dem hohen Druck zu widerstehen, dem er ausgesetzt ist und der stets größer ist als der Arbeitsdruck des Kessels. Bei dieser Anlage gibt die Benutzung der Wassersaugpumpe aber der Speisepumpe die Möglichkeit, auch dann befriedigend zu arbeiten, wenn das von ihr angesaugte Wasser eine hohe Temperatur hat.
  • Der zweite Oberflächenspeiservasservorwärmer ist deshelb auf der Saugseite der Speisepumpe angeordnet und steht infolgedessen nicht unter dem Resseldruck. Diese Anordnung ermögliellt also eine wesentliche Verringerung des Gewichts dieses Vorwärmers, ein Umstand von erheblicher Bedeutung, besonders für Kriegsshiffe.

Claims (5)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Kesselspeisevorrichtung für Dampfschiffe, bei der das Wasser aus dem Hauptkondensator durch eine assersaugpumpe abgesaugt und dadurch die Speiseleitung weitergedrückt wird, während eine Dampfstrahlluftsaugvorrrichtung Dampf und Luft aus dem Hauptkondensator absaugt und die Wärme des abgesaugten Dampf-Luftgemisches zum Vorwärmen des Speisewassers benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das im Vorwärmer aus der Strahlpumpe niedergeschlagene Kondensat in den Kondensator geführt wird.
  2. 2. Kesselspeisewasseranlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in das den Speisewasserbehälter (t) mit dein Hauptkondensator bzw. dessen Saugpumpe (c0 verbindende Rücklaufrohr (u) ein Ventil (w) eingeschaltet ist, das durch den Druck in der von der Wassersaugpumpe (c) gespeisten Leitung (f) gesteuert wird.
  3. 3. Kesselspeiseanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der speisewasserbehälter (t) außer seiner Verbindung mit dem Hauptkondensator (a) durch eine besondere Rohrleitung (4) mit der Speiseleitung (f) hinter der Wassersaugpumpe (c) verbunden ist, und eine in die Leitung (4) eingebaute Saugpumpe (5) das Speisewasser aus den Behälter (t) nur dann fördert, wenn der Druck in der Speiseleitung (t) soweit gesunken ist, daß sich das in die Leitung (4') eingebaute Ventil (G) öffnet.
  4. 4. Kesselspeiseanlage nach anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß der zum Kondensieren des von der Strablsaugvor richtung gelieferten Dampfes dienende Vorwärmer (h) aus zwie Teilen (h und 19) besteht, deren einer von dem Kesselspeisewasser zu dessen gleichzeitiger Vorwärmung, dessen anderer Teil (19) in üblicher Weise durch Seewasser geführt wird.
  5. 5. Kesselspeiseanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,d aß der Speisewasserbehälter (t) seinen Überlauf in einen Reservebehälter (12) entleert, der durch ein Rohr (16) mit einem durch Schwimmer in dem Behälter (t) gesteuerten Dreirvegehahll (I3) verbunden ist, welch letzterer die zum Hauptkondensator fiihrende Leitung (u) entweder mit dein Behälter (t) oder nach dessen Entleerung mit dem Reservebchälter (12) in Verbindung brigt.
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