DE415689C - Verfahren, Gelatine- oder Leimflaechen auf leicht biegbaren Unterlagen fuer Flachdruckverfahren durch Gerben herzurichten - Google Patents
Verfahren, Gelatine- oder Leimflaechen auf leicht biegbaren Unterlagen fuer Flachdruckverfahren durch Gerben herzurichtenInfo
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Description
- Verfahren, Gelatine- oder Leimflächen auf leicht biegbaren Unterlagen für Flachdruckverfahren durch Gerben herzurichten. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von leicht biegbaren Unterlagen für Flachdruckverfahren unter Benutzung von Gelatine- oder Leimflächen. Die Herrichtung der Gelatine-oder Leimflächen muß so erfolgen, daß von den Unterlagen nach Aufbringung der Muster nicht 5o bis ioo Abzüge genommen werden können, wie das bei den bisherigen Umdruckverfahren der Fall war, sondern viele Hunderte. Zu dem Zwecke müssen die mit Gelatine überzogenen Unterlagen, z. B. Pergament, einer sehr intensiven Gerbung unterworfen werden, so daß die aufgebrachten Muster auch noch nach Herstellung einer großen Reihe von Abzügen wasserunlöslich und unbenetzbar bleiben. Beispielsweise wird die Folie in eine Gelatinelösung gebracht, die Kaliumbichr omat enthält, und durch Belichtung eine wasserunlösliche Chromgelatineverbindung gewonnen. Man kann die auf die Folie aufgetragene Gelatineschicht auch durch Zusatz anderer Fällungsmittel, z. B. Formaldehyd, .gerben, wobei aber darauf zu achten, ist, daß die Gerbung der ganzen Schicht eine vollkommene ist. Sobald das Muster mit Hilfe von Fettfarben oder anderen äquivalenten Mitteln aufgebracht ist, muß der nicht gemusterte Teil der Unterlage wieder wasseraufnahmefähig gemacht werden, was infolge der intensiven Gerbung nur durch Behandlung mit sehr konzentrierten Säurelösungen, z. B. hochkonzentrierter Schwefelsäure, oder durch Behandlung mit starken Alkalien gelingt. Dabei behalten die Stellen, auf die das Muster aufgebracht ist, ihre wasserabstoßende Eigenschaft, auch «renn man sehr viele Abzüge herstellt.
- Es ist bereits ein Umdruckverfahren bekannt geworden, bei dem eine mit Gelatine und Zinkweiß überzogene Folie ,durch Aläün event-tieTITFri-wiederholter-Anwendung gegerbt wurde, worauf die Folie mit chemischer Tusche behandelt wurde. Alsdann wurde eine Gummilösung wie sie beim lithographischen Druck üblich ist, d. h. -also eine Lösung, die etwas Säure enthält, auf das illuster gebracht, wodurch die nicht betuschten -Stellen wieder ganz wasseraufnahmefähig wurden. Die so vorbereiteten Folien wurden zur Herstellung der Umdrucke benutzt. Sie eignen sich aber nur zur Anfertigung einer geringen Zahl von Abzügen, .da die Unterlage, ganz abgesehen davon, daß sie noch Zinkweiß enthält, mit dem Alaun nicht ganz durchgegerbt wurde und so angreifbar blieb, daß sie schon durch die verdünnte Säure der üblichen Gummilösung wieder wasseraufnahmefähig gemacht werden konnte.
- Dies Verfahren eignet sich also in keiner Weise zu dem technischen Zweck, den Erfinder erstrebt, nämlich leicht mit Hilfe der Schreibmaschine herzustellende Originale für Flachdruckverfahren benutzen zu können.
- Auf die präpari@erteri Folien kann man die Zeichen mit Hilfe der Schreibmaschine bringen. Man kann auch von jedem abziehbaren Schreibmaschinenoriginal leicht zum Druck geeignete Abzüge dadurch anfertigen, daß man in der Druckmaschine zunächst auf gemäß der Erfindung präparierten Folien Abdrucke herstellt, welche die Buchstaben in Spiegelschrift zeigen. Diese Folien werden dann mit starker Säure behandelt, worauf die eigentlichen Drucke auf so vielen Maschinen, wie Spiegelschriftabzüge hergestellt sind, angefertigt «-erden. Wegen der Biegbarkeit der Unterlagen können dazu-auch Rotationsdruckmaschinen Verwendung finden.
- In gleicher Weise können ändere Zeichen, Bilder usw. auf präparierten Unterlagen zwecks späterer Vervielfältigung nach der angedeuteten Methode aufgebracht werden, wobei als Folienmaterial auch Kunstmassen, wie Caluloid usw., dienen können.
- So kann man z. B. auf nach vorliegendem Verfahren präparierten biegbaren Folien von einem Lithographenstein oder einer Zinkdruckplatte Abzüge mit einer Pigmentmasse herstellen, die bei der Behandlung mit Säuren nicht ihre wasserabstoßenden Eigenschaften verliert oder abgewaschen wird. Diese Abzüge lassen sich dann direkt oder nach Umdruck nach dem Rotationsdruckverfahren vervielfältigen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren, Gelatine- oder Leinflächen auf leicht biegbaren Unterlagen für Flachdruckverfahren durch Gerben herzurichten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folien nach Überziehung mit Gelatine oder Pflanzenleim so intensiv gerbt, daß nach Aufbringung der Muster die nicht bedruckten Schichtteile nur durch Behandlung mit starken Alkalien oder sehr konzentrierten Säurelösungen wieder wasseraufnahmefähig gemacht werden können, worauf man die Muster aufbringt und mit den genannten starken Reagenzien behandelt. z. Vervielfältigungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung der Zeichen auf der nach Anspruch i gegerbten - Unterlage mit Hilfe der Schreibmaschine erfolgt. 3. Vervielfältigungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man von einem abziehbaren Schreibmaschinenoriginal auf nach Anspruch i gegerbten Unterlagen in einer Druckmaschine beliebig viele Umdrucke herstellt, welche dann, nach Anspruch i wasseraufnahmefähig gemacht, in Rotationsmaschinen als Druckformen laufen können. Vervielfältigungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man von beliebigen planen Druckformen Abdrucke auf nach Anspruch i gegerbten Unterlagen macht, die dann nach Weiterbehandlung gemäß Anspruch i in Rotationsmaschinen vervielfältigt werden.
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