AT156711B - Verfahren zur Herstellung von Klischees. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Klischees.

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  Verfahren zur Herstellung von Klischees. 



   Eine grosse Anzahl graphischer Druckverfahren, wie der   Rotationstiefdrurk,     Offsetdruck, Stein-   druck, weiters der Textildruck, Tapetendruck usw. bedienen sich   photomeehanischer Übertrsgunp : s-   methoden zur Herstellung der Druckwalzen, Platten u. dgl. Diese Art der Übertragung von Gegenständen mit einem Oberflächenrelief, wie z. B. gemasertes Holz, Pflanzen, Federn, gravierte und Gewebemuster, wie Handarbeiten, war bisher nicht möglich, da die photographische Aufnahme, die zum Teil mikroskopische Struktur dieser Gegenstände nur unvollkommen wiedergab. 



   Bisher wurden solche Gegenstände in prägbaren Massen unmittelbar oder mittelbar bgedruckt und von diesen Abdrucken wurden Druckstücke auf galvanischem Wege oder durch sonstige chemischphysikalische Arbeitsoperationen   (Härten   unter Druck bei erhöhter Temperatur) hergestellt. Auch Klischees aus Zellulose und deren Derivaten wurden in der gleichen Weise zur   Abdrueknahme   bzw. 



  Matrizenherstellung behandelt. 



   Die Erfindung bezweckt Klischees herzustellen, die die photographische Übertragung der Struktur von Gegenständen mit einem   Oberflächenrelief   ermöglichen. 



   Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass von diesen   Gegenständen Abdrucke   in ein strahlendurchlässiges oder strahlenundurchlässiges Material hergestellt werden und diese   Abdrucks   beispielsweise durch Einfärben, weniger oder mehr   strahlendurehlässig   gemacht werden als der Grund, in welchem die Abdrücke erzeugt wurden. 



   Von Holz erzeugt man ein solches Klischee, indem man die Holzplatte mit dem Oberflächenrelief in eine für photoehemische aktive Strahlen durchlässige Masse, z. B. Azethylzellulose, Leimmassen, Papier usw. abprägt und diese Prägung z. B. durch Einfärben mehr oder weniger strahlendurchlässig macht, als der   strahlendurchlässige   Grund ist, in welchen das Relief abgeprägt wurde. 



  Wenn man zum Einfärben Tiefdruekfarbe oder wässerige Farbansätze für Textildruck verwendet, so ist es möglich direkt mit den Klischees auch auf Papier oder Textil zu drucken, wobei man selbstverständlich diese Klischees vorzugsweise zur direkten Übertragung als photographische Negative bzw. Diapositive verwenden kann. 



   Als strahlendurchlässige Massen kommen Azethylzellulose,   Benzoylzellulose, Zelluloid, Zellophan,   Phenoplaste, Harnstoff-Formaldehyd-Harze, Gelatinmassen, Papier usw. in Frage. Die Massen können in Form von Platten, Presspulver oder als Gallerten zur Verwendung kommen. 



   Für die Herstellung der   strahlendurchlässigen   Klischees kann man auch so vorgehen, dass zunächst eine Pressform in Metall durch Prägung, auf galvanischem Wege, durch Ätzung oder Gravieren aus Kupfer, Stahl, Zink usw. oder durch Giessen aus Hartblei usw. hergestellt wird und dann aus dieser Form erst das   strahlendurchlässige   Klischee unter eventueller Anwendung von Druck und erhöhter Temperatur in vertiefter oder erhabener Prägung hergestellt wird. 



   Die auf diese Art erhaltenen Klischees werden durch   Einfärbung   in der Prägung strahlenundurchlässiger gemacht als die Grundmasse selbst, oder eine weniger   strahlungsdurchlässige Masse   wird durch die Prägung für gewisse Strahlen in der Prägung   strahlendurchlässiger   als der für diese Strahlen weniger durchlässige Grund. 



   Als Strahlen für den folgenden   Kopierprozess können Sonnenstrahlen, elektrisehes B'enli 'ht,   Quecksilberdampflieht angewendet werden ; sofern   lichtundurchlässige   Massen zur   Anwendung   gelangen, können sonstige photochemisch aktive Strahlen, z. B. Röntgenstrahlen oder   R :. diulstrahl''n.   benutzt werden. Als lichtempfindliche Schichten können   Chromgelatine, Bromsilbergelrtine auf Pi, pier   oder Filme, überhaupt photochemisch empfindliche Schichten verwendet werden. 

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Die Klischees selbst oder die photographischen   Reproduktionen können schon   dekorative Wirkung besitzen und dementsprechend benutzt werden. 



   Die Übertragung kann auf ätzfähige Metalle oder Holz, Papier usw. erfolgen. 
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 und in der Prägung ein strahlendurchlässiger Phenoplast abgeformt. Die entstandene Druckform wird mit einer Walze eingefärbt und ist dann zur photographischen Übertragung geeignet. 



   Ausführungsbeispiel 2. Eine getrocknete Pflanze wird direkt in eine strahlendurchlässige 
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 strahlen auf empfindliche Schichten kopiert. 



    Ausführungsbeispiel 3. Die Prägung wird in Papier von glatter Oberfläche vorgenommen und   nachher mit Zaponlack od. dgl. lackiert. Das Klischee kann als   Druekstock und   zur photographisehen Übertragung benutzt werden. 



   Mit solchen zur photographisehen Übertragung geeigneten Klischees ist es nun besonders einfach, Mehrfarbendruckwalzen, stilisierte Muster u. dgl. in beliebiger Zusammenstellung und Wiederholung des Musters herzustellen. Während man bei der bekannten sogenannten Photomontage die zusammenzusetzenden Bildteile auf durchscheinend Folien auf mechanischem Wege übertragen und von dieser wieder abgelöst werden, werden gemäss der Erfindung durch Abdecken der Klischees Teilkopien hergestellt, die ihrerseits zusammengestellt werden und dann eine grössere Genauigkeit ergeben, als wenn der Gegenstand mit dem   Oberflächenrelief   selbst geteilt und diese Teile einzeln abgeformt würden.

   Es ist also   möglich,   ein Klischee durch Abdecken mit Schablonen oder mit Farben teilweise zu kopieren, derart, dass die Teilkopien durch Zusammenlegung wieder das komplette Klischeebild ergeben. Durch Übertragung der Teilkopien auf mehrere   Druekwalzen,   Platten usw. kann man so viele Druckwalzen herstellen als Farben für den fertigen Druck verlangt werden. Auf diese Weise ist es   möglich   die einzelnen Farbmuster mit viel grösserer Genauigkeit zu addieren und zum Rapport zu bringen, als wenn der Gegenstand mit dem   Oberflächenrelief   geteilt in die   strahlendurchlässige   Masse abgeformt worden wäre. 



   Ferner ist es leicht   möglich   mehrere Klischees mehrmals dem photographischen Kopierprozess zu unterwerfen und dadurch beliebig stilisierte Muster in Wiederholung und Zusammenstellung und auch in Mehrfarben herzustellen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Klischees, dadurch gekennzeichnet, dass von Gegenständen mit einem   Oberflächenrelief.   z. B. Holz, Pflanzen usw., Abdrücke in ein strahlendurchlässiges oder   strahlenundurchlässiges   Material hergestellt werden und diese   Abdrücke   beispielsweise durch Einfärben, weniger oder mehr   strahlendurchlässig   gemacht werden als der Grund, in welchem die Abdrücke erzeugt wurden, so dass das Klischee zur photographischen Übertragung geeignet gemacht wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass entweder ein Klischee teilweise mehrmals oder mehrmals zur Gänze oder mehrere Klischees mehrmals ganz oder teilweise dem photographischen Kopierprozess unterworfen werden und einerseits mehrere Teilkopien für mehrere Druckwalzen, Platten od. dgl. für Mehrfarbendrucke, anderseits eine oder mehrere Kopien mit beliebig stilisierten Mustern in beliebiger Zusammenstellung und Wiederholung zur Übertragung auf Druckwalzen, Platten od. dgl. erzeugt werden.
AT156711D 1935-12-10 1935-12-10 Verfahren zur Herstellung von Klischees. AT156711B (de)

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