DE414707C - Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von festen Stoffen und Fluessigkeit aus Pressgut mittels Walzen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von festen Stoffen und Fluessigkeit aus Pressgut mittels Walzen

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DE414707C
DE414707C DET28191D DET0028191D DE414707C DE 414707 C DE414707 C DE 414707C DE T28191 D DET28191 D DE T28191D DE T0028191 D DET0028191 D DE T0028191D DE 414707 C DE414707 C DE 414707C
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press
rollers
pressed
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press belts
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/20Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using rotary pressing members, other than worms or screws, e.g. rollers, rings, discs
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/24Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using an endless pressing band

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Jerfahren und Vorrichtung zum Trennen von festen Stoffen und Flüssigkeit aus Preßgut mittels Walzen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldungen in England vom z. und i i. November 1922 und 7. März 1923 beansprucht. Behufs Ausscheidens von festen Stoffen und Flüssigkeit aus Flüssigkeitsgemischen; die die festen Stoffe mehr oder weniger fein verteilt enthälten, ist vorgeschlagen, das Flüssigkeitsgemisch oder Preßgut durch den Greifraum eines Walzenpaares zu führen, dessen Walzen mit als Filter wirkenden Preßbändern ausgestattet sind, die dann den eigentlichen Preßraum bilden, derart, daß die ausgeschiedene Flüssigkeit durch die Poren der Preßbänder getrieben wird.
  • Im Gegensatz hierzu wird nach vorliegendem Verfahren das Preßgut in eine Mehrzahl von getrennt aufeinander durch den Greifraum des Walzenpaares laufenden Strängen geteilt, und zwar mittels Preßbänder, die aus gleichmäßig biegsamem, starrem oder nachgiebigem Stoff bestehen. Diese Preßbänder kommen also mit den Druckflächen der Walzen nicht in Berührung, wenn sie auch um die Walzen geführt sind. Sie werden durch Reibung von dem durch den Greifraum der Walzen hindurchgeführten Preßgut mitgenommen.
  • Die Abb. i und 2 zeigen schematisch die Teilung des Greifraumes der Walzen durch ein oder mehrere Preßbänder. Abb.3 ist die schaubildliche Ansicht einer Vielbandpresse, von der Füllseite aus gesehen. Abb. 4. zeigt eine ähnliche Ansicht der Presse, von der anderen Seite aus gesehen. Abb..5 zeigt schematisch den Greifraum des senkrechten Walzenpaares einer Vielbandpresse. Abb.6 ist ein senkrechter Teilschnitt der Füllvorrichtung. Abb. ; zeigt mehr oder weniger schematisch die obere Ansicht einer mit sehr vielen Prellbändern ausgestatteten Vielbandpresse. Abb. S ist ein Teilschnitt der Füllvorrichtung für diese Presse.
  • Wie aus Abb. i ersichtlich, wird nach der einfachsten Ausführungsform der Erfindung der inchr oder weniger keilförmig gestaltete Greifraum zwischen den Walzen i und 2 durch ein zwischen den Walzen hindurchgeführtes endloses Preßband 3 in zwei getrennte Greifräume a geteilt. Das diesen beiden Greifräumen zugeführte Preßgut nimmt be#i der Drehung der beiden Walzen im Sinne der Pfeile das um eine der beiden Walzen geführte lost: Preßband 3 durch Reibung im Sinne der Drehrichtung der Walzen mit, wird also in zwei voneinander durch das Preßband getrennte Stränge geteilt. Diese Reibung ist an der engsten Stelle der Greifräume a so groß, daß die Geschwindigkeit des Preßbandes 3 gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen i und 2 wird.
  • Der von den beiden Walzen i und 2 gebildete Winkel wird durch das Preßband halbiert. derart, daß der Winkel jedes einzelnen Greifraumes a weit spitzer ausfällt und das Preßgut also weit stärker mitgenommen wird als bei den bekannten Einrichtungen, mögen die Walzen nun mit ihrer Oberfläche unmittelbar auf das Prellgut wirken oder noch. in bekannter Weise mit einem als Filter wirkenden Preßband umgeben sein. Die Verkleinerung des Greifraumwinkels hat ferner zur Folge, daß das Preßgut auf einer erheblich größeren Strecke durch den Druck der Walzen becinfluft und schon auf einer größeren Länge von Flüssigkeit befreit wird und die Walzen daher weit schneller laufen können. Durch das den Greifraum teilende Preßband wird also der Wirkungsgrad und die Ausbeute der Presse ganz erheblich vergrößert.
  • Da das Preßband nicht als Filter zu wirken braucht, kann es aus irgendeinem geeigneten Stofi-, beispielsweise Stahl, hergestellt sein, besonders wenn der Preßdruck hoch sein muß. Zur Vergrößerung der Reibung kann das Band mit weichen Stoffen, beispielsweise Gummi o. dgl., bekleidet sein, besonders wenn das Preßgut keinen starken Druck erleiden darf. Natürlich kann das Preßband auch gelocht oder netzartig gestaltet sein.
  • Bei der in Abb.2 schaubildlich dargestellten Presse sind drei endlose Preßbänder um jede Walze vorgesehen, wobei die Walzen den gleichen Durchmesser besitzen, wie in Abb. i angenommen. Diese durch den Greifraum der Walzen laufenden sechs Preßbänder bilden somit sieben voneinander getrennte Greifräume a mit allmählich abnehmendem Querschnitt, die im Vergleich zur Abb. i noch weit spitzere, gebogene Keile darstellün, so daß das Preßgut auf einer weit längeren Strecke von den arbehenden Flächen der Prz#ßbänder und Walzen mit Sicherheit erfaßt, mitgenommen und ausgepreßt werden kann, die Ausbeute der Presse also lediglich infolge der größeren Anzahl der Preßbänder noch weit größer wird.
  • Bei dieser Vielbandpresse können Stahlhänder mit Bändern aus weichem Stoff, beispielsweise Gummi o. dgl., wechseln.
  • Die beiden Walzen der Abb. i und 2 können senkrecht, wagerecht oder geneigt in einem geeigneten Gestell gelagert sein. Der Abstand der beiden Walzen richtet sich nach der Anzahl der durch den Greifraum hindurchgeführten Preßbänder. In allen Fällen wird aber durch diese Preßbänder eine erheblich höhere Quetschwirkung erzielt, so daß der Wirkungsgrad der Presse im Vergleich mit einer Presse ohne solche Preßbänder weit höher wird.
  • Die in den Abb. 3, .f, 5 und 6 dargestellte Vielbandpresse besitzt zwei Walzen b und bi, deren senkrechte Spindeln c und cl in einem Gestell gelager; sind, das aus den wagerechten Balken d, dl und den senkrechten Stützen d'=, d3 besteht.
  • Die Walze b wird von zwei biegsamen endlosen Preßbändern e, e1 und die Walze b1 von zwei ähnlichen Bändern e=, e3 umgeben. wobei die genannten Bänder durch Rollen j und einige andere, aus der Zeichnung nicht ersichtliche Stützpunkte geführt werden.
  • Die vier Bänder e, ei, e°, e3 laufen miteinander durch den Greifraum der Walzen. Auf der Eintrittsseite befindet sich der Füllbehälter g, in den das Preßgut, beispielsweise gemahlener Torf oder andere von den flüssigen Anteilen zu befreiende Stoffe, durch einen Fülltrichter g1 eingeführt werden, der mit einer Füllschnecke ausgestattet ist, die in dem konisch ausgebildeten Teil g= arbeitet.
  • Der Füllbehälter g reicht bis in den Eintrittsraum, der zwischen der oberen und unteren Plat@c g " und g 1 und einer Reihe von vertikalen Wänden g-(Abb.6) gebildet wird die sich von der Oberplatte nach der Unterplatte erstrecken.
  • Die Oberplatte g3 ist mit einer sektorartigen Öffnung versehen, durch die der Torf von dem Füllbehälter in die. Eintrittsräume zwischen den Bändern gelangt. Die untere Platte g9 bedeckt den ganzen Boden der Eintrittsräume, und beide Platten überdecken die Kanten der beiden Walzen, wie die punktierten Linien g6 in Abb. 5 andeuten. Sie lassen kurz vor Erreichung des Höchstdruckpunktes bei g7 Raum für die ausgetriebene Feuchtigkeit oder die flüssigen Bestandteile des Preßgutes. Die Wände g5 bilden ebenso Träger für die Schaber lt, die an ihren Außenseiten angebracht sind und die Trockenbestandteile des Preßgutes von den Bändern und Walzen auf eine Rutsche fil befördern-In manchen Fällen läuft das Preßgut in den Greifraum wie eine volle Schicht, indem es sich auf die volle Breite der Preßflächen der Bänder und Walzen ausbreitet, aber es ist vorzuziehen, Trennwände i (Abb. 6) vorzusehen, die durch jeden der Speiseräume von der oberen zur unteren Deckplatte und gerade über die innere Kante der Füllöffnung in der Oberplatte hinaus reichen. Diese Wände sind mit Öffnungen il versehen, die das Preßgut zu einem engeren Streifen formen, der die Mitte der Preßoberfläche eines Bandes oder einer Walze einnimmt und auf der Oberfläche an jeder Seite des Füllgutes einen Raum freiläßt, über den das Preßgut in der Querrichtung gequetscht werden kann, während die flüssigeren Anteile fortfließen.
  • Bei der in Abb.3 und 4. beispielsweise dargestellten Presse erfolgt der Antrieb durch Riemenscheibe j, Horizontalwelle il, Kegelräder j2, j3 und eine Vertikalwelle il, die an ihrem unteren Ende ein Getriebe j--, trägt, das durch ein Zahnrad jli auf die Spindel einer der Walzen und durch ein zweites, ähnliches Zahnrad j7 auf die Spindel der anderen Walze wirkt.
  • Winkel k, hl und andere geeignete Einrichtungen, Blas- oder Saugvorrichtungen oder ähnliches, können für die Entfernung der mehr flüssigen verdrängten Bestandteile von den Kanten der Bänder und Walzen und zur Fortschaffung dieser Stoffteile durch geeignete, nicht eingezeichnete Abführungen nach einem Behälter oder anderen gewünschten Orten angeordnet sein.
  • Abb.7 und $ zeigen mehr oder weniger schematisch eine andere Presse, bei der jede Walze b, b1 von zehn Preßbändern umgeben ist, die bei L und f durch Führungsrollen j geleitet und mit Schabern h für den anhaftenden trockenen Stoff versehen sind.
  • Die Walzen b, b1 drehen sich mittels senkiechter Spindeln, die in den Lagern m, nzl gehalten und von einem geeigneten Unterzug getragen werden. Durch einen hydraulischen Zylinder kann der gewünschte Druck auf die Berührungsflächen der Preßoberflächen ausgeübt werden. Die Füll- und Antriebsvorrichtungen sind hier den vorhin beschriebenen ähnlich.
  • Anstatt das Preßgut, wie in den Abb.5 und 6 dargestellt, zuzuführen, können auch in die einzelnen Preßräume reichende Röhren mit rechtwinklig umgebogenen Mundstücken benutzt werden. Das Preßgut wird dann durch Druck in die Preßräume so befördert, daß es mit den Flächen der Preßbänder in Berührung gelangt, die von den Preßbändern gebildeten einzelnen Greifräume (Abb. 2) ausfüllt, von den Preßbändern und Walzen mitgenommen und nach und nach von Flüssigkeit befreit wird. Unterhalb der Austrittsöffnung des Mundstücks kann eine Führungsfläche vorgesehen werden, die das Preßgut leitet, bis es sicher von den Preßbändern und Walzen erfaßt wird.
  • Solche Pressen können bei jeder gewünschten Temperatur arbeiten, und die die Presse verlassenden, aus den festen Bestandteilen des Preßgutes gebildeten dünnen Streifen können vorteilhaft unter Anwendung der geringen Temperaturunterschiede getrocknet werden, die bei Benutzung verdichteter Dämpfe entstehen. Zu diesem Zweck wird die ganze Presse von einem Gehäuse umgeben, das in geeigneter Weise geheizt wird. Man kann dann die darin entwickelten Dämpfe in an und für sich bekannter Weise verdichten und die verdichteten Dämpfe in die hohl ausgebildeten Preßwalzen leiten. Das so vorgetrocknete Preßgut kann dann zerkleinert und durch Abgase der Feuerung oder mittels anderer heißer Gase fertiggetrocknet werden.
  • Die Geschwindigkeit der Walzen und Preßbänder sowie der auf das Preßgut wirkende Druck richten sich nach der Natur des Preßgutes. Unter Umständen kann das Pressen auch in zwei oder mehr Stufen erfolgen.
  • In gewissen Fällen, besonders bei der Behandlung von Preßgut mit großem Flüssigkeitsgehalt, empfiehlt es sich, das Preßgut vorher zu entwässern, sich absetzen zu lassen oder zu filtrieren, so daß ein Teil der Flüssigkeit entfernt wird, bevor das Preßgut in die Presse gelangt.
  • Das beschriebene Verfahren ist anwendbar, um Öl o. dgl. aus Samen, Bohnen, Nüssen oder anderen organischen Produkten zu gewinnen, wobei sowohl die Walzen als auch die Preßbänder zweckmäßig beheizt werden, um die besten Erzeugnisse zu erzielen. Das Verfahren ist ferner anwendbar zum Entwässern von Torf, Moor, Lignit, Rieselwasser, Hopfenrückständen, Brauereimalz, Pflanzenextrakten, Zuckerrohr, Rübenrückständen, Holzstoff,S.ägespänen, überhaupt aller Flüssigkeitsgemische, deren feste Bestandteile durch Pressen oder Filtrieren ausgeschieden werden können.
  • Durch die Benutzung des beschriebenen Verfahrens kann man mit verhältnismäßig kleinen Pressen sehr große Mengen Gut verarbeiten und dabei eine große Ausbeute erzielen. Es ist nur erforderlich, die beiden Walzen sorgfältig und genau verstellbar zu lagern und sie mit Einrichtungen zur Erzeugung des erforderlichen Preßdrucks zu versehen. Die Betriebskosten werden dann im Verhältnis zur Ausbeute sehr gering ausfallen. Alle beweglichen Teile der Presse können leicht nachgesehen und ausgebessert werden. Trotzdem verarbeitet die Presse mit verhältnismäßig kleinen Walzen ebensoviel Gut wie eine Presse mit großen Walzen, die vielleicht gar nicht praktisch ausgeführt werden könnten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zum Trennen von festen Stoffen und Flüssigkeit aus Preßgut mittels Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßgut mittels Preßbänder in eine Mehrzahl von getrennt aufeinander durch den Greifraum des Walzenpaares laufenden Strängen geteilt wird. a. Walzenpresse für das Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßbänder aus gleichmäßig biegsamem Stoff bestehen und vom Preßgut unter der Einwirkung des Druckes der nachgiebig gelagerten Walzen mitgenommen werden. 3. Walzenpresse nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das das Preßgut teilende Preßband oder mehrere solcher Preßbänder den Greifraum zwischen dem Walzenpaar in keilförmige Räume teilen und um eine oder in Gruppen um beide Walzen geleitet werden. 4. Walzenpresse nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßbänder aus nachgiebigem Stoff, wie Gummi, bestehen oder mit Bändern aus starrem Stoff, wie Stahl, wechseln. 5. Walzenpresse nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß netzartige oder durchbrochene Preßbänder mit vollen Preßbändern abwechseln.
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