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Schaltvorrichtung für Steinschleifmaschinen. Die Erfindung betrifft
eine weitere Ausbildung der durch Patent 305880 geschützten Schaltvorrichtung
für Steinschleifmaschinen. Der Schaltvorrichtung des Hauptpatents haftet noch der
Nachteil an, daß der Nachschub der Schleifscheibe nicht ohne weiteres verschiedenen
Größen der zu schleifenden Steine und dem Korn der benutzten Schleifscheibe angepaßt
werden kann. Bei der Schaltvorrichtung des Hauptpatents erfolgt ein Vorschub der
Schleifscheibe jedesmal dann, wenn diese eine bestimmte Zahl Umdrehungen gemacht
hat. Dieser Vorschub ist unter Berücksichtigung des Hin- und Herganges der Schleifscheibe
und der Fortbewegung des zu schleifenden Steines dem größten Steinformat, welches
die Maschine bearbeiten soll, angepaßt, so daß also bei Bearbeitung kleinerer Steine,
für welche die Schleifscheibe eine geringere Umdrehungszahl braucht, der Vorschub
zu langsam erfolgt. Die Größenregelung des jedesmaligen Vorschubes des Werkzeugs
kann bei der Maschine des Hauptpatents nur durch Auswechselung des an dem Handrad
der Schleifscheibenspi-ndel angreifenden Daumens geschehen und ist also noch ziemlich
umständlich.
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Die genannten Nachteile sind bei der Maschine des Zusatzpatents beseitigt.
Bei dieser Maschine kann die an dem Schaltrad der Schleifscheibenspindel angreifende
Klinke in wechselnden Zeiträumen durch Hubscheiben mit verschiedener Nockenzahl
fortgeschaltet werden und so der Vorschub der Schleifscheilie nach einer größeren
oder kleineren Umdrehungszahl entsprechend der Größe des bearbeiteten Steines erfolgen.
Der Vorschub der Schleifscheibe kann somit durch einfache Verschiebung der auf der
Schaltspindel heweglichen Hubscheiben der Größe des zu bearbeitenden Steines angepaßt
und die Maschine dadurch voll ausgenutzt werden. Die Hubscheiben wirken durch in
Kiinkenwerk auf das Schaltrad der Werkzeugspindel. In dieses Klinkenwerk kann durch
Verstellung eines Anschlages toter Gang eingeschaltet werden, wodurch der von den
Hubscheiben bewirkte Vorschub der Schleifscheibe auch derenKörnung anzupassen und
dem Vor- und Feinschleifen entsprechend einzustellen ist.
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Die neue Schaltvorrichtung ist in einer Ausfübru g auf der Zeichnung
dargestellt. Abb. i zeigt die Schaltvorrichtung mit einem Bruchstück des oberen
Teiles der Schleifmaschine in Ansicht. Abb. z zeigt den Schneckentrieb, durch den
die Werkzeugspindel die Schaltspindel mitnimmt, ün Grundriß. Abb.3 zeigt die Hubscheiben
und das von ihnen bewegte Klinkenwerk, welches das Schaltrad der Schleifspindel
fortschalt.et.
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Die Schleifspindel i, welche an ihrem unteren Ende die Schleif- oder
Polierscheibe trägt, mit welcher der zu schleifende Stein bearbeitet wird, wird
wie bei dem Hauptpatent von der Hauptantriebswelle der Maschine aus gedreht. Die
Spindel i trägt eine auf ihr nicht verschiebbare Gewindehülse 2 und kann durch das
auf letzterer drehbare,
als Schaltrad ausgebildete Handrad 3 in
achsialer Richtung verschoben werden. Neben der Schleifspindel i ist die Schaltspindel
4 in dem Lagerarm 5 drehbar gelagert. Die Schaltspindel 4 wird durch ein Doppelschneckengetriebe
6, 7 (Abb. i und 2), das in den auf dem oberen Ende der Schleifspindel i angeordneten
Querarmen 8 gelagert ist, mitgenommen. Das Doppelschneckengetriebe 6,7
kann
durch den Handgriff 9 in der Weise ausgerückt werden, daß die Schnecken und Schneckenräder
dieses Getriebes außer Eingriff gebracht werden.
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Auf der Schaltwelle 4 sind mehrere Hubscheiben i o, i i, 12 angeordnet,
welche auf der Schaltspindel achsial verschiebbar, aber nicht drehbar sind und so
beliebig dem Mitnehmer 13 eines um den Bolzen 1 4. schwenkbaren. Klinkenwerkes (Abb.
3) gegenübergestellt werden können. Die Hubscheiben i o, 11, 12 haben voneinander
abweichende Hubnockenzahlen, z. B. hat die eine Hubscheibe einen Nocken, die zweite
hat zwei Nocken, die dritte hat drei Nocken. Durch Einstellung der entsprechenden
Hubscheiben kann somit das Klinkenwerk nach Abb.3 in verschiedenen Zeiträumen zur
Wirkung gebracht und dadurch der Vorschub der Schleifscheibe der Größe dies zu schleifenden
Steines angepaßt werden.
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Das Klinkenwerk, durch dessen Vermittelung die Hubscheiben i o, i
i, 1 2 das Schaltrad 3 der 'Werkzeugspindel drehen, besteht aus einem segmentförmigen
Schaltklinkenträger 15, welcher um den am Maschinengestell festsitzenden Bolzen
14 lose schwenkbar ist und die an ihm drehbare Klinke 16 trägt, die von der Feder
i; in die Schaltzähne des den Vorschub der Werkzeugspindel vornehmenden Schaltrades
; gedrückt wird.
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Die Mitnahme des Klinkenwerkes ,erfolgt von den Hubscheiben i o, i
i, 12 durch Vermittelung des Nockenanschlages 13 und des Anschlaghebels 2o, beide
um den Bolzen 1 4. am Gestell drehbar. Der Anschlaghebel 2o ist durch einen federnden
Sperrstift 21, der in Rasten 22 der Segmentscheibe 15 eingreift, in verschiedener
Lage ,an dem Segmentstück 15 festzustellen. Der Anschlagarm i 3a des Mitnehmers
13 stößt nun, wenn der Nockenanschlag 13, entgegen der Wirkung der Feder 18, von
einer der Hubscheiben i o, i i, 12 gehoben wird, gegen den verstellbaren Anschlag
2o des Klinkenwerkes und nimmt dieses dann mit. Indem der Anschlag 2o so eingestellt
wird, daß er in der Grundstellung von dem Anschlagarm I 3a etwas abbleibt, wie in
Abb. 3 dargestellt, kann in die wirksame Bewegung des Nockenanschlages i3a etwas
toter Gang eingeschaltet und dadurch der Hub der Nockenscheiben i o, i i, 12 in
beliebiger Weise nur zum Teil in Wirkung gebracht werden. Entsprechend dem auf diese
Weise in das Klinkenwerk eingeschalteten toten Gang wechselt die Drehung des Schaltrades
3,
welche es von der Klinke 16 erhält. Es kann somit hierdurch der Vorschub
der Schleifscheibe ihrer Körnung bzw. dem Vor- und Feinschleifen angepaßt werden.
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Die Rückwärtsbewegung des Klinkenwerkes geschieht durch die Feder
18, welche sich gegen den festen Arm i9 stützt und mit ihrem anderen Ende gegen
den Mitnehmer 13 wirkt, der durch einen Nocken die Segmentscheibe 15 mitnimmt.
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Der Mitnehmerbolzen 13 steht unter Wirkung einer Pufferfeder 23, welche
sich bei seiner Mitnahme durch die Hubscheiben io, i i, 12 zusammendrückt, wenn
der Widerstand, den die Schleifscheibe bei der Fortschaltung findet, durch harte'
Stellen des zu schleifenden Steines ein ungewollt großer ist. Auf diese Weise -wird
einem Festlaufen der Maschine vorgebeugt.