DE4136491C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Gären von Rotweinmaische - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Gären von RotweinmaischeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung, bei dem
auf einfache Art, der Maischekuchen in der Flüssigkeit gehalten und in bestimmten
Zeitintervallen schonend gebrochen, umgewälzt und durchflutet wird. Außerdem ist mit
diesem Verfahren und dieser Vorrichtung eine neue Methode zum Entsaften von
Fruchtmaischen möglich.
Bei einer Maischegärung bildet sich ein Maischekuchen, der das Bestreben hat an der
Saftoberfläche zu schwimmen. Der Maischekuchen besteht im wesentlichen aus ange
quetschten und zerkleinerten Beeren bzw. Früchten. Der Auftrieb des Maischekuchens
hat zwei Ursachen:
- - unterschiedliche Dichte von Beeren bzw. Fruchtpartikeln und Saft
- - im Maischekuchen eingeschlossene Gasblasen von der beim Gär ungsprozeß entstehenden Kohlensäure.
Der Sinn der Maischegärung besteht im wesentlichen darin, Rotweinfarbstoffe sowie
bestimmte Geschmacks- und Aromastoffe aus den Fruchtpartikeln zu lösen. Um den
Auslaugeprozeß zu optimieren, sollte der Maischekuchen intensiv von der Gärflüssigkeit
durchflutet werden. Es ist jedoch darauf zu achten, daß der mechanische Einfluß auf den
Fruchtanteil, insbesondere auf Beerenkerne und Rappenteile möglichst klein bleibt, da
sonst unerwünschte Geschmackstoffe aus diesen Teilen ausgelaugt werden. Außerdem
weist das Gärsubstrat aus mechanisch stark bearbeiteten Maischen einen hohen Trub
anteil auf, der die Weiterverarbeitung erschwert.
Bei fast allen Rotweinmaischegärverfahren wird versucht, den Maischekuchen peri
odisch unterzutauchen oder untergetaucht zu halten. Dies geschieht durch Unterstoßen
von Hand, mit Senkböden, mit CO2-Druck, mit mechanischen Rührwerken, durch Über
spülen mit Saft, durch CO2-Gas-Entspannung und durch das Rückspülen der Trester in
den Tank (Troost G.; Technologie des Weines; Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart;
5. Auflage; Seite 182-231, Binder 6.; Neue Aspekte der Rotweinbereitung; Der Deutsche
Weinbau, Heft 25/26, Sept. 1991; Fachverlag Dr. Fraund GmbH, Mainz; Seite 993-1004).
Allen diesen Verfahren ist gemein, daß sie nur mit einem hohen maschinenbaulichen
und/oder verfahrenstechnischen Aufwand zum gewünschten Erfolg führen. Es hat sich
herausgestellt, daß Rührwerke nur bedingt zum schonenden Untertauchen des Mai
schekuchens geeignet sind. Durch zu schnelles und zu kräftiges Rühren wird dabei eine
sehr hohe Gerbstoffextraktion erreicht, die den Geschmack des Rotweins negativ be
einflußt. Außerdem enthält der Saft aus Gartanks mit einem Rührwerk einen hohen
Trubanteil, der die Weiterverarbeitung wesentlich erschwert.
Bei Verfahren, die einen Senkboden benutzen hat sich herausgestellt, daß das
Zusammenbacken des Maischekuchens eine gute Durchflutung des Kuchens aus
schließt und so keine optimale Auslaugung zustande kommt. Auch beim Austragen des
zusammengebackenen Maischekuchens aus dem Gartank können erhebliche Schwie
rigkeiten in Form von verstopften Auslaßschiebern oder festhängenden Tresterbrücken
auftreten, die dann meistens durch manuelle Arbeit beseitigt werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren und eine
Vorrichtung zur Garung von Rotweinmaische zu schaffen, insbesondere in der Art, daß
der Maischekuchen unterhalb der Saftoberfläche gehalten und in frei programmierbaren
Intervallen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten im Gärbehälter nach unten gezogen
und dabei schonend gebrochen, umgewälzt und durchflutet werden kann.
Darüberhinaus soll das Verfahren und die Vorrichtung zur Maischeentsaftung dienen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren und eine Vorrichtung
gemäß den Patentansprüchen gelöst. Ein Netzgewebe wird auf ca.
halber Höhe, stationär an der Innenwand eines vorzugsweise zylindrischen Behälters
befestigt. Die Form des Netzes muß so beschaffen sein, daß es im gefüllten
Zustand etwa eine Halbkugel bilden kann. Die Befüllung des Behälters erfolgt durch
einen Anschlußstutzen im unteren Bereich des Behälters. Der Maischekuchen wird
durch das Netzgewebe immer unterhalb der Saftoberfläche gehalten. In der Mitte des
Netzes ist eine Vorrichtung vorgesehen, die es gestattet den Mittelpunkt des Netz
gewebes entlang der senkrechten Mittelachse des Tanks auf- und abwärts zu bewegen
und somit den Maischekuchen schonend zu brechen, umzuwälzen und zu durchfluten.
Außer der Maischebewegung hat die Vorrichtung auch die Aufgabe, bei der Entsaftung
von Fruchtmaischen die Fruchtpartikel von der Flüssigkeit zu trennen. Selbstverständlich
kann der so konstruierte Maischetank auch jederzeit als einfacher Lagerbehälter benützt
werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß auf einfache
technische Art, der Maischekuchen während des Gärvorgangs immer unterhalb der
Saftoberfläche gehalten werden kann und daß beim Unterdrücken des Maischekuchens
dieser in schonender Weise durchflutet und bedingt durch das mittige Einziehen des
Netzes, schonend gebrochen und umgewälzt werden kann. Durch das Brechen des
Maischekuchens beim Herunterziehen des Netzes wird ein "Zusammenbacken" ver
hindert, die Durchflutung wird dadurch intensiver und es kann so eine besser
Auslaugung der Frucht- und Beerenpartikel erfolgen. Die vom Senkboden her be
kannten Schwierigkeiten beim Ausbringen des Maischekuchens aus dem Gärbehälter
werden durch das Brechen des Kuchens beseitigt. Durch die langsame Bewegung des
Netzes und die dadurch bedingte Durchflutung des Maischekuchens wird die Farbstoff-
und Geschmackstoffausbeute intensiviert aber die mechanische Einwirkung auf die
Frucht- und Beerenpartikel so gering gehalten, daß unerwünschte Gerbstoffe nicht
ausgelaugt werden können und daß auch kein zu großer Trubanteil in der Gärflüssigkeit
entsteht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mit diesem Verfahren unterschiedliche
Befüllungszustände des Gärbehälters ohne eine zusätzliche technische Anpassung der
Vorrichtung bearbeitet werden können. Weiter ist als Vorteil anzusehen, daß die
Entsaftung der Fruchtmaische bei herunter gezogenem Netz auf eine einfache Art und
Weise erfolgt. Die einfache technische Art der Erfindung und die Möglichkeit sie
nachträglich in schon vorhandene Behältnisse einzubauen ergibt so ein kostengünstiges
Verfahren zur Rotweinmaischegärung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht (ganz aufgebrochen) eines ersten Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung und zum Erläutern einer Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung ähnlich Fig. 1, bei der die Netzbewegung aber
über eine Gewindespindel und eine Spindelmutter erfolgt.
Fig. 3 und Fig. 4 eine Darstellung nach Art eines Ausschnittes aus Fig. 1 zur näheren
Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
In Fig. 1 ist ein Netzgewebe (3) zu sehen, das auf ca. halber Höhe, stationär an der
Innenwand eines vorzugsweise zylindrischen Behälters (1) befestigt wird. Die Form des
Netzes (3) muß so beschaffen sein, daß es im gefüllten Zustand etwa eine Halbkugel
bilden kann. Die Maschengroße des Netzgewebes (3) sollte zwischen 10 mm und
20 mm betragen. Die Befüllung des Behalters (1) erfolgt durch den Anschlußstutzen (13)
im unteren Bereich des Behälters (1). Der Maischekuchen (11) wird durch das Netz
gewebe (3) immer unterhalb der Saftoberfläche (10) gehalten. In der Mitte des Netzes
(3) ist ein Kunststoff- oder Edelstahlring (7) eingearbeitet, an dem ein Zugseil (4)
befestigt ist. Das Seil (4) wird über eine erste Umlenkrolle (8) am Boden des Tanks (1)
zur Decke (2) und über eine zweite Umlenkrolle (9) zu einer Seiltrommel (5) geführt. Die
Seiltrommel (5) wird zum Aufwickeln des Seils (4) (Netz wird nach unten gezogen) über
einen Elektromotor (6) mit angeflanschtem Getriebe angetrieben. Bei kleineren Gärbe
hältern kann der Antrieb auch über eine Handkurbel oder ähnliches erfolgen. Durch das
Bestreben des Maischekuchens (11) an der Saftoberfläche (10) zu schwimmen wird das
Netzgewebe (3) nach erreichen des untersten Punktes (Fig. 4) wieder nach oben
gedrückt. Für das dazu erforderliche Abwickeln des Seils (4) von der Seiltrommel (5), hat
das Getriebe einen Freilauf eingebaut. Die Netzbewegung kann in frei programmierbaren
Zeitintervallen zwischen einer halben und 12 Stunden erfolgen. Die Geschwindigkeit mit
der das Netz (3) bewegt wird beträgt zwischen 0.005 m/s und 0.1 m/s, ebenfalls frei
einstellbar. Die Geschwindigkeitsregelung erfolgt über den Getriebemotor (6) und eine
dazugehörige Steuereinrichtung.
Die Netzbewegung kann außerdem über eine senkrecht im Gärbehälter (1) stehende
Gewindespindel (4a) erfolgen (Fig. 2). Dazu wird in der Mitte des Netzgewebes (3) eine
Spindelmutter (7a) eingearbeitet. Beim Drehen der Spindel (4a) bewegt sich die Spindel
mutter (7a) und somit auch das Netz (3) entlang der Gewindespindel (4a) auf- oder
abwärts. Die Gewindespindel (4a) wird dazu ebenfalls von einem Getriebemotor (6a)
freiprogrammierbar angetrieben. Es ist auch denkbar, die Netzbewegung über einen auf
dem Behälterdeckel (2) angebrachten pneumatischen oder hydraulischen Hubzylinder
zu bewerkstelligen.
In Fig. 3 ist das Einziehen des Netzgewebes (3), in der Mitte am Befestigungsring (7),
durch das Seil (4) und das damit erzielte Brechen, Umwälzen und Durchfluten des
Maischekuchens (11) dargestellt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich wird hat das Netzgewebe (3) außer der Maischebewegung
auch die Aufgabe, bei der Entsaftung von Fruchtmaischen (11) die Fruchtpartikel von
der Flüssigkeit (10) zu trennen.
Ist das Netz (3) an seiner untersten Position angelangt (Fig. 4), befindet sich der größte
Teil der Flüssigkeit (10) über dem Maischekuchen (11), d. h. der Behälter (1) kann in
dieser Position als Entsaftungstank benutzt werden. Hierzu kann die Flüssigkeit (10)
über ein Ventil (12), das unmittelbar über der Netzbefestigung installiert ist, abgeleitet
werden.
Die Reinigung des Netzgewebes (3) erfolgt gleichzeitig mit der Reinigung des gesamten
Behälters (1) durch Sprühköpfe (17), die Wasser oder eine Reinigungslösung von der
Tankdecke (2) über den gesamten Innenraum des Behälters (1) sprühen. Außerdem
kann die Reinigung des Netzgewebes (3) auch manuell mit einem Wasserstrahl von der
Domöffnung (15) im Behälterdeckel (2) aus erfolgen. Für Servicezwecke ist der Tank (1)
durch den Maischeauslaßschieber (14) begehbar.
Zur Kühlung des Tanks (1) ist an seinem oberen Ende eine Ringleitung (16), durch die
kaltes Wasser über die Außenflächen gegossen werden kann, angebracht.
Selbstverständlich kann der so konstruierte Maischetank auch jederzeit als einfacher
Lagerbehälter benützt werden.
Das Netzgewebe (3) und die gesamte Antriebstechnik können natürlich auch
nachträglich in geeignete Behälter eingebaut werden.
Zum Befüllen des Tanks wird bei der Antriebstechnik mit Seil, das Netzgewebe auf die
unterste Position gezogen und das Getriebe auf Freilauf geschaltet. Der Maischebehälter
wird mittels einer Verdrängerpumpe von unten her befüllt, dabei drückt der entstehende
Maischekuchen das Netz langsam in die obere Position. Das Seil wird dabei bedingt
durch den Freilauf des Getriebes von der Seiltrommel abgewickelt. Ist die oberste
Position erreicht (Fig. 1), kann in vorprogrammierten Zeitintervallen von einer halben bis
12 Stunden das Netz wieder nach unten gezogen werden (Fig. 4).
Durch die Anbindung des Seils in der Mitte des Netzgewebes wird bei der Abwärts
bewegung ein Einziehen der Kugelform erreicht, dadurch bricht der Maischekuchen
(Fig. 3).
Die Verdrängung, die bei der Abwärtsbewegung des Maischekuchens entsteht, zwingt
den Saft durch den Maischekuchen hindurch zu strömen, dadurch wird eine sehr
schonende Durcharbeitung des Maischekuchens erreicht (Fig. 3). Ist die unterste
Position erreicht, wird das Getriebe wieder auf Freilauf geschaltet (Fig. 4).
Durch das Bestreben des Maischekuchens an die Saftoberfläche zu gelangen, wird das
Netz wieder in die oberste Position gedrückt (Fig. 1).
Bei der Antriebstechnik über eine Gewindespindel wird das Netzgewebe, beim Befüllen
des Tanks, in die oberste Position gebracht (Fig. 2). Ist der Tank befüllt und hat sich der
Maischekuchen innerhalb des Netzgewebes gebildet, wird das Netzgewebe mit Hilfe der
Gewindespindel und der Spindelmutter in den frei programmierbaren Intervallen nach
unten gezogen. Hat das Netzgewebe die unterste Position erreicht, wird die Dreh
richtung der Gewindespindel geändert und das Netzgewebe mit maximaler Geschwin
digkeit wieder in die oberste Position gebracht (Fig. 2). Auch bei dieser Antriebsart wird
beim Herunterziehen des Netzgewebes ein Einziehen in der Mitte erreicht und somit der
Maischekuchen gebrochen.
In der untersten Position des Netzes (Fig. 4) kann der Behälter zur Maischeentsaftung
verwendet werden. Hierzu wird der Saftanteil, der sich über dem Netz angesammelt hat
über ein Ventil abgeleitet.
Claims (12)
1. Verfahren zur Gärung von Rotweinmaische in einem mit einem Netz
versehenen Behälter, wobei beim Befüllen des Behälters die Maische
unterhalb des Netzes zugeführt und während der Gärung das Netz und der
darunter befindliche Maischekuchen unterhalb der Saftoberfläche gehalten
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Netz etwa in halber Höhe stationär an der Innenwand des Behälters
befestigt und der Mittelpunkt des Netzes entlang der senkrechten
Mittelachse langsam so auf- und abwärts bewegt wird, daß dadurch der
Maischekuchen schonend gebrochen, umgewälzt und durchflutet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Netz
über ein am Mittelpunkt des Netzes verankertes Seil auf- und abwärts
bewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Befüllen
des Behälters das Netz durch ein Seil auf die tiefste Position gezogen und
dabei das Seil auf eine Seiltrommel aufgewickelt wird,
daß in der tiefsten Position das Getriebe der Seiltrommel auf Freilauf
geschaltet und danach der Behälter mittels einer Verdrängerpumpe von
unten befüllt und dadurch das Netz durch den Maischekuchen in die obere
Position gedrückt wird, wobei das Seil aufgrund des Freilaufs des Getriebes
von der Seiltrommel abgewickelt wird, und daß bei gefülltem Behälter in
vorprogrammierbaren Zeitintervallen von 0,5 bis 12 Stunden das Netz durch
das Seil langsam nach unten gezogen und bei Erreichung seiner untersten
Position das Seiltrommelgetriebe auf Freilauf geschaltet und das Netz mittels
des Auftriebes des Maischekuchens wieder in die obere Position gebracht
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Netz
über eine in der Mitte des Behälters angebrachte Gewindespindel auf- und
abwärts bewegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Befüllen des
Behälters das Netz mittels der Gewindespindel in die oberste Position
gebracht wird und daß bei gefülltem Behälter das Netz in freiprogrammier
baren Zeitintervallen durch die Gewindespindel langsam nach unten
gezogen und bei Erreichung seiner untersten Position die Drehrichtung der
Gewindespindel geändert und das Netz mit maximaler Geschwindigkeit in
die oberste Position zurückgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zuggeschwindigkeit des Netzes über eine programmier
bare Regeleinrichtung eingestellt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Netz mit
einer Geschwindigkeit von 0,005 m/s bis 0,1 m/s bewegt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Entsaften der Maische das Netz ganz
heruntergezogen, die Flüssigkeit über dem Netz gesammelt und über ein
Ventil abgeleitet wird.
9. Maischebehälter für ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 6,
7 oder 8, an dessen Innenwand stationär ein Netz befestigt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Netz (3) etwa in halber Höhe an der Innenwand
des Behälters befestigt ist, daß das Netz (3) in der Mitte einen Ring (7)
enthält, an dem ein Seil (4) befestigt ist, daß zur Führung des Seiles (4) eine
erste Umlenkrolle (8) am Boden des Behälters (1) und eine zweite
Umlenkrolle (9) an der Decke des Behälters (1) angebracht ist, und das an
der Decke des Behälters (1) eine Seilrolle (5) zum Auf- und Abwickeln des
Seiles angebracht ist, die über einen Motor (6) mit angeflanschtem Getriebe
betreibbar ist (Fig. 1).
10. Maischebehälter für ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, 6,
7 oder 8, an dessen Innenwand stationär ein Netz befestigt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Netz (3) etwa in halber Höhe an der Innenwand
des Behälter (1) befestigt ist, daß in der Mitte des Behälters (1) senkrecht
stehend eine Gewindespindel (4a) angebracht ist, und daß in der Mitte des
Netzes (3) eine Spindelmutter (7a) eingearbeitet ist, derart, daß beim
Drehen der Gewindespindel die Spindelmutter auf- und abwärts bewegbar
ist (Fig. 2).
11. Maischebehälter nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß im unteren Bereich des Behälters (1) Anschlußstutzen
(13) zur Befüllung des Behälters angebracht sind, und daß ein Ventil (12)
über der Netzbefestigung in die Behälterwand eingebracht ist, über das die
Flüssigkeit ableitbar ist.
12. Maischebehälter nach einem der Ansprüche 9-11, dadurch gekenn
zeichnet, daß Sprühköpfe (17) an der Behälterdecke derart angeordnet sind,
daß gleichzeitig eine Reinigung des Netzes und des Innenraumes des
Behälters erfolgt.
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