DE4134447C2 - Elektronische Forstmeßkluppe - Google Patents
Elektronische ForstmeßkluppeInfo
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- G01B3/00—Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
- G01B3/20—Slide gauges
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- G—PHYSICS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Meßkluppe. Diese werden vorwiegend zur Aufnahme von Rohholz
eingesetzt.
Derartige Meßkluppen haben heute einen starren und einen beweglichen Meßschnabel, der
auf einem Gleitschuh entlang der Meßwertgeberschiene bewegt wird. Elektronische Meß
kluppen haben heutzutage die Bedientastatur an dem beweglichen Gleitschuh auf- oder ein
gebaut. Dies hat den Nachteil, daß die Bedienung der Tastatur, die zeitgleich mit dem An
pressen des Meßschnabels erfolgen sollte, nur bedingt möglich ist. Des weiteren ist ein
Anpressen des Meßschnabels während der Meßwertaufnahme bei diesen Geräten nur über
den Gleitschuh möglich, wodurch die systembedingte Tendenz zum Verkanten des Gleit
schuhs mit in der Folge auftretendem Meßfehler noch verstärkt wird. Als weiterer Nachteil
dieser Bauart erweist sich die Tatsache, daß bei diesen Geräten der Platz der Bedientasta
tur mit dem knappen Platz für das Display konkurriert. Des weiteren ist die Tastatur an der
Gerätefront während der Bedienung nicht gleichzeitig einsehbar. Geräte mit oben aufge
setzter Tastatur haben den Nachteil, daß dort die Bedienbarkeit bei gleichzeitiger Erzeu
gung von Anpreßdruck besonders beeinträchtigt wird.
In der DE-OS 38 21 764 ist eine Meßkluppe zum Ermitteln des Durchmessers von Stamm
holz offenbart. Dabei ist auf einer Meßwertgeberschiene ein fester Meßschnabel angeord
net, während ein zweiter Meßschnabel längsbeweglich auf der Meßwertgeberschiene ange
ordnet ist. Hierzu ist ein Griff auf der Meßwertgeberschiene längsbeweglich in dessen
Längsachse geführt. Dabei weist dieser Griff eine einzige Auslösetaste sowie am vorderen
Ende eine Tastatur sowie eine Anzeige auf. An dem entsprechenden Griffgehäuse ist der
zweite, längsbewegliche Meßschnabel befestigt. Zum Verstellen des Abstandes zwischen
den beiden Meßschnäbeln wird der Griff entsprechend auf der Meßwertgeberschiene ver
schoben.
Nachteilig bei dieser bekannten Meßkluppe ist die Handhabung sowie die Meßgenauigkeit.
Der Griff weist zwar eine einzige Taste auf, nämlich eine Auslösetaste, doch die eigentlichen
Bedientasten sind separat angeordnet. Diese Bedientasten können nur unter Zuhilfenahme
der zweiten Hand betätigt werden. Dadurch ist aber die zu fordernde ständige gleichmäßige
Anpressung an dem zu vermessenden Gegenstand nicht möglich. Außerdem kann die Meß
kluppe kippen und dadurch den Meßwert verfälschen, da sie nur mit einer einzigen Hand
mittels des Handgriffs getragen wird. Weiterhin ist von Nachteil, daß der Krafteingriff durch
Betätigen des Handgriffs nicht an der Stelle erfolgt, wo der Kontakt zwischen dem Meß
schnabel und dem zu vermessenden Gegenstand stattfindet. Dies führt zu Verkantungen im
Gleitschuh mit daraus folgenden Meßfehlern und einem erhöhten Verschleiß. Schließlich ist
die Handhabung dieser bekannten Meßkluppe aus ergonomischer Sicht ungünstig, da zum
Halten des Griffs die Hand verdreht werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Meßkluppe mit einer verbesserten Be
dienbarkeit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst.
Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Meßkluppe zeichnet sich durch eine gute
Bedienungsfreundlichkeit aus. Der am längsbeweglichen Meßschnabel angeordnete Griff
hat dabei gewissermaßen die Funktion eines Multifunktionsgriffes 3. Dies bedeutet, daß durch
die unmittelbare Anbringung des Griffs am beweglichen Meßschnabel zur Ausrichtung des
Meßgerätes an dem zu vermessenden Gegenstand eine ständige gleichmäßige Anpressung
mit bestmöglicher Dosierbarkeit möglich ist. Der Griff leitet dabei seinen Anpreßdruck in der
Nähe der Kontaktstelle zwischen dem beweglichen Meßschnabel und dem zu vermessen
den Gegenstand in den Meßschnabel ein. Dadurch werden Kräfte, die verkantend wirken
und deshalb Fehler und Verschleiß nach sich ziehen, von vornherein vermieden, was sich
positiv auf die Genauigkeit der Meßergebnisse auswirkt. Weiterhin hat der Multifunktionsgriff 3
den Vorteil, daß eine natürliche Haltung der Hand während des Meßvorganges ermöglicht
wird, wobei der leicht nach oben angewinkelte Unterarm unter der Meßwertgeberschiene
durchgreift und dabei den Griff umfaßt und diesen mit seinen Bedienungstasten 4 bedient,
was durch einfachen Daumendruck erfolgen kann. Somit können sämtliche Eingabeelemen
te ohne Griffwechsel bedient werden. Durch diese besondere Anordnung des Multifunk
tionsgriffes 3 können schließlich beide Hände die Meßschnäbel in ungefähr gleichem Abstand
zur Meßwertgeberschiene halten. Schließlich hat die erfindungsgemäße Meßkluppe den
Vorteil, daß das Display 2 von dem Benutzer gut einsehbar ist, da die den Griff haltende Hand
unter die Meßwertgeberschiene und somit unter das Display 2 hindurchgreift.
In einer vorteilhaften Weiterbildung gemäß Anspruch 2 wird vorgeschlagen, daß der Gleit
schuh 1 so verbreitert ist, daß er in der Nullstellung über dem festen Meßschnabel zu liegen
kommt und dadurch die Krafteinleitungspunkte 7, 8 des Gleitschuhs 1 nach außen verteilt sind.
Dabei ist der feste Meßschnabel in die Meßwertgeberschiene eingelassen, so daß der Gleit
schuh 1 in der Nullstellung über dem festen Meßschnabel zu liegen kommt. Dadurch werden
die Krafteinleitungspunkte 7, 8 des Gleitschuhs 1 um die Breite des festen Meßschnabels weiter
auseinandergelegt, wodurch die Kraft auf den Kontaktpunkt und damit der Meßwertfehler
verringert wird. Die durch die Verbreiterung des Gleitschuhs 1 gewonnene Fläche kann für
das Display 2 zur Verfügung gestellt werden, das dadurch gleichzeitig weiter in die Mitte vor
den Betrachter und in den Schatten des Meßobjektes rückt.
Da zur Ausrichtung des Meßgerätes am Baum bzw. an dem zu messenden Objekt eine
ständige gleichmäßige Anpressung mit bestmöglicher Dosierbarkeit vorteilhaft ist, können
sämtliche Eingabeelemente ohne Griffwechsel bedient werden. Es wird davon ausgegan
gen, daß die stehenden Messungen in Brusthöhe durchgeführt werden, also in einer Höhe
von 130 cm. Die natürliche Haltung der Hand ermöglicht es dabei, bei leicht nach oben an
gewinkeltem Unterarm unter der Meßwertgeberschiene durchzugreifen und der Multifunk
tionsgriff 3 leitet seinen Anpreßdruck in der Nähe der Kontaktstelle von Meßschnabel und
Baum in den Meßschnabel ein. Dadurch werden Kräfte, die verkantend wirken und deshalb
Fehler und Verschleiß nach sich ziehen, von vorneherein vermieden.
Bezugszeichenliste
1 Gleitschuh
2 Display
3 Multifunktionsgriff
4 Bedientasten
5 Befestigungspunkt
6 Griffleiste
7 Krafteinleitungspunkt
8 Krafteinleitungspunkt
2 Display
3 Multifunktionsgriff
4 Bedientasten
5 Befestigungspunkt
6 Griffleiste
7 Krafteinleitungspunkt
8 Krafteinleitungspunkt
Claims (2)
1. Meßkluppe
mit einer Meßwertgeberschiene, an der ein erster Meßschnabel fest und auf der mittels
eines einen elektronischen Meßwertaufnehmer aufweisenden Gleitschuhs (1) ein zwei
ter Meßschnabel längsbeweglich angeordnet ist,
wobei der Gleitschuh (1) ein Display (2) trägt und der zweite Meßschnabel mittels eines
Griffs längsbewegbar ist, wobei der Griff an dem längsbeweglichen Meßschnabel in der
Nähe der Kontaktstelle dieses Meßschnabels mit dem zu vermessenden Gegenstand
nach unten ragend befestigt ist und wobei am oberen Ende des Griffs im Bereich des
Befestigungspunktes (5) des Griffs mit dem längsbeweglichen Meßschnabel Bedienta
sten (4) angeordnet sind.
2. Meßkluppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschuh (1) so ver
breitert ist, daß er in der Nullstellung über dem festen Meßschnabel zu liegen kommt
und dadurch die Krafteinleitungspunkte (7, 8) des Gleitschuhs (1) nach außen verteilt
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914134447 DE4134447C2 (de) | 1991-10-18 | 1991-10-18 | Elektronische Forstmeßkluppe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914134447 DE4134447C2 (de) | 1991-10-18 | 1991-10-18 | Elektronische Forstmeßkluppe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4134447A1 DE4134447A1 (de) | 1993-04-22 |
| DE4134447C2 true DE4134447C2 (de) | 1995-01-05 |
Family
ID=6442929
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914134447 Expired - Fee Related DE4134447C2 (de) | 1991-10-18 | 1991-10-18 | Elektronische Forstmeßkluppe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4134447C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014006583A1 (de) | 2014-05-03 | 2015-11-05 | Johann Harder | Vorrichtung zur Ermittlung des Durchmessers |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT373690B (de) * | 1980-06-11 | 1984-02-10 | Rieder Heinz | Messgeraet, indsbesondere laengen- oder winkelmessgeraet |
| DE3644980A1 (de) * | 1986-12-24 | 1988-07-07 | Pav Praezisions Apparatebau Ag | Messkluppe |
| US4930096A (en) * | 1987-01-22 | 1990-05-29 | Man Design Co., Ltd. | Data-transmitting apparatus having connecting plug |
| DE3707190A1 (de) * | 1987-03-06 | 1988-09-22 | Pav Praezisions Apparatebau Ag | Messkluppe |
| DE3720524A1 (de) * | 1987-06-20 | 1988-12-29 | Pav Praezisions Apparatebau Ag | Messkluppe |
| DE3821764A1 (de) * | 1988-06-28 | 1990-01-11 | Gottlieb Nestle Gmbh & Co Kg | Messkluppe |
-
1991
- 1991-10-18 DE DE19914134447 patent/DE4134447C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014006583A1 (de) | 2014-05-03 | 2015-11-05 | Johann Harder | Vorrichtung zur Ermittlung des Durchmessers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4134447A1 (de) | 1993-04-22 |
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Legal Events
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