DE413382C - Russabblasevorrichtung fuer Wasserrohrkessel - Google Patents

Russabblasevorrichtung fuer Wasserrohrkessel

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DE413382C
DE413382C DEST38241D DEST038241D DE413382C DE 413382 C DE413382 C DE 413382C DE ST38241 D DEST38241 D DE ST38241D DE ST038241 D DEST038241 D DE ST038241D DE 413382 C DE413382 C DE 413382C
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  • Rußabblasevorrichtung für Wasserrohrkessel. Die Erfindung betrifft eine Rußabblasevorrichtung für Wasserrohrkessel, welche dazu bestimmt ist, im unteren Teil des im ersten Rauchgaszuge liegenden Rohrbündels unter Umständen in unmittelbarer Nähe der Wasserkammer angebracht zu werden.
  • Die Rußabblasevorrichtung besteht aus einem in gewissen Abständen mit Ausströmdüsen versehenen Rohr, «-elches während des 3bblasens in der Längsrichtung verschoben wird. so daß die Dampfstrahlen nacheinander die Lücken zwischen den Rohren ausblasen. Es ist vorteilhaft, das Rohr dabei zu drehen, um eine möglichst große Heizfläche vom Ruß zu säubern. Dies kann bei einem im Inneren. der Rohrbündel gell: genen Abblaserohr auch ohne weiteres geschehen, es ist aber bei dem im unteren Teil der Wasserkammer unmittelbar über .dem Mauerwerk angeordneten Abblaserohr für die untersten Rohrreihen nicht angängig, da die Einwirkung der scharfen Dampfstrahlen nach unten auf das Mauerwerk dieses zerstören würde. und da es naturgemäß zu vermeiden ist, den Dampf in die Feuerung hineinzublasen.
  • Die Erfindung besteht darin, daß diese Ausblaserohr während seiner Längsverschiebung keine vollständige Drehung, sondern nur eine um .einen bestimmten Betrag hin und her schwingende Bewegung macht, so daß die austretenden Dampfstrahlen in der einen Endstellung in der Längsrichtung der Rohre und in der anderen Endstellung senkrecht dazu, parallel zur Wasserkammer, verlaufen. In der Abb. i ist eine solche Vorrichtung in ihrer Gesamtheit -dargestellt; die Abb. 2 zeigt einen Längsschnitt durch den Bewegungsmechanismus in größerem Maßstab, und die Abb. 3 zeigt eine Aufsicht auf den Bewegungsmechanismus im Maßstab der Abb. z. Das Dam.pfzuführungsrohr a ist mit dein Krümmer h fest verbunden, der seinerseits durch die Stütze c mit dem Mauerwerk so verankert ist, daß er durch die Kraft des ausströmenden Dampfes nicht zurückgestoßen werden kann. Dieses Rohr a. ragt in das, eigentliche Ausblaserohr d hinein, __ welches sich zwischen den ZVasserröhren e des Kessels quer durch das Rohrbündel erstreckt und, zwischen diesen Rohren mit Ausblasedüsen versehen ist. Auf dem Röhr d ist die Stopfbüchse f befestigt, die das Rohr a ver- schiebbar nach außen abdichtet. Außerdem ist auf dem Rohr d ein Schwinghebel g festgeklemmt. Im Mauerwerk des Kessels liegt das Führungsrohr lt, welches an seinem äußeren Ende mit dem Flansch i und an seinem inneren Ende mit einer Führungsscheibe k - für das Rohr d versehen ist. Der Flansch i ist mit der Führungsmutterl an dem Flacheisen m befestigt, welches seinerseits wieder iiii Mauerwerk verankert ist und sowohl die Stütze c als auch den Rohrkrümmerb trägt. In der Führungsmutter L läuft die Gewindebuchse rt, die auf der Führungshülse o festsitzt. Auf dieser Hülse o sitzt auch die Kettenscheibe p, die eine exzentrische Ringnut q trägt. Ferner ist noch ein Führungsstück r vor der Kettenscheibe p angeordnet, welches zwei Führungsschlitze trägt. Der obere Führungsschlitz s umfaßt die Führungshülse o, während der untere Führungsschlitz t die Stütze c umfaßt, so daß das Führungsstück r nur eine Verschiebung in senkrechter Richtung erfahren kann. Das Führungsstück r trägt auf einem Stift rr eine Rolle v, die in, der Ringnut q läuft, und außerdem einen; Schlitz w, in welchem ein Stift x gleitet, der an dem Schwinghebel g sitzt.
  • In der gezeichneten Darstellung ist das Ausblaserohr d, welches durch den Schwinghebel g und den aufgeschweißten Ring y in der Längsrichtung mit der Gewindebuchse it gekuppelt ist, am weitesten nach dem Kesselinneren zu verschoben. Um es wieder rückwärts zu drehen, wird die Kettenscheibe (Abb. 3) in der Pfeilrichtung nach links herumgedreht. Dadurch wird die ganze Vorrichtung mittels der Gewindebuchse n nach außen geschraubt. Durch die Drehung der Kettenscheibe p wird infolge des Eingreifen der Rolle v in die exzentrische Nut g das Führungsstück r in senkrechter Richtung nach abwärts bewegt, der Schwinghebel g wird durch den in die Nut w eingreifenden Stift x um den Winkel nach unten gedreht, und damit wird auch das Düsenrohr d um 9o' nach rechts herumgedreht. Die in der Anfangsstellung nach oben zeigenden Düsen werden also nach rechts in die Richtung der Wasserrohre gedreht und schwingen nun bei weiterem Drehen der Kettenscheibe p infolge der Aufwärtsbewegung des Führungsstückes r wieder nach oben. Das Führungsstück r beschreibt dabei nur eine hin und her gehende Bewegung, deren Betrag E gleich der doppelten Exzentrizität der Ringnut q ist.
  • Es wird durch diese Vorrichtung also erreicht, daß eine einsinnige Drehrichtung der Kettenscheibe p umgesetzt wird in eine Längsverschiebung des Rohres d und gleichzeitig in eine hin und her gehende Schwingung des Rohres d um seine Längsachse im Betrage. von ungefähr 9o°. Dieser Schwingungswinkel kann bei sinngemäßer Ausbildung der Ringnut q und des Führungsstückes Y natürlicn auch beliebig kleiner oder bis zu einem Betrage größer gemacht werden, der kleiner als i &o° ist.
  • Zur Inbetriebsetzung der Vorrichtung ist also nach dem öffnen des Dampfzuleitungsventils weiter nichts notwendig als das Drehen der Kettenscheibe p erst iil einem Sinne bis zum Anschlag und dann das Rückwärtsdrehen im anderen Sinne bis zur Grundstellung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rußabblasevorrichtung für Wasserrohrkessel, dadurch gekennzeichnet, daß durch fortlaufende einsinnige Drehung einer Scheibe das Ausblaserohr in seiner Längsrichtung verschoben und gleichzeitig in hin und her gehende, bestimmte Grenzen einhaltende Schwingungen um seine Längsachse versetzt wird.
  2. 2. Rußabblasevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß finit einer die Längsverschiebung bewirkenden Gewindebuchse (it) eine Kettenscheibe i p gekuppelt ist, die mittels einer exzentrischen Ringnut (g) ein Führungsstück (r in hin und her gehende Bewegung versetzt, welches mittels eines auf einem Klemmhebel (g) sitzenden Stiftes (xj und einer Nut (tv) das Ausblaserohr (d) in bestimmte, gleichbleibende Schwingungen um seine Längsachse versetzt.
DEST38241D 1924-07-31 1924-07-31 Russabblasevorrichtung fuer Wasserrohrkessel Expired DE413382C (de)

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