DE4131015C2 - Bogenausleger - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bogenausleger gemäß
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Bogenausleger dieser Art ist aus der DE 40 01 565 A1
bekannt. Bei dieser bekannten Anordnung findet als
Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung ein von der
Stapelhinterseite her manuell einschiebbarer Rechen Verwendung.
Zur Bildung der Trennelemente sind im Bereich
der Stapelvorderkante und der Stapelhinterkante
angeordnete Bogenfänger vorgesehen, die vorzugsweise
nacheinander in Abhängigkeit von bestimmten
Betriebsparametern in ihre Trennstellung eingefahren
werden können. Die manuelle Handhabung des über die ganze
Stapellänge sich erstreckenden Rechens ist umständlich
und erfordert viel Zeit. Auf den Bogenfängern werden
daher insbesondere bei schnell laufenden Druckmaschinen
vergleichsweise viel Bogen abgelegt, was eine massive
Ausbildung der Bogenfänger verlangt und deren schnelle
Bewegung erschwert. Die bekannte Anordnung ist daher für
schnell laufende Druckmaschinen nicht gut geeignet. Ein
weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß beim
Zurückziehen des über die ganze Stapellänge sich
erstreckenden Rechens der hierauf aufgenommene
Hilfsstapel infolge der vorhandenen Reibung verrutschen
kann.
Die DE-PS 9 21 154 zeigt ebenfalls einen Bogenausleger mit
Nonstop-Einrichtung, die eine Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
und dieser zugeordnete Greifer zur Aufnahme
der während des Einschiebens der Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
anfallenden Bogen aufweist. Zur Bildung der
Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung sind ein oder mehrere
Träger vorgesehen, die manuell gehandhabt werden. Bei
Verwendung mehrerer Träger können diese gleichzeitig oder
nacheinander von verschiedenen Seiten her in ihre
Arbeitsstellung gebracht werden. Die die Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
bildenden Träger sind jedoch vertikal
nicht verstellbar. Die Höhenzunahme des Hilfsstapels wird
daher nicht ausgeglichen, was insbesondere bei schnell
laufenden Maschinen zu Stapelungenauigkeiten und
Betriebsstörungen führen kann. Die der Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
zugeordneten Greifer sind auf der
Einführseite jedes Trägers vorgesehen. Bei seitlicher
Träger- und Greiferanordnung ergibt sich hier ein hoher
Justieraufwand, da im Falle eines Bogenformatwechsels die
im Bereich beider Stapelseitenkanten vorgesehenen Greifer
neu justiert werden müssen, um eine sichere
Greiferfunktion zu gewährleisten. Auch diese bekannte
Anordnung ist daher für schnell laufende Druckmaschinen
nicht gut geeignet.
Die DE 35 35 113 A1 zeigt einen Bogenausleger mit einer
Nonstop-Einrichtung die eine Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
in Form eines Rechens aufweist, der
von der Stapelhinterseite her in seine Arbeitsstellung
bringbar ist. Dieser Rechen ist an einem Wagen befestigt,
der seinerseits in einem mittels eines Hilfsstapelaufzugs
absenkbaren Hubrahmen gelagert ist, der dem Stapel
vorgeordnet ist, was einen hohen Platzbedarf in Bogenförderrichtung
ergibt. Trennelemente sind nicht
vorgesehen. Mit dieser bekannten Anordnung lassen sich
die Nachteile des eingangs erwähnten Standes der Technik
nicht vermeiden.
Dasselbe gilt für den aus der DE 29 35 710 A1 bekannten
Bogenausleger. Auch hierbei sind keine Trennelemente
vorgesehen. Die Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung besteht
aus einem im Bereich der Stapelhinterkante angeordneten
Rechen mit mehreren, an einer gemeinsamen Traverse
gehaltenen Teleskopstangen. Diese werden durch Druckluftbeaufschlagung
ausgefahren und durch mittels einer
gemeinsamen Welle betätigbare Seilzüge zurückgeholt.
Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen Bogenausleger zu schaffen, der für eine
hohe Produktionsgeschwindigkeit gut geeignet ist und dennoch
eine schonende Betriebsweise und hohe
Arbeitsgenauigkeit gewährleistet.
Diese Aufgabe wird durch das Kennzeichen des Anspruchs 1
gelöst.
Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen werden die Nachteile
des oben angegebenen Standes der Technik beseitigt. Die
den Hilfsstapelträgern zugeordneten Trennelemente, die
als Stifte ausgebildet sind, lassen
sich infolge ihrer geringen Masse mit hoher
Geschwindigkeit bewegen. Es ist daher möglich, diese
Trennelemente während des Durchgangs einer Lücke zwischen
zwei Bogen mit hoher Geschwindigkeit einzuschießen.
Relativbewegungen zwischen den einschießenden
Trennelementen und dem hierauf aufzunehmenden
Bogenmaterial sind daher nicht zu befürchten, ohne daß
eine Absenkung der Produktionsgeschwindigkeit
erforderlich wäre. Die in den von den Trennelementen
offengehaltenen Spalt einfahrbaren Hilfsstapelträger
können mit vergleichsweise geringer Geschwindigkeit bewegt
werden, was sich vorteilhaft auf die Verringerung
der Beanspruchungen des zugeordneten
Bewegungsapparats sowie der Lärmentwicklung auswirkt. Da
jeder der beiden, gegenläufig bewegten Hilfsstapelträger
nur den halben Weg zurückzulegen hat, ergeben sich
demnach vergleichsweise kurze Bewegungszeiten. Infolge
der Gegenläufigkeit und Synchronität der beiden
Hilfsstapelträger heben sich in vorteilhafter Weise die
hiervon ausgehenden Schiebekräfte gegenseitig auf, so daß
eine Verschiebung des Hilfsstapels nicht zu befürchten
ist. Zudem ergibt sich durch die seitliche Anordnung und
die Aufnahme der beiden Hilfsstapelträger auf einem den
Ausleger quer zur Bogenförderrichtung durchgreifenden
Hubrahmen eine sehr kompakte, wartungsfreundliche
Bauweise. Mit Hilfe des Hubrahmens wird zudem
sichergestellt, daß die ankommenden Bogen stets dasselbe
Ablegeniveau vorfinden, was eine hohe Stapelgenauigkeit
und Störungsfreiheit gewährleistet. Da auf den
Trennelementen nur vergleichsweise wenig Bogen anfallen,
bis die Hilfsstapelträger in ihrer Arbeitsstellung sind,
ist es nicht nur möglich, die Trennelemente als
massearme, leichte Elemente auszubilden, sondern ist auch
eine vertikale Absenkung der Trennelemente nicht
erforderlich, was ihre seitliche Einstellbarkeit
erleichtert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige
Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht des erfindungsgemäßen
Auslegers, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen
Ausleger,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der eingefah
renen Trennelemente,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der eingefah
renen Hilfsstapelträger und
Fig. 5 einen Teilschnitt durch einen Hilfsstapel
träger.
Die in einer Bogendruckmaschine bedruckten Bogen werden
mittels eines der Bogendruckmaschine nachgeordneten Aus
legers in Form eines Stapels abgelegt. Der den Fig.
1 und 2 zugrundeliegende Ausleger besteht aus einem por
talförmigen Gestell 1, in das eine mit an seitlichen
Ketten 2 aufgenommenen Greiferleisten 3 versehene Bo
gentransporteinrichtung einläuft. Diese wirft die von
den Greifern der Greiferleisten 3 gehaltenen Bogen auf
eine innerhalb des Gestells 1 angeordnete Stapelaufnah
meeinrichtung ab. Im vorliegenden Fall sind zur Bewerk
stelligung eines Nonstop-Betriebs eine Hauptstapelauf
nahmeeinrichtung und eine Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung vorge
sehen, die alternativ zum Einsatz kommen.
Die Hauptstapelaufnahmeeinrichtung besteht aus einer ver
tikal bewegbaren Plattform 4, die mittels eines zugeord
neten, hier durch seine Hubketten 5, die mittels eines
nicht näher dargestellten Motors betätigbar sind, ange
deuteten Hauptstapelaufzugs bewegbar ist. Die Plattform
4 ist mit einer Palette 6 beschickbar, auf der ein Bo
genstapel aufnehmbar ist. Der nicht dargestellte Motor
des Hauptstapelaufzugs ist durch einen beispielsweise
als kapazitiver Tastkopf ausgebildeten Niveauschalter 7
so steuerbar, daß sich die Oberkante des auf der Palette
6 aufgenommenen Stapels stets auf gleichbleibendem Ni
veau befindet. Zum Be- und Entladen der Plattform 4 wird
diese auf Flurniveau abgesenkt. Zum seitlichen Ausfah
ren einer mit einem Stapel beladenen Palette bzw. zum
seitlichen Einfahren einer neuen, leeren Palette, ist
hier eine als Rollenbahn 8 ausgebildete, quer zur Bo
genförderrichtung verlaufende Transporteinrichtung vor
gesehen, deren Antriebselemente durch als Lichtschranken
9 ausgebildete Sensoren gesteuert werden können. Die Rol
lenbahn 8 besteht aus einem mittleren, auf der Plattform
4 montierten Abschnitt 8a, der von vor- bzw. nachgeord
neten Abschnitten zum Anliefern einer neuen Palette bzw.
Abziehen einer beladenen Palette flankiert ist. Zum Ver
rücken einer in den mittleren, auslegerfesten Abschnitt
8a der Rollenbahn eingelaufenen Palette kann eine hier
als Zylinder-Kolbenaggregat ausgebildete Verschiebeein
richtung 10 vorgesehen sein.
Die Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung dient, wie schon er
wähnt, zur Bewerkstelligung eines Nonstop-Betriebs beim
Stapelwechsel, d. h. beim Abtransport einer mit einem
vollständigen Stapel beladenen Palette und Antransport
einer neuen Leerpalette. Die während dieses Vorgangs an
fallenden Bögen werden auf der Hilfsstapelaufnahmeein
richtung in Form eines sogenannten Hilfsstapels aufgenom
men, der anschließend auf die zwischenzeitlich auf der
Hauptstapelaufnahmeeinrichtung in Stellung gebrachten
Leerpalette absetzbar ist. Die Hilfsstapelaufnahmeein
richtung besteht hier aus zwei von der Seite gegenläufig
ein- und ausfahrbaren Hilfsstapelträgern 11, die von
einer den Fig. 1 und 2 zugrundeliegenden, die Stapel
grundfläche flankierenden, seitlichen Warteposition in
eine die Stapelgrundfläche übergreifende Arbeitsstellung
gebracht werden können, die der Fig. 4 zugrundeliegt.
Die beiden Hilfsstapelträger 11 sind zur Bewerkstelli
gung eines gleichbleibenden Niveaus der Stapeloberkante
des Hilfsstapels ebenso wie die Plattform 4 taktweise
absenkbar. Hierzu ist ein die beiden Hilfsstapelträger
11 aufnehmender, mittels einer Vertikalführung in Hub
richtung geführter Hubrahmen 12 vorgesehen, der mittels
eines zugeordneten Hilfsaufzugs 13 betätigbar ist. Dieser
besteht hier aus einer den Ausleger überbrückenden Welle
14, die mittels eines zugeordneten Getriebemotors 15
antreibbar ist und mittels der den Hubrahmen 12 aufneh
mende Huborgane 16 verlängerbar bzw. verkürzbar sind.
Die Taktung des Motors 15 des Hilfsaufzugs bei einge
fahrenen Hilfsstapelträgern kann in derselben Weise wie
die Taktung des Motors der Hauptstapelaufnahmeeinrich
tung mittels des Niveauschalters 7 erfolgen.
Der Hubrahmen 12 ist, wie am besten aus Fig. 2 erkenn
bar ist, als geschlossener Rechteckrahmen ausgebildet,
was eine hohe Stabilität und Verwindungssteifigkeit
ergibt. Der Hubrahmen 12 ist im Bereich seiner quer zur
Bogenförderrichtung verlaufenden Holme mit Längsführun
gen 17 versehen, auf denen jeweils einen Hilfsstapelträ
ger 11 aufnehmende Schlitten 18 in horizontaler Richtung
verschiebbar geführt sind. Die lichte Weite des Hubrah
mens 12 in Bogenförderrichtung ist etwas größer als die
maximal verarbeitbare Formatlänge. Die lichte Weite quer
dazu entspricht zumindest der maximal verarbeitbaren For
matbreite zuzüglich der maximalen Einfahrtiefe der Hilfs
stapelträger 11. Hierdurch ist sichergestellt, daß sich
ein zumindest der maximalen Stapelgrundfläche entspre
chender Freiraum ergibt und damit Kollisionen zuverlässig
unterbleiben. Die den Hilfsstapelträgern 11 zugeordneten
Schlitten 18 sind gegenläufig synchron bewegbar. Hierzu
ist eine hier durch einen Seilzug 19 gebildete Synchro
nisierungseinrichtung vorgesehen. Diese kann mit einer
gemeinsamen Antriebseinrichtung gekuppelt sein. Im darge
stellten Beispiel sind den beiden Schlitten 18 zugeord
nete, separate Antriebseinrichtungen in Form von Zylin
der-Kolbenaggregaten 20 vorgesehen. Zur Beendigung der
Ein- bzw. Ausfahrbewegung der Hilfsstapelträger 11 sind
ein innerer und ein äußerer Endschalter 21 vorgesehen,
die mit einer auf einem der Schlitten 18 aufgenommenen
Nocke 22 zusammenwirken. Durch die Endschalter 21 werden
die den beiden synchron bewegbaren Schlitten 18 zugeord
neten Antriebseinrichtungen gesteuert. Der innere End
schalter 21 kann stationär angeordnet sein, da die bei
den Hilfsstapelträger 11 in jedem Falle so weit einge
fahren werden, daß sich ihre einander zugewandten Kanten,
wie Fig. 4 zeigt, mit geringem Abstand gegenüberstehen.
Der äußere Endschalter 21 kann einstellbar angeordnet
sein, so daß die Ausfahrendstellung der jeweils verar
beiteten Formatbreite anpaßbar ist.
Oberhalb der Hilfsstapelträger 11 sind, wie am besten
aus Fig. 3 erkennbar ist, diesen zugeordnete Trennele
mente 23 vorgesehen, die dazu dienen, bei der Einlei
tung eines Stapelwechsels einen Einfahrspalt 24 für den
jeweils zugeordneten Hilfsstapelträger 11 offenzuhalten,
also als Trennhilfen zu fungieren. Die Trennelemente 23
können als einfache Stifte ausgebildet sein, die hier an
ihrem vorderen Ende mit einer tropfenförmigen Vertie
fung 25 versehen sind. Die die Trennelemente 23 bilden
den Stifte sind mittels zugeordneter Antriebseinrichtungen,
hier in Form von Zylinder-Kolbenaggregaten 26, in
axialer Richtung verschiebbar. Die genannten Stifte kön
nen dabei einfach als Verlängerungen der Kolbenstange
ausgebildet sein. Infolge ihrer geringen Masse können
die die Trennelemente 23 bildenden Stifte mit Hilfe der
zugeordneten Zylinder-Kolbenaggregate 26 mit hoher Ge
schwindigkeit ein- bzw. ausgefahren werden. Im Bereich
jeder Stapelseite sind, wie Fig. 2 zeigt, jeweils zwei
V-förmig gegeneinander gespreizte Trennelemente 23 vor
gesehen. Die Trennelemente 23 jeder Seite sind auf einem
zugeordneten Schlitten 27 aufgenommen, der auf einer zu
geordneten Horizontalführung 28 geführt ist. Diese kann
am Maschinengestell 1 befestigt sein. Die Verschiebung
der Schlitten 27 kann händisch oder motorisch erfolgen.
Die Schlitten 27 werden so eingestellt, daß sich die
Trennelemente 23 in ihrer den Fig. 1 und 2 zugrunde
liegenden, zurückgezogenen Wartestellung mit ihrem vor
deren Ende außerhalb der Stapelgrundfläche befinden und
in ihrer eingefahrenen, der Fig. 3 zugrundeliegenden
Arbeitsstellung, die zugeordnete Stapelseitenkante über
greifen.
Die Trennelemente 23 sind, wie Fig. 1 erkennen läßt,
in der zurückgezogenen Wartestellung etwa waagrecht aus
gerichtet. In der der Fig. 3 zugrundeliegenden Arbeits
stellung sind die Trennelemente 23 mit ihrem vorderen
Ende nach unten geneigt, so daß sich ein dem Durchhang
der randseitig hiervon abgestützten Bogen 29 in etwa an
gepaßter Verlauf ergibt. Hierzu sind die Trennelemente
23 schwenkbar auf dem jeweils zugeordneten Schlitten 27
angeordnet. Im dargestellten Beispiel ist hierzu jeder
Schlitten 27 mit einem mittels eines zugeordneten, eben
falls als Zylinder-Kolbenaggregat ausgebildeten Schwenk
antrieb 30 schwenkbaren Schwenkrahmen 31 versehen, auf
dem die zugeordneten Trennelemente 23 samt ihrem jeweils
zugeordneten Antriebselementen aufgenommen sind. Die
Schwenkbewegung der Schwenkrahmen 31 kann durch Anschlä
ge begrenzt sein.
Beim Befehl "Stapelwechsel", der erfolgt, wenn der auf
der Hauptstapelaufnahmeeinrichtung aufgenommene Stapel
32 eine bestimmte Höhe erreicht hat, die mittels eines
geeigneten Sensors feststellbar ist, werden zunächst die
als Trennhilfe fungierenden Trennelemente 23 von ihrer
den Fig. 1 und 2 zugrundeliegenden Warteposition in
die der Fig. 3 zugrundeliegende Arbeitsposition gebracht.
Dieser Vorgang kann infolge der geringen Masse der Trenn
elemente 23 mit hoher Geschwindigkeit erfolgen, so daß
von einem Einschießen der Trennelemente 23 gesprochen
werden kann. Zur Vermeidung von Kollisionen der ein
schießenden Trennelemente 23 mit einem ankommenden Bogen,
wird die Einschießbewegung zeitlich so gelegt, daß die
Trennelemente 23 während des Durchgangs einer Lücke zwi
schen zwei aufeinanderfolgenden Bogen einschießen. Der
hierzu benötigte Befehl wird vom ankommenden Bogen selbst
abgenommen. Hierzu ist im dargestellten Ausführungsbei
spiel, wie Fig. 1 zeigt, ein mit der Bogentransportein
richtung zusammenwirkender Sensor 33 vorgesehen, der die
den jeweils ankommenden Bogen schleppende Greiferleiste
3 abtastet und die den Trennelementen 23 zugeordneten Zy
linder-Kolbenaggregate zeitlich richtig betätigt. Die wei
tere Betätigung der den Schwenkrahmen 31 zugeordneten
Zylinder-Kolbenaggregate 30 kann mittels einer Folge
schaltung bewerkstelligt werden.
Die Trennelemente 23 werden in horizontaler Ausrichtung
eingeschossen und anschließend abgesenkt. Die die Trenn
elemente 23 bildenden Stifte können dabei mit ihrem vor
deren, hier tropfenförmig verdickten Ende, zunächst noch
auf der Oberfläche des auf der Hauptstapelaufnahmeein
richtung aufgenommenen Stapels 32 zur Auflage kommen.
Mit der Einleitung des Einschießvorgangs der Trennele
mente 23 wird die Hauptstapelaufnahmeeinrichtung im
Schnellgang abgesenkt, so daß die Trennelemente 23 be
reits nach kurzer Zeit von der Oberseite des Stapels 32
abheben und dieser mit seiner Oberkante unter das Niveau
der in ihre oberste Stellung gebrachten, in der Warte
stellung sich befindenden Hilfsstapelträger 11 gelangt.
Die nach dem Einschießen der Trennelemente 23 anfallen
den Bogen 29 werden, wie Fig. 3 anschaulich erkennen
läßt, mit ihrem Rand hochgehalten. Der mittlere Bereich
der Bogen 23 kann dabei noch auf der Oberseite des Sta
pels 32 aufliegen. Hierdurch entsteht der weiter oben
schon erwähnte, keilförmige Einfahrspalt 24, in den die
Hilfsstapelträger 11 kollisionsfrei einfahren können,
wie in Fig. 3 durch gestrichelte Linien angedeutet ist.
Diese Einfahrbewegung kann vergleichsweise langsam er
folgen, da die während des Einfahrvorgangs anfallenden
Bogen 29 durch die Trennelemente 23 zumindest randseitig
hochgehalten werden. Infolge der synchronen, gegenläufi
gen Bewegung der beiden Hilfsstapelträger 11 heben sich
die hiervon ausgehenden Verschiebekräfte gegenseitig auf,
so daß eine Verschiebung der Bogen 29 unterbleibt.
Die Hilfsstapelträger 11 sind, wie am besten aus Fig. 2
erkennbar ist, als plattenförmige Schwerter ausgebildet,
die im Bereich ihrer Vorderkante bogenförmig konturiert
und im Bereich dieser bogenförmigen Konturierung keil
förmig verjüngt sind. Zur Erzielung einer einfachen Her
stellung können die bogenförmige Konturierung und keil
förmige Verjüngung enthaltende Formstücke 34 Verwendung
finden, die einfach an den rückwärtigen Bereich des je
weils zugeordneten Hilfsstapelträgers 11 angesetzt sind.
Diese Konturierung der vorderen Enden der Hilfsstapel
träger 11 stellt sicher, daß sich diese auch bei nicht
idealem Einfahrspalt 24 einen Weg bahnen können, ohne
daß eine Beschädigung des jeweils untersten Bogens 29 des
von den Hilfsstapelträgern 11 unterfahrenen, auf den
Trennelementen 23 aufgenommenen Bogenpakets zu befürchten
wäre. In der eingefahrenen Stellung liegen sich, wie Fig.
4 zeigt, die einander zugewandten Enden der beiden
Hilfsstapelträger 11 mit geringem Abstand gegenüber, so
daß sich eine zuverlässige, großflächige Abstützung des
hierauf aufzunehmenden Hilfsstapels 38 ergibt.
Nach dem Einfahren der Hilfsstapelträger 11 werden die
Trennelemente 23, wie Fig. 4 weiter erkennen läßt, in
ihre Wartestellung zurückgebracht. Das bis dahin von den
Trennelementen 23 hochgehaltene Bogenpaket wird dabei auf
die eingefahrenen Hilfsstapelträger 11 abgelegt. Dassel
be gilt für die nachfolgenden Bogen. Auf diese Weise ent
steht der Hilfsstapel 38, dessen Oberkante, wie weiter
oben schon erwähnt, durch Absenken des die Hilfsstapel
träger 11 enthaltenden Hubrahmens 12 auf gleichbleiben
dem Niveau gehalten wird.
Zur Erzielung einer hohen Stapelgenauigkeit sind hier
die die Trennelemente 23 aufnehmenden Schlitten 27 mit
vibrierend antreibbaren Geradstoßern 35 versehen, die
mit Hilfe der Schlitten 27 auf die jeweils zugeordnete
Stapelseitenkante einstellbar sind. Die Geradstoßer 35
können sowohl bei der Bogenablage auf der Hauptstapel
einrichtung als auch bei der Bogenablage auf den Hilfs
stapelträgern aktiviert sein. Im dargestellten Beispiel
sind die Geradstoßer 35, wie Fig. 2 weiter erkennen
läßt, mit Ausnehmungen 36 versehen, durch welche die
Trennelemente 23 in der Arbeitsstellung hindurchgrei
fen können. Die Trennelemente 23 brauchen dementsprechend
die Vibrationsbewegung der Geradstoßer 35 nicht mitzuma
chen.
Nach dem Einfahren der Hilfsstapelträger 11 wird der zu
nächst in die der Fig. 3 zugrundeliegende Position, in
welcher sich die von den Trennelementen 23 randseitig
angehobenen Bogen 29 im Bereich ihrer Mitte auf der Sta
peloberseite abstützen können, abgesenkte Hauptstapel 32
weiter abgesenkt, bis sich die Plattform 4 in ihrer un
tersten Stellung befindet, in welcher die Abschnitte der
Rollenbahn 8 miteinander fluchten und dementsprechend
die den Hauptstapel 32 tragende Palette aus dem Anle
ger ausgefahren und eine neue Leerpalette in den Anle
ger eingefahren werden können. Die eingefahrene Leerpa
lette wird mittels der Plattform 4 bis dicht unterhalb
der Hilfsstapelträger 11 angehoben. Diese Position wird
mittels eines auf dem Hubrahmen 12 angeordneten, hier
als Lichtschranke ausgebildeten Sensors 37 abgetastet
(Fig. 1 und 3). Sobald die Leerpalette die Höhe des
Sensors 37 erreicht, schaltet dieser die der Plattform 4
zugeordnete Hubeinrichtung ab. Danach werden die Hilfs
stapelträger 11 ausgefahren. Dieser Vorgang kann mittels
einer Folgeschaltung ebenfalls vom Sensor 37 ausgelöst
werden. Dabei wird der auf den Hilfsstapelträgern 11 auf
genommene Hilfsstapel 38 auf die unterhalb der Hilfs
stapelträger 11 in Stellung gebrachte Leerpalette abge
legt. Da sich die beiden Hilfsstapelträger 11 auch beim
Ausfahren synchron bewegen, ist sichergestellt, daß sich
die hiervon ausgehenden Verschiebekräfte auch beim Aus
fahren gegenseitig aufheben.
Um die Reibung zwischen den Hilfsstapelträgern 11 und dem
Hilfsstapel 38 beim Ein- bzw. Ausfahrvorgang so gering
wie möglich zu halten, wird ein Luftpolster erzeugt.
Hierzu sind die Hilfsstapelträger 11, wie aus Fig. 5
erkennbar ist, im Bereich ihrer Oberseite mit mit Luft
versorgbaren Blasdüsen 39 versehen. Diese sind hier als
Kugelventile ausgebildet, die selbsttätig schließen und
nur öffnen, wenn die zugeordnete Kugel niedergedrückt
wird. Zur Bewerkstelligung einer einfachen Luftversorgung
der Blasdüsen 39 sind die Hilfsstapelträger 11, wie Fig.
5 weiter erkennen läßt, einfach als Sandwich-Platten
mit einem oberen und einem unteren Deckblech 40, 41 aus
gebildet, die an als Distanzhalter fungierenden Stegen 42
befestigt sind. Diese sind so ausgebildet, daß sich der
Innenraum 43 aus miteinander kommunizierenden Kammern zu
sammensetzt.
Der von den Deckblechen 40, 41 begrenzte Innenraum 43,
der über eine Leitung 44 mit einer Druckluftquelle ver
bunden ist, kann dementsprechend als Luftverteiler für
sämtliche Blasdüsen 39 fungieren. Die Luftbeaufschlagung
der Blasdüsen 39 kann bereits beim Einfahren der Hilfs
stapelträger 11 erfolgen und bis zur Beendigung des Aus
fahrvorgangs beibehalten werden. Günstiger ist es jedoch,
die Hilfsstapelträger 11 nur während ihres Ein- bzw. Aus
fahrvorgangs mit Luft zu beaufschlagen, also die Luftbe
aufschlagung bei Beginn des Ein- bzw. Ausfahrvorgangs zu
aktivieren und bei entsprechender Beedigung wieder zu pas
sivieren. Hierdurch wird der Luftverbrauch minimiert und
gleichzeitig sichergestellt, daß der Hilfsstapel während
des normalen Hilfsstapelbetriebs nicht schwimmt.
Claims (20)
1. Bogenausleger für bogenverarbeitende Maschinen,
insbesondere Bogendruckmaschinen, mit einer
mittels eines bei normalem Auslegebetrieb durch
einen Niveauschalter (7) taktbaren
Hauptstapelaufzugs (5) betätigbaren Hauptstapelaufnahmeeinrichtung
(4) und einer zur
Durchführung eines Stapelwechsels aktivierbaren
Nonstop-Einrichtung, die eine vertikal
verfahrbare, in eine den Hauptstapel (32)
übergreifende Arbeitsstellung bringbare Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
zur Aufnahme eines
während des Stapelwechsels anfallenden, nach
erfolgtem Stapelwechsel auf die Hauptstapelaufnahmeeinrichtung
(4) absetzbaren Hilfsstapels
(38) und der Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
zugeordnete, oberhalb hiervon angeordnete, mittels
einer Verschiebeeinrichtung von einer Wartestellung
in eine die zugeordnete Stapelkante übergreifende
Trennstellung bringbare Trennelemente (23)
aufweist, die in ihrer Trennstellung einen
Einführspalt für die Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
offenhalten und bei in die
Arbeitsstellung gebrachter Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung
in ihre Wartestellung
zurückziehbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hilfsstapelaufnahmeeinrichtung zwei im Bereich
der beiden Stapelseitenkanten auf einem mittels
eines durch den Niveauschalter (7) taktbaren
Hilfsstapelaufzugs (13) absenkbaren Hubrahmen (12)
angeordnete Hilfsstapelträger (11) aufweist, die
mittels einer mitgeführten Antriebs- und
Synchronisiereinrichtung (19, 20) gegenläufig
synchron von einer seitlichen Wartestellung in
ihre Arbeitsstellung und umgekehrt verschiebbar
sind und daß im Bereich beider Stapelseitenkanten
den beiden Hilfsstapelträgern (11) zugeordnete
Trennelemente (23) vorgesehen sind, die als
massearme, beim Vorbeigang einer Lücke zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Bogen in ihre
Trennstellung einschließbare Stifte ausgebildet
und zusammen mit ihrer Verschiebeeinrichtung
im Bereich der zugeordneten
Stapelseitenkante auf einer
gestellfesten Horizontalführung (28)
angeordnet sind.
2. Bogenausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Hubrahmen (12) als geschlossener Recht
eckrahmen ausgebildet ist, dessen lichte Weite zu
mindest der maximalen Formatlänge entspricht und der
seitlich zumindest um die Einfahrtiefe der Hilfssta
pelträger (11) über die maximale Formatbreite aus
kragt.
3. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hubrahmen
(12) mit Längsführungen (17) für jeweils einen Hilfs
stapelträger (11) aufnehmende Schlitten (18) versehen
ist.
4. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronisierungseinrichtung (19)
als Seil
zug ausgebildet
ist.
5. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstapelträger (11)
als plattenförmige Schwerter ausgebildet sind.
6. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten
Ränder der Hilfsstapelträger (11) bogenförmig kontu
riert sind.
7. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten
Ränder der Hilfsstapelträger (11) keilartig verjüngt
sind.
8. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche
6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstapel
träger (11) mit die bogenförmige Konturierung und/oder
keilartige Verjüngung aufweisenden, angesetzten Form
stücken (34) versehen sind.
9. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstapelträger (11)
mit Luft beaufschlagbare, vorzugsweise als Kugelventile
ausgebildete Blasdüsen (39) aufweisen.
10. Bogenausleger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hilfsstapelträger (11) als Sandwich-Platten
mit durch Stege (42) miteinander verbundenen Deck
blechen (40, 41) ausgebildet sind, die einen aus mit
einander kommunizierenden Kammern bestehenden Innen
raum (43) begrenzen, der an eine Druckluftquelle an
schließbar ist.
11. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche
9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftbe
aufschlagung der Hilfsstapelträger (11) bei Beginn
ihres Ein- bzw. Ausfahrvorgangs aktivierbar und bei
Beendigung ihres Ein- bzw. Ausfahrvorgangs passivierbar ist.
12. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die die Trennelemente (23) bildenden Stifte
als verlängerte Kolbenstangen eines jeweils zugeordneten
Zylinder-Kolbenaggregats (26) ausgebildet sind.
13. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die die Trennelemente
(23) bildenden Stifte an ihrem vorderen Ende tropfen
förmig verdickt sind.
14. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennelemente (23)
schwenkbar angeordnet und mittels einer zugeordneten
Schwenkeinrichtung (30) von einer horizontalen Ein
schießrichtung mit ihrem vorderen Ende absenkbar sind.
15. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Seite jeweils
mindestens zwei V-förmig gegeneinander angestellte
Trennelemente (23) vorgesehen sind.
16. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Trennelementen (23)
jeweils zugeordneten Verschiebeaggregate mittels eines
den jeweils ankommenden Bogen direkt oder indirekt ab
tastenden, vorzugsweise mit einer Bogentransportein
richtung (2, 3) zusammenwirkenden Sensors (33) betä
tigbar sind.
17. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mit der Betätigung der den
Trennelementen (23) zugeordneten Verschiebeaggregate
die Hauptstapelaufnahmeeinrichtung im Schnellgang bis
unterhalb des Höhenniveaus der Hilfsstapelträger (11)
absenkbar ist.
18. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Trennelemen
te (23) vorzugsweise vibrierend antreibbare Seiten
stoßer (35) vorgesehen sind.
19. Bogenausleger nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß die Seitenstoßer (35) auf den den Trennele
menten (23) zugeordneten Schlitten (27) aufgenommen
sind und den Trennelementen (23) zugeordnete Durch
griffsausnehmungen (36) aufweisen.
20. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptstapelaufnahme
einrichtung (4) mit einem Abschnitt (8a) einer Rollen
bahn (8) versehen ist, dem flurseitig angeordnete Ab
schnitte vor- und nachgeordnet sind.
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