(Sch
Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Herstellen eines bei ihrer Betätigung
vom Zufall abhängigen Stromschlusses, der also nicht willkürlich, d.h. abhängig von der größeren oder geringeren Geschicklichkeit
oder von der Berechnung der Person, die die Vorrichtung betätigt, hervorgerufen werden kann. Zu diesem Zweck hat man bereits
rollende Kugeln benutzt. Dem gegenüber besteht das Hauptmerkmal der Erfindung darin, daß in einem Gehäuse eine oder
mehrere Kugeln mit teils leitender, teils nichtleitender Oberfläche und zwei voneinander
isolierte Kontaktfedern angeordnet sind, zwisehen die jeweilig eine Kugel vermittels eines
Stoßbolzens o.dgl. gedrückt werden kann. Dabei kommt ein Stromschluß nur dann zustande,
wenn infolge der vom Zufall beeinflußten Bewegung der Kugeln leitende Teile der Oberfläche der eingedrückten Kugel mit
den beiden Kontaktfedern in Berührung kommen. Die das Stromschlußstück für die beiden
Kontaktfedern abgebenden Kugeln können entweder ihrer Anzahl nach, aus teils leitendem, teils nichtleitendem Material bestehen,
so daß ein Stromschluß nur beim 'Eindrücken einer leitenden Kugel zwischen die beiden Kontaktfedern zustande kommt,
oder jede Kugel ist aus verschiedenem Material derart zusammengesetzt, daß nur ein
Teil ihrer Oberfläche stromleitende Eigenschaft beistzt.
Die beschriebene Vorrichtung kann als Glücksspielapparat in der Weise Verwendung
finden, daß durch die Kontaktvorrichtung ein geeignetes Signal, beispielsweise eine Glühlampe,
eingeschaltet wird, so daß derjenige Spieler, dem zufällig die Schließung des
Stromkreises gelingt, als Gewinner zu gelten hat. Die neue Vorrichtung kann aber auch
als Mittel dazu dienen, bestimmte Personen ganz unwillkürlich auszulosen. Beispielsweise
können bei Arbeiterkontrollen diejenigen, welche untersucht werden sollen, in der
Weise ausgewählt werden, daß sämtliche Arbeiter die beschriebene Vorrichtung' in Tätigkeit
setzen müssen, und daß sich dann diejenigen., bei denen dabei zufällig ein Stromschluß
eintritt, genauer untersuchen lassen müssen. =
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die neue Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel
schematisch veranschaulicht. Abb. ι zeigt die Vorrichtung von vorn gesehen, bei
der die Vorderwand des Gehäuses zur Freilegung des Innern weggeschnitten ist. Abb. 2
stellt eine Seitenansicht von Abb. 1 dar. In Abb. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer zusammengesetzten
Kugel im Schnitt dargestellt. In dem Gehäuse 2 befinden sich drei Kugeln 3, 3">
3h- Die untere Kugel 3* stützt
sich auf 'die Stirnfläche des Stoßbolzens 4. Die darüber befindliche Kugel y wird von
einer Feder 6 und einer Zwischenwand 13 im Gehäuse 2 gestützt. Die obere Kugel 3 findet
Lagerung zwischen den beiden Kontaktfedern I5 an die der Stromkreis für ein geeignetes
Signal, Glühlampe o.dgl. angeschlossen wird. Wird der Stoßbolzen 4 von einem
Handhebel nach oben gedrückt, so schiebt sich die Kugel 3* an die Stelle der Kugel 3«,
und diese drückt die zwischen dem Kontaktfederpaar ι befindliche Kugel 3 heraus und
tritt selbst an deren Stelle. Die herausgedrückte Kugel 3 fällt frei durch den Kanal 5
herunter und kann beim Zurückgehen des Stoßbolzens 4 an die Stelle der unteren Kugel
3l>, die in ihrer neuen Stellung durch die
Feder 6 am Herabfallen gehindert wird, treten. Die Kugeln sind teilweise aus Metall und
teilweise aus Isoliermaterial hergestellt. Beispielsweise ist eine aus Isoliermaterial bestehende
Kugel, wie durch Abb. 3 veranschaulicht ist, durchbohrt, und diese Bohrung mit Metall ausgefüllt, so daß an ihrer Oberfläche
Metallstellen tn entstehen. Meistens wird eine solche Kugel keinen Kontakt herstellen,
weil die Kontaktfedern 1 nur mit den aus Isoliermaterial bestehenden OberfLächenteilen
der Kugel Berührung erhalten. Stellt sich die Kugel jedoch so, daß die Metallstellen
m die Kontaktfedern 1 berühren, so tritt Stromschluß ein. Je nach der Größe der
Metallstellen m der Kugeln kann man die Wahrscheinlichkeit des Kontaktes erhöhen
oder vermindern. Bei Verwendung solcher Kugeln mit leitender Einlage kommt man mit
drei oder mit hur zwei Kugeln im Gehäuse rollständig
aus, so daß dieses beliebig klein ausgebildet werden kann. Aber auch schon mit einer einzigen Kugel ist diese Vorrichtung
zu betreiben. Da die herausgedrückte Kugel in dem Kanal 5, durch den sie nach ihrem
Eintritt aus ihrer Lage zwischen den beiden Kontaktfedern 1 hindurchfällt, um in ihre
Ruhelage auf den Stoßbolzen 4 zu gelangen, einer freien Bewegung überlassen ist, wird sie
im allgemeinen das nächste Mal in einer anderen Stellung zwischen die Kontaktfedern
! gedrückt werden, so daß nicht vorher be- ! rechnet werden kann, ob ein Stromschluß
erfolgen wird. Es kann auch die Anordnung getroffen sein, daß nur ein Teil der im Gehäuse
2 befindlichen Kugeln mit Kontakte schließendem Material versehen ist.
Eine abgeänderte Ausführungsform wird dadurch erreicht, daß eine größere Anzahl
der Kugeln vollständig aus nichtleitendem Material und eine geringere Anzahl der Kugeln
vollständig aus leitendem Material besteht. Beispielsweise können neun Kugeln aus Isoliermaterial und die zehnte aus Metall
bestehen. Ein Stromschluß kommt nur dann zustande, wenn die Metallkugel zwischen die
Kontaktfedern 1 gedrückt wird. Dabei ist dem Gehäuse 2 eine entsprechende Abmessung zu
geben, damit die aus dem Kontaktfederpaar herausgedrückte Kugel genügend Spielraum
hat, um sich in die Kugelreihe einzuordnen. Man kann auch mehrere Metallkugeln in den
Apparat legen und so die Wahrscheinlichkeit der Kontaktgabe steigern öder vermindern.
Die Mittel zum Eindrücken der einzelnen sich in ihrer Bahn frei bewegenden Kugeln
zwischen die Kontaktfedern sind für das Wesen der Erfindung von untergeordneter Bedeutung. Demnach kann an Stelle des
auf den Abbildungen veranschaulichten Stoßbolzens auch eine andere Vorrichtung treten.