DE4123280C2 - Gurtverschluß für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges - Google Patents

Gurtverschluß für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges

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Description

Die Erfindung betrifft einen Verschluß für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges mit einer in einem Einschubrahmen vorgesehenen Einschubbahn für eine mit dem Sicherheitsgurt verbundene Steckzunge, einem schwenkbaren Sperriegel mit einer Schwenkachse, der einen Riegelvorsprung zum Verriegeln der Steckzunge und ein Auswerfer zum Auswerfen der Steckzunge in sich vereinigt, wobei die Schwenkachse im Einschubrahmen längs der Einschubbahn verschiebbar geführt ist, und einer Feder, die auf den Sperriegel einwirkt.
Ein gattungsgemäßer Gurtverschluß ist aus der EP 0 205 379 B1 bekannt; bei dem bekannten Gurtverschluß ist das sowohl die Auswerferfunktion als auch die Sperrfunktion aufweisende einzige Bauteil als eine Art Wippe ausgebildet, die bei Verschwenkung um ihren Drehpunkt im Gurtverschlußgehäuse mit einem Ende in die zugeordnete Ausnehmung der Steckzunge und mit ihrem anderen Ende in eine Gehäuseausnehmung eintritt und somit die Steckzunge in der verschwenkten Position verriegelt. Gleichzeitig ist das als Sperriegel anzusprechende Bauteil mit seiner Schwenkachse längsverschiebbar im Gurtverschlußgehäuse gelagert und übt bei seiner Längsverschiebung so die Auswerferfunktion für die Steckzunge aus. Die einzige auf den wippenartigen Sperriegel einwirkende Feder ist derart angeordnet, daß sie den Sperriegel jeweils in seine Verriegelungsstellung vorspannt.
Mit dem bekannten Gurtverschluß ist der Nachteil verbunden, daß die Lagerung des wippenartig ausgebildeten Sperriegels sowohl hinsichtlich seiner Schwenk-Riegelbewegung als auch hinsichtlich seiner Längs-Auswerferbewegung bezüglich seiner Massenkräfte schwierig beherrschbar ist, so daß insbesondere eine Schocksicherheit des Gurtverschlusses bei auf diesen einwirkenden Querbeschleunigungen nicht ausreichend sein dürfte.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Gurtverschluß derart zu verbessern, daß bei weiterhin gegebener geringer Zahl der Einzelteile die Funktionssicherheit des Gurtverschlusses insbesondere auch bei auf diesen einwirkenden Querbeschleunigungen verbessert ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Anspruch 1; vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung sieht hierzu im wesentlichen vor, daß seitliche Vorsprünge am Sperriegel ausgebildet sind und erste schlitzförmige Ausnehmungen mit jeweils einem bogenförmig verlaufenden Abschnitt und einem abgewinkelt weiterführenden geradlinigen Abschnitt zur Führung der Vorsprünge in den Seitenwänden des Einschubrahmens vorgesehen sind, so daß sich der Sperriegel bei im bogenförmigen Abschnitt befindlichem Vorsprung verschwenken und bei im geradlinig verlaufenden Abschnitt befindlichem Vorsprung längs der Einschubbahn verschieben kann. Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, daß aufgrund der zusätzlich zu der Führung des Sperriegels mit dessen Drehachse verwirklichten weiteren Führung des einzigen starren Bauteils die Bewegungssicherheit bei den Funktionsabläufen im Gurtverschluß selbst verbessert und im übrigen eine aufgrund der Anordnung der Drehachse ansonsten gegebene selbstöffnende Tendenz des Riegelvorsprungs des Sperriegels verhindert ist.
Hierzu ist aus der DE 34 40 151 A1 ein Sicherheitsgurtverschluß bekannt mit einem gering verschiebbaren Riegel, der mittels Vorsprüngen in in den Seitenwänden des Einschubrahmens ausgebildeten bogenförmigen Ausnehmungen verschwenkbar geführt ist; es fehlt jedoch an der geradlinigen Verschiebbarkeit des Riegels.
Bei der Erfindung sind der Auswerfer und der Riegelvorsprung in einem einzigen starren Formteil, das beispielsweise durch einen einzigen Formvorgang, beispielsweise durch Formgießen, hergestellt werden kann, verwirklicht. Diesen so gebildeten starren Sperriegel kann man auch als Auswerfersperriegelformteil bezeichnen, da sowohl die Auswerferfunktion als auch die Sperriegelfunktion in diesem Bauteil verwirklicht sind. Auf den derart ausgebildeten Sperriegel wirkt eine einzige am Einschubrahmen abgestützte Feder, die bei ihrer Schwenkbewegung um den Abstützpunkt auf der einen Seite eine Sperrfunktion auf den Sperriegel und auf der anderen Seite eine Auswerferfunktion auf den Sperriegel ausübt.
An dem Sperriegel ist ferner eine Gleitfläche angeformt, an welcher die Drucktaste beim Schwenken des Riegelvorsprungs aus der Riegelposition anliegt und an welcher die Drucktaste entlanggeschoben wird, so daß die Schwenkbewegung des Sperriegels und damit des Riegelvorsprungs erreicht wird. Bei dieser Schwenkbewegung durchläuft der Sperriegel zusammen mit der Feder eine Bahn, so daß diese auf die Seite ihrer Auswerferfunktion kommt und der Auswerfer und damit die Steckzunge in Auswurfrichtung aus der Einschubbahn geschoben werden.
Der Auswerfer kann in bevorzugter Weise am Sperriegel in der Weise gebildet sein, daß beim Einschieben der Steckzunge in die Einschubbahn die Steckzunge gegen den Auswerfer angedrückt wird, wobei auf den Sperriegel ein Drehmoment um die Schwenkachse des Sperriegels in Richtung auf die Sperrposition vorhanden ist. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß während des Einschiebens der Steckzunge der Sperriegel in eine Stellung verschoben wird, in welcher dieses Drehmoment eine Verschwenkung des Sperriegels zusammen mit der Feder auf die andere Seite, nämlich auf die Seite der Sperrfunktion der Feder, bewirkt. Durch die Federkraft wird dann bei weiterem Einschieben der Steckzunge in die Einschubbahn der an dem Sperriegel angebrachte Riegelvorsprung in eine entsprechende Ausnehmung, Öffnung oder andere Eingriffsmöglichkeit der Steckzunge in die Sperriegelposition gebracht. In bevorzugter Weise ist im Bereich der Längsführung der Schwenkachse ein Überhub vorgesehen. Auf diese Weise wird eine Scheinverriegelung verhindert und eine stabile Positionierung des Riegelvorsprungs in der Sperrposition gewährleistet.
Anhand der Figuren wird an einem Ausführungsbeispiel die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem der Verschluß sich in Sperrposition mit eingeschobener Steckzunge befindet;
Fig. 2 das in der Fig. 1 dargestellte Ausführungs­ beispiel in der Position, in welcher der Sperr­ riegel und die Feder auf die Seite der Aus­ werferfunktion bewegt sind;
Fig. 2a eine Einzelheit in Fig. 2 in vergrößerter Darstellung;
Fig. 3 eine Zwischenstellung des Sperriegels während der Auswerferbewegung;
Fig. 4 die Endstellung des Sperriegels nach Beendigung der Auswerferfunktion;
Fig. 5 eine Seitenwand eines Einschubrahmens, der als U-Rahmenprofil ausgebildet ist und Bestandteil des Ausführungsbeispiels ist;
Fig. 6 eine Ausführungsform des Sperriegels, welcher beim Ausführungsbeispiel zur Anwendung kommen kann;
Fig. 7 in perspektifischer Darstellung die vier Einzelteile des erfindungsgemäßen Gurt­ verschlusses;
Fig. 8 das in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel in der Position, in welcher die Steckzunge in den Verschluß eingeschoben wird.
In den Fig. 1 bis 4 ist in Seitenansicht ein Gurtverschluß 1 als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Dieser Gurtverschluß 1 für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeugs besitzt einen Einschubrahmen 2, der insbesondere als U-Rahmenprofil ausgebildet ist. Am Boden dieses Einschubrahmens 2 befindet sich eine Einschubbahn 3 für eine Steckzunge 4, die mit einem nicht näher dargestellten Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges verbunden ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Steckzunge 4 eine Steckzungenöffnung 5, in welche in verriegeltem Zustand bzw. in Sperrposition (Fig. 1) ein Riegelvorsprung 6 des Gurtverschlusses ragt.
Wie aus den Fig. 6 und 7 im einzelnen zu ersehen ist, wird der Riegelvorsprung 6 zusammen mit einem Auswerfer 7 durch einen einzigen starren Sperriegel 8, den man aufgrund seiner Funktion auch als Auswerfersperriegelformteil bezeichnen kann, gebildet. Am Sperriegel 8 ist ferner eine Schwenkachse A vorgesehen. Beim Ausführungsbeispiel wird diese Schwenkachse A durch einen angeformten Stift 17 gebildet. Der Sperriegel 8 ist um den Stift 17 bzw. die Schwenkachse A schwenkbar. Hierzu ist am Sperriegel 8 ferner in Form eines Vorsprunges 10 eine weitere Führungseinrichtung vorgesehen. Dieser Vorsprung 10 ragt in eine schlitzförmige Ausnehmung 18 in einer Seitenwand des Einschubrahmens 2. Der Vorsprung 10 und der Stift 17 sowie die schlitzförmigen Ausnehmungen 18 sind beidseitig des Sperriegels 8 bzw. in beiden Seitenwänden des Einschubrahmens 2 vorgesehen. Die Ausnehmung 18 besteht im wesentlichen aus zwei im Winkel zueinander angeordneten Abschnitten 19 und 20. Der Abschnitt 19 ermöglicht die Schwenkbewegung des Sperriegels 8 um die Achse A. Der Abschnitt 20 ermöglicht, wie noch erläutert wird, eine Verschiebung des Sperriegels 8 in Auswurf- bzw. Einschubrichtung (Pfeile AW und ES). Der Vorsprung 10 kann auch in Form eines Stiftes (Steuerstift) ausgebildet sein.
An den beiden Seitenschenkeln des U-förmigen Einschubrahmens 2 sind weitere schlitzförmige Ausnehmungen 21 vorgesehen. In diesen Ausnehmungen sind die Stifte 17, welche die Schwenkachse A bestimmen, definiert am Einschubrahmen 2 geführt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Ausnehmung 21 bogenförmig ausgebildet.
Auf den starren Sperriegel 8, welcher den Riegelvorsprung 6 und den Auswerfer 7 ausbildet, wirkt eine Feder 9, die an eine Abstützfläche 27 am Sperriegel 8 abgestützt ist. Diese Feder 9 besitzt in gleicher Weise wie der Sperriegel 8 eine Sperrfunktion und eine Auswerferfunktion wie noch erläutert wird. Man kann daher diese Feder 9 auch als Auswerfersperriegelfeder bezeichnen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Feder 9 als Spiralfeder ausgebildet, die mit ihrem einen Ende an einer Abstützstelle 13 am Einschubrahmen 2 abgestützt ist und mit ihrem anderen Ende an der Abstützstelle 27 gegen den Sperriegel 8 gedrückt ist.
Bei der Verschwenkung des Sperriegels 8 um die Schwenkachse A wird die Feder 9 mit verschwenkt. Wenn der Steuerstift 10 sich in dem nach unten gerichteten Abschnitt 19 befindet, hat die Feder 9 eine Sperrfunktion. In dieser Sperrfunktion drückt die Feder 9 den Riegelvorsprung 6, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, in die Steckzungenöffnung 5. Dabei ragt der Riegelvorsprung 6 durch die Steckzungenöffnung 5 bis in eine Ausnehmung 15 am Boden des Einschubrahmens 2.
Befindet sich aufgrund der Verschwenkung des Sperriegels 8 der Steuerstift 10 im Bereich des Abschnitts 20 der Ausnehmung 18, übt die Feder 9 eine Auswerferfunktion auf den Sperriegel 8 aus. Die Feder 9 wirkt dann in Auswurfrichtung (Pfeil AW).
Am Sperriegel 8 ist ferner eine Gleitfläche 11 vorgesehen. Gegen diese Gleitfläche 11 wird eine an einer Drucktaste 12 vorgesehene schräge Fläche, welche gegenüber der Auswurfrichtung AW bzw. der Einschubrichtung ES in einem Winkel geneigt ist, angedrückt, um den Riegelvorsprung 6 aus der in Fig. 1 dargestellten Sperrposition um die Achse A zu schwenken. Die Drucktaste 12 weist eine Drucktastenfeder 25 auf, durch welche die Drucktaste nach außen gedrückt wird. Die Drucktaste ist mittels angeformter Führungsvorsprünge 23 in Führungsschlitzen 24 der Seitenwände des U-förmigen Einschubrahmens 2 parallel zur Einschub- und Auswurfrichtung geführt.
Wie insbesondere aus der Fig. 5 zu ersehen ist, befindet sich im Übergangsbereich zwischen den beiden Abschnitten 19 und 20 der Ausnehmung 18 eine Überhubnase 22, welche für die Bewegung des Sperriegels 8 einen Überhub H zwischen der Auswerferfunktion und der Sperrfunktion vorsieht. Um die Überhubstrecke H ist der Stift 17 in der Ausnehmung 21 aufgrund der Wirkung der Feder 9 verschoben. Durch diesen Überhub H wird eine Scheinverriegelung des Gurtverschlusses 1 vermieden und ferner eine sichere Positionierung des Steuerstiftes 10 in der Sperrposition (Fig. 1) gewährleistet.
Im folgenden wird die Funktion des in den Figuren dargestellten Gurtverschlusses 1 noch näher erläutert. Wenn der Gurtverschluß 1 sich in Sperrposition befindet (Fig. 1), wird der an dem starren Sperriegel 8 angeformte Riegelvorsprung 6 durch die Kraft der Feder 9, die in dieser Position ihre Sperrfunktion auf den Sperriegel 8 ausübt, in die Steckzungenöffnung 5 gedrückt. Der Riegelvorsprung 6 ragt bis in eine Ausnehmung 15 am Einschubrahmen 2, wobei diese Ausnehmung 15 einen Anschlag 16 aufweist, der insbesondere im Crash-Fall eine Bewegung des Riegelvorsprungs 6 in Auswurfrichtung AW begrenzt. Diese Sperrposition liegt dann vor, wenn der Fahrzeuginsasse den Sicherheitsgurt angelegt hat und die Steckzunge 4 in dem Gurtverschluß 1 eingesteckt hat.
Um die in der Fig. 1 dargestellte Sperrposition zu lösen, wird auf die Drucktaste 12 ein Druck ausgeübt, durch welchen die Drucktaste beim Ausführungsbeispiel in Einschubrichtung ES verschoben wird. Dabei wird die schräge Fläche 14 an der Drucktaste gegen die Gleitfläche 11 am Sperriegel 8 gedrückt, und der Sperriegel 8 und somit der Riegelvorsprung 6 werden um den Stift 17 im Bereich des Abschnitts 19 der schlitzförmigen Ausnehmungen 18 geschwenkt (Fig. 2). Die Stifte 17 sind dabei in der Führungsöffnung um die Überhubstrecke H bis in die Endposition gedrückt. Bei dieser Schwenkbewegung des Sperriegels 8 wird die Feder aus der Stellung der Fig. 1 in die Stellung der Fig. 2 noch mitverschwenkt. Dabei wird die Feder 9 weiterbewegt, wenn der Steuerstift 10 aus dem Abschnitt 19 in den Abschnitt 20, etwa im Bereich der Überhubnase 22, sich bewegt. In der Fig. 2 ist ein Abstand zwischen dem Steuerstift 10 und der Überhubnase 22 gezeigt. In Wirklichkeit wird sich der Steuerstift 10 in Berührung mit der Überhubnase 22 um diese herum in den Abschnitt 20 bewegen, wobei dann auch die Gleitfläche 11 sich von der schrägen Fläche 14 löst.
Wie in Fig. 2a gezeigt ist, kann an der Überhubnase 22 ein mit dem Vorsprung 10 zusammenwirkender Rollkörper 28 (kugelförmig, walzenförmig) am Einschubrahmen 2 vorgesehen sein. Hierdurch wird der Wechsel zwischen Auswerferfunktion und Sperrfunktion erleichtert. Die Teile des Gurtverschlusses 1, insbesondere der Sperriegel 8 und die Feder 9, nehmen die in der Fig. 2 dargestellte Auswurfposition ein, in welcher der Riegelvorsprung 6 aus der Steckzungenöffnung 5 entfernt ist. In dieser Auswurfposition wirkt die Feder 9 auf den Sperriegel 8 in Auswurfrichtung AW. Der Auswerfer 7, der an den Sperriegel angeformt ist, drückt gegen die eingesteckte vordere Kante der Steckzunge 4 aufgrund der Kraft der Feder 9, und durch die Federkraft wird die Steckzunge 4 in der Einschubbahn 3 aus dem Gurtverschluß 1 geschoben. Dabei wird der Sperriegel 8 durch die Federkraft bis in die in der Fig. 4 dargestellte Position verschoben. In dieser Position ist die Steckzunge 4 aus dem Gurtverschluß entfernt, und der Sicherheitsgurt ist freigegeben.
Beim Einschieben (Fig. 8) der Steckzunge 4 in die Einschubbahn 3 wird die vordere Kante der Steckzunge 4 gegen den Auswerfer 7 gedrückt. Die Steckzunge 4 und der Sperriegel 8 werden in Einschubrichtung ES in den Gurtverschluß 1 gegen die Kraft der Feder 9 geschoben (über die Stellung in Fig. 3 in die Stellung der Fig. 8). Dabei wirkt aufgrund der Druckkraft, die von der Steckzunge 4 auf den Auswerfer 7 übertragen wird, ein Drehmoment auf den Sperriegel 8 um die Schwenkachse A. Dieses Drehmoment ist dadurch gewährleistet, daß die beidseitigen Stifte 17 am Sperriegel 8, welche die Schwenkachse A bilden, in Einschubrichtung ES versetzt gegenüber der Einschubbahn 3 für die Steckzunge 4 in den Ausnehmungen 21 der beiden Seitenwände des Einschubrahmens 2 geführt sind (Versetzung V in Fig. 8.). Beim Einschieben der Steckzunge 4 wird der Sperriegel 8, wie schon erläutert, in Einschubrichtung ES mitverschoben, bis die Stifte 17 in den Ausnehmungen 21 in die in Fig. 8 dargestellte Endposition kommen. In dieser Endposition wirkt sich dann das schon erläuterte Drehmoment in der Weise aus, daß der Sperriegel 8 in Richtung zur Sperrposition (Fig. 1) verschwenkt wird. Dabei bewegt sich der Steuerstift 10 über die Überhubnase 22 hinweg, weil die Ausnehmung 21 so dimensioniert ist, daß in der in Fig. 8 dargestellten Endstellung des Stiftes 17 der Steuerstift 10 an der Überhubnase 22 vorbeibewegt werden kann. Bei dieser Bewegung kommt die Feder 9 von der Seite der Auswerferfunktion auf die Seite der Auswerferfunktion auf die Seite der Sperrfunktion. Die von der Feder 9 auf den Sperriegel 8 ausgeübte Druckkraft wirkt dann in der Weise, daß der Sperriegel in Richtung zur Sperrposition (Fig. 1) geschwenkt wird, so daß der Riegelvorsprung 6 in die Steckzungenöffnung 5 und die Ausnehmung 15 am Boden des Einschubrahmens 2 gebracht wird, wie das in Fig. 1 dargestellt ist.
Wenn von der Steckzunge 4 der Einschubdruck, welcher von Hand durch den Fahrzeuginsassen aufgewendet wird, gelöst wird, bewegen sich die Stifte 17 in den Ausnehmungen 21 um einen bestimmten Betrag, der durch den Abschnitt 19 der schlitzförmigen Ausnehmungen 18 bestimmt ist, zurück. Hierdurch wird der durch die Überhubnase 22 gesicherte Überhub H ausgeglichen. Der Sperriegel 8 und somit der Riegelvorsprung 6 nehmen eine durch den Überhub H gesicherte Sperrposition ein. Diese Position ist in der Fig. 1 dargestellt.
Aus der obigen Erläuterung eines Ausführungsbeispiels ergibt sich, daß durch die Erfindung ein Gurtverschluß geschaffen wird für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges, bei dem der Auswerfer 7 und der Riegelvorsprung 6 von dem einzigen starren Sperriegel 8 gebildet sind und auf den Sperriegel 8 die Feder 9 wirkt, die sowohl Sperrfunktion als auch Auswerferfunktion hat. Wie insbesondere die Fig. 7 zeigt, sind für den erfindungsgemäßen Gurtverschluß lediglich vier Bauteile erforderlich, nämlich die Drucktaste 12, der Sperriegel 8, die Feder 9 und der U-förmige Einschubrahmen 2.

Claims (9)

1. Verschluß für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges mit
  • 1. einer in einem Einschubrahmen (2) vorgesehenen Einschubbahn (3) für eine mit dem Sicherheitsgurt verbundene Steckzunge (4),
  • 2. einem schwenkbaren Sperriegel (8) mit einer Schwenkachse (A), der einen Riegelvorsprung (6) zum Verriegeln der Steckzunge und einen Auswerfer (7) zum Auswerfen der Steckzunge in sich vereinigt, wobei die Schwenkachse (A) im Einschubrahmen längs der Einschubbahn verschiebbar geführt ist,
  • 3. und einer Feder (9) die auf den Sperriegel (8) einwirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß
  • 1. seitliche Vorsprünge (10) am Sperriegel (8) ausgebildet sind und
  • 2. erste schlitzförmige Ausnehmungen (18) mit jeweils einem bogenförmig verlaufenden Abschnitt (19) und einem abgewinkelt weiterführenden geradlinien Abschnitt (20) zur Führung der Vorsprünge (10) in den Seitenwänden des Einschubrahmens (2) vorgesehen sind, so daß sich der Sperriegel (8) bei im bogenförmigen Abschnitt (19) befindlichem Vorsprung (10) verschwenken und bei im geradlinig verlaufenden Abschnitt (20) befindlichem Vorsprung (10) längs der Einschubbahn (3) verschieben kann.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zweite schlitzförmige Ausnehmungen (21) in den Seitenwänden des Einschubrahmens (2) vorgesehen sind, in denen die von Stiften (17) gebildete Schwenkachse (A) längs der Einschubbahn (3) verschiebbar geführt ist.
3. Verschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Sperriegel (8) eine Gleitfläche (11) angeformt ist, die an der Drucktaste (12) für das Schwenken des Riegelvorsprungs (6) aus der Riegelposition anliegt, und daß das am Sperriegel (8) abgestützte Ende der Feder (9) in der Weise um die Abstützstelle (13) der Feder (9) am Einschubrahmen (2) zusammen mit dem Sperriegel (8) schwenkbar ist, daß beim Einschieben der Steckzunge (4) in die Einschubbahn (3) der Riegelvorsprung (6) durch die Feder (9) in seine Sperrposition gedrückt ist und beim Schwenken aus der Sperrposition der Auswerfer (7) durch die Feder (9) in Auswurfrichtung verschoben ist.
4. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einschieben der Steckzunge (4) in die Einschubbahn (3) die Steckzunge (4) gegen den Auswerfer (7) in der Weise angedrückt ist, daß auf den Sperriegel (8) ein Drehmoment um die Schwenkachse (A) in Richtung auf die Sperrposition vorhanden ist.
5. Verschluß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Längsführung der Schwenkachse (A) ein Überhub (H) vorgesehen ist.
6. Verschluß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drucktastenteil, an welchem die Gleitfläche (11) beim Schwenken des Sperriegels (8) aus der Sperrposition angedrückt ist, als Schräge (14) ausgebildet ist.
7. Verschluß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelvorsprung (6) in Sperrposition in eine Ausnehmung (15) des Einschubrahmens (3) freigängig ragt, wobei die Ausnehmung (15) in Auswurfrichtung einen Anschlag (16) für den Riegelvorsprung (6) aufweist.
8. Verschluß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (A) gegenüber der Einschubbahn (3) in Einschubrichtung (ES) gesehen, versetzt am Einschubrahmen (2) geführt ist.
9. Verschluß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Überhubbereich am Einschubrahmen (2) ein mit dem Vorsprung (10) zusammenwirkender Rollkörper (28) vorgesehen ist.
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