DE41223C - Vorrichtung zur Wasserreinigung für Dampfkessel - Google Patents
Vorrichtung zur Wasserreinigung für DampfkesselInfo
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- DE41223C DE41223C DENDAT41223D DE41223DA DE41223C DE 41223 C DE41223 C DE 41223C DE NDAT41223 D DENDAT41223 D DE NDAT41223D DE 41223D A DE41223D A DE 41223DA DE 41223 C DE41223 C DE 41223C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
JOHN WESLEY HYATT in NEWARK (Grafschaft Essex, New-Jersey, V. S. Α.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1887 ab.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, die Unreinigkeiten des Kesselspeisewassers niederzuschlagen
und von dem Wasser vor Eintritt in den Kessel durch Filtration zu trennen. Das Niederschlagen der mitgeführten schädlichen
Stoffe wird durch Erhitzen des Wassers veranlafst, was durch Mischen des Dampfes
mit dem Speisewasser erreicht wird. Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung stellt eine Anordnung
zur Erzielung oben erwähnten Zweckes, Fig. 2 den Mischapparat in vergröisertem Mafsstabe
dar.
Darin bezeichpet α einen Dampfkessel, b
ein Filter beliebiger Construction, c eine Pumpe, welche durch die Kurbel d und Riemscheibe
e oder andere Elemente in Betrieb gesetzt werden kann und durch ihr Saugrohr /
mit der Kesselspeisepumpe in Verbindung steht, die das Speisewasser durch das Rohr h aus
einem Brunnen, einer Wasserleitung oder dergleichen empfängt. Durch das Rohr i strömt
das Wasser zum Filter b, durchsickert denselben und gelangt durch das Rohr k zum
Kessel a. Das Kesselwasser wird durch das Rohr Z zum Saugrohr f geleitet und mufs auf
diesem Wege ein Dreckregulirungsventil m passiren, welches auf den Druck .,im Saugrohr
eingestellt ist. Der Zuflufs des Kesselwassers kann durch das Ventil Z1 abgesperrt werden.
η ist ein Dampfrohr, durch welches der Kesseldampf zum Mischapparat geleitet wird, um
sich mit dem Speisewasser zu mischen und dasselbe zu erhitzen; der Druck des Dampfes
,kann ebenfalls durch ein Ventil n1 regulirt
und der Zuflufs durch das Absperrventil 0 gehindert werden.
Um das Kesselwasser sowohl wie den Kessel von den darin enthaltenen festen oder gelösten
Stoffen zu befreien, wird ebenfalls die Speisepumpe in der Weise benutzt, dafs diese
das durch das Rohr Z austretende Kesselwasser, welches sich mit dem Speisewasser in f gemischt
hat, durch das Filter b drückt, worauf das gereinigte Gemisch durch das Rohr k
wieder in den Kessel gelangt. Die abgesetzten schädlichen Stoffe werden hierbei durch die
ununterbrochene Circulation von dem reinen Wasser theilweise gelöst, theilweise ungelöst
wieder durch das Rohr Z zum Filter geleitet und dort abgesetzt.
Man kann diese gleichzeitige Reinigung des Kesselwassers und des Speisewassers durch die
Anordnung einer Pumpe, wie auch durch zwei Pumpen erreichen. Im ersteren Falle würde
die Wirkungsweise der Einrichtung folgende sein: Wenn allein frisches Speisewasser dem
Kessel zugeführt werden soll, so wird das Absperrventil Z1 geschlossen, das Absperrventil ο
geöffnet; dann kann die Mischung des Dampfes mit dem Speisewasser, welches durch h zuströmt,
im .Mischgefäfs ρ erfolgen, wenn die Spannung des Dampfes durch das Druckverrhinderungsveritil
ηλ in genügender Weise reducirt ist. Ist keine Speisung mehr erforderlich,
so wird die Zuführung zum Saugrohr abgesperrt und das Absperrventil 0 geschlossen.
Das Oeffnen des Ventils Z1 würde dann dem übrig gebliebenen Kesselwasser den Zutritt zur
Pumpe c gestatten, welche dasselbe durch das Filter b und das Rohr k zum Kessel zurückbefördert.
Wie erwähnt, mufs bei der Anwendung nur einer Pumpe die Spannung des Dampfes und
damit auch die Temperatur desselben verringert werden, was dementsprechend eine geringere
Temperaturerhöhung des Speisewassers zur Folge hätte, als wenn der Dampf mit derselben
Spannung, mit der er aus dem Kessel tritt, mit dem Speisewasser gemischt werden könnte.
Um dieses möglich zu machen, werden zwei Pumpen c und g angewendet, von denen g
so grols gehalten ist, dafs sie dem Kessel genügend Speisewasser zuführen kann, c entsprechend
gröfser, um durch ihre saugende Wirkung eine Verminderung des Druckes in
der Röhre f herbeizuführen, so dafs der Dampf mit seiner ursprünglichen Spannung
durch das Ventil ο in den Mischapparat geführt und dem durchströmenden Speisewasser
die hohe Temperatur mitgetheilt .wird. ,
Der erwähnte Mischapparat, Fig. 2, besteht aus einem Gefäfs p, welches das Wasser durchströmt,
und in welches der Dampf durch eine Drahtspirale q eingeführt wird. Durch das
Verschlufsstück r wird derselbe gezwungen, durch die feinen Zwischenräume zwischen den
einzelnen Windungen der Spirale hindurchzugehen, sich dadurch fein zu vertheilen, zu
condensiren und eine innige Mischung mit dem die Spirale. umströmenden Wasser einzugehen..
Durch die Wand r1 wird.das Wasser nach dem oberen Theil des Gefäfses gelenkt,
um auch den oberen Theil der Spirale zu umströmen. , . ,
Durch die beschriebene Arbeitsweise des Apparates mit zwei Pumpen kann das Speisewasser
bis nahe zu der Temperatur des gespannten Dampfes erhitzt werden. Durch eine so bedeutende Temperaturerhöhung wird eine
starke Ausscheidung der Unreinigkeiten des Kesseiwassers bewirkt. Das Druckregulirungsyentil
n1 ist . bei zwei Pumpen entbehrlich.
Ebenso erfordert die Arbeitsweise mit zwei Pumpen nicht das Ventil m, da die Pumpe c
wegen ihrer gröfseren Leistungsfähigkeit sowohl das durch g zugeführte Speisewasser, wie
das durch Z hinzukommende Kesselwasser zum Filter und wieder zum Kessel führen kann.
Claims (4)
1. Bei Wasserreinigern für Dampfkessel die Zusammenstellung eines Dampfrohres n,
welches mit dem Saugrohr / einer Pumpe verbunden und mit einem Druckregulirungsventil
n1 versehen ist, um die Dampfspannung auf die Spannung im Wasserzuführungsrohr
zu reduciren, mit Pumpe und Filter behufs Entfernung der Unreinigkeiten aus dem Speisewasser.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat die Zusammenstellung einer Röhre I zur
Zuführung des Kesselwassers zum Saugrohr, der Pumpe, welch erstere mit Druckregulirungsvehtil
in zur Ausgleichung der Spannung zwischen Kesselwasser und Wasserzuführung
versehen ist, mit Filter und Pumpe behufs Reinigung des Kesselwassers.
3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat die Verbindung einer Speisepumpe g mit
einer Pumpe c von gröfserer Leistungsfähigkeit durch das Rohr f, welches mit
dem , Dampfzuführungsrohr η und dem Kesselwasserzuführungsrohr / verbunden ist
zu dem unter 1. und 2. angegebenen Zweck.
4. Bei dem unter 1. und 3. gekennzeichneten Apparat der Mischapparat zum Mischen
von Dampf und Wasser, bestehend aus dem Gefäfs p, welches mit Eintrittsöffnungen
für den Dampf und das Wasser versehen ist, von denen die für den Dampf durch eine am Ende geschlossene Drahtspirale
geschlossen ist, um den Dampf zwischen den Windungen der Spirale hindurch in das die Spirale umfliefsende
Wasser zu pressen, behufs inniger Mischung, zum Zwecke der Erhöhung der Temperatur
des Speisewassers.
Hierzu. 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41223C true DE41223C (de) |
Family
ID=316719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41223D Expired - Lifetime DE41223C (de) | Vorrichtung zur Wasserreinigung für Dampfkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41223C (de) |
-
0
- DE DENDAT41223D patent/DE41223C/de not_active Expired - Lifetime
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