DE4119660C2 - Luftreinigungspatrone für ein Atemschutzgerät mit einem Einlegeteil - Google Patents
Luftreinigungspatrone für ein Atemschutzgerät mit einem EinlegeteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftreinigungspatrone für
ein Atemschutzgerät mit einer Kohlendioxid bindenden
Chemikalfüllung und einem Einlegeteil, welches
senkrecht zur Durchströmungsrichtung strahlenförmig
angeordnete zu der Patronenwand weisende Schenkel
besitzt, die, von einem Zentrum ausgehend, die
Chemikalfüllung in einzelne Chemikalstränge zerlegen.
Eine Luftreinigungspatrone der genannten Art ist aus
der US 41 93 966 bekanntgeworden. Die bekannte
Luftreinigungspatrone besitzt einzelne, sternförmige
Einlegeteile, die in einem zylindrischen
Patronengehäuse aufgenommen und deren Zwischenräume
mit einer Kohlendioxid bindenden Chemikalie verfüllt
sind. Die Einlegeteile sind aus festem, metallischen
Werkstoff gefertigt und besitzen Schenkel in radialer
Richtung, die in einem Zentrum zusammenlaufen und
deren freie Schenkelenden an der Wand des
Patronengehäuses anliegen.
Nachteilig bei der bekannten Luftreinigungspatrone
ist, daß eine Befüllung der Schenkel-Zwischenräume
wegen der Starrheit der Schenkel nur mit einer
begrenzten Packungsdichte möglich ist, wodurch
derartige Luftreinigungspatronen im Betrieb nicht
schwing- und schockfest sind. Schwing- und schockfest
bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Chemikalie
sich nicht "zerreiben" darf beim Geräteeinsatz, wenn
z. B. ein Atemschutzgerät für einen eventuellen
Notfalleinsatz im Untertagebergbau mehrere Jahre am
"Mann" getragen wird. Außerdem ist mit einem
Einlegeteil der genannten Art nur eine radiale
Wärmeleitung innerhalb der Luftreinigungspatrone
möglich. Wird als Chemikalfüllung eine Kohlendioxid
bindende und Sauerstoff erzeugende Substanz, z. B.
Kalium-Peroxid, verwendet, ist zur gleichmäßigen
Veratmung der Luftreinigungspatrone anstelle einer
Wärmeleitung in radialer Richtung eine gute
Wärmeverteilung bzw. Wärmespeicherfähigkeit durch das
Einlegeteil sowohl in Radial- als auch in
Umfangsrichtung notwendig.
Aus der CH-PS 207614 ist eine Luftreinigungspatrone
bekannt, bei der eine gleichmäßige Packungsdichte
dadurch erreicht wird, daß ein Drahtsiebband mit der
Chemikalie gefüllt wird und anschließend spiralförmig
aufgewickelt wird. Zur Führung der Strömung innerhalb
der Luftreinigungspatrone sind Rippen innerhalb des
Drahtsiebbandes vorgesehen, die zick-zack- oder
wellenförmig ausgebildet sein können. Hierdurch soll
eine gleichmäßige Wärmeverteilung und Veratmung der
Luftreinigungspatrone erreicht werden.
Nachteilig bei der bekannten Luftreinigungspatrone
ist, daß die Verwendung eines Drahtsiebbandes teuer
ist und das Befüllen und Einrollen des Drahtsiebbandes
in einer Massenherstellung nicht kostengünstig
durchführbar ist. Außerdem wird durch das Volumen des
Drahtsiebbandes die Chemikalmenge reduziert, mit der
die Luftreinigungspatrone gefüllt werden kann. Da die
äußeren Abmessungen der Luftreinigungspatronen durch
Normung aber weitgehend festgeschrieben sind, müssen
Einlegeteile mit kleinstmöglichem Volumen ausgelegt
sein. Hinsichtlich dynamischer Beanspruchbarkeit hat
eine Luftreinigungspatrone mit einem Drahtsiebband als
Einlegeteil nur eine eingeschränkte Schockfestigkeit,
da sich das Drahtsiebband unter Lasteinwirkung bleibend
verformen kann, und dadurch die gleichmäßige
Packungsdichte zerstört wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Luftreinigungspatrone mit einem Einlegeteil derart zu
verbessern, daß sie eine gute Wärmeverteilung in
Radial- und Umfangsrichtung besitzt, und daß das
Befüllen mit der Chemikalie hinsichtlich des Erreichens
einer gleichmäßigen Packungsdichte innerhalb der
Luftreinigungspatrone erleichtert wird.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt dadurch, daß die aus
metallischem Werkstoff bestehenden, zwischen
benachbarten Chemikalsträngen liegenden Schenkel eine
derartige Nachgiebigkeit, d. h. Biegesteifigkeit,
besitzen, daß sie unter dem, durch unterschiedliche
Füllungsgrade, d. h. Füllstände, in den Chemikalsträngen
herrschenden Druck, in einer das Volumen der
Chemikalstränge gegeneinander ausgleichenden Weise
auslenkbar sind, und daß die Schenkel in ihrer
Formgebung jeweils gleichartig zickzackförmig
abgewinkelt ausgeführt sind.
Der Vorteil der Erfindung besteht im wesentlichen
darin, daß durch die nachgiebigen Schenkel, welche von
einem Zentrum ausgehen, unterschiedliche Füllungsgrade
der Chemikalie in den einzelnen Chemikalsträngen
ausgeglichen werden können, und damit eine gleichmäßige
Packungsdichte innerhalb der Luftreinigungspatrone
erzielbar ist. Nachgiebig bedeutet elastische oder
plastische Verformbarkeit der Schenkel, so daß
unterschiedliche Füllungsgrade zwischen benachbarten
Chemikalsträngen angepaßt werden können. Durch die
gleichartige zickzackförmige Abwinkelung der Schenkel
wird eine abgewinkelte Formgebung der Chemikalstränge
erreicht, bei der sowohl eine Wärmeverteilung in
radialer Richtung als auch in Umfangsrichtung erfolgt.
Versuche haben gezeigt, daß durch das Zusammenwirken
der einzelnen tangential abgewinkelten Teile der
Schenkel eine ähnliche Wärmeverteilung in
Umfangsrichtung erreicht wird, wie mit in die
Luftreinigungspatrone eingelegten, geschlossenen
Ringen möglich ist. Luftreinigungspatronen mit
eingelegten geschlossenen Ringen ermöglichen jedoch
keine gleichmäßige Befüllung mit der Chemikalie, da
ein Ausgleich von unterschiedlichen Füllungsgraden
zwischen den Ringen nicht möglich ist. Ein
gleichmäßiger Füllstand bzw. eine homogene
Packungsdichte innerhalb der Patrone ist aber
Voraussetzung für eine gute Schwing- und
Schockfestigkeit. Die mit den abgewinkelten Schenkeln
gewonnene zweidimensionale Wärmespeicherfähigkeit
innerhalb der Luftreinigungspatrone ergibt eine
homogene Wärmeverteilung und gute Veratmung der
Chemikalfüllung.
In einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung
sind die Schenkelenden derart abgewinkelt, daß sie
tangential zur Patronenwand stehen. Hierdurch wird
erreicht, daß die Schenkelenden den Teil eines äußeren
Polygonzuges bilden, der zur Wärmespeicherung und
Wärmeverteilung innerhalb der Luftreinigungspatrone in
Umfangsrichtung im Bereich der Patronenwand dient.
Zweckmäßigerweise ist der Durchmesser des äußeren
Polygonzuges so ausgelegt, daß er kleiner als die
lichte Weite der Luftreinigungspatrone ist. Hierdurch
ergibt sich eine gleichmäßige Wärmeverteilung im
Bereich der Patronenwand der Luftreinigungspatrone und
eine Ableitung der Wärme an die Patronenwand wird
wegen des fehlenden Wandkontakts verhindert.
Es ist vorteilhaft, die Schenkel zwischen dem Zentrum
und den Schenkelenden derart abzuwinkeln, daß sie
stückweise als Schenkelabschnitte tangential zur
Patronenwand verlaufen und den Teil mindestens eines
inneren Polygonzuges bilden. Der innere Polygonzug
dient zur Wärmespeicherung und Wärmeverteilung in
Umfangsrichtung innerhalb des zugehörigen Teils der
Chemikalfüllung. Durch zusätzliches Abwinkeln der
Schenkel können auch mehrere innere Polygonzüge
erzeugt werden, die die Wärmeverteilung innerhalb der
Luftreinigungspatrone in Umfangsrichtung verbessern.
Es ist vorteilhaft, die Schenkel derart abzuwinkeln,
daß die Winkelfolge vom Zentrum ausgehend aus einem
ersten Winkel von 90 Grad im Gegenuhrzeigersinn, einem
zweiten Winkel von 45 Grad in Uhrzeigersinn und einem
dritten Winkel von 90 Grad im Gegenuhrzeigersinn
besteht. Die Schenkelabschnitte, die um den ersten
Winkel abgekantet sind, bilden den inneren Polygonzug.
Das Einlegeteil ist zweckmäßigerweise so ausgeführt,
daß das Zentrum als ein die Chemikalfüllung
enthaltender Zentralstrang ausgeführt ist.
Eine kostengünstige Herstellung des Einlegeteils wird
erreicht, wenn es aus einer Anzahl von n gleichartigen
Schenkeln besteht, welche mit ihren
Zentral-Schenkelabschnitten den Zentralstrang in Form
eines n-Ecks, vorzugsweise eines symmetrischen
Achtecks, umfassen.
Eine besonders zweckmäßige Nachgiebigkeit der Schenkel
wird erreicht, wenn sie aus nichtrostendem Bandstahl
gefertigt sind. Nichtrostender Stahl besitzt die für
diesen Anwendungsfall erforderliche
Wärmespeicherfähigkeit. Der Durchmesser des inneren
Polygonzuges ist so ausgelegt, daß er dem 0,5fachen
Teil und der des äußeren Polygonzuges dem 0,8fachen
Teil der lichten Weite der Luftreingigungspatrone
entspricht. Der Zentralstrang besitzt einen mittleren
Durchmesser vom 0,2fachen Teil der lichten Weite der
Luftreinigungspatrone.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen,
daß die Zentral-Schenkelabschnitte im Bereich des
Zentralstranges eine verminderte Schenkelbreite
besitzen. Dadurch ist eine besonders gute Befüllung im
Bereich des Zentrums durch Überlauf möglich, indem der
Überschuß an den jeweils benachbarten Chemikalstrang
abgegeben wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt eine Luftreinigungspatrone (1)
im Schnitt, welche aus einem Patronengehäuse (2),
einem Einlegeteil (3) und einer Chemikalfüllung (4)
besteht. Die Durchströmungsrichtung ist senkrecht zur
Zeichenebene. Von der Chemikalfüllung (4), die das
gesamte Patronengehäuse (2) ausfüllt, ist in der Figur
nur ein einziger Chemikalstrang (5) dargestellt. Das
Einlegeteil (3) besteht aus acht abgewinkelten
Schenkeln (6), welche im Zentrum zu einem
Zentralstrang (7) in Form eines symmetrischen Achtecks
zusammengefügt sind. Der Zentralstrang (7) wird aus
den Zentral-Schenkelabschnitten (16) gebildet, die ein
Teil der Schenkel (6) sind. Die Schenkel (6) sind vom
Zentralstrang (7) ausgehend abgekantet mit einem
ersten Winkel (8) von 90 Grad im Gegenuhrzeigersinn,
einem zweiten Winkel (9) von 45 Grad im Uhrzeigersinn
und einem dritten Winkel (10) von 90 Grad im
Gegenuhrzeigersinn. Durch das Abkanten entstehen
Schenkelabschnitte (15) und Schenkelenden (13). Die
Schenkelabschnitte (15) sind Teil eines inneren
Polygonzuges (11) und die Schenkelenden (13) Teil
eines äußeren Polygonzuges (12). Ein Abschnitt der
Polygonzüge (11, 12) ist in der Figur als Strichlinie
veranschaulicht. Die Schenkelenden (13), die
Schenkelabschnitte (15) und die
Zentral-Schenkelabschnitte (16) verlaufen tangential
zur Patronenwand (14).
Die Schenkel (6) sind aus nichtrostendem Bandstahl der
Stärke 0,2 Millimeter gefertigt und gegeneinander
verschiebbar. Dadurch können unterschiedliche
Füllungsgrade in den Chemikalsträngen (5) ausgeglichen
werden. Die radial verlaufenden Teile der Schenkel (6)
dienen der Wärmespeicherung innerhalb des
Patronengehäuses (2) in radialer Richtung und die
Schenkelabschnitte (15), die Schenkelenden (13) und
die Zentral-Schenkelabschnitte (16) der
Wärmespeicherung in Umfangsrichtung. Dadurch wird eine
gleichmäßige, zweidimensionale Wärmeverteilung
innerhalb der Luftreinigungspatrone (1) erreicht und
eine gute Veratmung der Chemikalfüllung (4).
Der Zentralstrang (7) ist ebenfalls mit der
Chemikalfüllung (4) versehen, was aber in der Figur
der Übersicht wegen nicht dargestellt ist. Die
Anpassung an den Füllungsgrad erfolgt hier dadurch,
daß die Zentral-Schenkelabschnitte (16) im Bereich des
Zentralstrangs (7) eine verminderte Schenkelbreite
besitzen und über den dadurch entstehenden Freiraum
der Überschuß an den benachbarten Chemikalstrang (5)
abgegeben werden kann. Hierdurch ist eine hohe
Packungsdichte der Chemikalfüllung (4)
realisierbar.
Claims (9)
1. Luftreinigungspatrone für ein Atemschutzgerät mit
einer Kohlendioxid bindenden Chemikalfüllung in
einem Gehäuse und mit einem Einlegeteil in der
Chemikalfüllung, welches senkrecht zur
Durchströmungsrichtung strahlenförmig angeordnete,
radial zur Gehäusewand weisende Schenkel besitzt,
die von einem Zentrum ausgehend, die
Chemikalfüllung in einzelne Chemikalstränge
zerlegen, dadurch gekennzeichnet, daß die aus
metallischem Werkstoff bestehenden, zwischen
benachbarten Chemikalsträngen (5) liegenden
Schenkel (6) eine derartige Nachgiebigkeit, d. h.
Biegesteifigkeit, besitzen, daß sie unter dem,
durch unterschiedliche Füllungsgrade, d. h.
Füllstände, in den Chemikalsträngen (5)
herrschenden Druck, in einer das Volumen der
Chemikalstränge (5) gegeneinander ausgleichenden
Weise auslenkbar sind, und daß die Schenkel (6) in
ihrer Formgebung jeweils gleichartig
zickzackförmig abgewinkelt ausgeführt sind.
2. Luftreinigungspatrone nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schenkelenden (13) derart
abgewinkelt sind, daß sie tangential zur
Patronenwand (14) stehen und den Teil eines
äußeren Polygonzuges (12) bilden.
3. Luftreinigungspatrone nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der äußere Polygonzug (12)
einen Durchmesser kleiner der lichten Weite der
Luftreinigungspatrone (1) besitzt.
4. Luftreinigungspatrone nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel
(6) zwischen dem Zentrum und den Schenkelenden
(13) derart abgewinkelt sind, daß sie stückweise
als Schenkelabschnitte (15) tangential zur
Patronenwand (14) verlaufen und den Teil
mindestens eines inneren Polygonzuges (11) bilden.
5. Luftreinigungspatrone nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die zickzackförmige Winkelfolge
vom Zentrum ausgehend aus einem ersten Winkel (8)
von 90 Grad im Gegenuhrzeigersinn, aus einem
zweiten Winkel (9) von 45 Grad im Uhrzeigersinn
und einem dritten Winkel (10) von 90 Grad im
Gegenuhrzeigersinn besteht.
6. Luftreinigungspatrone nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentrum als
ein die Chemikalfüllung (4) enthaltender
Zentralstrang (7) ausgeführt ist.
7. Luftreinigungspatrone nach Anspruch 1 und 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einlegeteil (3)
aus einer Anzahl von n-Schenkeln (6) besteht,
welche mit ihren Zentral-Schenkelabschnitten (16)
den Zentralstrang (7) in Form eines n-Ecks -
vorzugsweise eines symmetrischen Achtecks -
umfassen.
8. Luftreinigungspatrone nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel
(6) aus nichtrostendem Stahl bestehen und der
Durchmesser des Zentralstranges (7) den 0,2fachen
Teil, der des inneren Polygonzuges (11) den
0,5fachen Teil und der des äußeren Polygonzuges
(12) den 0,8fachen Teil der lichten Weite der
Luftreinigungspatrone (1) besitzt.
9. Luftreinigungspatrone nach einem der Ansprüche 6
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zentral-Schenkelabschnitte (16) im Bereich des
Zentralstranges (7) eine verminderte
Schenkelbreite besitzen.
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| EP0518085A1 (de) | 1992-12-16 |
| EP0518085B1 (de) | 1995-12-06 |
| US5291881A (en) | 1994-03-08 |
| JPH0716526B2 (ja) | 1995-03-01 |
| DE4119660A1 (de) | 1992-12-17 |
| DE59204553D1 (de) | 1996-01-18 |
| JPH05177007A (ja) | 1993-07-20 |
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