DE409781C - Verfahren zur Abscheidung von hydroxylhaltigen Koerpern - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von hydroxylhaltigen Koerpern

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DE409781C
DE409781C DEF49249D DEF0049249D DE409781C DE 409781 C DE409781 C DE 409781C DE F49249 D DEF49249 D DE F49249D DE F0049249 D DEF0049249 D DE F0049249D DE 409781 C DE409781 C DE 409781C
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Germany
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hydroxyl
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containing bodies
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Expired
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DEF49249D
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English (en)
Inventor
Dr Heinz Thienemann
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Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B61/00Other general methods

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abscheidung von hydroxylhaltigen Körpern.
  • Durch Patent 405238 ist ein Verfahren zum Trocknen von Gasen, Dämpfen, Luft usw. sowie zum Entwässern von Flüssigkeiten und festen Körpern geschützt. Es besteht darin, daß man sie mit Aluminiumhydroxyd behandelt, das zu festen Stücken gepreßt und auf Rotglut (400 bis 600°) erhitzt worden ist.
  • Es wurde nun die bemerkenswerte Beobachtung gemacht, daß derart durch Erhitzen, zweckmäßig auf 400 bis 7000, aktiviertes Aluminiumhydroxyd nicht nur befähigt ist, Wasser aufzunehmen, sondern allgemein solche Körper, die Hydroxylgruppen enthalten, wie ein und mehrwertige Alkohole bzw. Phenol usw. Diese Körper lagern sich an das aktivierte aluminijmhydroxyd an.
  • Diese Eigenschaft kann dazu benutzt werden, derartige hydroxylartige Körper aus Gemischen mit anderen Stoffen abzuscheiden.
  • Gefällte oder gewachsen Tonerde hat gewisse Adosprtioinseigenschaften (vgl. Ch. Zentralbaltt 1913 I S. 2079) ; sie wurde deshalb z. B. gemäß Patenschrift 202166, KI. 12d, benutzt, um aus Flüssigkeiten färbende oder übelriechende Bestandteile zu entfernen. Hieraus war jedoch ihre Eigenschaft, Körper mit Hydroxylgruppen anzulagern und so aus Lösungen von Kohlenwasserstoffen, Äthern usw. diese zu entfernen, in keiner Weise zu entnehmen.
  • Beispielsweise gelingt es, mit Hilfe von durch Erhitzen auf Rotglut aktiviertem Aluminimuhydroxyd (Tonerde) aus Benzol darin gelöstes Phenol völlig zu entfernen. Eine Lösung von 1,0 g Phenol in 200 ccm Benzol ist nach 12stündigem Stehen mit einigen Stückchen aktivierter Tonerde frei von Phenol. In einer Lösung von 5 Prozent Phenol in Benzol ist nach 48stündiger Behandlung mit Tonerde kein Phenol nachzuweisen. Das Phenol kann aus der Tonerde clurdl Destillation mit überhitztem Wasserdampf entfernt werden. Durch Schütteln wird die Schnelligkeit der Aufnahme erhöht.
  • Gleichfalls gelingt es leicht, durch Glyzerin verunreinigtes Benzol zu reinigen. Das Glyzerin läßt sich durch Kochen der Tonerde mit Wasser wieder in Lösung bringen.
  • Ebenso kann man den gewöhnlichen käuflichen Äther mittels derart behandelter Tonerde leicht von dem darin noch befindlichen Wasser und Alkohol befreien. Man erhält einen fast absoluten Äther.
  • Beispielsweise wird eine Mischung von 94 Prozent käufliches Äther, 3 Prozent Wasser und 3 Prozent Äthylalkohol 10 Stunden mit aktivierter Tonerde geschüttelt. Von dem so behandelten Äther entwickeln 50 ccm in zwei Stunden mit I g metallisches Natrium 12,4 cem Wasserstoff, während gewöhnlciher Äther unter gleichen Bedingungen in 15 Minuten etwa 22 ccm Wasserstoff entwickelt.
  • Desgleichen läßt sich mittels Tonerde Wasser und Alkohol aus estern entfernen. In Athylessigesterproben, die mit 2 Prozent \ATasser bzw. 2 Prozent Äthylalkohol versetzt sind, läßt sich nach I2stündiger Behandlung mit aktivierter Tonerde mit entwässertem Kupfersulfat keine Spur von Wasser bzw.
  • Alkohol nachweisen. Ebenso können natürlich hydroxylhaltige Körper aus Gas- oder Dampfgemischen entfernt werden. Aus feuchten alkoholhaltigen Ätherdämpfen wird beispielsweise beim Leiten durch ein auf 80° gehaltenes, mit aktivierter Tonerde gefülltes Rohr trockener, reiner Äther erhalten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Abscheidung von hydroxylhaltigen Körpern, wie Alkohole und Phenole, aus. Mischungen mit anderen Stoffen, wie Kohlenwasserstoffen, Äthern und Estern usw., dadurch gekennzeichnet, daß man solche Gemische mit Aluminiumhydroxyd behandelt, das zu festen Stücken gepreßt und auf Rotglut erhitzt worden ist.
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