DE409717C - Verfahren und Vorrichtung zum Verreiben und Abstauben des Bronzestaubes beim Bronzieren von Bogen o. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verreiben und Abstauben des Bronzestaubes beim Bronzieren von Bogen o. dgl.Info
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- B41G1/00—Apparatus for bronze printing or for like operations
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Verreiben und Abstauben des Bronzestaubes beim Bronzieren von Bogen o. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein V erfahren und eine Vorrichtung an Bron7iermaschinen u. clgl. zum Verreiben des auf Bogen o. dgl. aufgestreuten Bronzepulvers und zum Abstauben des überschüssigen Pulvers von den Bogen. Die bekannten Abstaube orrichtungen arbeiten in der Weise, daß mit einem elastischen Bezug, Fell, Plüsch o. dgl., versebene Walzen oder Bänder über den züi bronzierenden Bogen streichen und das durch 1,Esondere Vorrichtungen zuvor verriebene Pulver mitnehmen. Diese stets in gleicher Richtung wirkende Streichl--ewegung ist selbst nicht geeignet, das aufgestreute Bronzepulver zu verreiben und die :bronzierten Bogen in befriedigender Weise von dem überschüssigen Pulver zu befreien, auch :dann nicht, wenn z. B. mehrere entgegengesetzt laufende Abstaubbänder hintereinander angeordnet sind. Die gleichgerichtete Streichbewegung ist ferner schädlich für die Erzielung einer hochglänzenden Bronzierung. Die Abstaubfähigkeit der elastischen Bezüge leidet darunter, daß ihre Haare stets in derselben Richtung niedergedrückt werden. Die Entstäubu.ng der Abstaubbezüge wird dadurch ebenfalls erschwert.
- Das Wesen der Erfindung, durch welche diese -Mängel beseitigt werden, besteht darin, daß die flach gespannten Abstaubrnittel (Fell, Plüsch o. dgl.) statt einer in bezug auf den Bogen gleichgerichteten Vorwärtsbewegung eine in ihrer Ebene kreisende und zugleich fortschreitende Bewegung ausführen. Durch die Streichbewegung der mit leisem Druck auf den Bogen sich aufsetzenden, an flachen Tellern oder Scheiben angebrachten elastischen Abstau.bbezüge wird in gleicher Weise wie bei der mit der Hand ausgeführten Verreibung das aufgestreute Pulver verrieben und überschüssigesPulver infolge der zugleich fortschreitenden Längsbewegung der Abstaubmittel mitgenommen. Die Wirkung dieser gleichzeitigen Verreibung und Abstaubung ist ein hoher Glanz der bronzierten Stelle und eine bessere Entfernung des überschüssigen Staubes von den Bogen. Die elastischen A,bstaubbezüge bleiben lange arbeits- und aufnahmefähig für Staub, weil sie abwechselnd in entgegengesetzter Richtung über den Bogen geführt werden und dadurch die während der Bewegung in einer Richtung niedergedrückten Haare während der Rückbewegung von selbst wieder aufgerichtet bzw. entgegengesetzt niedergedrückt werden.
- Der Erfindungsgegenstand wird durch die "Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Verreiben und Abstäuben des Bronzepulvers an einer Bronziermaschine zeigt, erläutert. Abb. i zeigt die Vorrichtung im Aufriß, Abb. 2 in Ansicht von obea, Abb. 3 im Querschnitt nach Linie <4-B der Abb. 2 unter Fortlassung aller zum Verständnis nicht erforderlichen Teile. Mit i ist der Fördertisch bezeichnet, auf welchem die Bogen befördert wenden, mit 2 ;das Gestell der Maschine. An letzterem ist an einer Seite in Lagerarmen 3 eine senkrechte Welle .a. gelagert, welche mittels eines KegelradgetrieLes 5, 6 von einer Welle 7 angetrieben wird. Auf .der Welle q. ist am oberen Ende ein zum Antrieb einer endlosen Gelenkkette dienendes hettenra,i oder Armkreuz 8 befestigt, dessen Arme gabelförmig gestaltet und zur Aufnahme der Gelenke der Kette eingerichtet sind. Auf der gegenüberliegenden Seite des Maschinengestells ist ein gleichgestaltetes Armkreuz 9 mittels eines Zapfens i o . lose drehbar im Mascbinengeätell gelagert.
- Die endlose Gelenkkette, welche um die beiden Armkreuze herumgeführt ist, besteht aus zweierlei durch Gelenkbolzen verbundenen Gliedern, nämlich Flacheisenschienen i i und Hülsen 12, welche mittels ohrartiger Ansätze 13 mit den Enden der Schienen i i durch Bolzen 14 gelenkig verbunden sind. Die Hülsen 12 haben an beiden Enden ringförmig vorspringende Schultern 15, welche über Führungsteile 16, 17 greifen. Der Führungsteil 16 ist zwischen den beiden Gelenkkettensträngen an seiiieii Enden auf dem 'Maschinengestell befestigt und ist an seinen beiden Längskanten als Führung für die Innenseiten der Kettenhülsen 12 ausgebildet. Die äußeren Führungsteile 17 für die Kettenhülsen 12 sind ebenfalls am Maschinengestell befestigt. Die Kettenhülsen 12 sind also auf dein Wege von einem Armkreuz zum anderen mittels der ringförmigen Vorsprünge 1 5 zwischen den Führungsteilen 16, 17 oben, unten und seitlich geführt.
- Die Gelenkkettenhülsen 12 bilden die Lager von Wellenbolzen 18, welche an dem unteren Ende je eine mit einem elastischen Abstaubbezug bespannte Scheibe i9, einen Teller o. dgl. tragen. Am oberen Ende ist auf dem @% ellenholzen 18 mittels eines Federkeils ein Zahnrad 2o :undr, ehbar, aber längsverschiebbar 1,c-festigt und zwischen der Hülse ja und einer auf den Wellenbolzen aufgeschraubten, durch eine Flügelmutter 21 gesicherten Mutter 22 gehalten. Eine zwischen dem unteren Ende der Hülse i2 und der Scheibe i9 angeordnete Feder 23 drückt die Scheibe i9 mit ;lein elastischen Bezug mit leichtem Druck auf den Bogen. Die Muttern 21 und 22 ermöglichen eine genaue Einstellung der Abstaubscheiben.
- Die Zahnräder 2o greifen in Zahnstangen 23, 2d., welche auf gleichen Seiten der beiden Kettenstränge angebracht sind, so daß die Zahnräder und Abstaubscheiben des einen Kettenstranges entgegengesetzt zum Umdrehungssinn der gleichen Teile des anderen Kettenstranges gedreht werden. Die Zahnstangen sind auf beiden Seiten an Ansätzen 25 und 26 des Führungsteiles 16 und eines Führungsteiles 17 befestigt.
- Beien Antriel) der Gelenkkette durch das Kegelradgetriebe 5, 6, die Welle q. und das Armkreuz 8 wandern die Hülsen 12 durch die von den Teilen 16, 17 gebildeten Führungen, wobei sich die Zahnräder 2o des einen Kettenstranges auf der Zahnstange 23 und des anderen Isettenstranges auf der Zahnstange 2.4 abrollen und den auf den Wellenbolzen 18 befestigten Abstaubscheiben i9 außer der quer zum Bogenfördertisch gerichteten geradlinigen Bewegung eine Kreisbewegung um die Bolzenachse erteilen. Hierdurch wird der Bronzestaub verrieben und abgefegt. Die Abstaubscheiben drehen sich bei der Durchwanderung der beiden Führungen in entgegengesetztem Sinne, so daß die Haare des elastischen Bezuges wiederaufgerichtet werden. Der abgefegte Staub wird zu beiden Seiten des Tisches gesammelt und in üblicher Weise durch einen Luftstrom weggeführt. Während der Überführung der Abstaubscheiben von einer Führung in die andere zu beiden Seiten .des Tisches erfolgt zugleich die Entstäubung der Abstaubbezüge durch einen Luftstrom, wobei die Bezüge zur Aufwirbelung des in ihnen sitzenden Staubes über Siebe geführt oder in anderer geeigneter Weise bearbeitet werden. Die Abführung des Bronzestaubes kann auch in der Weise ausgeführt werden, daß die ganze Vorrichtu"g his auf Schlitze für den Eintritt der Bogen und Bogenfördermittel sowie der Luft eingekapselt und das Gehäuse mit einem Ventilator verbunden wird.
Claims (5)
- PATE NT-ANSPRlicifE: i. Verfahren zum Verreiben und Abstauben .des Bronzestaubes beim Bronzieren von Bogen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl flach gespannter Abstaubfelle oder Tücher in einer in ihrer Ebene kreisenden und dabei fortschreitenden Bewegung über den abzustäubenden Bogen geführt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstaubmittel abwechselnd in entgegengesetzt gerichteter und entgegengesetzt kreisender Bewegung über die abzustäubenden Bogen geführt werden.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstauhmittel an Bolzen befestigt sind, welche in an einer Kette oder einem Band angebrachten Lagern (12) drehbar gelagert und durch Abrollen eines Zahnrades (2o) o. dgl. auf einer Zahnstange (23, 2d.) o. dgl. bei der Bewegung des Bandes über dem Bogenfördertisch in Drehung gesetzt werden. d..
- Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Abstaubmitteln versehene Förderkette bei der Bewegung über dem Bogenfördertisch in festen Führungen (16, 17) geführt ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltebolzen (18) für die Abstaubmittel in ihren Zahnrädern (2o) mittels Federkeiles oder Stift und Nut längsverschiebbar angeordnet und durch Mutter und Gegenmutter sowie eine sie abwärts drückende Feder (23) einstellbar angeordnet sind.
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| DEL58629D DE409717C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verreiben und Abstauben des Bronzestaubes beim Bronzieren von Bogen o. dgl. |
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| DE409717C true DE409717C (de) | 1925-03-07 |
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