DE409671C - Verfahren zum Herstellen von Doerrunterlagen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Doerrunterlagen

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B9/00Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards
    • F26B9/10Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards in the open air; in pans or tables in rooms; Drying stacks of loose material on floors which may be covered, e.g. by a roof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Dörrunterlagen. Als Unterlage zum Dörren von Samen und Früchten an der Sonne ist in südlicher gelegenen Ländern seit alters die Verwendung von Kuhmist üblich. In Breiform auf die geebnete Fläche der dazu bestimmten Felder gestrichen, trocknet er zu einer ziemlich harten und glatten Kruste ein, worauf dann das zu dörrende Gut gelegt wird. Neben der Billigkeit und Einfachheit der Herstellung besitzt diese Dörrunterlage die gute Eigenschaft, Flüssigkeit wie Löschpapier aufzusaugen und doch rasch wieder verdunsten zu lassen. Hierdurch wird die für den Dörrvorgang ungünstige Tropfenbildung bei Taufall unterdrückt, die schädliche Wirkung des Regens gemildert.
  • Begreiflicherweise werden neuerdings schwerwiegende gesundheitliche Bedenken gegen den alten Brauch geltend gemacht. Als ein Mißstand muß es ferner angesehen werden, daß in den Dörranlagen große Mengen wertvollen Düngers verbraucht werden, die damit der Landwirtschaft verlorengehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man gesundheitlich einwandfreie, nicht düngend wirkende Dörrunterlagen in der Weise herstellen kann, daß man pflanzliche Faserstoffe beliebiger Herkunft naß in geeigneten, quetschend und reibend wirkenden Vorrichtungen, wie Kollergang, Walzwerk, Mahlholländer, Kugelmühle, Schleifstein, Sägeblattreibe, Kegelmühle usw., vermahlt und den erhaltenen Faserbrief in gleichmäßiger Schicht auf das Feld aufträgt und eintrocknen läßt.
  • Als Rohstoffe kommen in Betracht: Holz, Rinde, Reisig, Stroh-, Schilfarten, Fasertorf u. dgl. Zur Erleichterung der Mahlung werden sie, soweit nötig, in vorzerkleinertem Zustande, etwa in Form von Sägemehl, Häcksel sowie gründlich in Wasser aufgeweicht, verwendet. Auch kann ein mehr oder weniger weitgehendes chemisches Aufschließen z. B. durch Kochen mit Wasser unter Druck oder Behandeln mit alkalischen Mitteln vorausgehen.
  • Es hat sich weiterhin gezeigt, daß auch die als Zwischenstufen der Papier- und Pappenherstellung dienenden Faserarten, wie Holzschliff oder die vorwiegend chemisch aufgeschlossenen technischen Zellstoffarten aus Holz, Stroh, Schilf, Gräsern usw. oder vermahlene Altpapiermasse in Breiform, in gleicher Weise für Dörrunterlagen verwendet werden können.
  • Da der Ort der Vermahlung oder Aufschließung der Fasermasse für gewöhnlich nicht auch derjenige der Dörranlage sein wird, wird es sich im allgemeinen empfehlen, den ursprünglich gewonnenen Faserbrei zunächst in die tragbare Gestalt ganz oder teilweise entwässerter, nicht zu stark gepreßter Platten oder Pappen zu bringen. Sie werden dann am Ort der Dörranlage vor der Verwendung in Wasser aufgeweicht und wieder zu Brei angerührt.
  • Für die neuen Dörrunterlagen sind zur Erreichung bestimmter Nebenzwecke verschiedene Zusätze vorgesehen: Ein Zusatz dunkel färbender Stoffe bezweckt die stärkere Aufnahme der Sonnenstrahlen durch die Dörrunterlage und damit eine Erh'ihung der Wärmestrahlung. Zur Verwendung gelangen beispielsweise Torf, Humusfarbstoffe, Kohlepulver, Teerfarbstoffe, Eisen-, Manganverbindungen usw. Die Stoffe können dem Faserbrei während oder nach dem Vermahlen zugesetzt werden. Unter Umständen genügt auch ein Bestreichen oder Besprengen der trocknen Dörr= Unterlage mit Farbstofflösungen oder Suspensionen.
  • Eine Erhöhung der Festigkeit der Dörrunterlagen, besonders gegen Regen, läßt sich durch Zusätze von Bindemitteln, wie Kalk, Zement, Traß, Wasserglas oder kolloidaler Stoffe, wie Specktorfmasse, Kautschukmilchsaft, Harz, Pech, Asphalt u. a., erreichen. Die Art und Weise der Einverleibung richtet sich nach der Beschaffenheit des zu verwendeten Stoffes,-und es gilt dafür das bei den färbenden Stoffen Gesagte.
  • Ein Zusatz von Ammoniak entwickelnden Mitteln, z. B. Ammoniumsalzen, gegebenenfalls unter Beigabe von basischen Stoffen, bezweckt die Herstellung einer ständigen- oder zeitweiligen schwachen Ammoniakatmosphäre, welche speziell für die Rosinentrocknungerwünscht ist, da man in ihr die Ursache der beliebten Blaufärbung des Dörrgutes erblickt.
  • Endlich können noch Zusätze von das Wachstum von Unkraut hemmenden Stoffen, soweit sie- als ungiftig angesehen werden können, verwendet werden.
  • - Beispiel.-: Stroh- oder Schilfhäcksel wird nach mehrtägigem Aufweichen in Wasser, wobei ein Zusatz von etwas Natronlauge oder Kalkmilch sehr günstig wirkt, naß in der Sägeblattreibe und Kegelmühle vermahlen. Das Erzeugnis wird von überschüssigem Wasser durch Absieben befreit, der erhaltene Faserbrei in gleichmäßiger Schicht auf die Dörrfläche aufgetragen und antrocknen gelassen.

Claims (1)

  1. PtITENT-ANsPRücHE: i. Verfahren zum Herstellen von Dörrunterlagen,. dadurch gekennzeichnet, daß man pflanzliche Faserstoffe, wie Holz, Rinde, Reisig, Stroh, Schilf, Tang, Fasertorf, Laub, Koniferennadeln und ähnliche Stoffe oder Mischungen dieser Stoffe, gegebenenfalls nach vorausgehender Zerkleinerung, Ouellung in Wasser oder auch Behandlung nach bekannten, schärferen Verfahren der Faserlockerung und -aufschließung, naß in bekannten Vorrichtungen, wie Kollergang, Mahlholländer, Schleifstein, ;Sägeblattreibe, Kegelmühle, Kugelmühle u. a., bis zur Bildung eines beim Trocknen sich verfilzen-. den Breies mahlt, dann auf die Dörrfläche aufträgt und trocknen läßt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch- gekennzeichnet, daß als Stoff zum Bestreichen der Dörrfläche die als Zwischenerzeugnisse der Papier- und Pappenherstellung dienenden Faserbreiarten, wie Holzschliff, technische Zellstoffarten oder Altpapiermasse; für sich oder-in Mischung mit- den nach Anspruch i -erhältlichen- Erzeugnissen verwendet werden.
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