DE409490C - Ventilanordnung fuer selbsttaetige Vorrichtungen zum Steuern von Eisenbahnzuegen - Google Patents

Ventilanordnung fuer selbsttaetige Vorrichtungen zum Steuern von Eisenbahnzuegen

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DE409490C
DE409490C DER60198D DER0060198D DE409490C DE 409490 C DE409490 C DE 409490C DE R60198 D DER60198 D DE R60198D DE R0060198 D DER0060198 D DE R0060198D DE 409490 C DE409490 C DE 409490C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T7/00Brake-action initiating means
    • B60T7/12Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
    • B60T7/16Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger operated by remote control, i.e. initiating means not mounted on vehicle
    • B60T7/18Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger operated by remote control, i.e. initiating means not mounted on vehicle operated by wayside apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Ventilanordnung für selbsttätige Vorrichtungen zum Steuern von Eisenbahnzügen. Die Erfindung betrifft eine Ventilanordnung zur selbsttätigen Regelung des Druckmittelaustritts bei Bremsen für Eisenbahnzüge o. dgl.
  • Bei manchen Vorrichtungen zur Sicherung einer selbsttätigen Überwachung der Fahrt von Eisenbahnzügen o. dgl., namentlich bei Vorrichtungen nach dem System Regan, sind in der Nähe der Gleissignale Glieder oder Vorrichtungen angeordnet, durch welche beim Überfahren eines Signals je nach der Stellung dieses Signals die Züge selbsttätig angehalten «-erden sollen oder die Fahrtgeschwindigkeit der Züge verringert werden soll. Sobald mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse der Strecke der Lokomotivführer seinen Weg nur vorsichtig und unter Verringerung der Zuggeschwindigkeit verfolgen soll, werden die am Gleise vorgesehenen Vorrichtungen in Wirl:ung gesetzt,@um die Geschwindigkeit des Zuges bis zu einer im voraus bestimmten Grenze herabzusetzen. .Hierdurch ist dem Führer die Möglichkeit gegeben, seinen Zug erforderlichenfalls in jedem Augenblick anzuhalten.
  • Das hierbei erfolgende Anziehen der Bremsen wird dadurch herbeigeführt, claß der Druck oder Unterdruck in der Bremsleitung durch Verbindung dieser Leitung mit der Außenluft verringert wird.
  • Bei manchen bisher benutzten Vorrichtungen strömt die Luft so lange aus der Bremsleitung aus, bis die überwachungsv orrichtungen für die Züge wieder in ihre gewöhnliche Stellung gebracht worden sind. Hierdurch ist jedoch eine beträchtliche Luftverschwendung bedingt. Anderseits können durch das dauernde Ausströmen der Luft die Bremsen stärker angezogen werden, als dies für den gewünschten Zweck erforderlich ist.
  • Nach der Erfindung sind die vorher dargelegten Mängel dadurch beseitigt, daß dem Auslaß des Bremsventils ein Regelventil zugeordnet ist, durch welches der Austritt des Druckmittels unterbrochen wird, sobald ein gewünschter Druckabfall in der Bremsleitung erzielt ist. Hierdurch ist jede unnötige Vergeudung des Druckmittels verhütet.
  • Auf der Zeichnung ist die den Gegenstand der Erfindung bildende Ventilanordnung in zwei verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
  • Abb. i ist eine schematische Gesamtdarstellung der Ventilanordnung nach der einen Ausführungsform.
  • Abb. 2 ist eine ähnliche Darstellung nach einer anderen Ausführungsform.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. i ist ein vereinigtes Ventil A vorgesehen, <las in unten beschriebener Weise die Überführung desDruckmittels aus demVorratsbehälter nach dem besonderen Bremsventil des Lokomotivführers und das Entweichen des Druckmittels aus der Bremsleitung überwacht. Am Auslaß des Ventils A ist ein Ventil B angeordnet, durch welches der Austritt des von dem Ventil A kommenden Druckmittels in die Außenluft überwacht wird. Durch das Ventil B wird die Menge des aus der Bremsleitung strömenden Druckmittels geregelt, um eine gewünschte Verringerung der Zuggeschwindigkeit oder ein Anhalten des Zuges herbeizuführen. Durch die Anordnung des Ventils B wird ein unnötiger Druckmittelverbrauch verhütet. Das Ventil _-1 ist mit drei miteinander vereinigten Gehäusen i, 2, 3 versehen. Das obere Gehäuse i enthält zwei Kammern., 5, die durch eine Zwischenwand 6 voreinander getrennt sind. Diese Zwischenwand dient als Sitz für ein Ventil;. Die Kammer. ist durch eine Leitung 8 mit einem nicht dargestellten Vorratsbehälter für verdichtete Luft verbunden, während die Kammer 5 durch eine Leitung 9 mit dem ebenfalls nicht dargestellten Bremsventil des Lokomotivführers in Verbindung steht. Das Gehäuse 2 ist ebenfalls mit zwei Kammern i o, ii versehen, die durch eine als Sitz für ein Ventil 13 dienende Zwischenwand 12 voneinander getrennt sind. Die Kammer io ist mit der Bremsleitung 14. verbunden, während die Kammer i i mit einem Auslaßrohr 15 in Verbindung steht.
  • Die Ventile 7, 13 sind auf einer gemeinsamen Stange 16 befestigt, auf welcher einerseits eine Bremsbiegehaut 17 angebracht ist, durch «-elche das Bremsen durch Verringerung des Druckes in der Bremsleitung 1d. über-«-acht wird und welche die untere Wand der Kammer 5 bildet. Anderseits trägt die Stange 16 eine zweite Biegehaut oder Absperrbiegehaut 18, durch welche die Bremsleitung 14 gewöhnlich geschlossen gehalten wird. Die Biegehaut 18 bildet die untere Wand der Kammer i i und besitzt eine größere Fläche als die Biegehaut 17.
  • In dem dritten Ventilgehäuse 3, das als Deckel zur Befestigung der Absperrbiegehaut 18 dient, ist eine Kammer i9 vorgesehen. Diese Kammer ist unter Vermittlung eines Ventils 2o, das durch einen Elektromagneten i gesteuert wird, mit einem Rohr 22 verbunden, welches in die Kammer d. mündet. Auf diese Weise wird der Kammer i9 Druckluft aus dem Vorratsbehälter zugeführt. Die Stange 23 des Ventils 2o trägt ein zweites Ventil 2q., durch welches die Kammer i9 unter Vermittlung von Kanälen 25 mit der Außenluft verbunden werden kann.
  • Das den Druckluftaustritt regelnde Ventil B ist in seinem oberen Teil mit einer Kammer 26 versehen, mit welcher das von der Kammer i i des Ventils A kommende Auslaßrohr 15 verbunden ist. Die Kammer 26 ist an ihrem unteren Teil durch eine Leitbiegehaut 27 geschlossen, durch welche der Austritt der Druckluft geregelt wird. Am oberen Teil kann die Kammer 26 mit der Außenluft durch eine öffnung 28 verbunden werden, die durch ein Absperrventil 29 abgeschlossen werden kann. Dieses Absperrventil ist am oberen Ende einer Stange 30 befestigt, auf der die Leitbiegehaut 27 und außerdem noch eine zweite Biegehaut 31 vorgesehen sind. Diese zweite Biegehaut dient zum Schließen des Ventils 29 und bildet die obere Wand einer Kammer 32. Die Kamriier 32 ist durcki ein Rohr 33 mit der Leitung 8 Verbunden, die nach dem nicht dargestellten %"orratsbehälter für Druckluft führt. Eine mit einer Regelungsschraube 35 versehene l# eder 34 sucht, ebenso wie die durch das Rohr 33 gelieferte Druckluft, ständig die Stange 30 niit dem Ventil 29 nach oben zu drücken, so (laß die Auslaßöffnung 28 geschlossen ist.
  • Die vorher beschriebene Einrichtung wirkt wie folgt: Während der gewöhnlichen Fahrt de: Zuges gelangt die vom Vorratsbehälter durch die f_eitung 8 kommende Druckluft durch die durch das geöffnete Ventil 7 miteinander verbundenen Kammern d., 5 zur Leitung 9 für das Bremsventil des Lokomotivführers und zur Bremsleitung i4., so daß alle Bremsen gelöst sind. Der Lokomotivführer kann daher mittels seines Ventils die Bremsen in Wirkung setzen und hierdurch den Zug zum Stillstand bringen.
  • Die vom Vorratsbehälter kommende Druckluft gelangt aus der Kammer .4 durch das Rohr 22 unter die Absperrbiegehaut 18, so (laß durch diese Biegehaut der Ventilteller 7 des Ventils .l in der Off enstellung und der Ventilteller 13 in der Schließstellung gehalten wird, wie in der Zeichnung dargestellt ist. Das Ventil 24 wird ebenfalls durch Erregung des Elektromagneten 21 geschlossen gehalten.
  • Durch das Rohr 33 wird Druckluft aus dein Vorratsbehä lter unter die Schließbiegehaut 3 i des Ventils B geführt. Auf diese Weise wird der Ventilteller 29 durch die vereinigte Wirkung dieser Preßluft und der Feder 34 in der Schließstellung gehalten. ' Sobald der Zug ein `Tarnungssignal überfährt und daher die Zuggeschwindigkeit verringert werden soll, wird der Elektromagnet 21 aberregt. Der Anker dieses Elektromagneten bewegt sich daher abwärts, so daß das @'entil2o geschlossen wird. Infolgedessen wird durch das Rohr 22 die Verbindung zwischen der unteren Fläche der Absperrbiegehaut i8 und dem Vorratsbehälter unterbrochen. Das Ventil 24 wird dagegen geöffnet, so daß durch die Kanäle 25 die in der Kaminer i9 enthaltene Druckluft entweichen kann. Die in den Kammern d und 5 befindliche Druckluft des Vorratsbehälters wirkt auf die Bremsbiegehaut 17 ein, und ebenso kommt das Gewicht der gesamten Teile zur Wirkung, um eine Abwärtsbewegung der aus der Stange 16, den Biegehäuten 17 und i8 und den Ventilen 7 und 13 bestehenden Einrichtung herbeizuführen. Auf diese Weise wird das Venti17 geschlossen, während das Ventil i3 geöffnet wird. Die Verbindung zwischen dein Vorratsbehälter und der Bremsleitung 1:I ist daher unterbrochen, während die Luft aus der Bremsleitung 14 durch die Kammern io, ii und das geöffnete Ventil 13 sowie durch das Auslaßrohr 15 in die Kammer 26 des Ventils B gelangt. Infolge des Flächenunterschiedes zwischen den Biegehäuten 27 und 31 ist die Wirkung, die auf die Leitbiegehaut 27 durch die Luft mit dem in der Bremsleitung 14 herrschenden Druck ausgeübt wird, stärker als der Druck, der unter der Schließbiegehaut 31 durch die Luft des Vorratsbehälters und die Kraft der Feder 34. ausgeübt wird. Die beiden B@iegehä2;te 27 und 31 wer den daher mit ihrer Stenge 3o abwärts bewegt. Infolgedessen wird das Ventil 29 geöffnet, so daß die Luft aus der Bremsleitung 14 nach außen entweichen kann.
  • Nach einer gewissen Zeit des vorher beschriebenen Entweichens der Luft aus der Bremsleitung 14 ist der Druck in dieser Leitung auf einen gewünschten Betrag gesunken, der im voraus je nach dem Maß bestimmt «-erden kann, in dein der Zug gebremst, d.li. seine Geschwindigkeit verringert werden soll. Die Hubwirkung, die durch den gleichbleibenden Druck der Luft aus dem Vorratsbehälter und durch die Feder 3.1. auf die Schließbiegehaut 31 ausgeübt wird, nimmt jetzt einen höheren Wert an als der entgegengesetzt auf die obere Fläche der Leitbiegehaut 27 wirkende Druck der Luft aus der Bremsleitung 1d.. Die aus der Stange 3o, den Biegehäuten 27, 31 und dem Ventil 29 bestehende Einrichtung wird daher nach oben bewegt, so daß die Austrittsöffnung 28 abgesperrt wird. Sobald daher die Zuggeschwindigkeit im gewünschten Maße verringert ist, findet kein weiterer Luftaustritt statt.
  • Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß durch Änderung der Spannung der Feder 34 mittels der Schraube 35 genau die Druckverminderung bestimmt werden kann, die in derBrenisleitung 1d. hervorgerufen werden soll, so daß hierdurch auch gefiau die gewünschte Bremswirkung erzielt werden kann, ohne daß eine Druckluftverschwendung eintritt. Falls der Lokomotivführer die Zuggeschwindigkeit verringert, bevor das Ventil A in Wirkung tritt, ruft er bereits in der Bremsleitung i-. die erforderliche Druckverminderung hervor, so daß die Bremsen nicht selbsttätig in Wirkung gesetzt zu werden brauchen.
  • Bei der vorher beschriebenen Ausführungsform wird die Verringerung des Drucks in der Bremsleitung 1d. durch den Wert des Drucks im Vorratsbehälter für die Druckluft bestimmt. Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 wird diese Druckverminderung durch den Druck selbst bestimmt, der in der Bremsleitung herrscht.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb.2 ist das Luftaustrittsrohr 15 mit einer über der Leitbiegehaut 37 gelegenen Kammer 36 ver- Bunden. Die Stange 38 dieser Biegehaut trägt das Auslaßventil39. Eine mit einer Regelschraube .Il versehene Feder 4.o sucht ständig das Ventil 39 zu öffnen.
  • Die gewöhnlich mit Druckluft aus dem Vorratsbehälter gefüllte Kammer i9 des Ventils r1 ist durch einen Kanal 4.2 und ein Rohr .43 mit einer Kammer 4. verbunden, die unter einer Schließbiegehaut45 vorgesehen ist. Diese Biegehaut trägt eine Stange 4.6, an der ein Ventil 47 befestigt ist. Das Ventil 47 regelt die Verbindung zwischen der zwischen den Biegehäuten 37 und 4.5 vorgesehenen Zwischenkammer 4.8 und einer Kammer 49, die über der Schließbiegehaut 4.5 angeordnet ist. Mit der Kammer 49 ist ein Rohr So verbunden, das mit der Bremsleitung 1q. in Verbindung steht.
  • Bei gewöhnlicher Fahrt ist die unter der Biegehaut .+5 gelegene Kammer 4.4. mit Druckluft aus dem Vorratsbehälter gefüllt. Diese Druckluft gelangt in die Kammer 4.4. durch das Rohr 4.3, den Kanal 42, das Rohr 22, die Kammer q. und die Leitung B. Die über der oberen Fläche der Biegehaut45 gelegene Kammer 4.9 erhält durch das Rohr So Druckluft aus der Bremsleitung 14.. Infolge des Druckunterschiedes zwischen dem Vorratsbehälter und der Bremsleitung 1d. wird die Biegehaut 4.5 in der oberen Stellung gehalten, wie in der Zeichnung dargestellt ist. Das Ventil 47 ist daher geöffnet, so daß in die Zwischenkammer 4.8 Druckluft aus der Bremsleitung 14. gelangen kann. Diese Luft wird der Kammer ,49 durch das Rohr 5o zugeführt. Die in der Zwischenkammer 4.8 befindliche Druckluft wirkt gegen die Leitbiegehaut 37, so daß das Ventil 39 entgegen der Wirkung der Feder 4.o in der Schließlage gehalten wird.
  • Wird z. B. beim Vorüberfahren an einer Rampe der Elektromagnet 21 aber regt, so daß sich sein Anker nach unten bewegt, so gelangt das Ventil 2o auf seinen Sitz. Infolgedessen wird die Verbindung zwischen der mit Druckluft aus dein Vorratsbehälter gefüllten Kammer .4 und der Kammer i9 unterbrochen. Das Ventil 24 wird dagegen geöffnet, so daß die vorgenannte Kammer i g und die unter der Biegehaut 4.5 gelegene Kammer 44 mit der Außenluft verbunden werden. Die aus der Bremsleitung 14. in die Kammer 49 gelangende Druckluft Eihrt eine Abwärtsbewegung der Biegehaut 45 herbei. Infolgedessen wird das Ventil 4.7 geschlossen, so daß die Verbindung der Kammer 48 mit der Kammer 4.9 und daher mit der Bremsleitung 14. unterbrochen wird. Das Ventil 13 öffnet sich, und die Luft strömt aus der Bremsleitung 1.4 durch das Ventil 13 und das Rohr 15 in die Kammer 36. 1 n dieser Kammer wirkt die Luft auf die obere Fläche der Leitbiegehaut 37. Diese Biegehaut ist an seiner unteren Fläche der \V'iri<ung der Luft ausgesetzt, die den gewölinlichen Druck der Bremsleitung 14 besitzt und in der Kammer infolge des Schliefens des Ventils 47 eingeschlossen ist. An der oberen Fläche ist die Biegehaut 37 der Wirkung der aus der Bremsleitung 1¢ gelangenden Luft und außerdem der Wirkung der Feder q.o ausgesetzt. Die Biegehaut 37 bewegt sich daher nach unten, so daß das Auslaisv entil 39 geöffnet wird.
  • .Nachdem die Luft während einer gewissen Zeit durch das Rohr 15 und das Ventil 39 ausgeströmt ist, sinkt der Druck in der Bremsleitung auf den im voraus bestimmten Wert. Der Druck in der Kammer 36 und der zusätzliche Druck der Feder 40 genügen jetzt nicht mehr, um den Druck der in der Kammer 48 eingeschlossenen Luft auszugleichen. Die Leitbiegehaut 37 bewegt sich daher nach oben, so daß das Ventil 39 geschlossen und jedes weitere Ausströmen vonLuft verhindert wird. Sobald wieder gewöhnliche Betriebsverhältnisse eintreten, wird der Elektromagnet 21 von neuem erregt, so daß das Ventil 2q. wieder auf seinen Sitz gelangt, während das Ventil 2o wieder eine Verbindung zwischen der Kammer i9 des Ventils A und der mit Luft aus dein Vorratsbehälter gefüllten Kammer 4. herstellt. Die Kammer qq. erhält ebenfalls wieder Luft aus dem Vorratsbehälter, so daß die Biegehaut q.5 nach oben in die in der Zeichnung dargestellte Stellung bewegt wird. Auf diese Weise wird wieder durch das Ventil q.7 und das Rohr So eine Verbindung zwischen der Kammer 48 und der Bremsleitung 1¢ hergestellt.
  • Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsford kann ebenfalls durch Änderung der Spannung der Feder qo mittels der Schraube 4.1 mit der gewünschten Genauigkeit der Druckabfall geregelt werden, der in derBremsleitung 1q. eintreten soll, wenn die Fahrtgeschwindigkeit des Zuges je nach der Stellung der Signale verringert oder der Zug angehalten werden soll.
  • Anstatt das Auslaßventil 29 oder 39 unmittelbar durch Biegehäute zu steuern, auf welche Druckluft mit dem im Vorratsbehälter oder in der Bremsleitung herrschenden Druck wirkt, kann diese Steuerung auch durch elektrische Glieder, wie Elektromagnete o. dgl., erfolgen, deren Erregung durch Kontakte überwacht wird, die durch die Druckunterschiede in den Leitungen in geeigneter Weise verstellt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ventilanordnung zur selbsttätigen Regelung des Druckmittelaustritts bei Bremsen für selbsttätige Vorrichtungen zur Steuerung von Eisenbahnzügen o. dgl., insbesondere für Sicherungsvorrichtungen der Bauart Regan, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausströmventil mit der Außenluft durch Vermittlung eines Regelgliedes in Verbindung steht, das die vom Ventil kommende Luft in die Außenluft nur bis zu einem vorher festgelegten Druck entweichen läßt und dadurch das Anziehen der Bremsen in bestimmter Weise beschränkt sowie den Verbrauch an Preßluft vermindert.
  2. 2. Ventilanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Vereinigung zweier Biegehäute (27, 31) o. dgl., von denen die eine Biegehaut (27) unmittelbar oder mittelbar mit einem ventilartigen Glied (29) verbunden ist, das den Druckmittelaustritt aus der Bremsleitung (14) in die Außenluft steuert und dem in der Bremsleitung (14) beim Ausströmen des Druckmittels herrschenden Druck ausgesetzt ist, während die andere Biegehaut (31) der Wirkung eines gleichbleibenden Drucks ausgesetzt ist, zum Zweck, das Arbeiten des ventilartigen Gliedes (29) von dem Unterschied zwischen dem veränderlichen und dem gleichbleibenden Druck abhängig zu machen.
  3. 3. Ventilanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Kammer (ii) des Bremsventils (13) in Verbindung stehende Austrittsleitung (15) für das aus der Bremsleitung (14) strömende Druckmittel mit einer Kammer (26) verbunden ist, die mit einer zur Außenluft führenden Öffnung (28) versehen ist, welche durch ein Ventil (29) gesteuert wird, wobei dieses Ventil auf einer Stange (3o) angeordnet ist, mit welcher eine den Boden dieser Kammer bildende Leitbiegehaut (27) und außerdem eine zweite, eine kleinere Fläche besitzende Biegehaut (31) verbunden ist, die eine Abschlußwand für eine Kammer (32) bildet, welche durch eine Leitung (33) mit dem Druckmittelbehälter verbunden ist, wobei ferner unter der zweiten Biegehaut (31) eine Feder (34) mit einer Regelungsschraube (35) angeordnet ist, zum Zweck, den Druckabfall in der Bremsleitung (14) von dem Druck im Druckmittelbehälter abhängig zu machen.
  4. Ventilanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (36), mit welcher die an die Ausströmkammer (11) der Bremsleitung (14) angeschlossene Leitung (15) verbunden ist, an der einen Seite durch eine Leitbiegehaut (37) abgeschlossen ist, welche an der Stange (38) des den Druckmittelaustritt steuernden Ventils (39) befestigt ist, das unter dem Einfluß einer Feder (40) steht, die das Ventil (39) in die Offenlage zu bewegen sucht, wobei die vorgenannte Biegehaut (37) eine der Wände einer Zwischenkammer (48) bildet, die durch ein Ventil (47), eine Kammer (49) und eine Leitung (,5o) mit der Bremsleitung (14) in Verbindung steht, zum Zweck, den Austritt sowie die Unterbrechung des Austritts des Druckmittels aus der Bremsleitung durch den Unterschied zu regeln, der zwischen dem gewöhnlichen Druck in der Bremsleitung und dem verringerten Druck besteht, der in dieser Leitung nach dem Ausströmen einer bestimmten Druckmittelmenge herrscht.
  5. 5. Ventilanordnung nach Anspruch 3, bei welcher eine der Flächen der das Auslaßventil steuernden Biegehaut unter dem gewöhnlichen Druck der Bremsleitung gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenkammer (48) unter der Leitbiegehaut (37) durch das Ventil (47) mit einer Kammer (49) verbunden ist, die mit der Bremsleitung (14) in Verbindung steht und deren eine Wandung durch eine Biegehaut (45) gebildet wird, an der das Ventil (47) befestigt ist, wobei die durch die untere Fläche der vorgenannten Biegehaut (45) begrenzte Kammer (44) durch eine Leitung (43) mit der Kammer (ig) des Bremsventils (13) verbunden ist, die gewöhnlich mit dem Sammelbehälter für das Druckmittel in Verbindung steht und durch das Spiel der durch ein Solenoid (21) gebräuchlicher Art o. dgl. gesteuerten Ventile (20, 24) mit dem Sammelbehälter außer Verbindung und mit der Außenluft in Verbindung gebracht werden kann, zum Zweck, die Verbindung der Zwischenkammer (48) mit der Bremsleitung (14) zu unterbrechen, sobald der Druck in dieser Leitung um einen bestimmten Betrag gesunken ist, so daß ein gleichbleibender Druck in der Zwischenkammer (48) zur Regelung der Leitbiegehaut (37) erzielt wird.
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