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Wanderrost mit zwischen einzelnen Rostketten liegenden, feststehenden
Rostkörpern. Es sind Wanderroste bekannt, welche zwischen einzelnen Rostketten liegende,
feststehende Rostkörper haben, die dann von Unterlagstücken getragen werden. Die
vorliegende Erfindung unterscheidet sich von bekannten Einrichtungen ähnlicher Art
dadurch, daß sich zur Verzögerung der Wanderung des Blennstoffs an die festen Rostplatten
in der Nähe der Feuerbrücke zwischen den Rostketten in- ihrer Neigung verstellbar
ausschwingbare Roststäbe anschließen. Die Ausschwingung dieser beweglichen Roststäbe
erfolgt. im Betrieb des Rostes beständig durch ein mit dem Rost verbundenes Gestänge.
Gleichzeitig aber kann die Größe der Ausschwingung der ausschwingbaren Roststäbe
durch eine einstellbare Sperrung bestimmt werden. Die Unterstützungsglieder aus
festen Rostplatten dienen gleichzeitig zur Unterstützung der Rostketten und bieten
auch Auflagerfläche für auswechselbare Luftführungsplatten, die unterhalb der luftdurchlässigen
Rostkettenglieder angebracht sind.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar.
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Abb. i ist ein Querschnitt durch einen solchen aus Ketten und Festrost
bestehenden, Rost; I- Abb. a zeigt -im Längsschnitt den oberen Teil des Rostes,
Abb.3
in etwas größerem Maßstabe den unteren Teil desselben; Abb.4, 5, 6, 7 zeigen in
Draufsichten, Seitenansicht. Längs- und Querschnitt ein nur beispielsweise gewähltes
Unterlagsstück für die festen Roststäbe; Abb.8 ist ein Querschnitt in größerem Maßstabe
durch einige Kettenglieder und die zwischen ihnen liegenden Festroststäbe; Abb.9
ist eine Teildraufsicht auf diese Anordnung, und Abb. 1o zeigt die Seitenansicht
von zwei Kettengliedern mit den damit verbundenen Luftschiebern.
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Die Brennstoffzufuhr erfolgt von der Leitrinne 42 (Abb. 2) in die
Feuerungskammer, die von den Seitenwänden 44 begrenzt ist und durch Längswände 45
(Abb.2 und 3) in mehrere Längskammern zerlegt ist. Die Wände .14. und .15 setzen
sich aus mehreren Einzelstücken 44a bzw. 45a, v, c zusammen. Der Rost liegt
schräg, und die Wände 45 werden im rückwärtigen Teil durch die Pfosten 46 unterstützt.
Die Luftzufuhr ist nicht im einzelnen dargestellt.
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Zur Unterstützung der Kette liegt nahe dem unteren Ende des Rostes
eine Querwelle 48, auf welcher Kettenräder .f9 angeordnet sind, während nahe dem
oberen Teil eine Querwelle 52 die entsprechenden Kettenräder 51 für den Rost
50 trägt.
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Die Rostplatten 85, welche zwischen die Kettenstränge verlegt sind,
ruhen auf Unterlagsplatten 86 (Abb. 2 und 8), und je nach ihrer Lage sind diese
Teile bei 85a, b, c USW.
und 86a, b, e USW. verschieden gehalten.,
um an verschiedenen Stellen verschieden große Luftmengen durchtreten zu lassen.
Die Rostplatten 85 sind kastenartig ausgebildet (Abb.8) und haben die Seitenwände
i 1o mit den Querrippen i i i, welche an verschiedenen Roststäben (Abb.2 und 3)
verschiedenartig gekrümmt und verschieden dick gehalten sind. In der oberen Abschlußwand
113 der Rostplatten 85 befinden sich die Schlitze I 14, durch welche die Verbrennungsluft
austritt, und neben diesen Schlitzen haben diese Kästen Längsnuten 115, um die feineren
Brennstoffstücke ein wenig gegen Eintritt in die Ketten zu sichern. Die Seitenwände
i 1o sind bei IIoa unterschnitten, um den herausragenden Enden der Zapfen 81 der
Kette Spielraum zu geben.
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Statt der Querrippen i i i hat die Gruppe der obersten Roststäbe 85a
(Abb. 2) eine Abschlußwand 117, die durch Längsrippen 118 versteift ist und
durch eine Querrippe i 19 unter Vermittlung des Bolzens 12o an eine Verlängerung
96 (Abb. 4. bis 6) des obersten Unterlagsstückes 86a angeschlossen ist.
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Ein solches Unterlagsstück einer Gruppe ist in den Abb. 4 bis 7 gezeigt,
und in den Unterlagsstücken anderer Gruppen von Roststäben sind die Abstände, durch
welche Luft hindurchtritt, breiter oder weniger breit gehalten. Diese Unterlagsstücke
86a sind ebenfalls kastenartig gehalten und bestehen aus den Seitenrippen 89, die
in Abständen durch die Querrippen 91 und Endstücke 9o verbunden sind. Die Querrippen
wiederum sind durch eine Längsrippe 92 verbunden, die über die Querrippen 91 nach
oben ragt und in ihrer Mitte Ansätze 93 hat, um welche sich Ansätze 125 an den Roststäben
85 herumlegen, um so eine Längsverschiebung der Roststäbe mit Bezug auf die Unterlagen
möglichst zu verhindern. Das oberste Unterlagsstück hat bei 96 eine Verlängerung
nach vorn hin, die sich unter den vordersten Rost des Stabes 85a hin erstreckt und
bei 97 kastenartig erweitert ist, um Luft zuzulassen. Auch die vordere Abschlußwand
96U dieses Kastens ist mit einer Bohrung zur Aufnahme des Bolzens i 2o (Abb.2) versehen.
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Die Ketten 50 setzen sich aus nebeneinander verlegten Gliederreihen
zusammen, und die Glieder werden durch die Zapfen 81 gelenkig miteinander verbunden
und haben nahe ihren oberen Kanten die Rippen 8o, welche Luft durch die Kerben 82
durchtreten lassen.
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In den zwischen zwei benachbarten Unterlagsstücken 86 verbleibenden
Räumen unterhalb der Ketten 5o liegen Schieberplatten 131 (Abb.8 bis i o), die durch
seitlich nach unten gehende Flanschen 132 versteift sind und sich vermittels der
Haken 13:1 um Ansätze 133 an den Seitenrippen 89 der Unterlagsstücke 86 legen. Durch
die zwischen diesen Platten verbleibenden Räüriie 135 kann also Luft zu den Kettengliedern
hin in die Brennstoffmasse eintreten.
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Um die Bewegung des Brennstoffes auf den festen Rostabteilen ungefähr
gleichmäßig mit der Bewegung des Brennstoffes auf der Kette zu gestalten, sind nun
nach der Erfindung die festen Roststäbe nahe dem Wendepunkt der Kette durch schwingbare
Roststäbe 14o ergänzt (Abb. 3).. Diese Stäbe 140 sind ebenfalls kastenartig ausgebildet
und haben die obere Abschlußwand 141, verstärkt durch eine Mittelrippe 142, sowie
Seitenwände 143. Das hornartige Ende 143 besitzt einen nach unten gehenden Verlängerungsteil
146, der ebenfalls durch Wände 162 versteift ist. In der Bodenwand 147 befindet
sich ein Schlitz 151, während in der oberen Abschlußwand schlitzartige Öffnungen
149 vorgesehen sind. Die Verbindung dieser ausschwingbaren Roststäbe mit den Unterla.gsstücken
165 erfolgt einerseits durch den Flansch 152 an dem Ansatz 15o nahe dem Vorderende
und anderseits durch einen nach
unten ragenden Ansatz 155, der durch
einen Bolzen 171 festgehalten wird. Die Unterlagsstücke 165 sitzen fest unter Vermittlung
der Schrauben 17¢ auf den Schwingwellen 173 und sind zu diesem Zweck mit Naben 172
ausgerüstet. Ansätze 168 nahe dem rückwärtigen Ende wirken mit den Ansätzen i55
der Roststäbe zqo zusammen, um die Roststäbe in Stellung zu halten.
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Jedes dieser Unterlagsstücke 165 hat einen nach unten ragenden Arm
175. Die Welle 173 erstreckt sich zwischen je zwei Zwischenwänden 45, und da nun
eines dieser Unterlagsstücke 165 zwischen je zwei solchen Zwischenwänden mit einer
gegabelten Verlängerung 176 versehen ist, so kann durch einen Zug an dieser Verlängerung
eine Ausschwingung des Unterlagsstückes und damit des Roststabes 140 erfolgen.
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Die Gabelung 176 enthält den Zapfen 177, an welchem gelenkig die Stange
178 angeschlossen ist. Diese Stange geht durch die bei i8o abgeschrägte Führungsbuchse
179 sowie durch die Muffen 181 an den verschiedenen Trägern 87, und nahe dem Vorderende
(Abb. 2) steht die Stange 178 durch die Schelle 182 gelenkig mit einer Verlängerung
183 in Verbindung. Das Vorderende dieser Verlängerung setzt sich unter Vermittlung
des Zapfens 185 an die Schwinge 184 an. Die Schwinge 184 wiederum führt zur Stoßstange
188, welche in den Lagern 189 ruht, und das Vorderende i 9 i dieser Stange durchsetzt
die Wand i 9o an der Feuerung und ist als Zahnstange 192 ausgerüstet. Eine Verschiebung
kann durch den Hebel 195 erfolgen, der bei 19:1 schwingbar gelagert ist und den
gezahnten Sektor 193 ausschwingt, so daß durch die Einstellung .dieses Hebels alle
Roststäbe iq.o in einer bestimmten Lage gesichert werden. Leicht auswechselbare
Stifte 196 tragen dabei zur Sicherung der Lage des Kopfes i 9 i der Stange 188 bei.
Während durch den Hebel 195 eine einmalige Einstellung dieser Roststäbe stattfindet,
kann während des Betriebes unter Vermittlung der Welle 77 (Abb. 2) eine beständige
Ausschwingung stattfinden, wenn die Welle 52 gedreht wird, d. h. wenn also die Rostkette
selbst in Bewegung ist. Auf der Welle 77 sitzt ein Exzenter Zoo, umschlossen von
dem Ring toi, an welchem sich der Kurbelarm 202 ansetzt. An dem Zapfen 2ö3 dieses
Kurbelarmes ist die Schwinge 184 angeschlossen. Bei Drehung der Welle 77 werden
also gruppenweise (es sind ebenso viele Exzenter als Gruppen vorhanden) die Roststäbe
140 ausgeschwungen.
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Der Zutritt von Druckluft, welche zwischen der oberen und unteren
Rostbahn einströmt, wird gegen das rückwärtige Ende dieser Kammer durch den Träger
io6 (Abb.3) abgesperrt sowie durch eine Platte 2 i 3, die sich von diesem Träger
bis zur Nabe 172 der Unterlagsstücke 165 erstreckt. Um auch einen Luftzutritt durch
die Glieder der unteren Kettenbahn möglichst zu vermeiden, geht die untere Kettenbahn
durch eine Führung in Gestalt eines Gehäuses 220.