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Anordnung zur Reinigung von Bierdruckvorrichtungen mit heißer Lauge.
Die Reinigung von Bierdruckvorrichtungen erfolgt entweder durch Dampf oder durch
heiße Lauge.
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Der Dampf wird in einem auf einemWagen stehenden Dampfkessel erzeugt
und durch Schläuche an Ort und Stelle geleitet, um hier durch die Vorrichtung gedrückt
zu werden. DasVerfahren erfordert einen verhältnismäßig großen Betriebsaufwand und
ist mit den wachsenden Brennstoffkosten und Arbeitslöhnen so unwirtschaftlich geworden,
daß es kaum noch Anwendung finden kann.
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Weit einfacher ist das Verfahren der Reinigung mit heißer Lauge: Ein
gewöhnlich von der liefernden Brauerei entsandter Arbeiter sucht die Gaststätten
auf, in denen sich die Bierdruckvorrichtungen befinden. Der Arbeiter führt die nötigen
Schläuche, eine Pumpe und eine Laugeflasche mit sich und muß zur Bereitung der Lauge
an Ort und Stelle heißes Wasser erbitten oder sich selbst bereiten.
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Hierbei entsteht nun oft ein höchst unerwünschter Aufenthalt. Die
Reinigung kann nicht immer zu den Zeiten erfolgen, in denen in kleinen Gaststätten
die Wirtsfrau heißes Wasser v orr%tig hat. Vielmehr wird der Arbeiter häufig dann
erscheinen, wenn kein heißes Wasser da ist. Er geht dann wohl zunächst in eine andere
Gaststätte, wo er das Vorhandensein von heißem Wasser vermutet, damitt während der
Bereitung des Wassers keine Zeit verlorengeht. An dem zweiten Ort wird es aber häufig
auch nicht anders sein, und so entsteht durch die Notwendigkeit, heißes Wasser erst
an Ort und Stelle zu bereiten,
häufig ein großer Zeitverlust, der
in Zeiten der wirtschaftlichen Notlage, wie sie jetzt herrschen, nicht zugelassen
werden kann.
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Nach der Erfindung soll dem geschilderten Übelstand dadurch abgeholfen
werden, daß dem Arbeiter ein auf einem Gefährt sich befindender Warmwasserbereiter
mit geeigneter Befeuerung mitgegeben wird, wohlverstanden ein einfacher Warmwasserbereiter,
nicht aber ein Kessel, der für Innendruck bemessen, und der deshalb mit Sicherheitsventil,
in der Regel auch mit Dampfdruckmesser, Wasserstandsglas usw., versehen ist. Die
Feuerung muß so beschaffen sein, daß während der Fahrt das Wasser erhitzt werden
kann. Beim Eintreffen an Ort und Stelle ist dann unter allen Umständen heißes Wasser
vorhanden, der Arbeiter kann sofort durch Hinzufügung der Lauge sich die Reinigungsflüssigkeit
bereiten und sie durch die Leitungen pumpen, ohne erst warten u müssen. Zweckmäßig
ist es, die Feuerungsar:lage so einzurichten, daß sie während der Reinigung der
Bierdruckvorrichtung abgestellt werden kann, damit auch während dieser Zeit kein
Brennstoff unnütz verbraucht wird. Am zweckmäßigsten wird eine Spirituslampe, ein
hEt-rrzoll?renner, eine Petroleumlampe o. dgl.
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@r ,-<=.nrlet: Als Gefährt empfiehlt sich am @z@eisten ein Dreirad,
ein Zweirad mit Beiwagen, bei größerem Betrieb auch ein Motorrad. Indessen ist natürlich
auch ein gewöhnlicher Handwagen brauchbar.
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ahrbar ausgestellte Warmwasserbereiter sind vielfach in
Gebrauch, beispielsweise in Erfrischungswagen, die auf Bahnsteigen ver-@s@ndet werden
(Wurstkessel, Teewasserberei-. ter usw.). Demgegenüber liegt die Erfindung in der
Anwendung des Gedankens auf die L augereinigung der Bierleitungen, wodurch in diesem
bestimmten Gebiet der T. echnik ein praktisch sehr erheblicher Fortschritt erzielt
ist.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Auf einem gewöhnlichen Fahrrad i ist ein Lieferungskasten a, angebracht, an dem
hinten ein Behälter 3 mit einem Abzug q. angebracht ist. In diesem befindet sich
ein oben mit einer Öffnung versehener Wasserkessel 5, der einen Ablaßhahn 6 hat.
Der Kessel ist in dem Behälter 3, der mit einer Wärmeschutzmasse ausgekleidet sein
kann, auf beliebige Weise gelagert, beispielsweise auf Konsolen 7, auf die er sich
mit einem Ringflansch 8 auflegt, während er am oberen Ende durch einen Ring 9 seitlich
abgestützt ist. Am unteren Ende ist der Behälter 3 mit einer Abteilung 1o versehen,
die durch eine Tür 1i zugänglich ist und durch die eine Benzinlampe 12, nach Art
einer gewöhnlichen Lötlampe, eingesetzt wird. Die von der Lampe erzeugten Heizgase
umstreichen auf ihrem Wege zum Abzug q. den Kessel 5 und erhitzen das darin enthaltene
Wasser. Etwa entstehender Dampf kann durch die obere Öffnung des Kessels ohne weiteres
entweichen. Die Lagervorrichtungen des Kessels im Behälter, hier die Konsolen 7,
der Ringflansch 8 und der Ring 9, müssen natürlich so angeordnet sein, daß der Abzug
der Heizgase nicht behindert ist.