DE407592C - Einrichtung zum Einstellen und Beobachten des oder der Objekte fuer kinematographische Aufnahmen - Google Patents

Einrichtung zum Einstellen und Beobachten des oder der Objekte fuer kinematographische Aufnahmen

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DE407592C
DE407592C DEK88736D DEK0088736D DE407592C DE 407592 C DE407592 C DE 407592C DE K88736 D DEK88736 D DE K88736D DE K0088736 D DEK0088736 D DE K0088736D DE 407592 C DE407592 C DE 407592C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B19/00Cameras
    • G03B19/18Motion-picture cameras

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 8. JANUAR 1925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57a GRUPPE
(K 88736 VI]57 et)
Willy Köhler in Berlin.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. März 1924 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Einstellen und Beobachten des oder der Objekte bei kinematographisehen Aufnahmen mittels Spiegel.
Bei Kinoaufnahmen eines Objektes war es bisher schwer möglich, außerhalb des Apparates einen Sucher anzubringen, der unter Vermeidung der Parallaxe den genauen Bildausschnitt zeigte und ein Verfolgen des Bildvorganges möglich machte.
Auch bei Aufnahmen mehrerer getrennt aufgebauter Objekte, die auf einem Film zu einer Szene vereinigt werden sollen, und bei denen Spiegel verwendet werden, ist die Anbringung eines Suchers überhaupt und insbesondere seine Verwendung zur Beobachtung der Handlung, wenn eine Bewegung des oder der Objekte in gleicher oder verschiedener Richtung erfolgt, bisher nicht möglich gewesen.
Gemäß der Erfindung wird in den Sehkegel des Apparates ein Spiegel eingeschaltet, der mit einer dem Apparat entgegengesetzt spiegelnden Fläche versehen ist und den Sehkegel des Apparates in einem Winkel schneidet, wobei auf der spiegelnden Seite der Sucher angebracht wird. Der Spiegel wird für bestimmte Fälle mit einem nach beiden Seiten spiegelnden Belag versehen oder als halbdurchlässiger Spiegel ausgebildet.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Von den beiden Objekten ι und 2 wird Objekt 2 mittels des Spiegels 3 und Objekt 1 unmittelbar von dem Apparat 4 aufgenommen. Der Spiegelbelag 5 des Spiegels 3 ist derart vorgerichtet, daß er von einer Schicht nach beiden Seiten spiegelt. Auf der dem Apparat 4 entgegengesetzten Seite ist der Sucher 6 ίο angebracht, durch den man das Objekt 2 unmittelbar und das Objekt 1 unter Vermittelung des Spiegels 3 beobachten kann. Bei einer Bewegung des oder der Objekte kann man dann mittels des Suchers mit Leichtigkeit die Übereinstimmung der Objekte zueinander und zum Apparat und ebenso eine entsprechende Bewegung der silhouettierten Spiegelfläche prüfen, ohne den Apparat selbst zum Anvisieren benutzen zu müssen. Der Sucher 6 ist im gleichen Winkel und in der gleichen Entfernung wie das Objektiv des Apparates 4 zum Spiegel 3 eingestellt und derart gestaltet, daß er das genau gleiche Bild und den gleichen Bildausschnitt zeigt wie dieses. Um die Gleichheit dieser Einstellungen zu kontrollieren, sind in den Sehkegel parallel zum Spiegel zwei bei der Aufnahme zu entfernende Flächen, am besten Glasflächen 7 und 8, eingeschaltet, auf denen Markierungen 9 angebracht sind, die sich gegenseitig vom Apparat aus gesehen unmittelbar, und vom Sucher aus durch den Spiegel decken müssen. Solche Markierungen können außerdem auch im Fenster des Apparates und des Suchers angebracht sein. Dann ist nur eine Markierungsfläche erforderlich. Die Markierung im Apparat ist derart anzubringen, daß sie zur Aufnahme entfernt werden kann. Bei gewöhnlichen Kinoaufnahmen werden der Spiegel und die Flächen mit den Markierungen nur zum Einstellen vom Sucher aus vor dem Apparat in den Sehkegel eingeschaltet, bei der Aufnahme jedoch wieder entfernt. In diesem Falle braucht die spiegelnde Fläche nur eine einseitig in der Richtung zum Sucher spiegelnde zu sein. Um während der Aufnahme das Spiel durch den Sucher beobachten zu können, muß der Spiegel halbdurchlässig sein. In diesem Fall bleibt nur der Spiegel während der Aufnahme vor dem Apparat, j Es ist vorteilhaft, hinter dem halbdurchlässigen Spiegel, vom Sucher aus gesehen, jedoch außerhalb des Sehkegels des Apparates, eine schwarze Fläche 10 anzubringen, um die Durchsicht abzudecken. Wird der Spiegel bei der Aufnahme nicht benutzt, so kann er zugleich als eine der Markierungsflächen dienen.
Bei Aufnahmen getrennt aufgestellter Objekte, auf denen szenisch zueinander passende e Bewegungen stattfinden sollen, können auf den einzelnen Objekten Markierungen angebracht werden, die sich decken. Die gemeinsamen Bewegungen können vom Sucher aus vermittels dieser Markierungen kontrolliert werden. Die Markierungen werden zweckmäßig an jedem Objektteil entsprechend durch Fäden o. dgl. verbunden, an denen entlang die entsprechenden Bewegungen stattfinden. Um Gleichzeitigkeit der Bewegungen zu erzielen, werden an den Fäden kleine, photographisch unwirksame Punkte übereinstimmend bewegt.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Einstellen und Beobachten des oder der Objekte bei kinematographischen Aufnahmen mittels Spiegel, gekennzeichnet durch einen schräg in den Sehkegel des Apparates eingeschalte- £ ten Spiegel mit einer dem Apparat entgegengesetzt spiegelnden Fläche und einem Sucher auf der spiegelnden Seite.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel mit Σ einem nach beiden Seiten spiegelnden Belag versehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein halbdurchlässiger Spiegel verwendet wird. ί
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in die Sehkegel des Suchers und des Apparates einschaltbare, räumlich getrennte Flächen mit Markierungen, die vom Sucher und vom Appa- rat aus gesehen sich decken.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Markierungen im Fenster des Suchers und des Apparates, die mit den Markierungen der Flächen übereinstimmen.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel, die Markierungen oder teide bei der Aufnahme entfernbar angebracht sind. 1
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen an den Objektteilen angebracht und durch Fäden o. dgl. miteinander verbunden sind, an denen photographisch 1 unwirksame Punkte sich deckend bewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEK88736D 1924-03-06 1924-03-06 Einrichtung zum Einstellen und Beobachten des oder der Objekte fuer kinematographische Aufnahmen Expired DE407592C (de)

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