DE406705C - Tastenanordnung fuer Musikinstrumente, Klaviere, Harmonien o. dgl. mit reiner Stimmung - Google Patents

Tastenanordnung fuer Musikinstrumente, Klaviere, Harmonien o. dgl. mit reiner Stimmung

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DE406705C
DE406705C DESCH67769D DESC067769D DE406705C DE 406705 C DE406705 C DE 406705C DE SCH67769 D DESCH67769 D DE SCH67769D DE SC067769 D DESC067769 D DE SC067769D DE 406705 C DE406705 C DE 406705C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/12Keyboards; Keys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Tastenanordnung für Musikinstrumente, Klaviere, Harmonien o. dgl. mit reiner Stimmung. Die Schwierigkeit, ein in allen Tonarten rein gestimmtes Instrument zu schaffen, liegt weniger auf theoretischem wie auf baulichem Gebiete, da einerseits die Anzahl der innerhalb einer rein gestimmten Oktave vorhandenen und für die Modulation unentbehrlichen Töne oder Tasten außerordentlich groß ist, und andererseits der Spielende in bezug auf Fingerplastik und Reichweite seiner Hand nicht unbeschränkt ist.
  • Die Erfindung schafft eine Anordnung, welche bei reiner Stimmung eine große Übersicht bietet und die Beibehaltung der herkömmlichen Fingerplastik und Spieltechnik gestattet, so daß in der Erfindung die Möglichkeit der praktischen Anwendung des rein gestimmten Tasteninstrumentes liegt.
  • Die bisher bestehenden Klaviaturen für Instrumente mit reiner Stimmung sind so angeordnet, daß sie zur Kenntlichmachung der Art des Aufbaues des Tonsystems angepaßt sind, und zwar dadurch, daß entweder ein Terz-Ouinten- oder ein Quint-Terzen-System Berücksichtigung findet. Vielfach gebräuchlich ist es auch, auf den arithmetischen Wert und die arithmetische Bezeichnung der Tonstufen den Tastenaufbau zu gründen.
  • Das für die vorliegende Klaviatur in Betracht kommende rein gestimmte Tongewebe ist die 53stufige Oktave, und zwar das nur theoretisch temperierte, praktisch aber unbedingt reine Terz-Quinten- oder Quint-Terzen-Svstem, «-elches derart zusammengestellt ist, daß die achte Unterquinte als große Oberterz u^d die neunte Oberquinte als kleine Oberterz benutzt wird. Die vorliegende Klaviatur ist somit nach rein musikalischen Begriffen geordnet, wie sie aus der den temperierten Instrumenten zugrunde liegenden Theorie hervorgeht. Es ist deshalb auch die in .diesein System übliche Bezeichnung weggefallen, welche bisher zu großen Komplikationen geführt hat; so sind in dem ider Erfindung zugrunde liegenden System nicht mehr mi-, bi-, ti-, mo-, bo-, to-, -C oder -D oder -F (nach Oettingen) zur Anwendung gelangt, sondern die -Bezeichnungen bleiben die gleichen wiebeim temperi.ertenInstrument,und zwar in reiiner Ouintenfolge aufwärts bis zum fisisis und abwärts bis zum heses, wobei die zur Bildung von reiner Terz und Sext notwendigen Töne enharmonisch vorhanden sind. Da dieselben um ein Komma den andern gegenüber verschieden sind, so werden dieselben ko-Töne genannt, so daß die C-Dur-Tonleiter aus c, d, eko, f, g, ako und hko besteht.
  • Zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes sind Zeichnungen beigefügt, und zwar zeigt Abb. r in schematischem Grundriß die Tastatur eines rein gestimmten Instrumentes für den Bereich zweier Oktaven und Abb. 2 einen Querschnitt der Tastatur gemäß Abb. r.
  • Die neue Tastenanordnung zerfällt erfindungsgemäß zunächst in zwei Hauptgruppen, die Untergruppe und die Obergruppe, und innerhalb jeder Gruppe befinden sich je drei Tastenreihen, so daß im ganzen innerhalb einer Oktave drei Tastenreihen der Untergruppe und drei Tastenreihen der Obergruppe vorhanden sind. Diese sechs Tastenreihen einer Oktave sind terrassenförmig übereinander angeordnet. Die Länge und Breite der einzelnen Tasten ist so bemessen, daß, wie auch bei der Tastatur des temperierten Instrumentes, die Tasten einer Oktave innerhalb der Spannweite der Finger liegen. Auf der Zeichnung sind die sechs Tastenreihen der beiden Oktavgruppen mit A, B, C, D, E, F bezeichnet. Von besonderer Bedeutung für das Wesen der Erfindung und die mit ihr angestrebten Ziele ist nun die Tastenanordnung innerhalb des eben angegebenen Grundplanes der Tastatur und die zahlenmäßige Bezeichnung der einzelnen Tasten. Es ist bekannt, daß das Tonmaterial, welches man durch Quinten- und Terzenfortschreitungen von einem bestimmten Ton c aus gewinnt, im rein gestimmten Instrument sich durch bestimmte kleine Intervalle von denjenigen Tönen unterscheidet, welche man erhält, wenn man von dem gleichen Ton c in reinen Quinten auf- und abwärts geht. Diese Intervalle bezeichnet man bekanntlich als syntonische Komma oder auch kurz als Komma. Dementsprechend sind diejenigen Töne des reinen Instrumentes, welche um dieses Intervall tiefer liegen, durch Anfügen der Silbe »ko« an die Tonbezeichnungen des gewöhnlichen Instrumentes gekennzeichnet, so daß sich z. B. für den Ton e die Bezeichnung eko, für a ako usw. ergibt.
  • Erfindungsgemäß enthalten nun die Tastenreihen :1 und D sowie auch die untere Tastenreihe des temperierten Instrumentes nur weiße Tasten; dabei sind in der Tastenreihe _°I die der reinen C-Dur-Tonleiter eigentümlichen Töne mit denjenigen Änderungen aufgenommen, die durch das harmonisch reine System notwendig sind, also an Stelle von e, a und h, eko, ako und hko. Die beiden übrigen Tastenreihen B und C der Untergruppe enthalten die zur Modulation notwendigen Kreuze bzw. Kreuze mit den erforderlichen Kos, also z. B. cisko, disko usw. Die Tastenreihe D der oberen Tastengruppe enthält die F-Dur-Tasten als Stammtonart aller b-Töne, wobei natürlich auch wieder die erforderlichen ko-Töne an die Stelle der Töne des temperierten Instrumentes treten. Dabei ist aber erfindungsgemäß der Ton hko wiederholt, d. h. der Ton hko erscheint sowohl in der Tastenreihe A für die C-Dur-Tonart wie auch in der Tastenreihe D für die F-Dur-Tonart. Dieses in der Tastenreihe D wiederholte hko wird rei den späteren Quintschritten als reines ces notwendig. Die beiden Tastenreihen E, F der oberen Gruppe erhalten wieder alle b-Töne mit den erforderlichen Kos, wie es zur Moduilation notwendig ist.
  • Bezeichnet man die Töne innerhalb einer Oktave des rein gestimmten Instrumentes mit "Zahlen und gibt dem Ausgangston c die Bezeichnung o, während die in ihrem Intervall nufeinanderfolgenden Töne der rein gestimmten Oktave in der Reihenfolge des natürlichen Zahlensystems bezeichnet werden, so ergibt sich aus der vorstehend näher Leschriehenen Anordnung der Tasten, die für die ITbersicht und rasche Gewinnung der Spieltechnik wichtige Tatsache, daß bei der unteren Gruppe die terrassenförmig aufeinanderfolgenden Tasten oder Töne durch eine wachsende Zahlenreihe, die in der oberen Gruppe terrassenförmig aufeinanderfolgenden Tasten .durch eine abnehmende Zahlenreihe bezeichnet werden. -Noch einfacher wird die Übersicht, wenn man von der unteren Tastenreihe A aufwärts nach der Trennungsebene x, x1 der beiden Tastengruppen und von der oberen Tastenreihe F gleichfalls zu derselben Trennungsebene x, x' hinschreitet. Bei dieser Fortschreitungsrichtung ergeben sich für die terrassenförmig aufeinanderfolgenden Tastenreihen beider Gruppen zut:ehmende Zahlenreihen, beispielsweise in der unteren Gruppe o, r, 2, in der oberen Gruppe 51, 52, o, weil hier der Ausgangston c wiederholt ist, oder in er unteren Gruppe 9, 1o, 1t, in der oberen Gruppe 6, 7, 8, oder in der unueren Gruppe für die schwarzen Tasten 4, 5, in der oberen Gruppe für die schwarzen Tasten 3, 4 usw. Dabei sind zur Erhöhung der Übersicht, wie auch beim temperierten Instrument, schwarze Tasten zwischen den weißen Tasten entsprechend den zugehörigen Tonintervallen zur Anwendung gebracht.
  • Sämtliche in der dargestellten Tastatur nicht ersichtlichen, im rein gestimmten System aber auftretenden Noten werden durch Transponierung oder durch die sogenannte enharmonische Vertauschung erreicht. Die in der neuen Tastenanordnung nicht enthaltenen Zahlen 28 und 42 sind entbehrlich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcH: Tastenanordnung für Musikinstrumente, Klaviere, Harmonien o. dgl. mit reiner Stimmung, bei der hintereinander sechs Tastenreihen zweckmäßig treppenförmig angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die sechs Tastenreihen (A bis F) in zwei - Gruppen (A bis C und D bis F) hintereinander angeordnet sind, in deren jeder die vorderste Tastenreihe (A und D) nur weiße Tasten und die anderen (B und C, E und F) schwarze und weiße Tasten aufweisen, und daß in der vordersten Gruppe die erste Tastenreihe (A) die Tasten für die Töne der C-Dur-Tonleiter mit den für ein harmonisch reines System erforderlichen Änderungen im Tonintervall und die beiden anderen Tastenreihen . (B und C) alle zur Modulation nötigen Tasten für die Kreuztonarten, sowie daß die Tastenreihen der zweiten Gruppe (D und F) in derselben Weise die Tasten für die F-Dur-Tonleiter (D) und alle zur Modulation nötigen Tasten für die Be-Tonarten enthalten.
DESCH67769D Tastenanordnung fuer Musikinstrumente, Klaviere, Harmonien o. dgl. mit reiner Stimmung Expired DE406705C (de)

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