DE406683C - Durchfuehrungsisolator und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Durchfuehrungsisolator und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE406683C
DE406683C DEB103885D DEB0103885D DE406683C DE 406683 C DE406683 C DE 406683C DE B103885 D DEB103885 D DE B103885D DE B0103885 D DEB0103885 D DE B0103885D DE 406683 C DE406683 C DE 406683C
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liquid
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DEB103885D
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Bigler Spichiger & Cie A G Abt
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Bigler Spichiger & Cie A G Abt
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/26Lead-in insulators; Lead-through insulators
    • H01B17/30Sealing
    • H01B17/303Sealing of leads to lead-through insulators
    • H01B17/306Sealing of leads to lead-through insulators by embedding in material other than glass or ceramics

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Insulators (AREA)

Description

(B 103885
Durchführungen für elektrische Apparate und Anlagen werden nach bekannten Verfahren in der Weise hergestellt, daß der Innenraum eines zylindrischen Hohlkörpers aus Glas, Porzellan oder Papier, durch welchen der Leiter hindurchgeführt ist, mit einem flüssigen Isoliermittel, wie Öl, Ausgußmasse u. dgl., ausgefüllt wird. Oder es werden in die Hohlräume Isolierröhren aus festem Stoff, wie Glas, Porzellan, Stabilit, Hartpapier usw., eingesetzt und der übrige Raum mit einem flüssigen Isoliermittel oder einem solchen, welches beim Erkalten fest wird, ausgefüllt. Alle diese und ähnliche Zusammenstellungen haben Nachteile verschiedener Art.
Die sogenannten Öldurchführungen können nicht ohne weiteres wagerecht eingebaut werden; sie verlangen außerdem, daß das zur Aufnahme des Öles dienende Isolierrohr völlig dicht ist. Das Öl hat eine verhältnismäßig geringe Durchschlagsfestigkeit; es ergeben sich daraus große Durchmesser. Für Durchführungen mit Ausgußmasse trifft dasselbe wie bei Öldurchführungen zu. Bei solchen, deren Ausgußmasse beim Füllen, d. h.
in wärmerem Zustande, dünnflüssig und beim Erkalten fest wird, besteht die Gefahr, daß bei der Temperatursteigerung im Betrieb der äußere Isolierkörper zersprengt wird, oder daß bei sehr niedrigerer Temperatur die Ausgußmasse infolge Zusammenziehung springt, was zu einer Zerstörung der Durchführung führt. Bei solchen Durchführungen, deren Hohlräume feste Rohre und Ausgußmasse oder ein anderes Isoliermittel ausfüllen, ist die Gefahr des Springens ebenfalls nicht ausgeschlossen. Sie weisen noch den Nachteil auf, daß die Luft in den festen Röhren nicht ausgetrieben werden kann. Bei einer nach bisheriger bekannter Herstellungsart mittels Lack oder einem anderen isolierenden Klebemittel hergestellten Röhre können Luftschichten nicht mehr ausgeschieden oder ausgefüllt werden, auch selbst bei höherer Temperatur nicht, da das Klebemittel hart bleibt und eine? Füllmasse oder isolierenden Flüssigkeit den Durchgang versperrt. Die Folge davon ist, daß die feste, nicht luftfreie Röhre nahe am Leiter, d.h. am Orte der höchsten elektrischen Beanspruchung, zum Versagen der
ganzen Durchführung Anlaß gibt. Es ist auch bekannt, poröse, d. h. noch nicht glasierte Porzellanisolatoren mit Paraffin, Öl o. dgl. unter Anwendung von Druck und Vakuum zu tränken. Ferner ist die Verwendung von gewickelten und pulverisierten Isolierstoffen bei Isoliervorrichtungen üblich, jedoch nicht in fester Verbindung durch Ausfüllung der Zwischenräume mit als Bindemittel dienendem Isolierstoff. !
Nach dem Verfahren gemäß Erfindung ; wird geschichteter oder pulverförmiger Isolierstoff ohne feste Teilverbindung, d.h. '■ ohne Anwendung eines Klebemittels, in die j gewünschte fertige Form des Durchtührungs- I isolators gebracht und nachher die Zwischenräume des Isolierstoffes mittels flüs- ; sigem, in erhärtetem Zustand als Bindemittel j wirkendem Isolierstoff ausgefüllt. Mit Vorao teil wird der Innenraum eines Isolierrohres nur mit Isolierstoff in ganz oder teilweise gewickelter oder pulverisierter Form ausgefüllt und nachher in dessen Zwischenräume bei hoher Temperatur ein flüssiges Isoliermittel, das beim Erkalten erstarrt und die i Teile des Isolierstoffes zu einem festen Körper , verbindet, getrieben. Hierbei kann nötigenfalls das flüssige Isoliermittel in bekannter I Weise, z. B. unter Anwendung von Vakuum und Druck, eingetrieben werden. D:a sich bei Temperaturwechsel die isolierende Füllmasse gegenüber den anderen Teilen der Durchführung besonders stark ausdehnt und S zusammenzieht, bleibt der Zusammenhang zwi- : sehen der Füllmasse und dem Isolierstoff bestehen, d.h. die Anhangskraft der geringen ι Menge der Füllmasse verhindert ein sogenanntes! j >.Wandern« derselben, welches die Bildung ' von Rissen und Sprüngen der Durchführung zur Folge hätte. Eine solche Durchführung bedarf deshalb keiner besonderen x\bdichtungen und kann in allen Lagen eingebaut werden, was äußerst wichtig ist. Nach dem vorliegenden Verfahren können auch Hülsen, wie sie beispielsweise bei Transformatoren zur Isolierung der Wicklungen verschiedenen Potentials Verwendung finden, hergestellt werden.
Einige Ausführungsbeispiele von Durchführungsisolatoren nach vorliegender Erfindung sind in den Abb. 1 bis 6 der Zeichnung dargestellt.
In Abb. ι bis 6 stellt α den Leiter der Durchführung dar. Der auf den Leiter gewickelte Isolierkörper b, in dessen Schichtzwischenräumen beispielsweise eine plastische Isoliermasse eingetrieben ist, ist mittels Metallkappen / abgeschlossen. In der Längsmitte der Durchführung ist ein Flansch e angebracht.
Abb. 2 unterscheidet sich von Abb. 1 nur dadurch, daß der aufgewickelte Isolierstoff in eine feste Röhre d aus Glas, Porzellan oder Papier eingeschlossen ist. Der Flansch e sitzt auf dem festen Rohr.
In Abb. 3 ist eine zweistufige Durchführung dargestellt, wobei der lange Teil ejne Durchführung nach Abb. 2 ist, auf welche noch eine kürzere Röhre, gebildet aus dem aufgewickelten Isolierstoff ύ und dem festen Rohre d2, geschoben ist.
In Abb. 4 ist eine Durchführung unter Verwendung einer sich gegen die Enden hin verjüngenden, festen Röhre d dargestellt.
Abb. 5 zeigt eine Durchführung, bei der in das feste Rohr d ein aufgeschichteter Isolierstoff δ eingesetzt, der übrige Raum mit einem pulverisierten Isolierstoff c ausgefüllt ist. In den geschichteten und in den pulverisierten Isolierstoff wird unter hoher Temperatur' und Vakuum, auf der einen Seite sowie Druck auf der andern Seite eine isolierende, flüssige Füllmasse eingetrieben.
Die Durchführung nach Abb. 6 besteht aus dem äußeren, festen Isolierrohr d, dessen ganzer Höhlraum mit einem pulverisierten Isoliermittel c ausgefüllt ist. Die Zwischenräume sind ebenfalls nach beschriebener Art mittels Isoliermasse ausgefüllt.

Claims (2)

  1. 90 Patent- Ansprüche:
    I. Durchführungsisolator für elektrische Apparate und Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume von geschichtetem oder pulverförmigem Isolierstoff ohne Anwendung eines Klebemittels mit in heißem Zustand flüssigem, in erkaltetem Zustand erhärtetem, zugleich als Bindemittel dienendem Isoliermittel ausgefüllt sind.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Durchführungsisolatoren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum eines Isolierrohres zuerst mit gewickeltem oder pulverisiertem Isolierstoff allein ausgefüllt und nachher in dessen Zwischenräume bei hoher Temperatur im Innern eines Ofens unter Anwendung von Vakuum oder Druck oder unter aufeinanderfolgender gleichzeitiger Anwendung von Vakuum und Druck ein flüssiges Isoliermittel, das beim Erkalten erstarrt und die Teile des Isolierstoffes zu einem festen Körper verbindet, getrieben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB103885D 1921-05-27 1922-03-08 Durchfuehrungsisolator und Verfahren zu dessen Herstellung Expired DE406683C (de)

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