DE40550C - Formziegeln für Heifsluftcanäle - Google Patents
Formziegeln für HeifsluftcanäleInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B17/00—Furnaces of a kind not covered by any of groups F27B1/00 - F27B15/00
- F27B17/0016—Chamber type furnaces
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8O: Thon- und Steinwaaren-Industrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. December 1886 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die neuartige Einrichtung und Zusammenstellung von Heifsluftkanälen
eines Brennofens, mit welchem Erzeugnisse der Keramik (Kacheln, Geschirr- und Thonwaaren) unter Anwendung eines offenen
Kohlenfeuers fertig gebrannt werden sollen, was im allgemeinen schwierig ist, da der nicht
verzehrte Rauch des Kohlenfeuers die mit Zinnoxyden glasirten Waaren verdarb und für die
gewerbliche Verwerthung unbrauchbar machte, weshalb man dieselben bis jetzt entweder einkapseln oder mit Holz oder Gasen brennen
mufste. Auch wirkte bei den bisherigen Ofeneinrichtungen dieser Art die intensive Ofenhitze
gleich zu direct und in zu wenig vertheiltem Zustande auf die zu brennenden Waaren ein, so dafs dieselben im vorderen
Ofentheil häufig schon verbrannten, während sie im hinteren Ofen noch nicht gar waren.
Diese Uebelstände sollen durch die gesammte Einrichtung ihres für offenes Kohlenfeuer bestimmten
Brennofens vermieden werden, bei dem die Heizgase erst nach vollkommener Verbrennung
des in ihnen enthaltenen Rauches in vielfache einzelne Ströme zertheilt an einer
Stelle in den Brennraum gelangen, wo sie auf die darin enthaltenen Waaren nicht mehr mit
ihrer ersten intensiven Hitze einwirken können und nachdem sie letztere zur Vorwärmung des
Brennraumes bereits abgegeben haben. Der Brennofen charakterisirt sich demgemäfs im
wesentlichen zunächst durch die Anordnung einer rauchverzehrenden Feuerung, von welcher
aus die rauchfreien Feuergase in geschlossenem Strom unter, der Ofensohle wegstreichen, um
ihre erste intensive Hitze zur Vorwärmung des Brennraumes abzugeben, bis sie hinter den
Schädel des Ofens gelangen, der durch einen vielfach durchbrochenen Ständer mit dem
Innern des Brennraumes in Verbindung steht; durch diesen Ständer werden die Feuergase
nun in vielfache Einzelströme zertheilt, welche in den nun bereits vorgewärmten Brennraum
mit genügend gemilderter Heizkraft von hinten her eintreten und denselben nach vorn zu
durchstreichen, so dafs also eine annähernd gleiche Temperatur in dem vorn mehr als
hinten vorgewärmten, aber hinten von heifseren Feuergasen als vorn durchströmten Brennraum
vorherrscht und dementsprechend ein gleichmäfsiges Brennproduct erzielt werden soll,
welches auch, da jeder Rauch verbrannt wird, vollkommen rein bleibt. Der Ofen besteht
aus einem Unter- und Oberofen, deren gewölbte Decken von Luftkanälen besonderer Art durchzogen werden, um die für die Kohlenfeuerung
nach erfolgtem Schliefsen der Feuerungsthüren erforderliche Verbrennungsluft in erhitztem Zustande in den Feuerraum, und
zwar ebenfalls in der Richtung von hinten nach vorn einzuführen. Diese Heifsluftkanäle
sind, um eine vollkommene Abdichtung zu erzielen, auf neuartige Weise hergestellt und
bestehen aus hohlen Gewölbeziegeln, deren ovale Oeffnungen sich an jedem Ende erweitern,
um in diesen erweiterten Höhlungen ringförmige Rohrstücke aufzunehmen, deren Oeffnung
den engeren Oeffnungen in der Mitte
Claims (1)
- der Ziegel hinsichtlich Form und Gröfse entspricht und durch welche die Fugen zwischen den einzelnen Ziegeln vollkommen abgedichtet werden. In der Zeichnung zeigen Fig. 4 und 5 diese Einrichtung der Luftkanalziegel λ, bei denen die Abdichtung durch die Rohrstücke b bewirkt ist.Die für die Rauchverbrennung erforderliche Luft tritt in diese Kanäle d durch die horizontalen Zuführungskanä'le c ein und wird bei dl schon stark erhitzt in den Feuerraum geleitet, den sie in der Pfeilrichtung durchströmt; sie wird hierbei durch den Kanal e geführt und hierbei noch weiter erhitzt, so dafs sie beim Verlassen dieses Kanals in hoch erhitztem Zustande mit den Feuergasen sich vermengt und eine fast vollständige Verbrennung der in denselben noch enthaltenen Rauchtheile bewirkt. Die rauchfreien Feuergase gehen nun in geschlossenem Strom durch den Kanal f unter der Ofensohle her nach dem hinteren Theile des Ofens, den sie auf diese Weise stark vorwärmen und in dessen hinter dem Schädel liegenden Thei] g sie münden. Der Innenraum h des Ofens ist von diesem Theile g durch den vielfach durchbrochenen Ständer i getrennt, durch welchen die jetzt in der Richtung nach vorn umbiegenden Feuergase in entsprechend vielfach zertheilten Einzelströmen hindurchgeprefst werden und dessen Durchbrechungen i1 eine bedeutende Berührungsoberfläche für die Feuergase bieten, welche infolge ihrer innigen Berührung mit den glühend werdenden Wandungen dieser Durchbrechungen noch von allen etwaigen übrig gebliebenen Rauchspuren gereinigt werden und dann in rauchfreiem Zustande in das Ofeninnere eintreten, in welchem die zu brennenden keramischen Waaren uneingekapselt angeordnet sind. Auf diese wirken nun die einzelnen Gasströme mit bereits genügend gemilderter Heizkraft zunächst am hinteren Ofenende ein, um ein Verbrennen der hier aufgestellten Waaren auszuschliefsen, und strömen dann nach Abgabe weiterer Wärmeeinheiten nach vorn, wo, wie schon oben ausgeführt, infolge der stärkeren Vorwärmung bereits ohnehin eine entsprechend höhere Temperatur herrscht, um auch hier nun die gleiche Temperatur wie im hinteren Ofen hervorzurufen. Am vorderen oberen Ende des Ofens treten die Gase bei j aus und gelangen in die Feuerung des oberen Ofens, um hier zuvörderst bei der Verbrennung des Rauches der oberen Feuerung mitzuwirken (falls eine solche in gewissen Fällen erforderlich sein sollte), und wirken dann auch hier genau wieder so wie beim unteren Ofen, dessen Einrichtung von der des oberen sich sonst in keiner Weise unterscheidet. Die ausgenutzten Gase verlassen schliefslich den Ofen, indem sie in den Kanal k treten, aus dem sie immer wieder in die Feuerung zurückgeführt und zur Verbrennung des Rauches der Feuergase nutzbar, gemacht werden können.Patenτ-Anspruch:Bei einem Flammofen für keramische oder sonstige Zwecke die Herstellung der Heifsluftkanäle aus den mit den aufsen erweiterten Oeffnungen zur Aufnahme der Rohrstücke (b) versehenen Ziegeln (a), um eine sichere Abdichtung der Fugen zwischen den einzelnen Ziegeln zu erzielen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40550C true DE40550C (de) |
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